2 Ausschnitte aus meinem Leben.

Wer brav seine Steuern zahlt kann auch in einem schönen Haus wohnen und darf Ratschläge geben…

Die spinnen, die Amis!

Vielen Dank, liebe deutsche Journalisten, dafür, dass ihr den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf wieder einmal messerscharf als inhaltsleere Polit-Show entlarvt, als mediales Massenspektakel, als kalkulierte Hollywood-Inszenierung, als rauschhaften Personenkult und so weiter und so fort. Da fällt es uns Deutschen doch gleich wieder viel leichter, uns darüber zu freuen, was für langweilige Apparatschiks unsere Politiker sind. Die können zwar keine drei Sätze hintereinander vom Blatt ablesen, ohne sich zu verhaspeln und mit einer Rede nicht einmal ein halb gefülltes Bierzelt begeistern – aber das spricht ja gerade für ihre Seriosität! Wie gut ist es doch, dass wir in Deutschland nicht wie die naiven Amerikaner Personen wählen, sondern lieber Parteien, die dann für uns entscheiden, wer regieren soll. Unsere Demokratie läuft so reibungslos und unspektakulär ab, man vergisst glatt, dass man in einer lebt. Continue reading Die spinnen, die Amis!…

Literarischer Städtevergleich: Dresden vs. Leipzig

Immer wieder stelle ich die Behauptung in den Raum, Dresden sei aus literarischer Sicht ein verschnarchtes Nest. Als Gegenbeispiel führe ich dann meist Leipzig ins Feld, wo – meinem subjektiven Eindruck nach – eher der Bär steppt. Was auch nicht wundern sollte, schließlich gibt’s da das Deutsche Literaturinstitut und die Buchmesse mit dem zugehörigen Festival „Leipzig liest“. Um mein Vorurteil empirisch zu verifizieren, wählte ich den Weg einer quantifizierenden Analyse, will sagen einer statistischen Auswertung von Stadtmagazinen beider Städte. Und einen Sieger muss ich schon vorab verkünden. Ein Stadtmagazin wie den Leipziger kreuzer sucht man in Dresden leider vergebens – gleichermaßen, was den Umfang wie die Vielfalt des Inhalts betrifft. Nun aber zum Endstand meiner Auszählung literarischer Veranstaltungen im Oktober:

Dresden: 57 – Leipzig: 97

Natürlich müsste man hier eigentlich einen Zwölf-Monate-Vergleich zu Grunde legen, um den Zufall als verzerrenden Faktor auszuschalten. Aber es dürfte sich nichts groß ändern, eher im Gegenteil, denn der Buchmessen-Monat würde ordentlich zu Buche schlagen. Aber Vorsicht, Leipzig, wir arbeiten dran!

Dichten, Saufen, Alltag reflektieren… (wie´s Poeten eben so handhaben)

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Hoffnung für die Zukunft des erotischen Kinos

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Besorgnis in Dresden – Touristen immer verwirrter!

„Entschuldigen Sie bitte, ist das hier der Bus nach Pillnitz?“

„Nä! Dos is eene Stroßenbohn!“

„Literatur Jetzt!“ – Festival zeitgenössischer Literatur in Dresden auch 2008

Gefreut haben wir uns über E-Mails, die nachfragten, ob denn nicht das Dresdner „Festival zeitgenössischer Literatur“ namens Literatur Jetzt! auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird. Es wird! Und zwar vom 25. bis zum 30. November. Auf der Homepage gibt’s ab sofort auch das komplette Programm mit allen Veranstaltungen einzusehen. Auch alle Informationen zu den Autoren und den anderen Mitwirkenden gibt es demnächst. In der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den Zuschauern des letzten Jahres und hoffentlich noch vielen weiteren Literaturfreunden verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

Peter Sodann – Präsident des Volkes

Die Partei namens „LINKE“ hat einen eigenen Kandidaten für den Posten des Bundespräsidenten aufgestellt: Es ist niemand anders als der „betende Kommunist“ Peter Sodann, bekannt als Schauspieler aus dem Tatort und als Theaterintendant aus Halle. Sodann erfreut sich bei den Ostdeutschen großer Beliebtheit, bloß nicht bei den Menschen, die ihm schon einmal persönlich begegnet sind. Im Jahr 2005 wollte er schon einmal für die PDS für den Bundestag kandidieren, zog aber zurück, angeblich weil ein politisches Mandat weitere künstlerische Tätigkeit unmöglich gemacht hätte. Nun hat er also mit seiner Karriere offenbar abgeschlossen, was nicht weiter verwundert, nachdem er zuletzt mit dem Humoristen Norbert Blüm (CDU) auf Tournee gegangen war. Peter Richter von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung urteilte: „Sodann ist eine selten so kompakt anzutreffende Verdichtung von Talentlosigkeit, Einfältigkeit, Arroganz, Selbstgerechtigkeit, Besserwisserei, Neid, Ressentiments, Borniertheit, Taktlosigkeit und Larmoyanz. Sodann hat alles, was man Ossis so vorwirft, plus das, was Ossis an Westlern hassen. Sodann ist ein One-Man-Kabarett, er weiß es nur nicht. Er ist das Antlitz des hässlichen Deutschen, der sich für etwas Besseres hält. Peter Sodann ist ein Tritt ins Gesicht aller Ostdeutschen, mit deren grundgesetzlich garantierter Menschenwürde es nicht vereinbar ist, von jemandem wie ihm dauernd als unterhalb aller messbaren IQ-Werte herumnölender Sozialschrott repräsentiert zu werden. Sodann alleine schafft es, dass man sich schämt, Sachse zu sein.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Das rechte Buch zur linken Zeit:

Friedrich Merz: Mehr Kapitalismus wagen. Wege zu einer gerechten Gesellschaft. Piper Verlag, Oktober 2008, 320 Seiten, 19,90 Euro.

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