Zitat des Monats April

„Ein Paar im Glück, ein Volk verzückt“

(SPIEGEL online zu einer Hochzeit in Großbritannien)

„Das pure Glück und sie trägt Schleier“

(Süddeutsche Zeitung online zu einer Hochzeit in Großbritannien)

„Ein Traum in cremeweiß“

(Frankfurter Allgemeine Zeitung online zu einer Hochzeit in Großbritannien)

Erleichterung: SPD bleibt offen für alles

Nach der überraschenden Einigung der SPD mit ihrem Mitglied Thilo S. und der sofortigen Einstellung des laufenden Parteiausschlussverfahrens hat sich die Arbeiterpartei nun noch mit einem weiteren Sorgenkind ausgesöhnt: Auch Hans Püschel, Bürgermeister von Krauschwitz (Sachsen-Anhalt) soll unbestätigten Gerüchten zufolge wieder in die SPD aufgenommen werden. Der ostdeutsche Lokalpolitiker hatte mit seiner Kandidatur für die NPD und umstrittenen Äußerungen („Sieg heil!“) für Aufregung gesorgt. Nun erklärte die Vorsitzende der parteiinternen Schiedskommisson Ulrike Flachzang, Püschel habe eine zweite Chance verdient. Der langjährige verdiente Sozialdemokrat habe eine überfällige Diskussion angestoßen und sei nur versehentlich übers Ziel hinausgeschossen. Die Partei werde sich jedenfalls von den Medien nicht auseinanderdividieren lassen und denke über die Möglichkeit einer doppelten Parteimitgliedschaft nach, um den Gefühlen an der Basis Rechnung zu tragen. Püschel selbst erklärte, er stehe zu seinem Verhalten, bedaure aber ein bisschen, wenn es vielleicht die Gefühle weniger Untermenschen verletzt haben sollte.

Neulich in der Bar Holda

Max: „Orr nee, jetzt zeigen die hier Fußball, oder was?“

(Sie trinken.)

Micha: „Sieht so aus. Das nervt.“

(Sie trinken.)

Max: „Wollen wir dann rüber ins Side Door?“

(Sie trinken.)

Micha: „Is aber auch immer so voll. Was issn das überhaupt fürn Spiel? Ach Barca gegen Real. Schon interessant.“

(Sie trinken.)

Max: „Trinken wir das Bier halt noch aus hier. Nicht schlecht, die Technik von den Jungs. Da muss sogar Erzgebirge Aue einpacken. Ich bestell mal noch zwei neue.“

(Sie trinken.)

Micha: „Guck dir das an, was für ein Tempo die drauf haben. Schon irre. Is das hier Champions League oder was? Oder Uefa-Cup? Ach nee, den gibts ja nicht mehr, heißt jetzt irgendwie anders. Moderner Quatsch.“

(Sie trinken.)

Max: „Wahnsinn, da kommt jeder Pass an. Unglaublich! Zieh dir das rein, wie die über den Platz stolzieren. So herrlich arrogant!“

(Sie trinken.)

Micha: „Der Trainer von Real soll ja auch das übelste Arschloch der Welt sein. Aber auch das erfolgreichste.“

(Sie trinken.)

Max: „Barca ist hochüberlegen. Aber wann machen die denn endlich mal ein Tor rein? Mann, ist das spannend. Ich bestell mal noch zwei neue. Und zwei kleine Schnäpsel?“

(Sie trinken.)

Micha: „Fußball ist doch im Grunde ein herrliches Spiel, oder? Ich kann wirklich die Ignoranten nicht verstehen, die sich überhaupt nicht für Fußball interessieren.“

(Sie trinken.)

Max: „Auf jeden.“

(Sie trinken.)

Micha: „Fußball hat so etwas Theatralisches! Es gibt die verschiedensten Charaktere: den stillen Arbeiter, den sensiblen Spielmacher, den arroganten Stürmer, den hinterfotzigen Nachtreter…“

(Sie trinken.)

Max: „O Gott, wie ich diesen Cristiano Ronaldo hasse. Ein ekelhafter Schönling, der zieht ja eine Schleimspur über den Platz.“

(Sie trinken.)

Micha: „Jetzt lässt der sich wieder fallen, dieser Schauspieler. Ja, richtig so, der Schiri fällt nicht drauf rein! Gelb musser ihm zeigen wegen Schwalbe! Ach was, Rot, runter die Sau!“

(Sie trinken.)

Max: „Scheiße, was geht denn jetzt! Oh nein, die Flanke! Scheiße, nee oder?! Jetzt hat dieser Scheißronaldo den reingeköpft.“

(Sie trinken.)

Micha: „Ich könnte heulen. Es ist nicht fair. Barca war so überlegen! Aber die haben es eben verpasst, einTor zu schießen. Das rächt sich, alte Fußballerweisheit.“

(Sie trinken.)

Max: „Das Ding ist durch, das wird nichts mehr.“

(Sie trinken.)

Micha: „Der Kellner sagt, es wäre das spanische Pokalfinale. Copa del Rey, der Königspokal.“

(Sie trinken.)

Max: „Is doch wurscht. Hauptsache Fußball.“

(Sie trinken. Der Vorhang fällt.)

