Denken & Tanzen: Max Rademann beim Philosophie-Festival in Dresden

DenkfigurenAm Freitag startet unter dem Titel „DENKFIGUREN“ das 1. Philosophie-Festival in Dresden. Max RademannEs schlägt seine Zelte vom 03. bis 05. August 2012 im Garten hinter der Scheune auf. Mitten im Sommerloch verwandelt es das Gelände drei Tage lang in einen Wissenschaftsparcours aus Zelten und Bühne. Das Motto der ersten Festivalausgabe lautet ganz unbescheiden „Werte“ und das Programm besteht aus Kurzeinführungen und Debatten, Vorträgen, Lesungen und Konzerten. Wir wünschen dem Unternehmen viel Glück! Und am Freitagabend spielt Max Rademann, der selbst ausreichend denkerische Erfahrungen als langjähriger Student der Philosophie aufzuweisen hat, ab 21:30 Uhr ein Konzert zur Erfrischung der Nerven.

Warum nur? Warum?

„Wieso haben Sie bloß diese ganzen unschuldigen Menschen getötet?“

„Komm ick jetz in Fernsehn?“

„Ja.“

The Fuck Hornisschen Orchestra: Teenager

Julius Fischer, den wir mit Freude und Stolz zu den Autoren unserer Lesebühne zählen, bildet bekanntlich gemeinsam mit Christian Meyer das Duo The Fuck Hornisschen Orchestra. Als Vorgeschmack auf neue Taten schießen sie ein Video zum Lied „Teenager“ in den Orbit, dass man hier bestaunen kann:

Zitat des Monats Juli

„Was einen fast schwindlig macht, wenn man sich das überlegt. Wir müssen vier Milliarden abgeben! Wenn man jetzt noch die Steuerumsätze hinzunimmt, also die Umsatzsteuer-Verteilung, gehen 15 Prozent des bayerischen Steueraufkommens weg nach Deutschland. Das ist schon sehr viel.“

Markus Söder (CSU), bayerischer Finanzminister

Briefe aus Berlin (2)

Nun, da ich nach Berlin gezogen bin, habe ich mir vorgenommen, auch die Berliner kennen zu lernen. Da ich aber Menschen im Allgemeinen hasse und Kontakt mit ihnen meide, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen, um ihnen näher zu kommen. Ich beschloss also, mir hiesige Kontaktanzeigen anzuschauen, um einen Eindruck von den Berlinern zu bekommen. Nirgendwo sonst sollten sich doch ihre geheimen Sehnsüchte deutlicher offenbaren.

Runde 54-jährige Hausfrau will Sex mit Dir. Total privat, in Steglitz, von 10-20 Uhr. – Welche Männer zieht eine solche Anzeige wohl an? Runde Hausfrauen in mittlerem Alter haben doch die meisten selbst zu Hause. Andererseits haben die vielleicht kaum noch Lust auf Sex, schon gar nicht zwischen 10 und 20 Uhr.

Praller Arsch auf Deinem Gesicht! Versautes Miststück unterdrückt / benutzt / foltert Dich! – Es ist wirklich erstaunlich, wie weit die Welten des Alltags und der Sexualität voneinander entfernt sind. Man würde jedenfalls Unverständnis ernten, wenn man in der U-Bahn auf die Frage „Ist bei Ihnen noch ein Platz frei?“ antwortete: „Natürlich, Sie können sich gerne auf mein Gesicht setzen!“

Wir ficken / fisten Deinen Arsch! Pissen + spucken Dich an und benutzen Dich auf Bett / Gynäkologenstuhl / Kreuz. – Es mag sich jeder selber ausmalen, an welche Zielgruppe sich das Angebot, am Kreuz gefistet zu werden, richtet.

Lesbisches Treiben! Zärtliche Huren vernaschen Dich tabulos von Kopf bis Fuß. Nur gepflegte, solvente Herren erwünscht. – Wieso diese Lesben den Wunsch verspüren, Männer zu vernaschen, leuchtet mir nicht so ganz ein. Aber verstehe einer die Frauen!

2 attraktive Polinnen empfangen diskret in Privatwohnung. – Ob diese Anzeige Erfolg hat? Die meisten Männer sind doch schon mit einer Frau überfordert.

Strenge, schöne Blondine füllt Dich mit ihrem lecker schmeckenden NS ab. Echte Qualität aus D! – Von einer garantiert arischen, strengen Blondine mit Nationalsozialismus abgefüllt zu werden, finde ich nicht besonders verlockend. Aber wenn sich Erika Steinbach so ein Zubrot verdienen kann, sei es ihr gegönnt.

Die bislang schärfste Kontaktanzeige las ich aber auf der Homepage der Stadt Berlin: Berlin hat die Chancen, die die Wiedervereinigung boten, konsequent genutzt. Die Stadt ist ein Magnet für junge hoch-qualifizierte Arbeitskräfte. Sie wächst überdurchschnittlich auf den Zukunftsfeldern der Urban Technologies, Life Sciences, IT, Medien, Kreativwirtschaft, Dienstleistungen und Tourismus. Als Stadt mit der höchsten Forschungsdichte in Deutschland ist Berlin auch ein Standort für moderne Industrien. Menschen aus 190 Nationen leben hier friedlich in einer inspirierenden und freien Gesellschaft zusammen. Alle diese Stärken kommunizieren wir offensiv. Mit diesen Worten buhlt niemand geringeres als Klaus Wowereit um solvente Unternehmer. Die Mädels an der Oranienburger Straße könnten mit ihren Investoren nicht offensiver kommunizieren.

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