Aufschlussreiche Einordnung

In der Bibliothek Reichenbach steht der Roman Der Eisvogel des Autors Uwe Tellkamp im Regal unter dem Schlagwort Gewalt.

Mittwoch: Arbeit in Reichenbach, Stefan im Ostpol

Am kommenden Mittwoch, den 24. Februar, präsentieren Michael Bittner und Udo Tiffert ihr neues literarisches Programm mit dem Titel „Arbeit ist nicht alles“ in der Bibliothek Reichenbach (Nieskyer Str. 4). Erwerbsarbeit, Beziehungsarbeit, Trauerarbeit – für nichts sind sich die literarischen Schwerstarbeiter zu schade. Los gehts um 19 Uhr.

Wem die Lausitz zu weit ist, der kann am selben Abend Stefan Seyfarth in Dresden erleben: Er liest ebenfalls am Mittwoch, den 24. Februar, gemeinsam mit Spätshopmagnat und „Trieb“-Herausgeber Torsten Israel im Dresdner Ostpol. Zu hören gibts eine Auswahl ihrer schönsten Neustadt-Texte.

Was tun gegen links?

Viele besorgte Freunde fragen mich: Was kann man tun, um den unverkennbaren Trend zum Linksextremismus in Deutschland zu bekämpfen? Wie lassen sich die Bolschewisten auf ihrem gegenwärtigen Siegeszug überhaupt noch aufhalten? Keine Angst, wie immer in den dunkelsten Stunden ist die Rettung am nähsten: Unterstützt einfach wie ich die überfällige Aktion Linkstrend bei der CDU stoppen! Eure Stimme gegen Gender Mainstreaming, Homo-Ehe und die Islamisierung Europas!

Leider hat die Aktion meinen und zahlreiche weitere Beiträge aus unverständlichen Gründen zensiert und gelöscht. Hier aber die Dokumentation:

Für die Ewigkeit!

Literaturtipp: Spider am Freitag

Andreas Krenzke aka Spider

Andreas Krenzke, bekannt unter seinem Künstlernamen Spider, gehört zu den beliebtesten Geschichtenerzählern Berlins. Er war lange Jahre Autor der legendären Surfpoeten und liest noch immer jede Woche bei der Lesebühne LSD – Liebe statt Drogen. Erfolge feierte der gelernte BMSR-Techniker aber auch in der Kabarettszene und wurde für den Prix Pantheon, die St. Ingberter Pfanne und den Hamburger Comedy-Pokal nominiert. Er gehört zu den Initiatoren des “Internationalen Kampf- und Feiertages der Arbeitslosen” am 2. Mai und agitiert gegen den Zwang zur Lohnarbeit. Er liest die besten Texte aus seinen beiden beim Verlag Voland & Quist erschienenen Büchern “Im Arbeitslosenpark” und “Imbiss wie damals”, aber natürlich auch brandneue Geschichten.

Die Lesung findet am Freitag, den 19. Februar, in der Reihe “Literatur im PlattenSpieler” beim Idee 01239 e.V. statt. Los gehts schon um 19 Uhr. So kommt ihr hin: Mit Linie 1/9/13 zur Haltestelle Jacob-Winter-Platz, links am Einkaufszentrum vorbei, links in die Gamigstraße, dort nach zweihundert Metern auf der rechten Seite das linke von den beiden einzigen alten Häusern: Gamigstraße 26.

Die rote Gefahr

Es ist nur ein Mann in Deutschland, der noch den Mut findet, die Wahrheit auszusprechen, der echten Gefahr für unser Land ins Auge zu blicken und die Interessen des Volkes auch gegen seine machtvollsten Feinde zu vertreten: Guido Westerwelle, ein Held der neuen Zeit.

Während anderswo leichtfertig von einer Krise des Kapitalismus geschwatzt oder vor einer vermeintlichen Bedrohung durch Neonazis gewarnt wird, hat Westerwelle die wirkliche Gefahr als Einziger erkannt: Es ist der Sozialismus, der überall in der Bundesrepublik aufs Neue sein blutiges Haupt erhebt.

