Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung

Vor kurzem machte eine Studie zur Religiosität der Weltbevölkerung einige Schlagzeilen, weil sie zu Tage förderte, dass auch in Deutschland 70% der Menschen „religiös“ seien. Das Projekt „Religionsmonitor“ wurde von der Bertelsmann-Stiftung initiiert. Kritiker halten diese für eine neoliberale Denkfabrik. Vertreter aller Kirchen und sonstiger interessierter Kreise beeilten sich, die Ergebnisse als Bestätigung für eine Renaissance des Glaubens zu feiern…

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Eine Stadt zum Hassen

Liebe -nun ja- Freunde,

Nachdem die weihnachtliche Heuchelei zusammen mit allem Schmück-und Marktwerk aus den Fenstern und von den Plätzen der Länder dieser Erde verschwindet, vor allem aber von hier, bin ich leider fast glücklich. Es gib nichts, worüber es sich noch aufzuregen lohnt. Das ist schrecklich! Deswegen erfinde ich eine neue Kategorie. Da die Kategorie, welche ich zuerst erfunden hatte: „Knickgeschichte der Woche“ nur von mir durchgeführt wurde, gestalten wir das diesmal etwas freier.

Jede Woche, oder aller zwei Wochen, hasse ich, hassen wir eine andere Stadt. Ich hasse per Text, ihr per Kommentar. Das liegt an den Urheberrechten. Sobald man eine Person angreift, selbst wenn sie dumm ist wie die Nacht im Schwarzwald schwarz, holt sie den Anwalt und man selbst sitzt im Kittchen. Eine Stadt hingegen merkt das gar nicht. Pfiffig, was? Darüber hinaus ist es Literatur, ein Experiment, von welchem man immer noch behaupten könne, es sei während eines Fliegenpilzrausches vollzogen worden. Dadurch, dass sich hoffentlich viele daran beteiligen, wird die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. Nun denn, wer früh aufsteht, pisst wo es ihm beliebt. Fangen wir leicht an. Diese Woche hassen wir CHEMNITZ. Da wird ja jeder etwas zu sagen können. Continue reading Eine Stadt zum Hassen…

Sag mal, SAT 1!

Wenn man in deinem Videotext eine Umfrage zu lesen bekommt, bei der immerhin 5886 deiner Zuschauer abgestimmt haben, dann wird man die doch eigentlich repräsentativ nennen dürfen?

Und wenn die Frage „Welche Partei würden sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“ folgendes Ergebnis zeitigt:

SPD: 5,1%, CDU/CSU: 1,7%, Bündnis90/Die Grünen: 1,3%FDP: 0,4%, Die Linke: 4,0% und schließlich „Ich wähle nicht!“: 87,5%

– dann sagt uns das doch vielleicht weniger über die politische Stimmungslage in Deutschland als über … nun ja … die mentale Großwetterlage deiner Zuschauer, oder?

Rückblick: Poetry Slam am 21.12.2007

Ein wenig zu geruhsam und besinnlich ging der letzte livelyriX Poetry Slam des Jahres 2007 am Freitag über die Bühne der scheune. Wie jedes Jahr, so waren auch diesmal viele Zuschauer im Dezember offenbar schon im Weihnachtsurlaub. Trotzdem freuten sich immerhin 160 Zuschauer darüber, dass ausnahmsweise sogar elf Dichter um den Sieg buhlten. Continue reading Rückblick: Poetry Slam am 21.12.2007…

Lustiges Zahlenraten

Wozu gehören wohl die folgenden mysteriösen Zahlen?

+31

-13

83

23

82/77

87/84

10

16

20

Spannend, hm? Die Auflösung gibt’s gleich hier >>>>> Continue reading Lustiges Zahlenraten…

Willkommen zu Hause, Marco!

