sax royal zu Gast in Karl-Marx-Stadt!

bild_stefan_seyfarth.JPGAm Donnerstag, dem 31. Mai, reist die Dresdner Lesebühne sax royal ins befreundete Umland zu einem Gastspiel: Wir freuen uns darüber, zum ersten Mal im bekannten Chemnitzer Club Atomino gastieren zu dürfen. Der Titel der Reihe, in der wir auftreten werden, setzt uns natürlich schon gewaltig unter Druck: „BRENNPUNKT UNTERHALTUNG“. Wir werden unser Bestes geben! Wenn ihr also in Chemnitz wohnt oder Lust habt, mal einen Tagesausflug in diese weithin unterschätzte sächsische Metropole zu unternehmen, freuen wir uns ab 21:00 Uhr auf euren Besuch.

Gülz erteilt Hausverbote

Diese verdammten Germanisten. Die sind überall. Die haben den ganzen Tag nichts besseres zu tun als meine schönen Texte zu zerpflücken und mir meinen Schiller schlecht zu reden. Was haben die denn in den letzten Jahren schon alles geleistet? Nichts, gar nichts. Dass ich gut bin, das braucht ihr mir nicht hundertzwanzig Mal zu sagen, das weiß ich auch selbst! Also lasst es sein und macht was Vernünftiges! Aber ihr hört ja nicht auf mich, ihr habt ja immer diesen Drang in euch, alles analysieren und kompliziert machen zu wollen. Z.B. in der „Ode an die Freude“, da interpretiert ihr einen Unsinn rein, dabei geht es dort doch nichts weiter als um die Freude. Schiller hätte sich im Grab umgedreht, wenn er hören würde, was ihr da immer so dazudichtet. Und letztens wollte mir einer von euch, ich glaube, er war sogar Professor, weismachen, dass es die Klassik als Epoche gar nicht gibt. Aber wisst ihr was? Dieses dumme Gefasel geht mir auf die Nerven, und wie! Und dann wollte der mir auch noch erklären, wie ein Schriftsteller schreibt und was da für Prozesse ablaufen beim Schreiben. Und da ist mir fast der Kragen geplatzt. Da hab ich dem gesagt: „Wissen Sie was, was Sie hier sagen, das ist totaler Dünnschiss. Ich weiß wie man schreibt, denn ich bin selbst Dichter!“

Und damit ich nicht immerfort Ärger mit euch geisteswissenschaftlichen Pack habe, erlasse ich jetzt folgende Regel: Germanisten und Gleichgesinnte haben bei meinen Lesungen künftig Hausverbot, dass das klar ist! Wenn ich einen von euch erwische, der kann sich frisch machen. Ich mache jetzt Kampfsport.

Gülz (Dichter)

Rückblick: Poetry Slam am 25.05.07

Stefan und ich moderierten wie immer am letzten Freitag des Monats den livelyriX Poetry Slam in der scheune. Erst brütende Hitze, dann der reinste Wolkenbruch: Wir hatten schon die schlimmsten Befürchtungen über ein mögliches Ausbleiben der Zuschauer. Aber weit gefehlt! Weit über 200 Fans des Poetry Slam hielten uns auch bei Wechselwetter die Treue, warteten geduldig in der unvermeidlichen Schlange und sorgten wie schon in den Monaten zuvor für ein fast ausverkauftes Haus und euphorische Stimmung. Dafür an dieser Stelle nochmals den allerherzlichsten Dank! Lest weiter …
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Faust II – Desaster im Dresdner Schauspielhaus

Vor Wochen stieß ich in der Sächsischen Zeitung auf eine Theaterkritik zur Faust II Aufführung im Schauspielhaus unter der Regie von Holk Freytag. Die Kritik fiel haarsträubend aus. Gestern war ich da, um das zu überprüfen. Fazit: die SZ hat seltsamerweise Recht gehabt.
Es war wirklich haarsträubend. Von Anfang an sprachen die Schauspieler den vergülzten Goethetext so undeutlich und schnell, dass man anfangs weder verstand, wer Faust und wer Mephisto war (leider auch nicht an den Kostümen zu erkennen, das Schauspielhaus hat einen Fetisch für nichtssagende Mäntel), noch verstand man überhaupt, um was es da ging. Es wurde gesülzt, was das Zeug hielt. Eine Menge Schauspieler standen ewig nichtstuend auf der Bühne herum und ratterten einer nach dem anderen endlos lange Monologe runter, wie es jeder Grundschüler auch nicht besser oder schlechter hingekriegt hätte. Besonders schlimm dabei: die eintönige Sprechweise, die nur zwischen zwei Registern hin und herschaltete: Gesäusel und Gebrüll – und das an den unpassendsten Stellen. Die Liste wäre endlos lang fortzusetzen.
Immerhin gab es auch das eine oder andere Gelungene: so z.B. die Klassische Walpurgisnachtszene, mit sehr interessanten Kostümen oder die „Geburt“ des Homunculus, der blutverschmiert mit Gummihandschuhen aus dem Fußboden herausgezogen wird oder auch die Szene „Philemon und Baucis“.

