Literaturtipp: „Ost-Südost“ am Sonntag

Am Sonntag, den 30. November, findet um 20 Uhr im Kulturhaus Loschwitz die Lesung “Ost-Südost“ statt. Unter diesem Titel bringt das Festival “Literatur Jetzt!” Autoren aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens nach Dresden. Die Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Alida Bremer, die in diesem Jahr den Auftritt Kroatiens als Gastland auf der Leipziger Buchmesse organisierte, wird als literarische Botschafterin das deutsche Publikum mit zwei Autoren bei einer gemeinsamen Lesung bekannt machen: Die Kroatin Olja Savicevic veröffentlichte ihren wirklich tollen, humorvollen und melancholischen Erzählband „Augustschnee“ (Voland & Quist) in Deutschland. Srdjan Valjarevic gilt seit längerem als einer der wichtigsten Autoren Serbiens. Sein Roman “Komo” ist 2008 auch auf Deutsch im Wieser Verlag erschienen.

Zitat des Monats November

Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel hielt eine flammende Rede zur Einweihung des Designer-WCs auf der Prager Straße.

(Bildunterschrift im Dresdner WOCHENKURIER)

Sax Royal bei „Literatur Jetzt!“

Natürlich werden wie schon im letzten Jahr auch einige Royalisten beim Festival „Literatur Jetzt!“ in dieser Woche (25. bis 30.11.) mit dabei sein. So etwa der frisch vom German International Poetry Slam 2008 heimgekehrte Julius Fischer: Er liest nicht nur am Mittwoch (26.11.) als Vertreter von Sax Royal beim „Gipfeltreffen der Lesebühnen“ ab 21 Uhr gemeinsam mit Ahne, Jochen Schmidt und André Herrmann in der Scheune, sondern ist auch einer der vier Slammer, die beim „Poetry Slam – Dead or Alive“ (28.11.) am Freitag gegen vier Staatsschauspieler antreten werden, die verstorbene Dichtergrößen repräsentieren. Eben diesen Poetry Slam moderieren wie gewohnt Stefan Seyfarth und Michael Bittner ab 21 Uhr in der Scheune. Schließlich sei nicht verschwiegen, dass DJ Marcos Pachaly aka Max Rademann nach dem „Gipfeltreffen der Lesebühnen“ am Mittwoch noch zum Auflegen aufgelegt sein wird.

Hörprobe (5)

Mit ein wenig Verspätung hier die monatliche akustische Kostprobe unserer Lesebühne Sax Royal – diesmal aus dem November mit einer Geschichte von Autor, Cartoonist, Musiker und Universalgenie Max Rademann. Vielen Dank für die Aufnahme wieder an Axel.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Max Rademann: „Die zwei Monchichis“ (live bei Sax Royal, 13.11.2008, scheune)

In fünf Tagen startet “Literatur Jetzt!”

Am Dienstag, den 25.11., startet das Dresdner Festival zeitgenössischer Literatur mit der Eröffnungsveranstaltung “Beat Poetry” mit Nora Gomringer und Günter Baby Sommer im Kleinen Haus.

Royalist Julius Fischer, der momentan beim SLAM2008 weilt, wird beim “Gipfeltreffen der Lesebühnen” am Mittwoch und beim “Poetry Slam – Dead or Alive” am Freitag jeweils in der scheune zu erleben sein. Außerdem: Wladimir Kaminer, Poesie heute, Hin & weg und Ost-Südost. www.literatur-jetzt.de

Slam 2008

Liebe Freunde der Live-Literatur,

wir haben gefiebert, wir haben gebangt und endlich ist es wieder so weit: die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam, ausgetragen in Zürich, suchen einen würdigen Nachfolger für Marc-Uwe (oder auch Makuwe) Kling. Wer das sein wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen, die geneigten Leser dieses Blogs werden von uns detailreich und aktuell mit dem heißesten Shit diesbezüglich ausgestattet. Continue reading Slam 2008…

Sax Royal am Donnerstag

Am 13. November findet am zweiten Donnerstag des Monats wieder die Dresdner Lesebühne Sax Royal auf der Bühne der Scheune statt. Es gibt ein buntes Programm zwischen Tiefsinn und Hochkomik mit garantiert brandneuen Geschichten, Gedichten und Songs. Als besondere Zugabe dürfen sich die Zuschauer diesmal auf “Fotoepigramme” von Roman Israel und Christiane Michel freuen. Außerdem erwarten wir Gäste aus dem befreundeten Ausland: Udo Tiffert aus Neusorge und Josef Maruan aus Leipzig werden unsere Lesebühne besuchen und haben literarische Gastgeschenke dabei. Los geht’s wie immer um 21:00 Uhr.