Micha’s Lebenshilfe (20)

Wenn man im Zug eine Flasche Apfelschorle (oder ein vergleichbares Getränk) abstellen will, sollte man darauf achten, dass entweder die Flasche auf einer rutschresistenten Unterlage positioniert und/oder der Schraubverschluss der Flasche fest zugedreht ist, weil sonst möglicherweise bei einem plötzlichen Manöver des Zugführers selbige Flasche herunterfällt und auf dem Boden zischend ihren Inhalt verteilt wie eine Rauchgranate, wodurch sich junge Eltern mit Säugling auf der anderen Seite des Waggons so belästigt fühlen, dass sie ihre Sitze fluchtartig verlassen und dir dabei Blicke zuwerfen, die signalisieren, dass sie dich als Verursacher der Überschwemmung trotz aller Eindämmungsversuche für einen Trottel allerreinster Ausprägung halten, der nicht einmal mehr Mitleid oder Spott, sondern nur noch Verachtung verdient.

Aufgepasst, liebe Lebensmüde!

Selbst wenn Ihr allen Mut der Verzweiflung zusammennehmt und Euch vor einen Zug schmeißt, endet Ihr doch nachweislich bloß als „Störung im Betriebsablauf“. Ist es das wert? Nee! Weitermachen.

Roman Israel liest im Fischladen

Am heutigen Freitag, den 15. April, liest Roman Israel im Dresdner Fischladen zusammen mit Undine Materni, Uwe Hübner und Gregor Kunz. Vorgestellt wird die Lyrik-Anthologie Es gibt eine andere Welt“ mit Gedichten sächsischer Autoren. Es moderiert Axel Helbig. Los gehts um 20 Uhr. Und am morgigen Sonnabend (16. April) kann man Roman am selben Ort noch mal erleben, wenn er um 20:30 Uhr „hinter glas“ zusammen bzw. gegen den Kollegen micul dejun liest.

Ozean aus Lust

Unser lieber Kollege Jens Rosemann, gemeinsam mit Max verantwortlich für die legendäre Reihe „Peschi & Poschi“, hat mit dem folgenden Animationsfilm Ozean aus Lust beim Wettbewerb Dogs, Bones and Catering teilgenommen. Viel Spaß:

Ozean aus Lust from Kumpels & Friends on Vimeo.

Literaturtipp für Freitag: Konrad Endler liest in Dresden

Konrad Endler ist Träger des bronzenen Sportabzeichens, gelernter Maurer und Mitglied der Surfpoeten (Berlin) und der Papierpiloten (Potsdam). Schreibt absurde Geschichten und wahnwitzige Lieder. Betextet Metallkunstwerke.  Ist “Claus Cörper” bei der Show Royale auf Radio Eins.  Moderiert die Radiosendung “Strange Days” auf Piradio. Erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Kindern und alten Leuten. Verträgt keinen Kaffee. Steht dem Universum positiv gegenüber.

Literatur im PlattenSpieler: Konrad Endler | 15. April | Freitag | 19 Uhr | PlattenSpieler / Idee 01239 e.V. (Gamigstraße 26) | AK 2 Euro

So kommt ihr hin: Mit Linie 1/9/13 zur Haltestelle Jacob-Winter-Platz, links am Einkaufszentrum vorbei, links in die Gamigstraße, dort nach zweihundert Metern auf der rechten Seite das linke von den beiden einzigen alten Häusern: Gamigstraße 26.

Donnerstag: Lesebühne Sax Royal wieder in der Scheune

Sax Royal

Eine Lastwagenladung von Aprilscherzen haben wir für die Freunde unserer Lesebühne Sax Royal vorbereitet. Am Donnerstag in der Scheune werden wir wieder in Geschichten und Gedichten, vielleicht auch Liedern, Hörspielen und Kurzfilmen dem scheußlichen Weltgeschehen ein wenig besinnliche Heiterkeit abtrotzen. Mit dabei sind wie immer die fünf Stammautoren, als da wären: Michael Bittner, der unverbesserliche Weltverbesserer, Julius Fischer, der Alptraum von Karl Dall, Roman Israel, der neue Star am Leipziger Literaturhimmel, Max Rademann, die graue Eminenz des Festspielhauses Hellerau und Stefan Seyfarth, der Johnny Cash von Strehlen.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne | 14. April| Donnerstag | 21 Uhr | Scheune | AK 7 Euro /erm. 5 Euro VVK 5 Euro

Julius Fischer mit Solo-Show und Buchpremiere am Dienstag

Julius Fischer

Julius Fischer, bestens bekannt von unserer Lesebühne Sax Royal, vom Slam-Poetry-Duo Team Totale Zerstörung und von der höchst komischen Band The Fuck Hornisschen Orchestra, bestreitet einen Soloabend in der Scheune. Er liest Texte aus seinem frisch beim Verlag Voland & Quist erschienenen ersten Buch Ich will wie meine Katze riechen und greift auch ab und zu zur Gitarre.

Zwischen Ego-Shootern und dem “Zauberberg”, Minnesang und Anna-Nicole-Smith-Gedächtnis-Strings, Hipstern und den Tieren des Waldes – das Alter Ego von Julius Fischer ist ein Junge von gestern, einer der Bücher liest. Und seine skurrilen Geschichten sind eine tour de force durch die Untiefen des Alltags in einer Zeit, in der Kunst machen heißt, Nacktmulle vor dem Brandenburger Tor zu köpfen oder “Taktik” auf “Headfick” zu reimen.

livelyriX Poetry unlimited: Julius Fischer | 12. April | Dienstag | 21 Uhr | Scheune | VVK 5 Euro AK 7 Euro

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