9. Grand Slam of Saxony am 20. Juli – das Line-Up ist komplett!

Zum neunten Mal präsentiert LivelyriX am 20. Juli unter dem Titel Grand Slam of Saxony die Offene Sächsische Meisterschaft des Poetry Slam. Der “Grand Slam of Saxony” findet als Open Air Poetry Slam in der Dresdner Saloppe statt. Es treten die zehn Autoren an, die bei den Poetry Slams in Sachsen in der letzten Saison am erfolgreichsten waren. Mit dabei sind: der sächsische Meister des Jahres 2009, Udo Tiffert aus Neusorge, auch der Gewinner 2010, Bleu Broode aus Marburg, die junge Poetin Linn Penelope Micklitz aus Leipzig, der mehrfache National-Slam-Champion Volker Strübing, der Münchner Slammer Alex Burkhard, der erfolgreiche Newcomer Kornelius Friz aus Leipzig, die Berliner Erzählerin Sarah Bosetti, der Dresdner Slammer Thomas Jurisch, die Autorin Friederike Schmid aus Halle und der Slammer Erik Leichter aus Zwickau.

Die Zuschauer dürfen sich auf ein buntes literarisches Programm freuen, in dem Gedichte und Geschichten, Persönliches und Politisches, Hochkomik und Tiefsinn gleichermaßen ihre Plätze finden. Am Ende feiert die Demokratie einen ihrer seltenen Triumphe: Allein der Applaus des Publikums bestimmt einen Sieger, der im Herbst zu den deutschsprachigen Meisterschaften des Poetry Slam nach Heidelberg fahren darf. Moderatoren des Abends sind Stefan Seyfarth und Michael Bittner.

Tickets sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich oder auch im Netz, z.B. hier: www.vorverkauf.waterloo-produktion.de.

9. Grand Slam of Saxony – Offene Sächsische Poetry-Slam-Meisterschaft | 20. Juli | Freitag | Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr | Saloppe | VVK 8 Euro zzgl. Gebühr AK 12 Euro

Literaturtipp: Stefan und Micha bei den Geschichten übern Gartenzaun

Wenn am Dienstag (26. Juni) der Poetry Slam “Geschichten übern Gartenzaun” in Dresden seinen ersten Geburtstag feiert, dann kann man neben vielen anderen tollen Kollegen auch Stefan Seyfarth und Michael Bittner erleben. Moderiert wird das Ganze wieder von der Dresdner Poetin Kaddi Cutz. Der Poetry Slam startet schon um 19:30 Uhr, bei gutem Wetter vor, bei schlechtem in der Groovestation.

Donnerstag: Lesebühne Grubendhund in Görlitz

Am Donnerstag (21. Juni) findet zum letzten Mal vor der Sommerpause die Görlitzer Lesebühne Grubenhund statt – wie immer mit einem bunten Strauß brandneuer Geschichten. Für den auf Welttournee befindlichen Udo Tiffert springt erfreulicherweise der Gastautor Matthias Heine von der Lesebühne Cottbus ein. Wie immer mit dabei sind Max Rademann und Michael Bittner. Ort des Geschehens ist das Kino Camillo, los gehts um 20 Uhr. Der Eintritt kostet schmale 5 Euro.

Sax Royal dankt und lädt ein

Die Lesebühne Sax Royal dankt allen Zuschauern, die gestern unsere letzte Show vor der Sommerpause in der Scheune besuchten sowie überhaupt allen, die uns eine wieder überaus erfolgreiche und schöne Lesesaison 2011/2012 bescherten. Die besagte Sommerpause wird erfreulicherweise kurz sein, denn schon am Donnerstag, den 9. August, kehren wir wieder zurück für unseren inzwischen dritten Gastauftritt im Deutschen Hygiene-Museum. Wir lesen im Begleitprogramm zur Ausstellung „Die Leidenschaften“ Texte zum Thema. Endlich wieder mit dabei sein wird dann auch Roman Israel, der von seiner poetischen Exkursion nach Krakau zurückkehrt. Und als besonderen Gast werden wir unseren Lausitzer Lieblingskollegen Udo Tiffert begrüßen. Seid also mit dabei! Ab September findet ihr uns dann wieder wie gewohnt immer am zweiten Donnerstag des Monats in der Scheune.

