Roman beim Poetry Slam am Samstag

Eine Gelegenheit, Royalist Roman Israel in ungewohnter Umgebung zu erleben, ergibt sich am Sonnabend, wenn er als Gastautor beim livelyriX Poetry Slam ab 21 Uhr in der Scheune auftritt und sich mit neun anderen Poeten aus Nah und Fern misst. Das Publikum entscheidet am Ende über den Sieger, moderiert wird der Abend wie immer von Michael Bittner und Stefan Seyfarth.

Donnerstag: Lesebühne GRubenhund in Görlitz

Am Donnerstag (27. Januar) lese ich wieder zusammen mit den Kollegen Andreas Vent-Schmidt und Udo Tiffert in Görlitz bei der noch jungen Lesebühne GRubenhund. Ort des Geschehens ist das kleine Theater Apollo, los gehts wie immer schon um 19:30 Uhr. Wer mag, kann sich hier mit Hilfe eines Mitschnitts einen kleinen Eindruck verschaffen – ich lese den etwas zu lang geratenen Essay Übers Fernsehen oder Der Tag, an dem Peter Kloeppel Scheiße sagte:

Filmtipp: Mary & Max

Vor einigen Tagen ließ ich inkonsequenterweise mein neues Ertüchtigungsprogramm „Marx vor dem Einschlafen“ ausfallen, um mir den Animationsfilm Mary & Max anzuschauen. Diese Geschichte einer höchst ungewöhnlichen Brieffreundschaft zwischen einem australischen Mädchen und einem alten jüdischen Menschenfeind, der in New York lebt, ist wirklich der traurigste Knetfigurenfilm, den ich je gesehen habe. Wenn ich es mir recht überlege, ist es sogar der traurigste Film, an den ich mich überhaupt erinnern kann. Zugleich ist der Streifen aber auch außerordentlich komisch. Doch der Witz ist nur die süße Schale, die es unwiderstehlich macht, die ganze bittere Pille zu schlucken. Thema ist die Vergänglichkeit in allen ihren Schattierungen von Grau und die Vergeblichkeit der Liebe. Ich habe mir dann gleich noch den Kurzfilm Harvie Krumpet angesehen, der sich mit auf der geliehenen DVD befand. Diese Geschichte von einem polnischen Waisenkind mit psychischem Knacks, das in Australien ein Leben voller Katastrophen führt, ist fast noch schöner. Beiläufig bemerkte ich die Tatsache, dass jedes Leben zur Tragödie wird, wenn man es nur zusammengefasst in wenigen Minuten von Anfang bis Ende erzählt. Der Regisseur und Autor Adam Elliot scheint eine Vorliebe für ganz und gar anormale Helden zu haben, die von der Gesellschaft gezwungen werden, ein ganz und gar gewöhnliches Leben zu führen. Meine Lieblingsszene in Harvie Krumpet ist das überirdisch schöne Lied God is better than Football, das man sich hinter diesem Link anschauen kann, nein: muss.

Last-Minute-Literaturtipp: Surfpoet Felix Jentsch

Am Freitag (21.01.) gastiert der Berliner Autor Felix Jentsch zum ersten Mal mit einer abendfüllenden Solo-Lesung in Dresden. In Berlin ist Felix bereits ein bunter Hund: Er organisiert mit „Zimmer 16“ die schönste und billigste Offene Bühne in ganz Pankow, ach was, Europa. Fast jeden bedeutenden Poetry Slam der Hauptstadt hat er inzwischen schon einmal gewonnen. Und seit 2009 ist Jentsch zudem ordentliches Mitglied der legendären Lesebühne „Surfpoeten“ und begeistert seitdem Woche für Woche die Menschen mit seinen Texten, von denen jeder für so viel Freude sorgt wie eine Drillingsgeburt.

Literatur im PlattenSpieler: Felix Jentsch | 21. Januar | Freitag | 19 Uhr | PlattenSpieler/IDEE 01239 e.V. | AK 2 Euro

So kommt ihr hin: Mit Linie 1/9/13 zur Haltestelle Jacob-Winter-Platz, links am Einkaufszentrum vorbei, links in die Gamigstraße, dort nach zweihundert Metern auf der rechten Seite das linke von den beiden einzigen alten Häusern: Gamigstraße 26. Die Lesung wird wie immer gemeinsam vom livelyrix e.V. und dem IDEE 01239 e.V. organisiert.

