Sonnabend: Stefan Seyfarth liest in der galerie modul 2

Unter dem Titel „RICHTERS ABGESANG“ liest Stefan Seyfarth am Sonnabend (1. Oktober) neue Gedichte und Geschichten in der Dresdner galerie modul 2. Die befindet sich in der Wilsdruffer Straße 11. Los gehts um 20 Uhr. Wer Stefans knackige Verse voller genauer Beobachtungen und seine humorvollen Geschichten sträflicherweise noch nicht kennt, sollte sich diese seltene Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Vorschau: „Literatur Jetzt!“ – Festival zeitgenössischer Literatur im Oktober

Vom 5. bis zum 7. Oktober findet nach zweijähriger Unterbrechung „Literatur Jetzt!“, das „Festival zeitgenössischer Literatur“ in Dresden, seine Fortsetzung. Das Literaturfest wird vom LivelyriX e.V. veranstaltet und vom Verleger Leif Greinus (Voland & Quist) gemeinsam mit den Dresdner Autoren Volker Sielaff und Michael Bittner organisiert. Unterstützende Partner des Festivals sind die Hochschule für bildende Künste und die scheune. Gefördert wird „Literatur Jetzt!“ durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden. Das Festival „Literatur Jetzt!“ setzt es sich zum Ziel, zeitgenössische Literatur in ihren verschiedenen Formen publikumswirksam zu präsentieren und dabei insbesondere die Grenzen zwischen literarischer Hoch- und Subkultur zu überwinden.

Hier eine Übersicht der Veranstaltungen:

Lesung und Gespräch “Der weiße Strich” mit Anne Hahn und Lutz Rathenow | 05. Oktober | Mittwoch | 20 Uhr | HfbK, Brühlsche Terrasse
LivelyriX Poetry Slam: Dead or Alive | 06. Oktober | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune
Lichträume – Light-Art-Performance von Claudia Reh und Simone Weißenfels | 06. Oktober | Donnerstag | 19:30 Uhr | HfbK, Brühlsche Terrasse
Wilhelm Genazino: “Wenn wir Tiere wären” | 06. Oktober | Donnerstag | 20 Uhr | HfbK, Brühlsche Terrasse
Lyrik der Gegenwart: Joachim Sartorius und Daniela Seel | 07. Oktober | Freitag | 19:30 Uhr | HfbK, Brühlsche Terrasse
Nacht der Lesebühnen: Andreas “Spider” Krenzke, Michael Sailer, Franziska Wilhelm, Michael Bittner | 07. Oktober | Freitag | 21 Uhr | HfbK, Brühlsche Terrasse

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Autoren findet Ihr auf der Homepage „Literatur Jetzt!“. Karten zum günstigeren Vorverkaufspreis sind bei den bekannten Vorverkaufstellen erhältlich. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Zitat des Monats September

„ES GEHT HIER UM IHR GELD !!!“

(schlüssiges Argument, mit dem unser Vermieter die Hausbewohner von der Notwendigkeit einer strikteren Mülltrennung überzeugen will)

Literaturtipp: Max bei „Geschichten übern Gartenzaun“ am Mittwoch

Am Mittwoch (21. September) findet in der Groove Station eine neue Ausgabe der Reihe  “Geschichten übern Gartenzaun” statt. Einer der Lesenden wird dabei Royalist Max Rademann sein. Mit dabei im Wettbewerb sind außerdem u.a. Franziska Holzheimer, Erik Leichter, Henning Wenzel, Chris Christopher und Felix Römer. Moderiert wird die Veranstaltung von der Dresdner Poetin Kaddi Cutz. Los gehts um 19:30 Uhr, der Eintritt kostet erschwingliche 5 Euro. Das Publikum entscheidet wie immer über den Sieger des Abends.

Dienstagssalon mit Max Rademann und The Fuck Hornisschen Orchestra in Hellerau

Am Dienstag (20. September) präsentiert unser Max Rademann, bekannt als Cartoonist, Musiker und nicht zuletzt Autor der Lesebühne Sax Royal, zum ersten Mal nach der Sommerpause wieder seinen monatlichen musikalischen “Dienstagssalon” in Hellerau, dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden. Zu Gast sind diesmal Julius Fischer, ebenfalls Stammkraft bei Sax Royal, und seine bessere Hälfte Christian Meyer aka The Fuck Hornisschen Orchestra! Die komische Erfolgsband ist inzwischen mehr als bekannt für exzentrische Outfits, perfekt choreografierten Ausdruckstanz, gefühlvollen Schmelzgesang und viel zu lange Ansagen. Ob Max sie bremsen oder anfeuern muss, zeigt sich ab 20 Uhr. Rechtzeitiges Erscheinen lohnt sicher, denn es könnte voll werden. Es ist ausverkauft!