Abschlussfazit: Flop! Ich werde mich die nächsten zwei Jahre Theatern wieder fern halten. Meine Empfehlung ans Schauspielhaus: Mut zum Streichen völlig belangloser Stellen, auch und besonders in Goethedramen! Radikales Umschreiben der vergülzten Goethesprache in vernünftige Prosa und Herausarbeitung des Wesentlichen! Sprechtraining für die Schauspieler! Didaktisches Augenmerk auf Handlungseindeutigkeit und kein metaphysisches Gesülz, ich habe keine Zeit und keine Lust, mir den Faust extra vor dem Theaterbesuch noch einmal durchzulesen, nur um die Handlung zu verstehen!
Meine Empfehlung ans Regietheater: Klare, durchstrukturierte, durchgehaltene Konzepte und keinen Mix der 70er, 80er und dem Besten von heute!               

Wo scheitern Ehen am seltensten?

Heute, im wieder erweckten Magazin der ZEIT namens Leben: Als Titelgeschichte die Rückkehr von Günter Wallraff, Jessica Schwarz empfiehlt ein Porno-Magazin für Frauen, Josef Ackermann versucht vergeblich, als sympathischer Typ rüberzukommen usw. usw. Also nichts Neues unter der Sonne?

Von wegen! Was sehen meine altersmüden Augen da auf Seite 10? Eine Deutschlandkarte zum Thema „Wo scheitern Ehen am häufigsten?“ Spitzenreiter: Emden mit 49,5 Scheidungen pro 10000 Einwohner im Jahr 2005. Traurig. Aber ratet mal, wo in Deutschland die wenigsten Scheidungen, nämlich nur 8,5/10000 Einwohner, vollzogen wurden: In der Oberlausitz!

Und wieso? Die ZEIT meint: „Im Osten gibt es weniger Scheidungen als im Westen. Ein Grund dafür könnte sein, dass Scheidungen teuer sind – und für viele vielleicht gar nicht bezahlbar.“ Glänzende Analyse! Hier das vorherige Gespräch in der Redaktion:

Chef: Hm, hier, seltsames Ergebnis: Im Osten gibt’s weniger Scheidungen. Woran könnte das denn liegen?

Praktikant: Hm … Osten, Osten … Sag mal, sind die nicht alle so arm da drüben?

Chef: Heureka!

Dinosaur Jr. sind zurück!

Liebe Freunde dieses kleinen Blogs, meine Schreibwut sucht nach immer neuen Stoffen – so bleibt mir nicht übrig, als noch eine neue Rubrik mit dem Titel „Musik“ zu eröffnen, um euch meine liebsten Platten ans Herz zu legen.

Passender Anlass ist die Rückkehr der legendären Post-Punk-Band Dinosaur Jr., die nach vielen Jahren nicht nur wieder in Originalbesetzung spielen und sich damit neben den Pixies und vielen anderen in die Reihe der jüngsten Reunions einreihen, sondern die auch ein ganz famoses neues Album mit dem Titel Beyond eingespielt haben. Schon 1988 hatte Bassist und Co-Songwriter Lou Barlow nach Streitigkeiten mit Bandkopf J. Mascis die Gruppe verlassen. Die vorherigen Alben Dinosaur (1985), You’re Living All Over Me (1987) und Bug (1988) dürften die besten der Band geblieben sein, auch wenn die daraufhin von Mascis mehr oder weniger als Soloprojekt betriebene Band immer noch großartige Alben wie etwa Green Mind (1991) produzierte.

