Guter Vorsatz für 2011

Im Laufe des Jahres Dresden verlassen.

www.romanisrael.de

Endlich ist es soweit, bzw. eigentlich ist es schon eine Weile her. Aber trotzdem: für alle die es noch nicht wussten, verkünde ich hiermit noch einmal feierlich und hochoffiziell, dass ich seit ein paar Monaten über eine eigene, mittlerweile gut gefütterte Internetseite verfüge. Auf www.romanisrael.de findet ihr alle Termine, Infos zu meiner Person, einige Hör- und Leseproben und vieles weitere. Für Menschen mit viel Kapital gibt es unter der Option Kaufen eine Liste mit allen meinen Büchern und Postkarten und wo sie erworben werden können. Schaut ruhig mal rein! Ich freu mich auf euren Besuch!

www.romanisrael.de

Die enttäuschte FDP-Wählerin …

… Martina Schröder (36 Jahre) klagt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

Ich bin FDP-Stammwählerin und nach diesem Jahr richtig frustriert.

Das sind wir alle, junge Frau.

Nach dem sensationellen Wahlsieg hatte ich gehofft, dass die Liberalen alles daransetzen, die bürgerliche Mitte zu entlasten.

Seien wir bitte nicht zu kritisch – ich bin sicher, die Liberalen haben alles darangesetzt, nur war das eben nicht besonders viel.

Als Vorstandsassistentin eines Finanzdienstleisters bin ich wohl Durchschnitts-Besserverdienerin und ächze unter der Steuerlast.

Den Begriff „Durchschnitts-Besserverdienerin“ möchte ich jetzt schon als Wort und Unwort des Jahres 2011 vorschlagen. Wie Frau Schröder unter der Steuerlast ächzt, kann ich mir lebhaft vorstellen. Es muss eine wirkliche Qual sein, von den 10000 Euro, die einem als Anteil an der Ausbeutung der arbeitenden Klasse rechtmäßig zustehen, nur 5000 Euro behalten zu dürfen. Und das, während der arbeitsscheue Pöbel sein Hartz IV verprasst und dafür nicht einmal Steuern bezahlt!

Erste Zweifel hatte ich, als Guido Westerwelle sich ins Auswärtige Amt verabschiedet und der CDU das Finanzressort überlassen hat, mit dem man der Mittelschicht wirklich helfen kann. Seitdem funkt er nur mit kruden Sprüchen in die Wirtschaftspolitik hinein – Stichwort: spätrömische Dekadenz.

Es ist wirklich ein Jammer, dass der Mann, der zum Thema Wirtschaft nur krude Sprüche produziert, nicht Finanzminister geworden ist. Dann wäre sicher alles gut geworden.

Aus den großen Steuerplänen ist dann ja auch nichts geworden. Natürlich hat eine Regierung in der Krise wenig Spielraum, aber die FDP hat nichts erreicht. Muss ich als Wähler so viel spenden wie die Hoteliers, um entlastet zu werden?

Ja, das müssen Sie, Frau Schröder. Wer profitieren will, muss eben investieren. Das sind die Gesetze des Marktes. Aber trösten Sie sich doch: Immerhin erhalten FDP-Mitglieder doch einen Rabatt bei der privaten Krankenversicherung.

Das Gesundheitssystem ist dank Herrn Rösler nicht gerechter und günstiger geworden. Die Euro-Krise müsste für die FDP eigentlich das größte Thema überhaupt sein, aber auch hier hört man nichts. Auch nicht zum Thema Bürgerrechte – wo ist eigentlich die Justizministerin? Ich glaube, ich werde Nichtwählerin.

Ich bitte darum. Aber ich zweifle. Es gibt schließlich noch die Grünen.

Frohe Weihnachten und ein spitzestes Jahr 2011 …

… wünschen Euch, liebe (zwei bis drei) Leser dieses Blogs und liebe (Tausende) Fans unserer Lesebühne Sax Royal, aus vollem Herzen Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth. Besucht und befreundet uns gerne auch bei MySpace (so lange es das noch gibt) und besser auch bei Facebook. Und wenn ihr euch gerade Sorgen macht, dass in Ungarn und anderswo der Faschismus wieder eingeführt wird etc., dann schaut euch doch einfach ein paar hundert Mal dieses Video an:

(Besinnliches) Zitat des Monats Dezember

„Geh weg, du doofer Regentropfen! Geh weg! Mutti, warum geht der Regentropfen nicht weg?“