Donnerstag: Lesebühne Sax Royal in der Scheune mit Gast Jacinta Nandi

Sax RoyalAm Donnerstag geht unsere Lesebühne Sax Royal zum letzten Mal vor der Sommerpause über die Bühne der Scheune. Im bunten Reigen präsentieren die Stammautoren Julius Fischer, Max Rademann, Stefan Seyfarth und Michael Bittner brandneue Texte – kleine literarische Miniaturen aus der Alltagswelt des künstlerischen Lumpenproletariats ebenso wie himmelstürmende Proteste gegen die Ungerechtigkeit der Welt und der Hartz-IV-Gesetzgebung. Außerdem wird Max Rademann auch neue Lieder aus seiner Orgel locken. Als besondere literarische Gästin, die den abwesenden Roman Israel ersetzen wird, haben sich die Royalisten die Berliner Autorin Jacinta Nandi eingeladen, die sich in ihren hochkomischen Geschichten gekonnt mit interkulturellen und sexuellen Beziehungen auseinandersetzt. Sie liest bei der Lesebühne Rakete 2000 und den Surfpoeten. Ihr Buch Deutsch werden ist im Periplaneta Verlag erschienen.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne | 14. Juni | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune | VVK 5 Euro AK 7 Euro / erm. 5 Euro

Zitat des Monats Juni

„Ich find Rechte und Linke scheiße. Ich bin für Parteien, die geradeaus sind. Die Piraten zum Beispiel. Umsonst Musik runterladen und so ist geil. Die Piraten würd ich wählen. Hoffentlich kommen die mal an die Macht.“

(ein Teenager in einer Dresdner Straßenbahn)

Heute: Hotten auf’m Otten mit Max Rademann

Max RademannIn Schwarzenberg, der Perle des Erzgebirges, steigt am heutigen Sonnabend (9. Juni) nach Auskunft Beteiligter eine „ultimative Superfatsche“ unter dem Titel „Hotten auf’m Otten“. Mit dabei sind der Dresdner Plattengott DNZ und Max Rademann, der auf seiner Orgel neue und alte Lieder spielt und in seiner Heimat seine CD Hey Hey Heiko Hey vorstellt. Der Beginn ist 20 Uhr, das Ende offen. Ort des Geschehens ist das Atelier Ottenstein.

 

Sonnabend: Michael Bittner liest beim Literaturfest Meißen

Am Sonnabend, den 09. Juni, bestreitet Michael Bittner unter dem Titel “Warum ich kein Informatiker geworden bin” eine Solo-Lesung beim Literaturfest Meißen. Zu hören gibt es eine Auswahl der schönsten und komischsten Kolumnen, Satiren und Geschichten aus dem letzten Jahr. Wie ergeht es einem, den das Leben aus der Idylle des dörflichen Lebens in die Großstadt verschlägt, wo er seine Zeit nun mit Schriftstellern, Künstlern und anderen Arbeitslosen verbringt? Michael Bittner nimmt das Publikum mit auf Erinnerungsausflüge in die Welt der Jugend, auf literarische Reisen durch die ganze Republik und auf Expeditionen ins nächtliche Reich der Trinker und Träumer. Ort des Geschehens ist der Heinrichsplatz. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Literaturtipp: LivelyriX Poetry Slam am Donnerstag in der Scheune