Kulturtipp: „Dresden plakativ!“ im Stadtmuseum

Eine Ausstellung unter dem Titel „Dresden plakativ!“ kann man noch bis zum 3. Oktober im Stadtmuseum am Pirnaischen Platz besuchen – und sollte dies bei ausreichender Muße meiner Meinung nach auch tun. Die sehenswerte Schau zeigt Plakate aus der Zeit vom Kaiserreich bis zum Jahr 1990. Einbezogen sind sowohl Reklame als auch politisches Plakat. Drollige kulturhistorische Relikte („Der Bär auf dem Pferde!“ im Zirkus Sarrasani) erlauben einen nostalgischen Blick zurück. Material aus dem Meinungsschlachten der Weimarer Republik wie Propagandaplakate aus zwei Weltkriegen bieten Anschauungsmaterial für politisch Interessierte. Erstaunlich zum Beispiel folgender Slogan: „Dresden ruft: Nie wieder Ami-Bomben auf unsere Städte!“ Er stammt nicht, wie man denken könnte, von der NPD, sondern aus Zeiten der Sozialistischen Einheitspartei. Den Abschluss bilden selbstgemachte Amateur-Plakate und Spruchbänder aus der Zeit der Revolution von 1989/90. Der Besuch lohnt sich in jedem Fall – ganz besonders übrigens vielleicht für Grafiker, die sich hier bestimmt die eine oder andere gestalterische Idee ausleihen könnten.

„Dresden plakativ!“ | Stadtmuseum (Wilsdruffer Straße 2) | Di bis So 10-18 Uhr Fr 10-19 Uhr | Eintritt 4 Euro / erm. 3 Euro

Freitag: Roman Israel liest in Dresden

Roman Israel

Roman Israel liest in der Reihe “Literatur im PlattenSpieler” eine Auswahl neuer Geschichten und Gedichte. Roman Israel (* 1979 in Löbau) studierte Physik, Germanistik und Philosophie in Dresden. Es folgten verschiedene Jobs, z.B. Tester von Computerchips, Museumsaufsicht, Einlass und Garderobe in Kneipen und Kulturzentren, Bühnenaufbau. Seit 2010 lebt er als freier Autor in Leipzig. Seine Texte kombiniert er mit Fotos, Grafik, Film, Musik. Zu seinen literarischen Besonderheiten zählen Beschreibungen skurriler Charaktere und Situationen. In Geschichten und Gedichte verpackt, bringt er diese mit unverwechselbarer Stimme zu Gehör. Außerdem ist er Mitglied der Dresdner Lesebühne Sax Royal und der Leipziger Lesebühne WEST.

Literatur im PlattenSpieler: Roman Israel | 16. September | Freitag| 19 Uhr | PlattenSpieler / IDEE 01239 e.V. (Gamigstraße 26) | AK 2 Euro

Anfahrt: Mit der 1/9/13 bis Jacob-Winter-Platz, dann links am Einkaufszentrum vorbei, links in die Gamigstraße und nach 200 Metern auf der rechten Seite das linke der beiden älteren Häuser.

Danke!

Wir bedanken uns bei allen Zuschauern von Sax Royal für einen tollen Saisonstart am letzten Donnerstag mit 100 Gästen und sehr schöner Stimmung. Erfreulich auch, dass anscheinend alle unsere neue Startzeit um 20 Uhr mitbekommen haben. Zur Entschuldigung an alle Nachtschwärmer, die nun einmal im Monat früher aufstehen müssen, sei nur gesagt, dass wir alle älter werden und einfach nicht mehr so lange durchhalten wie früher. Außerdem möchten wir uns neue zahlungskräftige Besucherschichten unter der arbeitenden Bevölkerung erschließen. Dank an dieser Stelle auch noch mal an unseren literarischen Gast Udo Tiffert, der wesentlich zum Gelingen des Abends beitrug und seinen persönlichen Sax-Royal-Fluch („Wenn ich komme, sind immer bloß zehn Leute da!“) durchbrach. Zur nächsten Lesebühne am 13. Oktober erwarten wir dann als Gastautor unseren Freund und Kollegen André Herrmann aus Leipzig, den frisch gebackenen Sieger des 8. „Grand Slam of Saxony“.