Zu Luthers 525. Geburtstag: Die coolsten Sprüche des frechen Reformators

„Ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes, durchteufeltes Ding ist’s um diese Juden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

„Wenn ich könnte, wo würde ich ihn [den Juden] niederstrecken und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren.“

„Jawohl, sie halten uns [Christen] in unserem eigenen Land gefangen, sie lassen uns arbeiten in Nasenschweiß, Geld und Gut gewinnen, sitzen sie dieweil hinter dem Ofen, faulenzen, pompen und braten Birnen, fressen, sauffen, leben sanft und wohl von unserm erarbeiteten Gut, haben uns und unsere Güter gefangen durch ihren verfluchten Wucher, spotten dazu und speien uns an, das wir arbeiten und sie faule Juncker lassen sein … sind also unsere Herren, wir ihre Knechte.“

„Erstlich, das man jre Synagoga oder Schule mit feur anstecke und, was nicht verbrennen will, mit erden überheufe und beschütte, das kein Mensch ein stein oder schlacke davon sehe ewiglich Und solches sol man thun, unserm Herrn und der Christenheit zu ehren damit Gott sehe, das wir Christen seien. – Zum anderen, das man auch jre Heuser des gleichen zerbreche und zerstöre, Denn sie treiben eben dasselbige drinnen, das sie in jren Schülen treiben Dafur mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall thun, wie die Zigeuner, auff das sie wissen, sie seien nicht Herren in unserem Lande. – Zum dritten, das man jnen nehme all jre Betbüchlein und Thalmudisten, darin solche Abgötterey, lügen, fluch und lesterung geleret wird. – Zum vierten, das man jren Rabinen bey leib und leben verbiete, hinfurt zu leren. – Zum fünften, das man die Jüden das Geleid und Straße gantz und gar auffhebe. – Zum sechsten, das man jnen den Wucher verbiete und neme jnen alle barschafft und kleinot an Silber und Gold, und lege es beiseit zu verwaren. – Zum siebenden, das man den jungen, starcken Jüden und Jüdin in die Hand gebe flegel, axt, karst, spaten, rocken, spindel und lasse sie jr brot verdienen im schweis der nasen.“

Samstag: Lesung mit fotografischen Projektionen

Am Samstag (08.11.) stelle ich zusammen mit Christiane Michel noch einmal das Programm „Fotoepigramme“ vor. Gelesen werden, wie von mir gewohnt, viele angenehme, heitere Gedichte und Geschichten, leider aber auch viel Müll. Fotos von Christiane Michel, die mittels Beamer an die Wand geworfen werden, begleiten die Texte.

Wer nicht kommen kann oder absolut keinen Bock auf Literatur hat – ich gehöre da selbst auch dazu – sollte sich wenigstens obenstehendes Buch zur Lesung kaufen (z.B. im „Büchers Best“ / Louisenstraße). Es lässt sich wunderbar als Blickfang in Garagen oder Kellerparzellen aufstellen und taugt hervorragend als Einstiegsthema bei Gesprächen mit den lieben Schwiegereltern.

Beginn: 20:15 Uhr
Ort: Die Bühne – Das Theater der TU (Teplitzer Straße 26 / 01219 Dresden)
Eintritt: 4 / 3 Euro

http://www.die-buehne.net

Allegorie im Vorbeigehen

In den Straßen hingen gestern schon Plakate für ein antifaschistisches Benefiz-Konzert namens „Kein Bock auf Nazis“ in der Tante Ju am 08. November. Und ich fragte mich: Wie lange wohl? Heute am Morgen sehe ich denn, dass das Plakat, das ich gestern gesehen hatte, schon über Nacht abgerissen worden ist. Aber was kommt wohl darunter zum Vorschein? Ein altes, schwarz-gelbes Wahlplakat mit der Aufschrift: „Erststimme CDU – Zweitstimme FDP – Typisch Dresden!“ Gebt es zu, das ist doch ein wunderbares Sinnbild für die Befindlichkeit unserer Stadt, oder?

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