Nadja Schlüter

Am Donnerstag, den 7. Juni, geht der letzte reguläre LivelyriX Poetry Slam vor der Sommerpause über die Bühne der Scheune. Er bietet für die Poeten auch die letzte Gelegenheit, sich für die Sächsische Poetry-Slam-Meisterschaft “Grand Slam of Saxony” am 20. Juli in der Dresdner Saloppe zu qualifizieren. Wie immer messen sich prominente Gastautoren mit einheimischen Slammern von der Offenen Liste. Mit dabei sind unter anderen die Münchner Erzählerin Nadja Schlüter (Foto), die junge Performance-Poetin Theresa Hahl aus Berlin, Elena Anais aus München von der Lesebühne Rationalversammlung, der hungrige Newcomer Kornelius Friz aus Leipzig und die Autorin Lea Streisand von der Lesebühne Rakete 2000 aus Berlin. Am Ende bescheren die Zuschauer per Applaus wieder einem Poeten den Rausch des Sieges. Es moderieren Michael Bittner und Stefan Seyfarth.

LivelyriX Poetry Slam | Donnerstag | 7. Juni | Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr | scheune | VVK 6 Euro AK 8 Euro

Dringender Lesetipp: „Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen“ von Thomas Kapielski

Jüngst machte ich mich auf ins Zentrum Berlins, genannt: Mitte, wo in einer gewissen Z-Bar Thomas Kapielski sein neues Buch Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen vorzustellen sich anheischig gemacht hatte. Wie überrascht war ich, mich als Jüngsten im Raume wiederzufinden! Denn die engen Stuhlreihen waren bepflanzt fast nur mit älteren Herrschaften, garniert durch einige Verrückte. Weiß denn die Jugend nichts von der Poesie, die aus diesem Manne bricht? Desto dringlicher scheint’s, hier mal einen Hinweis unterzubringen:

Der Künstler und Musiker Thomas Kapielski ward als Autor einem größeren Publikum so richtig bekannt erst durch seine Gottesbeweise, die – sofern dies Land zur Vernunft kommt – man einmal zu den Klassikern der autobiografischen Literatur zählen wird. Handelt es sich bei diesen Gottesbeweisen um tragikomische Geschichten aus dem Leben des Autors, so enthalten seine anderen Werke zumeist Texte, die man, wenn es denn schon solcherlei Kategorien braucht, am besten als Essays, Glossen und Aphorismen charakterisieren kann. Im aktuellen Band Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen hat Kapielski seinen eigentümlichen Stil – eine Mischung aus Alltagspoesie, philosophischer Selbstreflexion und Klassikerzitaten, vorzugsweise aus Altgriechisch und Mittellatein – noch weiter verdichtet, gelegentlich über die Grenzen der Verständlichkeit hinaus. Auch der Alterskonservatismus des Autors ist wieder spürbar, wenngleich er subtiler auftritt als im Vorgängerband Mischwald. Manchmal milde, manchmal bissig sendet er Pfeile der Mahnung und des Spottes auf Vegetarier und Ökologen, Atheisten und Sozialisten. Nicht selten muss man Treffer einräumen, siehe zum Beispiel:

Die derzeit gängige literarische Rechtfertigung des Müßiggangs und das hitzige Bekenntnis zum Grundeinkommen erstaunen weiter nicht; sie sind der Nutzlosigkeit und Sorge geschuldet, die auf die schwellende Masse an Hochschülern einbricht.

Am schönsten aber sind jene Passagen, in denen der Dichter von seinem Ringen mit dem Glauben erzählt. Dem Atheismus abhold, aber auch dem Leid der Welt gegenüber klarsichtig, bescheidet sich Kapielski mit einer gläubigen Skepsis, die nicht zu verstehen vorgibt, aber Ahnungen zulässt:

Da ich ohnehin nichts bis auf den Grund begreifen kann, sitze ich öfters in Heiterkeit nur so da und schmunzele über die Geheimnisse der Welt und lasse den Dingen ihren Lauf. Dann winken sie mir heimlich!

Ein Vertreter solch gläubiger Skepsis war auch Michel de Montaigne, der Erfinder der Essais, mit dem man Thomas Kapielski in einem Satz vereinigen darf, ja sogar muss.

Thomas Kapielski: Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen. Berlin: Suhrkamp, 2012, 214 Seiten, 14 Euro.

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