Dresden soll schöner werden – Mach mit!

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Sportfiske, Pottesteffen und die alte Schaschen…

Was im Erzgebirge so abgeht, ist auf jeden Fall um einiges spannender als alles, was das Auenland zu bieten hat. Was ist auch schon so ein schnöder Hobbit gegen einen funkelnden Fips. Eine kleine, umherschwirrende Birne, die besser kochen kann als Sarah Wiener und Kerner zusammen. Und damit habe ich auch mein Stichwort: Ich möchte an dieser Stelle für mein jüngst erschienenes Buch werben, mit dem viel versprechenden Titel:
Vom funkelnden Fips und andere geheime Sagen aus dem Erzgebirge

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Mehr Worte sind an dieser Stelle nicht zu verlieren, denn alles weitere Wissenswerte über diese Freakshow in Worten erfährt man auf der wunderschönen Seite des Wald und Wiesen Verlags.

Nachträglich noch gesundes Neues!

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Traumberufe I

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Typischer Werktätiger aus dem Erzgebirge! (Schalle=Bier)

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Peschi und Poschi haben „Deep Throat“ gekuckt…

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Literaturtipp: Poetry Slam am Freitag

Entgegen sonstiger Gewohnheit möchte ich an dieser Stelle auf den livelyriX Poetry Slam am kommenden Freitag (30.01.) hinweisen, der diesmal durch kunstvolle Planung und glückliche Umstände ein Programm bietet, das auch Literaturfreunde begeistern dürfte, die sonst mit dem Dichterwettstreit nicht so viel anfangen können.

Wir erwarten nämlich eine ungewöhnliche Ballung toller Gäste: Da wäre zunächst der Gewinner des jüngsten Görlitzer Poetry Slams namens Thorsten Wahl, auf den ich selbst gespannt bin. Seinen Besuch angekündigt hat auch schon unser Leipziger Kollege Jens Kassner, der übrigens damit begonnen hat, einen sehr lesenswerten Blog zu schreiben. Tommy Tesfu, den in Augsburg aufgewachsene Performance-Poeten, haben viele sicher noch von seinem ersten Auftritt in Dresden in Erinnerung. Selbiges gilt für Tilman Birr, der sonst unter anderem bei den Lesebühnen “Samstagsshow” und „Lesebühne ihres Vertrauens“ liest. Der wunderbare Berliner Poet und Liedermacher Jan Koch hat nicht umsonst im letzten Jahr den „Grand Slam of Saxony“ für sich entschieden. Und natürlich freuen wir uns, den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meister des Jahres 2008 begrüßen zu dürfen: Sebastian 23 aus Bochum!

[Nachtrag: All diese Fakten verblassen jedoch vor der Tatsache, dass auch in diesem Monat wieder Uwe Gaitzsch teilnehmen wird, eine Sensation, deren beglückende Wirkung lediglich dadurch wieder völlig zunichte gemacht wird, dass Udo Tiffert diesmal leider nicht teilnehmen kann. :-]

Der wie immer von Stefan Seyfarth und Michael Bittner moderierte Poetry Slam findet ab 21 Uhr in der Scheune statt.

Meilensteine des Feminismus (1)

Einst freylich, glaubte ich, die Treulosigkeit der Frauen sey das Schrecklichste, und um dann das Schrecklichste zu sagen, nannte ich sie Schlangen. Aber, ach! jetzt weiß ich, das Schrecklichste ist, daß sie nicht ganz Schlangen sind; denn die Schlangen können jedes Jahr die alte Haut von sich abstreifen und neugehäutet sich verjüngen.

Heinrich Heine: Die Bäder von Lukka

Zurück aus Cottbus

Am Wochenende durfte ich wieder beim „Kabaretttreffen (drei t, wunderbar!) der Studiosi“ in Cottbus dabei sein. An dem Festival ist wirklich alles rundum schön, nur den Witz des Titels „EI(N)FÄLLE“ habe ich bis heute nicht verstanden. Vielleicht handelt es sich um Meta-Humor, vielleicht will man nach 14 Jahren auch einfach den einmal tradierten Namen nicht mehr ändern.

Normalerweise käme an dieser Stelle des Rückblicks erstmal ein lustiges Ereignis aus der Fahrt mit dem Regionalexpress, die diesmal aber ereignislos verlief. Ich könnte höchstens berichten, dass ich in dem wunderbaren Roman Mittelmäßiges Heimweh des wunderbaren Autors Wilhelm Genazino las, dem ich aber böse ward. Warum? Ich hatte vor einer Weile nämlich mal den Einfall, einen Witz darauf aufzubauen, dass jemand aus Versehen das Wort „Vollkornbrot“ als „Volkszornbrot“ liest – muss aber nun feststellen, dass Wilhelm Genazino eben dieses Wortspiel in seinem jüngsten Roman bereits verwendet hat. Man muss sich wirklich beeilen, bevor die Witze alle sind.

Ich war ein wenig melancholisch, weil es mir in Cottbus vorkam, als wäre ich erst vor zwei Wochen dort gewesen, obwohl mein erster Besuch beim Festival ja schon ein Jahr zurücklag. Es ist, glaube ich, eine unanfechtbare Erfahrung, dass sich mit den Lebensjahren das Leben beschleunigt. Obwohl ich kein eifriger Besucher von Kabaretts (Kabaretten?) bin, amüsierte ich mich wie schon im letzten Jahr sehr. Ich hege auch Bewunderung für Menschen, die ihre Texte auswendig lernen können (und wollen). Auf der Lesebühne müssen wir ja immer so tun, als wäre schon das Vorlesen eine Kunst. Nie gewöhnen werde ich mich aber an das scheußliche Kabarett-Ritual, nach dem bei musikalischen Darbietungen mitgeklatscht wird. Wer hat das bloß erfunden? Und hat derjenige vorher zu oft das Frühlingsfest der Volksmusik gesehen? Hervorheben möchte ich zuletzt noch die eher unkabarettistische virtuose „lustige Geräuschpantomime“ von „Paul und Willi„, die eine urkomische Wirkung entfaltete.

Am Sonntag Mittag fand der inzwischen auch traditionelle „Lesebühnen-Brunch“ in der Mensa der Cottbusser Universität statt. Udo, der immer die Autoren zusammenstellt, hatte diesmal Spider und mich ausgesucht. Was soll man sagen, es war schön. Ich wünschte, es gäbe mehr solcher Lesemöglichkeiten in der Zone den neuen Bundesländern unserer Heimat. Aber die sind sowieso schon spärlich. Und es geht wohl eher weiter abwärts. Cottbus zum Beispiel ist jetzt keine Großstadt mehr – vor einer Woche merkte man, es fehlen drei Leute zu den nötigen 100000 Einwohnern. Kann man nicht schnell ein paar Ehrenbürger ernennen? Putin wäre bestimmt bereit.

Unwahrscheinliche Sätze, die einst wirklich gesprochen wurden (1)

„Das ist keine Fahrkarte, das ist Zigarettenpapier!!!“

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