Der vereinigte patriotische Protest aller deutschen Journalisten und Politiker hat endlich zum Erfolg geführt: Marco W. aus Uelzen ist frei! Nach mehreren Monaten Haft wegen angeblichen „Sexuellen Missbrauchs“ eines britischen Mädchens wurde der deutsche Junge doch noch aus dem barbarischen „Türken-Knast“ (BILD) befreit. RTL hat sich bereits exklusiv die Rechte an der sexy Story gesichert. Der Oberbürgermeister von Uelzen kündigte an, er wolle den nun berühmtesten Sohn der Stadt feierlich im Rathaus empfangen.

Aus der Pressemitteilung des Bürgermeisters: „Hätte ich dem Kleinen gar nicht zugetraut! Wie er die englische Mieze gezähmt hat – Hut ab! In Ohnmacht! Schamlose Posse! Sie hielt, weiß ich, die Augen bloß zu.“

Geiziger Görlitzer

Ein 64-jähriger Görlitzer auf dem Weg von Ägypten nach Dresden hat am Flughafen in Nürnberg für Aufsehen gesorgt: Als den Sicherheitsbeamten bei der Gepäckkontrolle eine 1-Liter-Flasche Wodka im Handgepäck des Lausitzers auffiel, boten sie ihm an, er könne gegen eine geringe Gebühr die nicht erlaubte Flüssigkeit als Reisegepäck aufgeben. Doch der alte Herr hatte kein Einsehen und unternahm es trotzig, die ganze Flasche an Ort und Stelle auszutrinken. Der Alkohol zeigte Wirkung: Der Rentner konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und seinen Flug nicht antreten. Stattdessen diagnostizierte ein herbei gerufener Arzt akute Lebensgefahr und ließ den Görlitzer in die Klinik zur Entgiftung bringen.

Nun sage nochmal einer, der Lausitzer neige zur Sturheit. Es war aber auch eine allzu verlockende Situation – Geld sparen durch Alkoholkonsum. Wer würde es ihm verdenken?

Heute Abend: Sax Royal

Wie (fast) immer am zweiten Donnerstag des Monats, so wird auch heute am 13. Dezember die Dresdner Lesebühne Sax Royal ab 21:00 Uhr in der scheune für einen alles andere als geruhsamen Abend sorgen.

Nachdem bei unserem Auftritt im Rahmen des Literaturfestivals „Literatur Jetzt!“ viele neue und neugierige Erstbesucher höherer Jahrgänge zu verzeichnen waren, sind wir schon gespannt, wer sich so alles zu unserem festlichen Jahresendprogramm einfinden wird. Solltet ihr den Gastauftritt von „Gülz“ bei der letzten Lesebühne verpasst haben: Ihr ärgert euch zu Recht. Tut Buße am heutigen Donnerstag!

Wie immer gibt es im fliegenden Wechsel brandneue Geschichten, Gedichte und Songs von Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth. Als besondere Zugabe präsentieren wir Euch u.a. ein neues Hörspiel von „The Famous Duo„.

Zitat des Monats Dezember

Mein Zitat des Monats stammt diesmal von der neuen Vorsitzenden der Jungsozialisten namens Franziska Drohsel, die ausgesprochen süß ist und folgerichtig von der CSU des Linksextremismus beschuldigt wurde:

„Man muss nur mit offenen Augen durch die Stadt laufen, um zu sehen, dass die Welt noch immer schlecht ist.“

Triumphgemüse im Regionalexpress

Über den sehr gelungenen Auftritt, den Julius und ich am letzten Sonnabend in Greifswald bestreiten durften, wird Julius in den kommenden Tagen hier an dieser Stelle in Form eines vieraktigen Versdramas berichten. Ich möchte hingegen von einem Leseerlebnis erzählen, das ich in jener redundanten Lebenszeit hatte, die mir mein Geiz beim Fahrkartenkauf eintrug. Lasst es mich freundlicher ausdrücken: Ich kaufte zwei Wochenendtickets in ein ganz besonderes literarisches Vergnügen. Ich las ein Buch von Jochen Schmidt

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