Zitat des Monats Januar

“Wir glauben mit den Knien, oder wir glauben überhaupt nicht.”

(Martin Mosebach, deutscher Büchnerpreisträger)

“Der wahre Gläubige findet erst Ruhe, wenn die ganze Welt das Knie gebeugt hat.”

(Christopher Hitchens, englischer Religionskritiker)

Buchtitel, die schon längst hätten gebraucht werden sollen (1)

“Ich bin so wild nach deinem Erdbeerkuchen, Mutti”

 

(für eine anständige Autobiografie)

Feedback: Drei Jahre Sax Royal am 10.01.2008

Keine Frage, unsere Zuschauer haben zweifellos Humor. Kaum habe ich bei der Lesebühne zum Besten gegeben, mit welch sonderbaren Suchbegriffen Menschen in der Vergangenheit auf diese Homepage gestoßen sind – da googelt doch um 0:47 Uhr jemand nach “julius fischer ich will ein kind von dir”!

Vielen Dank auch für den Tipp, den uns jemand auf der Newsletter-Liste hinterlassen hat: “eine Frau bei euch auf der Couch täte euch echt gut”. Wohl wahr, aber woher nehmen und nicht stehlen?

Einen Bericht über die Geburtstagslesebühne nebst eines kleinen Interviews könnt Ihr übrigens heute (11.10.) im freien Sender coloRadio hören – und zwar in der Sendung “Magazin” ab 19:10 Uhr.

Nochmals vielen Dank an alle Besucher! Wenn Ihr Lust habt, sehen wir uns wieder am 14. Februar, wenn Sax Royal nicht wie gewohnt in der scheune stattfindet, sondern ausnahmsweise anlässlich eines Gastauftritts im Neuen Sächsischen Kunstverein, der uns anlässlich des Projektes “Sonnpark” zu einer ganz besonderen Lesung eingeladen hat: Wie präsentieren ab 20:00 Uhr Texte zum Thema “Orte”, natürlich nicht zuletzt zu unserer lieben Heimatstadt. Das wird eine interessante Sache.

Rückblick: Drei Jahre Sax Royal am 10.01.2008

Es hätte so schön werden können! Rekordverdächtige 130 Zuschauer hatten sich in der scheune eingefunden, um zusammen mit uns unseren dritten Geburtstag zu feiern. Max hatte ein bezauberndes Geburtstagslied für uns geschrieben, mit dem er den Abend eröffnete. Wir alle hatten frische Texte oder Frühwerke aus unseren ersten Tagen mitgebracht, die teilweise nachdenklicher ausfielen als sonst, aber von einem sehr aufgeschlossenen Publikum trotzdem gespannt aufgenommen wurden. Natürlich kam auch der Witz wie immer nicht zu kurz, besonders als Julius auf seiner nagelneuen Gitarre ein Lied zum Thema “Namen” intonierte. Die Krönung des Abends lieferte dann noch einmal Max auf seiner Orgel. Es hätte so schön werden können! Hätte ich nicht zum Schluss vergessen, anzusagen, dass draußen Gratis-Bockwürste für alle Besucher bereit standen! Zur Strafe werde ich nun die übrig gebliebenen Bockwürste verzehren müssen. Aber ein Blick in den Topf neben mir macht mir Hoffnung: Es können höchstens noch fünfzig sein …

Geburtstag: Drei Jahre Sax Royal am Donnerstag!

Ein ganz besonderes Jubiläum feiert unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal am 10. Januar in der Scheune: Seit nunmehr drei Jahren leben satirischer Geist und poetische Fantasie hier in wilder Ehe zusammen und zeugen zur Freude der zahlreichen Zuschauer in monatlichem Rhythmus immer neue Geschichten, Gedichte, Songs und Hörspiele.

Die fünf Stammautoren sind: Julius Fischer, der Star des WDR Poetry Slams, Stefan Seyfarth, der Chronist der Äußersten Neustadt, Michael Bittner, der Lausitzer Exilliterat, Roman Israel, der dramatische Zeitdiagnostiker und Max Rademann, der Schöpfer unsterblicher Sagengestalten. Ein Abend voller (angenehmer) Überraschungen erwartet die Besucher bei unserem Kindergeburtstag – wir freuen uns auf Euren Besuch!

