Danke!

Noch immer berauscht und bezaubert sind wir von der gestrigen Geburtstagsfeier unserer Lesebühne. Wir bedanken uns noch einmal bei allen Zuschauern für ihr Vertrauen. Die Leute vom Einlass behaupteten, es seien 170 Leute dagewesen, aber vielleicht wollten sie nur angeben. Von all den vielen Menschen, denen wir Dank schulden, seien an dieser Stelle nur die wichtigsten genannt: Wir danken unseren Förderern (und baldigen Verlegern) Leif Greinus und Sebastian Wolter, dem ganzen Team der Scheune (nunmehr von der eisernen Hand Christian Meyers regiert), dem immer gut aufgelegten Axel Spickenheuer, unserem grafischen Künstler Tim Jockel, unserem Blog-Konstrukteur Florian Heidenreich, unserer Lichtbildnerin Christiane Michel und last but not least unseren Gastautoren André Herrmann und Udo Tiffert. Wir freuen uns auf ein neues Jahr und hoffen, zur nächsten Lesebühne am 11. Februar wieder alle in der Scheune begrüßen zu dürfen.

P.S.: Unterhalten sich zwei Rosinen. Fragt die eine: “Wieso trägst Du denn einen Helm?” Antwortet die andere: “Muss gleich in’ Stollen!”

Donnerstag: Fünf Jahre Sax Royal!

Sax Royal

Am 14. Januar feiert die Lesebühne Sax Royal ihren fünften Geburtstag! Kaum zu glauben, aber wahr: Seit nunmehr genau fünf Jahren erobern die Autoren der Dresdner Lesebühne Sax Royal allmonatlich um 21 Uhr die Bühne der Scheune. Sie lesen ihre neuesten Geschichten und Gedichte, singen Lieder, präsentieren Hörspiele und Kurzfilme – und hundert Freunde der jungen Literatur schauen ihnen dabei jedes Mal freiwillig zu. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Stefan Seyfarth, Max Rademann, Roman Israel, Julius Fischer und Michael Bittner beschenken ihr Publikum mit brandneuen Texten und einer Auswahl ihrer größten Erfolge aus fünf Jahren. Eine abschließende Überraschung sorgt dann für einen hoffentlich in jeder Hinsicht runden Geburtstag.

Neulich im Hebeda’s (1)

“Ich habe mich intensiv mit Okkultismus und Satanismus beschäftigt. Ich halte nämlich nichts von organisierten Religionssystemen. Wollt ihr mehr darüber hören?”

“Na klar.”

“Entschuldige bitte, aber ich habe von einigen Gästen Beschwerden bekommen, die sich von dir belästigt fühlen.”

“Von uns nicht!”

“Ach, so ist das hier! Na dann! Sagt das doch gleich, dann gehe ich eben!”

Zitat des Monats Januar

“Was heute Schneechaos heißt, das nannte man früher Winter.”

Wolfgang Bosbach, CDU (Ehre, wem Ehre gebührt.)

Voland & Quist erhält Kurt-Wolff-Förderpreis 2010

Der Verlag unserer Herzen (und sicher noch vieler anderer) erhält, wie ich gerade im Blog von Voland & Quist lese, den renommierten Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung. Hier die Begründung:

Der im Oktober 2004 von Sebastian Wolter und Leif Greinus gegründete Verlag Voland & Quist überzeugt durch sein Konzept einer Verbindung von geschriebener und gesprochener Literatur. Nahezu allen individuell gestalteten Büchern liegt eine CD oder DVD bei: Die junge Literatur, die der Verlag hauptsächlich publiziert, wird in zahlreichen Lesungen als “Live-Literatur” vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Literatur junger osteuropäischer Autoren wie Edo Popovic oder Kriszta Bódis. Und mit dem erfolgreichen Band “Schmidt liest Proust” von Jochen Schmidt gelang es dem Verlag, jüngere Leser für Marcel Proust zu begeistern.

Den Verlegern Leif Greinus und Sebastian Wolter wird der Preis am 19. März 2010 um 13 Uhr während der Leipziger Buchmesse im Berliner Zimmer verliehen. Wir gratulieren!

Micha’s Lebenshilfe (8)

Wenn man vom Postboten oder einem jener neumodischen Lieferdienstmitarbeiter eilig ein Päckchen in die Hand gedrückt bekommt, sollte man ggf. prüfen, ob es wirklich an einen selbst adressiert ist, um nicht nach der vorschnellen Öffnung (Hä, was sind das für DVDs?) festzustellen, dass es in Wahrheit einen ganz anderen Empfänger zum Ziele hatte. (Sorry, Nachbar!)

Kälte

Mit dem Winter konnte ich mich noch nie anfreunden. Leute, die von Winterfreuden reden, sind mir unheimlich. All das fröhliche Treiben bei Schneeballschlachten, Rodelturnieren oder Glühweinverkostungen kann für mich einen wesentlichen Nachteil des Winters keinesfalls aufwiegen: die Kälte. Bin ich wechselwarm? Ich reagiere jedenfalls ausgesprochen empfindlich auf extrem niedrige Temperaturen, also alle unter 20 Grad Celsius. Ich bekomme schlechte Laune.

Dies passiert aber auch, wenn ich frostigen Menschen begegne. Ich meine damit keine Eskimos, sondern Mitbürger, die sich mit einer Atmosphäre der Fühllosigkeit umgeben. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen besonders krassen Fall, den ich angesichts einer Talkshow zum Thema Rauchverbot erleben musste. In der Runde saß eine ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen, die nun aber überraschenderweise als Geschäftsführerin den Verband der Zigarettenindustrie vertrat. Der Name der Frau ist mir leider entfallen, was aber nicht so schlimm ist, denn der Geschichte wird es genauso gehen. Mit eisigem Lächeln ließ sie alle Vorwürfe, sie habe ihre Gesinnung verkauft, an sich abgleiten und gab tapfer einstudierte Sätze von sich. Offenbar hatte sie also gar keine Gesinnung zu verkaufen, nur einen Mund zu vermieten. Jeder könne sich ja selbst entscheiden, ob er rauchen wolle. Und die Zigarettenindustrie tue alles, um Kinder und Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Nee, is klar.

„Nur wer sich ändert, bleibt sich treu“, meint Wolf Biermann. Und gerade die Grünen sind in dieser Hinsicht ja für sehr große Treue bekannt. Aber war das nicht doch ein bisschen übertrieben? Der Papst marschiert doch auch nicht in der Parade am Christopher Street Day. Hoffte die gute Frau darauf, die Karriereleiter noch höher zu steigen und irgendwann einen Posten in der Atomwirtschaft oder der Waffenindustrie zu ergattern? Aber mein innerer Zensor macht mir Vorwürfe: Ist es nicht sexistisch, Frauen der Kälte zu bezichtigen, so als seien sie dazu verpflichtet, immer warmherzige Mütterchen zu sein? Dürfen Frauen nicht genauso gerissen und rücksichtslos sein wie Männer? Ja, vielleicht. Aber heißt das dann, dass die Gleichberechtigung nicht vollendet ist, bevor die erste Diktatorin ihre Herrschaft antritt?

Mensch, “Doris Bistro” (Berlin)!

Da wäre einmal, ein einziges Mal ein Apostroph angebracht, ja geradezu nötig gewesen! Und ausgerechnet dann fehlt er natürlich!! Es ist schier zum Verzweifeln!!! (Aber auch vielleicht doch wieder nicht gar so schlimm.)

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