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	<title>sax royal &#187; Der politische Dichter</title>
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		<title>&#220;berraschung in Deutschland: Neuer Bundespr&#228;sident wird Florian Silbereisen!</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 09:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Krise und Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin &#8211; Der Poker um die Pr&#228;sidentenkandidaten ist zu Ende: Der bekannte S&#228;nger und Fernsehmoderator Florian Silbereisen, 28, soll als Nachfolger  des zur&#252;ckgetretenen Horst K&#246;hler ins Schloss  Bellevue einziehen. Kanzlerin Angela Merkel, Au&#223;enminister Westerwelle  und CSU-Chef Seehofer pr&#228;sentierten am Abend in Berlin  ihren Kandidaten der &#214;ffentlichkeit.
// 
Merkel beschrieb Silbereisen als jemanden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin &#8211; Der Poker um die Pr&#228;sidentenkandidaten ist zu Ende: Der bekannte S&#228;nger und Fernsehmoderator Florian Silbereisen, 28, soll als Nachfolger  des zur&#252;ckgetretenen Horst K&#246;hler ins Schloss  Bellevue einziehen. Kanzlerin Angela Merkel, Au&#223;enminister Westerwelle  und CSU-Chef Seehofer pr&#228;sentierten am Abend in Berlin  ihren Kandidaten der &#214;ffentlichkeit.</p>
<p><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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<p>Merkel beschrieb Silbereisen als jemanden, &#8220;der immer neugierig auf Menschen  ist&#8221;, der &#8220;kreativ mit Menschen umgeht&#8221;. Au&#223;erdem stehe Silbereisen f&#252;r ein  &#8220;Wertesystem, das Orientierung gibt&#8221;. &#8220;Insoweit  halte ich ihn f&#252;r einen wunderbaren zuk&#252;nftigen Bundespr&#228;sidenten.&#8221; Er  &#252;bernehme Verantwortung f&#252;r Deutschland in der Weltwirtschaftskrise.</p>
<p>Silbereisen k&#252;ndigte an, er wolle den Bundesb&#252;rgern Mut  machen und dem Land dienen. &#8220;Ich freue mich auf die Aufgabe. Ich denke, man kann die  Menschen zusammenf&#252;hren, etwas f&#252;r den Zusammenhalt unserer Gesellschaft  tun, Mut machen, auch Optimismus in schwierigen Zeiten machen.&#8221;</p>
<p>Merkel hatte sich mit dem  CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer und FDP-Chef Guido Westerwelle auf die Kandidatur Silbereisens verst&#228;ndigt.  Westerwelle nannte Silbereisen einen Mann mit einem &#8220;klaren inneren Kompass&#8221;,  der es verstehe, f&#252;r alle B&#252;rger da zu sein. &#8220;Wir bekommen einen  sehr guten Bundespr&#228;sidenten.&#8221; Er rechne fest mit einer klaren Mehrheit.</p>
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		<title>Deutschland unter Schock: Horst K&#246;hler tritt zur&#252;ck!</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 07:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Krise und Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz Deutschland zittert vor Schock, Passanten wischen sich Tr&#228;nen aus den Augen, Kinder legen Blumen vor dem Schloss Bellevue nieder: Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler ist zur&#252;ckgetreten. Der Anlass &#8211; nichtig: In einem Interview hatte das vom Volke geliebte Staatsoberhaupt nur darauf hingewiesen, dass die Bundeswehr Krieg im Hinblick auf die deutsche &#8220;Au&#223;enhandelsbilanz&#8221; f&#252;hrt. Daraufhin fletschte die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz Deutschland zittert vor Schock, Passanten wischen sich Tr&#228;nen aus den Augen, Kinder legen Blumen vor dem Schloss Bellevue nieder: Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler ist zur&#252;ckgetreten. Der Anlass &#8211; nichtig: In einem Interview hatte das vom Volke geliebte Staatsoberhaupt nur darauf hingewiesen, dass die Bundeswehr Krieg im Hinblick auf die deutsche &#8220;Au&#223;enhandelsbilanz&#8221; f&#252;hrt. Daraufhin fletschte die Meute der Parteipolitiker die Z&#228;hne und kl&#228;ffte so lange, bis der sympathische Onkel auf dem Kaiserthron