Donnerstag | 10. Januar | 21:00 Uhr | scheune | 4/6€

Wanderer, kommst du nach Ha…

Es ist wieder an der Zeit, eine Stadt zu hassen, wie sie so noch nie gehasst worden ist. Ich bin aufgeladen wie mein Laptop, dass bedeutet, ich werde in kurzer Zeit sehr viel Energie verbrauchen und dann ausgehen. Ich bin sauer, weil ich gestern nur zweiter beim Poetry Slam in der Rosenau in Stuttgart geworden bin. Or Näi (Oh nein). Jetzt fragt ihr euch sicher, ob ich Stuttgart hasse, aber nein. Heute hasse ich, denn das mit Stuttgart ist noch viel zu frisch, heute hasse ich HAGEN.

Hagen liegt im südwestlichen Pott, datt heißt, die Leeeute reden, wie die Leute im Pott eben reden. Was an sich ja sympathisch ist, gerät in Hagen außer Kontrolle. Von allem, was eine Stadt zu viel oder zu wenig haben kann, hat Hagen gerade so viel, dass es, ach was. Ich red nicht länger drum herum.

Hagen ist grau. Hagen ist so grau, dass man das vom Mond aus sehen kann. Hagen ist vom Mond aus gesehen sozusagen ein äh grauer Krater. Und hier kann man vielleicht die Verbindung zwischen Hagen und Stuttgart anbringen. Beide sind scheiße hügelig. Stuttgart ist auch grau, aber zumindest gibt es hier eine Otto-Dix-Sondersammlung.

Wenn es jemals in Hagen Schönheit gab, dann aus Versehen. Hagen ist eine von den Städten, von denen ich immer dachte, sie existieren nur in meiner Phantasie, Städte nämlich, wo auf den Sehenswürdigkeitens-Postkarten das örtliche Amtsgericht oder irgendein Bürogebäude mit Blumenkübeln abgebildet sind. Aber es gibt sie, fahrt nach Euskirchen, Essen oder Erlangen. Um einen Eindruck von der Trostlosigkeit Hagens zu vermitteln, hier der einladende Begrüßungsspruch der Netzvertretung:

“Sicher wird es Ihnen hier gefallen, denn das mittlerweile 250 Jahre alte Hagen in Westfalen ist stets jung und dabei ausgesprochen lebens- und liebenswert geblieben. Um Hagen zu entdecken, gibt es viele Angebote. Kommen Sie zu uns und lassen Sie sich davon überzeugen, dass für Hagen gilt: Als Gäste kommen – Als Freunde gehen!” Continue reading Wanderer, kommst du nach Ha……

Video: Julius Fischer beim WDR Poetry Slam

Wer Julius beim gestrigen WDR Poetry Slam verpasst haben sollte oder gar keinen Fernseher sein Eigen nennt, der kann sich hier den Auftritt mit “Ich will Kunst machen” hier auch als Video anschauen. Es lohnt sich!

Julius Fischer beim WDR Poetry Slam

Am 06. Januar kann man zum zweiten Mal Julius Fischer beim WDR Poetry Slam bewundern – diesmal gibt er seinen Klassiker “Ich will Kunst machen” zum Besten. Zu sehen ist das Ganze an diesem Sonntagabend ab 23:45 (direkt nach “Zimmer frei”). Einschalten!

Und als Leckerli vorab, hier noch einmal der Mitschnitt von Julius’ glorreichem ersten Auftritt beim WDR Poetry Slam:

Live gibt’s Julius übrigens bei zahlreichen Terminen seiner laufenden Welttournee – aber natürlich auch bei der Dresdner Lesebühne Sax Royal, am 10. Januar um 21:00 Uhr in der scheune.

Neujahrsgrüße

Der Morgen nach der Schlacht. Draußen vor meinem Fenster peitschen noch die letzten Schüsse durch die Straßen Pieschens. Leichen erwachen in der Gosse aus unruhigem Schlaf und machen sich auf den Weg nach Hause. Scherben knirschen unter ihren Schritten. Rauch steigt aus den verkohlten Barrikaden. Wir haben Silvester überlebt – bis zum nächsten Jahr.

Im Namen von Sax Royal wünsche ich allen Lesern dieses Weblogs, allen Besuchern unserer Lesebühne und allen anderen (nicht bösen) Menschen ein gutes Jahr 2008.

Solltet Ihr bis dahin wieder nüchtern sein, lade ich Euch recht herzlich ein, das neue Jahr mit einem Tischfeuerwerk der guten Laune zu beginnen: Am Donnerstag, den 10. Januar, feiert ab 21:00 Uhr die Dresdner Lesebühne Sax Royal in der scheune ihren  dritten Geburtstag!

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