Was war das Besondere an Dinosaur Jr.? Vom Punk, in dem die Band wurzelte, unterschied sie sich vor allem durch das ungewöhnlich virtuose Gitarrenspiel von Mascis, das sich in oft geradezu epischen Soli Bahn brach. Und dem Indie-Rock gab er das späterhin immer wieder nachgeahmte Beispiel eines Sängers, der nicht singen, aber wunderbare Melodien schreiben kann.

Den Freunden der frühen Alben wird das „neue“ Werk Tränen der Rührung in die Augen treiben, aber auch neue Fans dürften sich für den Sound der Band begeistern können. Schöne Hörproben findet man zum Beispiel auf der MySpace-Seite von Dinosaur Jr. Natürlich haben die drei Wiedervereinigten ihre Musik nicht neu erfunden, sondern spielen einen dynamischen und sehr melodiösen Post-Punk, der sich lebendiger zeigt als so mancher gegenwärtiger Alternative-Rock in seiner altklugen Verstaubtheit. „Musikmachen hat für mich nichts mit Veränderung zu tun. Es geht nur ums Weitermachen.“ (J. Mascis)

Satire!

In den letzten Tagen habe ich einige wirklich erfreuliche Stunden mit dem amerikanischen Satiriker Jon Stewart verbracht, den viele wahrscheinlich nur von seiner verunglückten Oscar-Moderation kennen werden, der aber seinen Ruhm der Daily Show verdankt, die seit einigen Jahren auf dem Sender Comedy Central läuft. Wer (wie ich) DSL sein eigen nennt, kann große Teile der Sendungen auch ohne das Teufelswerk eines Fernsehers im Netz anschauen.

Diese Sendung hat wohlgemerkt nichts, aber auch gar nichts mit den deutschen Versionen der „Fake News“ zu tun, die ihren „Humor“ daraus beziehen, dass sie jeden Bezug zur Politik ängstlichst meiden und auf Witze über Angela Merkels Frisur ausweichen. Aber auch mit gewöhnlichen Late-Night-Shows ist das Programm nicht wirklich zu vergleichen, denn es ist eine mit Haut und Haar politische Sendung, verpackt in ein satirisches Format und präsentiert von einem begnadeten Stand-Up-Comedien. Der gute Harald Schmidt sieht dagegen – horribile dictu – wirklich recht alt aus.

Die Sendung widerlegt auch all jene, die in den USA ein gleich geschaltetes Imperium bigotter Rednecks sehen wollen: Hier wird radikale Aufklärung im besten Sinne betrieben, zugegebenermaßen für eine liberale Minderheit, aber keine verschwindende. Und noch etwas fällt auf: die uns bei weitem überlegene demokratische Debattenkultur der angloamerikanischen Tradition. (Wer’s nicht glauben will, kann auch gern mal Sitzungen des englischen Unterhauses mit dem Deutschen Bundestag vergleichen.) Konservative Politiker wie John McCain (!), John Bolton (!!) oder John Ashcroft (!!!) kommen freiwillig, und lassen sich von Jon Stewart Fragen stellen, für die Sabine Christiansen vom ARD-Rundfunkrat zum Frühstücksfernsehen strafversetzt würde. Natürlich lassen sich die zwei Kulturen nicht vergleichen: Der politischen Debatte in Deutschland fehlt einfach der existenzielle Ernst, den die amerikanische notwendigerweise hat. Todesstrafe, Krieg und Armut sind nun mal andere Themen als Dosenpfand, Pflegeversicherung und Rechtschreibreform. Die Fronten sind unvergleichlich schärfer: Ein liberaler Kommentator muss sich gegen reaktionäre Konkurrenten zur Wehr setzen, die Regierungskritiker wegen Hochverrats in die Gaskammer schicken wollen oder schwarze Basketballerinnen als „kraushaarige Nutten“ bezeichnen. In Deutschland erstickt dagegen die allgegenwärtige Political Correctness solche Diskussionen (auch solche Gedanken?) schon im Ansatz. Ob man das gut oder schlecht finden soll? Offen gestanden, aus humoristischen Gründen …

Männertag – Gülz feiert mit!