Filmischer Rückblick

Stammzuschauer Andreas Rajchert, dem wir an dieser Stelle nochmals danken, hat unsere Geburtstagslesebühne im Januar aufgenommen. Einen fünfzehnminütigen Querschnitt des Abends kann sich, wer will, hier anschauen. Wer übrigens Interesse an einer CD des ganzen Abends hat, der schreibe an die Adresse kontakt@saxroyal.de.

Micha’s Lebenshilfe (16)

Wenn man am Abend wieder einmal wegen der Lage der Welt (Bürgerkriege, Hungersnöte, Hühnerfutter) einfach nicht zur Ruhe kommen kann, empfiehlt es sich, vor dem Einschlafen einige Kapitel Marx zu lesen.

Zitat des Monats Januar

„Wie kriege ich bloß die Zeit bis zu meiner Beerdigung rum?“

(eine junge Frau auf einem Fahrrad zu einer jungen Frau auf einem Fahrrad, Louisenstraße, Dresden-Neustadt)

Heute Abend: Sax Royal in Leipzig!

Der helle Wahnsinn: 200 Leute besuchten unsere gestrige Geburstagslesebühne in der Scheune. Danke an alle Zuschauer für einen neuen Allzeitrekord! Beschwerden wegen der geplatzten Bockwürste sind bitte bei der Sächsischen Fleischerinnung einzureichen. Wenn wir jetzt noch öfter ein paar Texte gegen genetisch degenerierte Kanaken und Proleten einstreuen, erreichen wir vielleicht irgendwann den Erfolg von Thilo Sarrazin, der gestern vor 2500 Menschen Dresdnern in der Messehalle 1 auftrat.

Am heutigen Freitag (14.01) gastiert unsere Lesebühne Sax Royal jedenfalls erst einmal in Leipzig. Beim Voland & Quist Literatursalon im Horns Erben lesen Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth ab 20 Uhr eine Auswahl ihrer schönsten Texte des letzten Jahres. Los gehts um 20 Uhr.

Donnerstag: Lesebühne Sax Royal feiert 6. Geburtstag!

Sax RoyalAm Donnerstag, den 13. Januar, werden tausende Dresdner zur Lesung von Thilo Sarrazin in die Messehalle strömen und dort sicherlich einen inneren Reichsparteitag beschert bekommen. Für die Minderheit, die darauf keine Lust hat, bietet sich eine geistreiche Alternative: Unsere Lesebühne Sax Royal feiert in der Scheune ihren 6. Geburtstag mit einer rauschenden literarischen Fete. Grund zur Freude gibt es reichlich: Regelmäßig weit über 100 Freunde der jungen Literatur besuchten die Lesebühne im letzten Jahr bei ihren monatlichen Auftritten. Mit Gastspielen in Leipzig, Chemnitz, Freiberg, Magdeburg, Berlin, Schwarzenberg, Jena und Weimar trugen die fünf Royalisten ihre Botschaft über die Grenzen Dresdens hinaus. Zum Jubiläum lesen Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth wie immer brandneue Geschichten und Gedichte, als besondere Zugabe aber auch eine Auswahl ihrer schönsten Texte aus sechs Jahren. Das Publikum darf zudem noch weitere Überraschungen erwarten, aber keine bösen – versprochen!

Lesebühne Sax Royal – Sechster Geburtstag! | 13. Januar| Donnerstag | 21 Uhr | Dresden | Scheune | AK 7 Euro /erm. 5 Euro VVK 5 Euro

Dezember-Lesebühne zum Nachhören

In voller Länge, kann ab sofort die Lesebühne vom 09. Dezember noch einmal nachgehört werden. Im Soundpaket enthalten ist auch die grandiose Bonusrunde mit MAX RADEMANN und dem legendären THE FUCK HORNISSCHEN ORCHESTRA. Viel Spaß beim Reinhören!

http://www.myspace.com/saxroyal

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