Weiterlesen bei Hartcover.de …

Rückblick auf Sonnabend

Wer noch mal nachlesen möchte, was am 13. Februar hier so los war, findet dazu einen ausführlichen und ziemlich akkuraten Bericht der Sächischen Zeitung im Netz. Bei den überregionalen Medien ist hingegen Vorsicht geboten, da viele Informationen dort nur aus zweiter Hand stammen. Da wurde zum Beispiel bei SPIEGEL ONLINE die Neustadt zwischenzeitlich in den Süden der Stadt verlegt.

Und wer schließlich live erfahren will, wie Geschichtsrevisionismus funktioniert, der lese sich die Pressemitteilung der Dresdner CDU mit der Stellungnahme von Backpfeifengesicht Lars Rohwer durch. Mit bewundernswerter Kaltschnäuzigkeit wird der Erfolg hier politisch vereinnahmt und ausgeschlachtet. Blockiert haben den Nazi-Marsch hier nämlich nicht etwa die tausenden Blockierer in der Neustadt (die gar nicht erwähnt werden), sondern die Menschenkette in der einen Kilometer entfernten Altstadt unter Führung der „ersten Bürgerin“ Helma Orosz (CDU) und außerdem – „das neue sächsische Versammlungsrecht“ (CDU/FDP). Und worüber siegten die Demonstranten? Über die Nazis? Nein, natürlich über „die Provokationen der gewaltbereiten Rechts- und Linksextremen„.

Nachtrag: Nachdem Helma Orosz und ihre Pappnasen sich für die Verhinderung des Nazi-Marsches genügend gefeiert haben, beginnt die Staatsanwaltschaft jetzt die Ermittlungen gegen diejenigen, die ihn verhindert haben. Und der rechte Politikwissenschaftler Eckhard Jesse aus Chemnitz, hauptberuflich Propagandist der CDU, erklärt die erfolgreiche Blockade zur „Niederlage für den Rechtsstaat“. Dresden kehrt zur Normalität zurück.

Noch ein letzter Nachtrag, dann reichts aber wirklich mit diesem Mist: Der bekannte linksextremistische Schriftsteller Ingo Schulze erzählt von seiner Teilnahme an der illegalen Blockade.

Videos der letzten Lesebühne

Unser sehnendes Flehen danach, irgendjemand möge doch bitte mal Video-Mitschnitte unserer Lesebühne anfertigen und ins Netz stellen, ward im Februar prompt erfüllt. Via YouTube könnt Ihr einige der Texte unserer Februar-Lesebühne anschauen.

Ein Beispiel von einem Autor, der mir als „iche“ bekannt ist, sei aber gleich hier mal präsentiert.

Netztipp: Online-Satiremagazin Hartcover

Soeben an den Start geht ein neues Satiremagazin mit dem Titel Hartcover. Die Besonderheit: Das Magazin findet seine Heimat ausschließlich im Netz. Über seinen Erfolg entscheiden also einzig die virtuellen Besucher. Verschiedenste Autoren aus den Sphären Lesebühne, Poetry Slam und Kabarett schreiben satirische bis humoristische Texte zum tagesaktuellen Zeitgeschehen in Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport. Außerdem gibt’s natürlich auch Cartoons und Kolumnen in den verschiedensten Rubriken. Wünschen wir dem lobenswerten Unternehmen viel Erfolg in Form von Mäuseklicken!

Wohin am Wochenende?

Wie schon länger in eingeweihten Kreisen gemunkelt wurde, soll der gerichtlich endgültig genehmigte Nazi-Marsch am 13. Februar nun also seinen Anfang nicht am Hauptbahnhof, sondern am Bahnhof Dresden-Neustadt nehmen. Mir persönlich erleichtert das die Anreise, endlich mal ein Faschismus der kurzen Wege. Auch alle Leser dieses Blogs seien also noch mal dazu angehalten, am Sonnabend Vormittag mal auszuprobieren, wie nah man an den Bahnhof herankommen kann. Veranstaltungstipps findet man auf der illegalen Seite Dresden Nazifrei, die ich hier verlinke, ohne mich von ihren Inhalten zu distanzieren.

Zitat des Monats Februar

„Meine Frau ist tot, meine Eltern sind tot und auch meine Kinder sind tot. Nur ich habe überlebt. Ich danke Gott dafür.“

(ein Überlebender des Erdbebens auf Haiti im Radio)

Powered by WordPress. Feeds für Beiträge und Kommentare.