Am Männertag war ich in der Kartoffelschenke drüben in Gorbitz, aber nicht dort, wo mal der Micha gewohnt hat, sondern hinter den Plattenbauten. Da wollte ich mich mal richtig zulöten. Aber es hat sich alles nicht gelohnt. Es waren komischerweise überhaupt keine Frauen unterwegs. Da hab ich mich gefragt, wozu gehst du Aas ausgerechnet am Männertag weg? Richtig blöd war das mit der Barfrau. Die war nur ein Krüppel einer Schönheit und konnte vor androgynen Entstellungen kaum noch wirklich als Frau durchgehen. Und bestialisch nach Schweiß stank sie. Ich wollte erst Trinkgeld geben, aber ich hab mich dann doch nicht getraut, ich wollte sie keinesfalls lachen sehen. Wer weiß wie schlimm die dann ausgesehen hätte.
An der Bar hat mich dann noch so ein Typ angesprochen: „Du bist so ein Loser, Gülz. Kuck dich mal an!“, hat der gesagt. Und ich hab geantwortet: „Kuck dich doch selber an! Was bist du denn?“ Und da hat nun er wieder zurück geantwortet und gesagt: „Ich bin Arzt!“ Und da hab ich mich auf ihn gestürzt und ihn verprügelt, aber er war leider stärker als ich. Jetzt hab ich eine Nasenbeinfraktur und auch noch Hausverbot in der Kartoffelschenke. Also, wenn es nach mir ginge, gehörte der Männertag abgeschafft, nur Kloppies unterwegs und überhaupt keine Frauen. Wozu da noch weggehen?

Gülz (Dichter)

Zur Modernität der Anti-Moderne

Eben durfte ich dank des Deutschlandfunks Ohrenzeuge der öffentlichen Diskussion werden, die in Dresden jüngst zu dem Plan stattfand, ein neues Gewandhaus am Neumarkt, dem Platz vor der Frauenkirche, zu bauen. Herrlich! Manchmal wundere ich mich selbst, wie nur unsere Rubrik „Dresden ist schön“ laufend so anschwellen kann, aber die Dresdner Kleingeistigkeit lässt einem einfach keine Wahl.

Angetreten waren die zwei Architekten, die den – einstimmig zum Sieger erklärten – Entwurf für ein modernes (!) Gewandhaus, in dem später moderne (!) Kunst gezeigt werden soll, vor Publikum verteidigen mussten. Ob ich den ein wenig sterilen Kubus mit breiten Fensterbändern sehr gelungen finde, weiß ich selbst nicht so recht. Aber darum ging es in der Diskussion auch gar nicht. Vielmehr wurden die Architekten und Vertreter der Stadt von den Modernitätsverweigerern und früh verkalkten, pardon versandsteinten Barock-Fetischisten, die sich in der Sekte Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V. zusammengeschlossen haben, sehr wirkungsvoll beleidigt und ausgebuht. Einer ihrer Vertreter rief es unter großem Beifall gleich ganz offen aus: „Wir wollen keine moderne Architektur am Neumarkt!“

Gerade wenn man innerhalb der studentischen Parallelgesellschaft lebt, meint man oft, „moderne“ Kunst sei doch heute längst keine Provokation mehr wie noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts, in der man brave Bürger noch mit grünen Nasen oder signierten Pissoiren schocken konnte. Aber weit gefehlt! Man hat die Provokationen der bildenden Kunst und der Literatur nur einfach gut in klimatisierten Museen und dicken Büchern versteckt. Stellt man moderne Gestaltung hingegen in den öffentlichen Raum, dann kann man plötzlich den wild gewordenen Kleinbürger wieder in freier Wildbahn erleben! Die Zerstörung abstrakter Skulpturen oder Angriffe auf Kunstaktionen liefern laufend Beispiele. Und da gerade Dresden den Beginn der kulturellen Moderne bisher konsequent verweigert hat, sind die Reaktionen hier eben besonders heftig.

Natürlich wird ein modernes Gewandhaus nichts an der Mentalität der Dresdner ändern. Überhaupt ist die „moderne“ Kunst, deren Abgrenzung schon für sich schwierig ist, keineswegs automatisch auch gesellschaftlich oder politisch progressiv. Oft war’s sogar umgekehrt. Aber der Dresdner Kampf gegen moderne Architektur, der jeden Neubau in der Stadt seit 1989 begleitet hat, ist Ausdruck der mentalen Retardation eines großen Teils der Bewohner dieser Stadt.

Die Woche des Todes!