Donnerstag: Lesebühne Sax Royal kehrt zurück!

Sax Royal

Am Donnerstag, den 8. September, kehrt die Dresdner Lesebühne Sax Royal in die Scheune zurück und wirft sich mit frischem Elan und brandneuen Texten wieder ins literarische Geschehen. Achtung: Neue Anfangszeit ist 20 Uhr!

Komische Geschichten über die Skurrilitäten des Alltags werden genauso zu hören sein wie satirische Kommentare zum Zeitgeschehen. Wie schon beinahe traditionell werden die Royalisten nach der Sommerpause auch ihre erschreckendsten und interessantesten Ferienerlebnisse poetisch in Reisetagebüchern verarbeiten und zum Besten geben.

Die Zuschauer dürfen sich zudem auf einen besonderen literarischen Gast freuen: Udo Tiffert aus dem Lausitzer Dorf Neusorge ist Autor der Görlitzer Lesebühne GRubenhund und bekannt für seine witzig-melancholischen Geschichten. Mit ihm lesen in buntem Wechsel die Stammautoren Michael Bittner, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth.

Sax Royal – Dresdner Lesebühne | 08. September | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune | AK 7 Euro / erm. 5 Euro VVK 5 Euro

Gedenkausstellung für Alice

Es war, wenn ich mich recht entsinne, im Jahr 2009, als ich in der Galerie Treibhaus eines Abends Reisegeschichten las. Die Reihen waren schon ganz gut gefüllt, aber meine Stimmung hellte sich endgültig auf, als eine ältere Frau den Raum mit schweren Schritten betrat: „Alice“. Der Besuch dieser stadtbekannten kulturaffinen Oma galt schließlich als Auszeichnung für jede Veranstaltung. Obwohl sie sich damals schon nur noch mit Mühe fortbewegen konnte und beinahe für jeden Schritt Hilfe zu brauchen schien, ließ sie es sich noch immer nicht nehmen, beinahe täglich bei einer Kulturveranstaltung aufzutauchen, sich freien Eintritt zu verschaffen und anschließend konzentriert bis zum Ende zu lauschen. Ich begann zu lesen. Als ich einen englischen Satz aussprach, rief sie aus der ersten Reihe: „Und was heißt das jetzt?“ Ich hatte in einer Geschichte einen Dänen originalgetreu die ganze Zeit Englisch reden lassen, um mich – Geck, der ich bin – als literarischen Kosmopoliten auszuweisen. Nun musste ich beim Vorlesen synchron den halben Text zurück ins Deutsche übersetzen, was mich ganz schön ins Schwitzen brachte. Nach der Lesung stellte Alice freundlich einige Fragen und erzählte dann selbst davon, wie enttäuscht sie darüber gewesen sei, dass trotz ihrer vielen Bekanntschaften jüngst beinahe niemand sich bei ihr gemeldet oder sie besucht hatte. (War es ihr Geburtstag? Oder Weihnachten? Ich weiß es nicht mehr.) Es mag sein, dass dies das Los von sogenannten „Originalen“ ist, von vielen lächelnd auf der Straße erkannt zu werden, aber wenige wirkliche Freunde zu haben.

Wie erst nach geraumer Zeit bekannt wurde, ist Alice inzwischen gestorben. Der Dresdner Künstler Lutz Fleischer hat eine liebevolle Gedenkausstellung mit Fotos, Videos, Erinnerungen und Installation organisiert, die ich zum Besuch empfehlen möchte. Die Ausstellung befindet sich in den schönen Räumen der Galerie Adam Ziege (Louisenstraße 87). Sie ist nur noch bis zum 10. September immer zwischen 16-20 Uhr zu sehen.

Mehr zu Alice von Leuten, die sie wirklich kannten, findet man auf dieser Seite.

Powered by WordPress. Feeds für Beiträge und Kommentare.