keine Lust mehr hatte und ihnen das Zepter vor die F&#252;&#223;e warf. Ratlos schauen sich nun die einheimischen Eliten an: Wer soll in Zukunft dieses h&#246;chst Amt ohne Kompetenzen verwalten? Wer kann jetzt noch jene epochalen Sonntagsreden halten, in denen Horst K&#246;hler mutig die Vers&#246;hnung von wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Gerechtigkeit, die Vermittlung zwischen individueller Verantwortung und gesellschaftlichem Bewusstsein, die Harmonie zwischen W&#246;lfen und L&#228;mmern beschwor? Wo sollen jetzt jene so wichtigen unanst&#246;&#223;igen Denkanst&#246;&#223;e her kommen, f&#252;r die der scheidende Bundespr&#228;sident auf allen Kirchentagen und Automobilmessen gefeiert wurde? Wer durchschneidet ab sofort die farbigen B&#228;nder bei der Er&#246;ffnung von neuen Autobahnabschnitten? Irgend ein anderer halt? Das sagt sich so leicht! Als ob das Amt des Bundespr&#228;sidenten einfach durch irgend einen beliebigen Gr&#252;&#223;august zu besetzen w&#228;re! Nein, das deutsche Volk wird Horst Krause niemals vergessen, ebensowenig die wichtigen &#8230; Dinge, die er wo mal gesagt hat. Armes Deutschland! Nur drei&#223;ig Tage bleiben, um jemanden aufzutreiben, der diesem Bundespr&#228;sidenten an Bedeutungslosigkeit das Wasser reichen kann. Das Feld der Kandidaten ist beinahe un&#252;berschaubar.</p>
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		<title>Die Sozialbetr&#252;gerin bei der Arbeit</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 10:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Exotik des Alltags]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gerichtsreport beginnt schon einmal vielversprechend:
M&#246;glicherweise w&#228;re die Angeklagte besser gefahren, wenn sie mit einem Strafverteidiger in ihren Prozess am Amtsgericht Dresden erschienen w&#228;re. Doch den kann sich die Hartz-IV-Empf&#228;ngerin nicht leisten.
Tja, Pech gehabt. H&#228;tte jemand sie dar&#252;ber informieren m&#252;ssen, wie man auch ohne Geld einen Rechtsbeistand erhalten kann? Wen interessiert&#8217;s.
Der delikate Vorwurf: Die 59-J&#228;hrige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2414380" target="_blank">Gerichtsreport</a> beginnt schon einmal vielversprechend:</p>
<blockquote><p>M&#246;glicherweise w&#228;re die Angeklagte besser gefahren, wenn sie mit einem Strafverteidiger in ihren Prozess am Amtsgericht Dresden erschienen w&#228;re. Doch den kann sich die Hartz-IV-Empf&#228;ngerin nicht leisten.</p></blockquote>
<p>Tja, Pech gehabt. H&#228;tte jemand sie dar&#252;ber informieren m&#252;ssen, wie man auch ohne Geld einen Rechtsbeistand erhalten kann? Wen interessiert&#8217;s.</p>
<blockquote><p>Der delikate Vorwurf: Die 59-J&#228;hrige soll Einnahmen als Prostituierte erzielt, aber nicht der Arge gemeldet haben.</p></blockquote>
<p>Sollte eine 59-j&#228;hrige, die noch Einnahmen als Prostituierte erzielen kann, nicht vor allem Respekt verdienen? Aber ach, die arge Arge, sie denkt immer nur ans Geld. Und um welche astronomischen Summen ging es jetzt eigentlich?</p>
<blockquote><p>Auch wenn die Freier kaum 90 Euro im Monat bei der Dirne lie&#223;en, sie h&#228;tte ihre – geringf&#252;gige – Liebesbesch&#228;ftigung nicht verschweigen d&#252;rfen.</p></blockquote>
<p>Merkw&#252;rdig, der Artikel, der vermutlich als heitere Anekdote aus der Welt der Justiz die Leser erheitern sollte, f&#252;hrte bei mir zunehmend zu Unwohlsein und Melancholie. Das macht wahrscheinlich meine z&#252;gellose Fantasie. Wo andere nur von einem lustigen Fall lesen, muss ich mir immer gleich eine alte Frau vorstellen, die mehrere M&#228;nner im Monat dr&#252;berlassen muss, um neunzig Euro zusammenzubekommen.</p>
<blockquote><p>Weil sie das von M&#228;rz 2007 bis Mai 2009 jedoch getan habe, sei der Arge ein Schaden von 2327,88 Euro entstanden – wie auch immer man auf diesen Betrag gekommen ist.</p></blockquote>
<p>Schlimm. H&#228;tte die Frau ihre Fickwirtschaft nur ordentlich als Nebenverdienst angemeldet, dann h&#228;tte der Staat die Einnahmen einkassiert und wohl nichts einzuwenden gehabt.</p>