Liebe Freunde, es ist wahr: Ich werde langsam verrückt. Ich sitze einmal mehr in der Universitätsbibliothek und höre in Endlosschleife „I’ve told every little star“ aus Mulholland Drive von Lynch. Seit letztem Donnerstag bin ich die ganze Zeit unterwegs, habe gerade ein par Momente gefunden, hier zu rasten, mein Pferd abzubürsten und mir ein Stück Dörrfleisch („Stück Ratte, Everett?“) zu genehmigen. Nun möchte ich rückblickend auf ein paar Veranstaltungen hinweisen. Sollte ein Buchstabe in diesem Text nicht an seinem Platz sein, so denkt euch meine Ungeschicklichkeit im Umgang mit Touchpads. Ständig scheint der Schatten meines Daumens den Mauszeiger zu verschieben. Und irgendwann habe ich dann auch keine Lust mehr.

Am Samstag Abend machte ich im Leipziger Horns Erben die Bekanntschaft mit dem Programm „Lapsuslieder“ des Berliner Musikkabarettisten Marco Tschirpke, der unter anderem mit Sebastian Krämer den Scheinbar Slam in Berlin besingt und aber eben auch eigene Geschichten macht. Toll Toll Toll. Auch wenn das Leipziger Publikum, trotz zahlreichen Erscheinens, lustlos wirkte oder nicht verstand, was dieser schüchterne junge Mann da eigentlich wollte. Tschirpke ist ein Meister des Kurzliedes, bestehend aus 2 oder maximal 4 Zeilen. Er war im Übrigen im Rahmen des hahahaclubs da, eine wunderbare Veranstaltung von Christoph Walter, Kopf und Beine des congenialen Kasparett-Duos Zärtlichkeiten mit Freunden. Leider der letzte hahahaclub für den Moment, da die Zärtlichkeiten (wie ich sie intim nenne) zu viel Rummel haben, eben so echte Berühmtheiten mit Nase hoch, die feinen Pinkel du, nee Quatsch.

Am Sonntag war ich als eigener Künstler zu Gast im Hörsaalzentrum der TU Dresden. Es war eine wunderbare Veranstaltung, die da hieß TU in Szene. Ich hatte einen kleinen Auftritt allein. Bemerkenswert waren: das Publikum (völlig begeistert, Wahnsinn, ich brauchte nur zu atmen, naja fast!) und super andere Beiträge, zu erwähnen hier vor allem Thomas Hof aus Leipzig, der hier Schauspiel studiert und eine szenische Lesung eines Stückes abhielt, in welchem ein junger Mann, der sehr schüchtern ist, auf die Postbotin wartet, die ihm ein Päckchen bringt, was er sich selbst geschickt hat, damit sie es ihm bringt. Toll.

Dann Ralf Herzog, der Pantomime-Gott aus Dräisdn, die Studentenbühne improvisierte eine Stunde lang frisch bis sehr frisch. Zum Ende in noch Regiemé Tinitü aus München, respektive Mainz mit dem Stück „Der Knopfraum“. Sollte euch auf euren Wegen irgendwann dieses Stück über den Weg laufen: Gucken. Staunen. Wüten. Freuen.

Vielen Dank noch einmal für einen schönen Abend, nicht zuletzt den Organisatoren, dem Studentenclub Wu5 (der Wodka war gut). Dann war ich beim Scheinbar-Slam in Berlin, schaffte es nicht, gegen Klötgens Frank mein März-Championat zu verteidigen, durfte aber trotzdem mit den Herren Krämer und Tschirpke Pizza essen gehen.

Gestern Abend war das letzte Mal die große Show Klub Kryptonym: Sparce mit Stargast Victor Kümel. Er kam gut an. Christian Meyer und ich kamen gut an. Alles war schön und jetzt ist es vorbei. Ich habe 5 Minuten damit verbracht, auf der Bühne eine echte Muschel vom mit Pattex zusammengeklebten Sand zu befreien, weil ich dachte, im Bauch der Muschel befände sich eine Perle. Ich bin ein Freak, ohne Frage.

Morgen gehts weiter nach Konstanz, Slam auf einem Schiff. Freitag Regensburg. Samstag fahre ich entspannen ins thüringische Erfurt. Aber wie ich mich kenne, wird sich dort schon auch noch eine Möglichkeit zu lesen ergeben.

Glaubt Gülz!!!

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