„Der ist draußen an der Scheibe dran, mein Schatz.“

„Geh weg, du doofer Regentropfen!“

Filmtipp: Louise Hires A Contract Killer

Wer nach einem besinnlichen Film für einen ruhigen Winterabend sucht, dem sei hier der Streifen Louise Hires A Contract Killer empfohlen, den ich mir selbst vor einer Weile aus der Videothek meines Vertrauens holte. Der französische Film (Regie und Buch: Gustave Kervern und Benoit Delepine) ist der beste künstlerische Kommentar zur (Rainer Brüderle sei Dank nun überstandenen) Krise, den ich kenne. Der simple Plot: Als die Arbeiterinnen einer französischen Fabrik entlassen werden, schlägt eine von ihnen vor, die spärlichen Abfindungen zusammenzulegen, um mit dem Geld einen Profikiller anzuheuern, der den ehemaligen Chef umlegen soll. Was nach Klamotte klingt, wird durch eine kosmisch abstruse Inszenierung zur wahnwitzigen Grosteske. Der vermeintliche Auftragsmörder ist eine ahnungslose Niete, die kein Blut sehn kann. Hilfe holt sich das absonderliche Duo darum bei wüsten Verschwörungstheoretikern und lebensmüden Moribunden. Der Film gerät deswegen so überzeugend, weil er nicht nur die Besitzenden und Mächtigen karikiert, sondern auch die geistigen und körperlichen Deformationen derer zeigt, die zu den Verlierern der Gesellschaft gehören. Und das herrlich konsequent blutige Finale verweigert das glückliche Ende trotz aller Sympathie für die Außenseiter, weil die Illusion, es ließe sich ein Verantwortlicher für ein globales Geschehen dingfest machen, sofort widerlegt wird. Anschauen! Los!

17.12. “Rätsel von der Ankunft des Nachmittags”

Am 17.12. stellt Roman Israel im Büchers Best seinen nunmehr dritten Lyrikband „Rätsel von der Ankunft des Nachmittags“ vor.
Nach „Fotoepigramme“ und „Felder hinter Wäldern hinter Städten“, die vorwiegend Kurzgedichte enthielten, versammelt dieser neue Band längere „Sprechtexte“, die für den mündlichen Vortrag optimiert sind. Einige davon wurden bereits in renommierten Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. Ferner liest Roman Israel einige seiner neuesten Geschichten und Storys.
Der junge Dresdner Ausnahmemusiker Thomas Rechenberg wird als musikalische Umrahmung die umfangreiche Erste Suite für Cello solo opus 72 von Benjamin Britten spielen.

Was: Buchvorstellung / Lesung / Konzert
Wann: Fr, 17.12.10 / 20:30 Uhr
Wo: Büchers Best / Louisenstraße 37 / 01099 Dresden

http://www.romanisrael.de

Last-Minute-Tipp: Heute Abend GRubenhund in Görlitz

Am heutigen Donnerstag, den 16. Dezember, liest Michael Bittner – so Gott aka das Wetter beziehungsweise die Bahn es will – wieder bei der neuen Görlitzer Lesebühne GRubenhund. Los gehts um 19:30 Uhr im Theater Apollo. Mit dabei sind Udo Tiffert und als spezieller Gast Matthias Heine von der Lesebühne Cottbus.

November-Lesebühne zum Nachhören

Mit einiger Verspätung zwar, aber dafür in voller Länge, kann ab sofort die Lesebühne vom 11. November noch einmal nachgehört werden. Zur Erinnerung: einer der tollsten aller tollsten Gäste saß damals mit uns auf dem Sofa und las, sang und lachte mit uns. Natürlich kann nur AHNE gemeint sein, der für unseren vielreisenden Julius Fischer einsprang. Wir wünschen euch viel Spaß beim Reinhören!

http://www.myspace.com/saxroyal

Mittwoch: Sax Royal in Weimar!

Sax RoyalAm 15. Dezember wird unsere Lesebühne Sax Royal zum ersten Mal in Weimar auftreten! Eingeladen hat uns zwar nicht Goethe persönlich, aber immerhin der Thüringer Literaturrat. Wir lesen eine Auswahl unserer schönsten Geschichten und Gedichte und stellen zugleich unser aktuelles Buch Sax Royal. Eine Lesebühne rechnet ab vor. Ort des Geschehens ist “Radio Lotte” (Veranstaltungsfläche, Goetheplatz 12). Los gehts um 20 Uhr. Wer Cousinen oder Opas in Weimar hat, möge sie alarmieren.

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