<blockquote><p>Laut Anklage hat die Frau gewerbsm&#228;&#223;igen Betrug in vier F&#228;llen begangen, denn sie habe regelm&#228;&#223;ige Eink&#252;nfte erzielt. Mindeststrafe: sechs Monate.</p></blockquote>
<p>Das also ist &#8220;gewerbsm&#228;&#223;iger Betrug&#8221;? Erstaunlich. Ich hatte bei dem Begriff immer an andere Dinge (FDP, katholische Kirche u.&#228;.) gedacht.</p>
<blockquote><p>Die Angeklagte legte ein Gest&#228;ndnis ab. Sie habe nur ihre Schulden zahlen wollen, sagte die 59-J&#228;hrige, die bislang nie straff&#228;llig war. Offenbar hatte sie nicht einmal geahnt, dass sie das wenige Freiersgeld angeben muss.</p></blockquote>
<p>Die arme Frau ohne Anwalt gesteht nicht nur, sie gesteht auch gleich noch ihre Unwissenheit. Aber wie man wei&#223;, sch&#252;tzt Unkenntnis vor Strafe nicht. Endlich mal wieder jemand, den man sch&#246;n glatt aburteilen kann.</p>
<blockquote><p>Die Staatsanw&#228;ltin forderte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bew&#228;hrung. Das war Richter Hans Hlavka deutlich zu viel. Er verurteilte die Frau wegen gewerbsm&#228;&#223;igen Betruges zu einer Bew&#228;hrungsstrafe von acht Monaten.</p></blockquote>
<p>Wirklich eine geradezu bestialische Humanit&#228;t. Nur acht Monate! Das hei&#223;t, dass die Sozialbetr&#252;gerin im Fall der F&#228;lle einen Tag Gef&#228;ngnis f&#252;r 9,70 Euro illegaler Einnahme absitzen muss.</p>
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		<title>Mein erstes Buch</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 14:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog intern]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein erstes Buch hat soeben das Licht der Welt erblickt. Es tr&#228;gt den bestsellerverd&#228;chtigen Titel &#196;sthetischer Staat oder politische Kunst? Die Poetik Georg B&#252;chners am Ende der Kunstperiode und ist im Dresdner Thelem Verlag erschienen. Es geht in der Arbeit um die Frage, ob und inwiefern Georg B&#252;chner als politischer Dichter zu verstehen ist. Neben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2010/03/&#196;sthetischer-Staat.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2319" title="&#196;sthetischer Staat oder politische Kunst? Die Poetik Georg B&#252;chners am Ende der Kunstperiode" src="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2010/03/&#196;sthetischer-Staat.jpg" alt="" width="126" height="194" /></a>Mein erstes Buch hat soeben das Licht der Welt erblickt. Es tr&#228;gt den bestsellerverd&#228;chtigen Titel <em>&#196;sthetischer Staat oder politische Kunst? Die Poetik Georg B&#252;chners am Ende der Kunstperiode</em> und ist im Dresdner <a href="http://www.thelem.de" target="_blank">Thelem Verlag</a> erschienen. Es geht in der Arbeit um die Frage, ob und inwiefern Georg B&#252;chner als politischer Dichter zu verstehen ist. Neben einer Einordnung B&#252;chners in die &#228;sthetische Diskussion der Zeit enth&#228;lt das Buch auch Interpretationen der St&#252;cke <em>Danton&#8217;s Tod</em> und <em>Leonce und Lena</em>. Wer sich daf&#252;r interessiert, kann es im Buchhandel, bei <a href="http://www.amazon.de/%C3%84sthetischer-Staat-oder-politische-Kunst/dp/3939888850/ref=sr_1_5?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1270804416&amp;sr=1-5" target="_blank">Amazon</a> oder auch <a href="http://www.thelem.de/product_info.php?products_id=1125" target="_blank">direkt beim Thelem Verlag bestellen</a>.</p>
