Donnerstag: Stefan liest in der Galerie Treibhaus

bild_stefan_seyfarthAm kommenden Donnerstag, den 04. Juni, liest Stefan Seyfarth in der Galerie Treibhaus. Freunden der Literatur dürfte er nicht nur als Gründungsmitglied von Sax Royal, sondern auch als Moderator des livelyriX Poetry Slams bekannt sein. Sein erster eigener Lyrikband dresden dilemma (Voland & Quist) erschien 2004. Seit 2009 liest er auch bei der neuen Lesebühne “Lettermen” in Chemnitz und Dresden. Seine Lesung mit dem Titel „15 Leere sind 2 Volle“ verspricht Lyrik und Prosa aus dem Feuchtbiotop der nächtlichen Dresdner Neustadt, das Stefan wie kein anderer Autor erforscht hat. Los geht’s um 20:30 Uhr. Die Galerie Treibhaus erreicht man in der Katharinenstraße 11-13 in dem Hof, in dem sich auch die Groove Station befindet.

Freitag: „Die entblößten Brüste“ in der Galerie Treibhaus

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Wer am 29. Mai noch nichts vorhat, dem empfehle ich, meinem neuesten Lyrik-Musik-Programm „Die entblößten Brüste“ beizuwohnen. Obenstehendes Bild von Hans Sebald Beham, einem Avantgarde-Künstler des 16. Jahrhunderts, der wegen selbstgedruckter pornografischer Lustzettel mehrere Jahre im Kerker schmachten musste, soll natürlich eure Vorfreude wecken und zeigt zugleich, in welche Richtung dieser außergewöhnliche Kulturabend tendieren wird. Von mir gibt es diesmal Gedichte zu hören, die von Autoren des Barock-Undergrounds inspiriert sind. Andreas Dörrhöfer begleitet die Lesung mit Bach-, Händel- und Dowlandklängen auf der Gitarre. Kommt um Gottes Willen bitte nicht, wenn ihr keine Lust darauf habt! Beginn ist selbstverständlich 20:30 Uhr.

http://www.galerietreibhaus.de

„Verwandelte Götter“ – Antike Skulpturen des Museo del Prado zu Gast in Dresden

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Wenn es zwei Dinge gibt, die uns heute Gähnkrämpfe ins Gesicht zaubern, dann sind das die Antike und ihre heidnische Götterwelt. Von schulischem Mief vollgemieft und allenfalls von Rentner XY hochgehypt, lockt uns höchstens noch die spektakuläre Sensation, dass es im Dresdner Japanischen Palais derzeit die älteste(!) Antikensammlung außerhalb Italiens zu begutachten gibt. Skulpturen aus dem Madrider Museo del Prado und der Dresdner Skulpturensammlung finden in liebevoller Harmonie unter einem Dach zusammen und wagen ein Tänzchen.
Gestern habe ich mich aufgemacht, um zu sehen, ob ein solches Highlight inzwischen in der Lage ist, mir ein sentimentales Tränchen zu entlocken (denn ich bin jetzt älter als etwa noch vor zehn Jahren und hoffentlich auch bald Rentner). Tatsächlich wurde ich angenehm überrascht. Continue reading „Verwandelte Götter“ – Antike Skulpturen des Museo del Prado zu Gast in Dresden…

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… und als Geschenk gibts eine Gratisbestattung für Ihr Kind dazu (Achtung: Böhmische Blaskapelle gegen minimalen Aufpreis)!

Kinder in Gefahr!

Auf eine Kampagne, die unsere ganze Aufmerksamkeit und Sympathie verlangt, möchte ich an dieser Stelle nachdrücklich hinweisen: „Kinder in Gefahr!“ ist der Name der Aktion, die von den frommen Seelen der Deutschen Vereinigung für eine christliche Kultur (DVCK) e.V. ins Leben gerufen wurde. Diese braven Christen haben entdeckt, was die Kinder unseres Landes wirklich bedroht: die „sexuelle Unterwanderung der Gesellschaft“ durch eine militante „Homo-Lobby“ und „Linksradikale Chaoten“. Zur Zeit läuft eine Unterschriftensammlung für einen Appell an Angela Merkel und Horst Köhler, in dem die Stimme des Protestes erhoben werden soll gegen „eine Welt von Unmoral“, gegen den „Feind Nr. 1 der Kinder“, gegen „erotische Blätter“ – kurz: gegen die BRAVO. Ich kann allen braven Bürgern, die noch nicht sexuell unterwandert sind, nur empfehlen sich mit ihrer Stimme zu beteiligen. Dann wird diese Petition so erfolgreich wie jene, bei der schon über 8000 Leute gegen die „Homo-Adoption“ unterschrieben haben:

Peschi und Poschi in „Wunschlos glücklich?“

Es soll Menschen geben, die die Rückkehr von „Peschi und Poschi“ bei unserer letzten Lesebühne verpasst haben. Damit ihnen ihr Versäumnis nicht zur ewigen Qual werde, sei ihnen hier die Chance zur Wiedergutmachung gegeben. Viel Spaß!

Enorm gutes Timing…

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… beweise ich an dieser Stelle wiedermal, denn ich Genie möchte jetzt (vermutlich viel zu spät) noch mal herzlich zu meiner Lesung in der Veränderbar, welche nun schon mittlerweile heute (es ist 00:26) um 21 Uhr stattfinden wird. Ja, es soll noch mal um mein Buch gehen, aber selbstverständlich werde ich auch andere Spitzentexte bringen. Ich werde mich wacker schlagen und mir tierisch einen abringen. Es wird geil, versprochen. Eintritt ist übrigens frei. Und selbstverständlich kann man auch handsignierte Exemplare meines Erzfetten Werkes bei mir persönlich erwerben.

Schnappschuss

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Gestern aufgenommen nahe Arbeitsamt…
… so mancher Zeitgenosse weiß das Angebot sicher zu schätzen.

Kunsttipp: Prag Biennale 2009

Dem großen Zufall war es zu verdanken, dass ich vorgestern die Prag Biennale noch vor ihrer Vernissage erleben durfte. Zirka drei Stunden zu früh eingetroffen, wurde ich am Einlass gefragt, ob ich auch ein Künstler sei, und als ich mit dem fiesesten aller Blicke das Wachpersonal von meiner außerordentlichen Wichtigkeit überzeugen konnte, ließ es mich gutgläubig passieren.

Die Prag Biennale findet bereits zum vierten Mal statt. Wer es mir gleichtun und sie besuchen möchte, findet das Ausstellungsgelände nur zwei Metrostationen vom Altstädter Ring entfernt im Stadtteil Karlìn. Ein altes Fabrikgebäude dient als Unterschlupf für die Werke hochinteressanter Künstler aus nahezu der gesamten Welt, besonders aber aus Osteuropa, Italien und Südostasien. Die Biennale zeigt vor allem Neuheiten im Bereich der Malerei, seltener sind Videokunst und Plastik. Angekoppelt ist darüber hinaus erstmalig die Biennale Foto. Continue reading Kunsttipp: Prag Biennale 2009…

Was wählen?

Eine lustige Sache, finde ich, ist der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier kann man überprüfen, welcher Partei man eigentlich wirklich nahe steht. Man beantwortet eine ganze Reihe sachlicher politischer Fragen, der Computer vergleicht diese Antworten mit den Programmen der Parteien und ermittelt, wo die meisten Gemeinsamkeiten liegen. So mancher Wähler der GRÜNEN wird erschrocken feststellen, dass er ja eigentlich FDP-Sympathisant ist. Natürlich muss man sich an das Ergebnis nicht halten, schließlich spielen auch Affekte eine Rolle: Ich werd zum Beispiel trotzdem nicht die GRÜNEN wählen. Außerdem gibt’s natürlich nur eine begrenzte Anzahl von Parteien zur Auswahl. Und bekanntermaßen müsste eigentlich jeder Bürger seine eigene Partei gründen, wollte er alle eigenen Vorstellungen unterbringen. (Vermutlich gäbe es sogar dann noch internen Streit und er wäre gezwungen, sich selber aus der eigenen Partei auszuschließen. Die Menschen sind widersprüchliche Geschöpfe.)

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