Schöne Sätze fürs Weihnachtsfest

Wenn sich am heiligen Abend die ganzen Familie zum gemütlichen Weihnachtsschmaus versammelt, dann will oft das Gepräch nicht so recht in Gang kommen, denn Eltern und Kindern, Großeltern und Enkeln fällt es schwer, gemeinsamen Stoff für eine Plauderei zu finden. Damit kein unbehagliches Schweigen am Tannenbaum herrscht, möchte ich hier einige Sätze vorschlagen, die mit Sicherheit die Unterhaltung schnell beleben:

Könnten wir hier am Tisch bitte von nun an nur noch vom Winterfest sprechen?

Ich hoffe, euch gefällt das PEGIDA-Räuchermännchen?

Ich habe dieses Jahr mal nicht an Brot für die Welt gespendet, sondern an den Islamischen Staat.

Woher wollt ihr überhaupt wissen, dass Jesus weiß gewesen ist?

Wirklich klasse, wie beim Krippenspiel der Syrien-Konflikt gelöst wurde!

Sagt bloß, ihr wisst nicht, dass es wegen der Chemtrails keinen Schnee mehr gibt?!

Könnte sich Onkel Jochen im nächsten Jahr nicht mal als Weihnachtsfrau verkleiden?

Ja, aber die heiligen drei Könige sind freiwillig wieder ausgereist!

Ich muss euch allen jetzt etwas sagen, bitte werdet nicht wütend – ich bin in die SPD eingetreten.

Wieso darf man hier nicht mal am Heiligabend Israel offen kritisieren?!

Wir trinken Glühwein und im Mittelmeer ertrinken Kinder!

Können wir nicht auf Russia Today umschalten?

Aber der Neger schnackselt nun mal wirklich gerne!

Maria und Josef haben ihr Kind auch nicht impfen lassen!

Eigentlich haben wir ja gar keine Demokratie.

Ihr braucht mit der Bescherung nicht auf mich zu warten, ich gehe mit den Jungs erst noch mal beim Heim nach dem Rechten sehen.

Nachher kommt Farid übrigens vorbei und übernachtet bei uns, da könnt ihr ihn gleich mal kennen lernen.

Zitat des Monats Dezember

[Man soll] die Kreuzzüge auch nicht schmähen. Die Christen haben das Heilige Land zurückerobert, und zwar nicht um Menschen gewaltsam zu bekehren. Und warum es den Muslimen gelingt, die Kreuzfahrer als etwas so Schlechtes darzustellen, wo es sich in Wirklichkeit nur um Verteidigung handelt, ist mir ein Rätsel. Dahinter stand nicht der Versuch, die Welt zu missionieren, sondern es ging um die Zurückgewinnung von Gebieten, die vordem christlich waren.

Prof. Robert Spaemann, christlicher Meisterdenker aus Deutschland, in der Frankfurter Rundschau

Donnerstag, 10. Dezember: Unsere Lesebühne Sax Royal in der scheune

Sax Royal

Wenn Dresden in weihnachtliche Stollenbesinnlichkeit versinkt und Sitzblockaden gegen die Ankunft von Maria und Joseph organisiert werden, bleibt unsere Lesebühne Sax Royal wie jedes Jahr standhaft heiter und fies. Am 10. Dezember präsentieren wir in der scheune wie jeden Monat neue Geschichten, Gedichte und Lieder, in denen Kneipenphilosophie, Alltagsbeobachtung und Systemkritik sich die Hände reichen. Sax Royal – das ist literarische Umvolkung für Sachsen.

Leonie WarnkeMit dabei sind: Max Rademann, der Heimatdichter des Erzgebirges, Roman Israel, der ebenso feinsinnige wie gelind böse Erzähler, Stefan Seyfarth, der Barde und Poet aus Strehlen, sowie Michael Bittner, der nach Berlin emigrierte Satiriker. Als Weihnachtsgeschenk haben wir für unsere Zuschauer diesmal noch eine besondere Gastpoetin parat: Leonie Warnke aus Leipzig, die ebenso witzige wie engagierte Autorin und Gewinnerin der Sächsischen Poetry-Slam-Meisterschaft im Jahr 2014.

Dank der Unterstützung der Aktion Mensch übersetzen Dolmetscher vom Netzwerk vigevo die Texte bei der Lesebühne für Gehörlose live in Gebärdensprache.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne | 10. Dezember | Donnerstag | 20 Uhr | scheune | Vorverkauf: 5 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 5/7 Euro

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