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		<title>Was tun gegen links?</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 22:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele besorgte Freunde fragen mich: Was kann man tun, um den unverkennbaren Trend zum Linksextremismus in Deutschland zu bek&#228;mpfen? Wie lassen sich die Bolschewisten auf ihrem gegenw&#228;rtigen Siegeszug &#252;berhaupt noch aufhalten? Keine Angst, wie immer in den dunkelsten Stunden ist die Rettung am n&#228;hsten: Unterst&#252;tzt einfach wie ich die &#252;berf&#228;llige Aktion Linkstrend bei der CDU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele besorgte Freunde fragen mich: Was kann man tun, um den unverkennbaren Trend zum Linksextremismus in Deutschland zu bek&#228;mpfen? Wie lassen sich die Bolschewisten auf ihrem gegenw&#228;rtigen Siegeszug &#252;berhaupt noch aufhalten? Keine Angst, wie immer in den dunkelsten Stunden ist die Rettung am n&#228;hsten: Unterst&#252;tzt einfach wie ich die &#252;berf&#228;llige <a href="http://www.facebook.com/pages/Aktion-Linkstrend-stoppen/302966328345" target="_blank"><strong>Aktion Linkstrend bei der CDU stoppen</strong></a>! Eure Stimme gegen Gender Mainstreaming, Homo-Ehe und die Islamisierung Europas!</p>
<p>Leider hat die Aktion meinen und zahlreiche weitere Beitr&#228;ge aus unverst&#228;ndlichen Gr&#252;nden zensiert und gel&#246;scht. Hier aber die Dokumentation:</p>
<p><a href="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2010/02/Linkstrend-stoppen.jpg"><img class="size-medium wp-image-2262 alignnone" title="Linkstrend stoppen" src="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2010/02/Linkstrend-stoppen-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p>F&#252;r die Ewigkeit!</p>
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		<title>Die rote Gefahr</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2010/02/17/die-rote-gefahr/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 13:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist nur ein Mann in Deutschland, der noch den Mut findet, die Wahrheit auszusprechen, der echten Gefahr f&#252;r unser Land ins Auge zu blicken und die Interessen des Volkes auch gegen seine machtvollsten Feinde zu vertreten: Guido Westerwelle, ein Held der neuen Zeit.
W&#228;hrend anderswo leichtfertig von einer Krise des Kapitalismus geschwatzt oder vor einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nur ein Mann in Deutschland, der noch den Mut findet, die Wahrheit auszusprechen, der echten Gefahr f&#252;r unser Land ins Auge zu blicken und die Interessen des Volkes auch gegen seine machtvollsten Feinde zu vertreten: Guido Westerwelle, ein Held der neuen Zeit.</p>
<p>W&#228;hrend anderswo leichtfertig von einer Krise des Kapitalismus geschwatzt oder vor einer vermeintlichen Bedrohung durch Neonazis gewarnt wird, hat Westerwelle die wirkliche Gefahr als Einziger erkannt: Es ist der Sozialismus, der &#252;berall in der Bundesrepublik aufs Neue sein blutiges Haupt erhebt.</p>
<p><a href="http://www.hartcover.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=449:die-rote-gefahr&amp;catid=98:politik&amp;Itemid=494" target="_blank">Weiterlesen bei Hartcover.de &#8230;</a></p>
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		<title>R&#252;ckblick auf Sonnabend</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 09:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer noch mal nachlesen m&#246;chte, was am 13. Februar hier so los war, findet dazu einen ausf&#252;hrlichen und ziemlich akkuraten Bericht der S&#228;chischen Zeitung im Netz. Bei den &#252;berregionalen Medien ist hingegen Vorsicht geboten, da viele Informationen dort nur aus zweiter Hand stammen. Da wurde zum Beispiel bei SPIEGEL ONLINE die Neustadt zwischenzeitlich in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer noch mal nachlesen m&#246;chte, was am 13. Februar hier so los war, findet dazu <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2388062" target="_blank">einen ausf&#252;hrlichen und ziemlich akkuraten Bericht der <em>S&#228;chischen Zeitung</em></a> im Netz. Bei den &#252;berregionalen Medien ist hingegen Vorsicht geboten, da viele Informationen dort nur aus zweiter Hand stammen. Da wurde zum Beispiel bei SPIEGEL ONLINE die Neustadt zwischenzeitlich in den S&#252;den der Stadt verlegt.</p>
<p>Und wer schlie&#223;lich live erfahren will, wie Geschichtsrevisionismus funktioniert, der lese sich die <a href="http://www.cdu-dresden.de/de/presse/pressemeldungen/?iso=ee288" target="_blank">Pressemitteilung der Dresdner CDU</a> mit der Stellungnahme von Backpfeifengesicht Lars Rohwer durch. Mit bewundernswerter Kaltschn&#228;uzigkeit wird der Erfolg hier politisch vereinnahmt und ausgeschlachtet. Blockiert haben den Nazi-Marsch hier n&#228;mlich nicht etwa die tausenden Blockierer in der Neustadt (die gar nicht erw&#228;hnt werden), sondern die Menschenkette in der einen Kilometer entfernten Altstadt unter F&#252;hrung der &#8220;ersten B&#252;rgerin&#8221; Helma Orosz (CDU) und au&#223;erdem &#8211; &#8220;das neue s&#228;chsische Versammlungsrecht&#8221; (CDU/FDP). Und wor&#252;ber siegten die Demonstranten? &#220;ber die Nazis? Nein, nat&#252;rlich &#252;ber &#8220;die Provokationen der gewaltbereiten Rechts- und Links<a href="http://www.saxroyal.de/2010/02/03/es-gibt-keine-extremisten" target="_blank">extremen</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Nachtrag: Nachdem Helma Orosz und ihre Pappnasen sich f&#252;r die Verhinderung des Nazi-Marsches gen&#252;gend gefeiert haben, <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2389053" target="_blank">beginnt die Staatsanwaltschaft jetzt die Ermittlungen gegen diejenigen, die ihn verhindert haben. Und der rechte Politikwissenschaftler Eckhard Jesse aus Chemnitz, hauptberuflich Propagandist der CDU, erkl&#228;rt die erfolgreiche Blockade zur &#8220;Niederlage f&#252;r den Rechtsstaat&#8221;.</a> Dresden kehrt zur Normalit&#228;t zur&#252;ck.</strong></p>
<p><strong>Noch ein letzter Nachtrag, dann reichts aber wirklich mit diesem Mist: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/67/503291/text" target="_blank">Der bekannte linksextremistische Schriftsteller Ingo Schulze erz&#228;hlt von seiner Teilnahme an der illegalen Blockade</a>.<br />
</strong></p>
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		<title>Es gibt keine Extremisten</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2010/02/03/es-gibt-keine-extremisten/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 16:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>

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		<description><![CDATA[Es n&#228;hert sich mal wieder der 13. Februar in Dresden. Gott hat den Jahrestag der Bombardierung diesmal auf einen Sonnabend gelegt, weshalb noch mehr Nazis als sonst anreisen k&#246;nnen, um zu demonstrieren. Die CDUFDP hat gl&#252;cklicherweise reagiert und zumindest M&#228;rsche aller Art in der N&#228;he von Touristen verboten &#8211; aus den Augen, aus dem Sinn. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es n&#228;hert sich <a href="http://www.saxroyal.de/2009/02/09/alle-jahre-wieder" target="_blank">mal</a> <a href="http://www.saxroyal.de/2009/02/17/irre-reise" target="_blank">wieder</a> der 13. Februar in Dresden. Gott hat den Jahrestag der Bombardierung diesmal auf einen Sonnabend gelegt, weshalb noch mehr Nazis als sonst anreisen k&#246;nnen, um zu demonstrieren. Die CDUFDP hat gl&#252;cklicherweise reagiert und zumindest M&#228;rsche aller Art in der N&#228;he von Touristen verboten &#8211; aus den Augen, aus dem Sinn. Gesetzentw&#252;rfe zum Verbot von Menstruationsbeschwerden und Regenwetter sollen schon in der Schublade liegen.</p>
<p>Gl&#252;cklicherweise sind sich die wenigen Dresdner, die sich &#252;berhaupt f&#252;r die Sache interessieren, darin einig, wen es zu bek&#228;mpfen gilt: die Extremisten. Aber wer sind diese Fanatiker, Radikalen, Chaoten und Terroristen? Ganz einfach: all die, die die Ruhe von Unsersch&#246;nesdresden st&#246;ren durch unangenehme Kundgebungen. Ob es nicht vielleicht doch einen kleinen Unterschied gibt zwischen den Faschisten und denen, die sich ihnen entgegen stellen? Nicht, wenn man der Logik all jener folgt, f&#252;r die alle, die sich jenseits der goldenen Mitte bewegen, schon &#8220;Extremisten&#8221; sind. Die s&#228;chsische Politikwissenschaft, das ZDF und die CDU haben in den letzten Jahren einen Begriff zum endg&#252;ltigen Durchbruch verholfen, der deswegen so erfolgreich ist, weil er das unbestimmte Gef&#252;hl der Mehrheit best&#228;tigt: Die Kommunisten waren ja genauso schlimm wie die Nazis, ach was, eigentlich waren die ja dasselbe.</p>
<p>Der Begriff &#8220;Extremismus&#8221; ist kein wissenschaftlicher. Wissenschaftliche Begriffe haben nur einen Sinn, wenn sie einen Sachverhalt differenzierter begreifen helfen, als das zuvor m&#246;glich war. Das Wort &#8220;Extremismus&#8221; hilft hingegen, Differenzen einzuebnen, Sachverhalte zu verschleiern, falsche Gleichsetzungen zu erm&#246;glichen. Er entlastet das Denken. Deswegen ist er so beliebt.</p>
<p>Man sollte meinen, wenigstens Menschen mit sprachlichem Feingef&#252;hl, also Journalisten, sollten dieser Versuchung aus dem Wege gehen k&#246;nnen. Aber auch in der Presse hat sich der Begriff mit dem Segen von Verfassungsschutz und Politologie widerstandslos durchsetzen k&#246;nnen. Um &#252;berhaupt noch Unterschiede zu machen, muss man jetzt also immer von Rechtsextremisten (formerly known as Nationalsozialisten) und Linksextremisten reden. Im letzten Jahr schrieb ein hiesiger Journalist entsprechend &#252;ber die &#8220;rotbraune&#8221; Antifa. Was wollte er damit sagen? Dass die Antifaschisten in Wirklichkeit Faschisten sind? Oder dass wir uns &#8211; hallo, <em>Simpsons</em>-Fans! &#8211; vor den Kommunistennazis h&#252;ten m&#252;ssen? Nein, nat&#252;rlich: Er wollte uns sagen, dass beide ganz schlimm &#8220;totalit&#228;r&#8221; drauf sind. Was das hei&#223;t? Das wusste er sicher selber nicht. Die Antifa meint, dass jede Form &#246;ffentlichen Gedenkens an deutsche Opfer dazu dient, einen nationalen Geschichtsmythos zu konstruieren, um die deutsche Kriegsschuld und die Verbrechen der Deutschen zu relativieren. Die Nazis meinen, dass der deutsche Versuch, die halbe Menschheit auszurotten oder zu versklaven, nicht nur nachtr&#228;glich gerechtfertigt werden kann, sondern auch schnellstens wiederholt werden sollte. Extremisten unter sich?</p>
<p>Das Fatalste am Unwort &#8220;Extremismus&#8221; ist die Deformation, die es im Denken der Menschen bewirkt. Die Politik wird zur Skala zwischen ganz rechts und ganz links. Zeigerausschl&#228;ge vom mittleren Normalwert, egal in welche Richtung, machen Angst. Die politischen Differenzen werden zu quantitativen Unterschieden. Gen&#228;hrt wird die Illusion, es g&#228;be eine &#8220;Mitte&#8221;, die schon deswegen im Recht ist, weil sie sich in der Mehrheit befindet. Und es ger&#228;t in Vergessenheit, dass die Ideologie und Praxis der Nationalsozialisten nicht deswegen bek&#228;mpft werden sollte, weil sie &#8220;extrem&#8221;, sondern weil sie falsch und b&#246;sartig ist.</p>
<p>Ich korrigiere mit diesem Text teilweise <a href="http://www.saxroyal.de/2008/02/09/bombenstimmung-bei-der-antifa/" target="_blank">eine fr&#252;here Auffassung</a>, ohne mich ansonsten der Antifa in ihrer Bewertung des sogenannten Gedenkens anzuschlie&#223;en.</p>
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		<title>Roland Koch aus philosophischer Perspektive</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 08:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
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		<description><![CDATA[Roland Koch (CDU) fordert die R&#252;ckkehr zur Zwangsarbeit in Deutschland: &#8220;Wir m&#252;ssen jedem Hartz-IV-Empf&#228;nger abverlangen, dass er als Gegenleistung f&#252;r die staatliche Unterst&#252;tzung einer Besch&#228;ftigung nachgeht, auch niederwertige Arbeit, im Zweifel in einer &#246;ffentlichen Besch&#228;ftigung.&#8221; Ein funktionierendes System der Arbeitslosenhilfe m&#252;sse auch ein &#8220;Element von Abschreckung&#8221; enthalten. Mit anderen Worten: Wer nicht arbeitet, soll auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Roland Koch (CDU) fordert die R&#252;ckkehr zur Zwangsarbeit in Deutschland: &#8220;Wir m&#252;ssen jedem Hartz-IV-Empf&#228;nger abverlangen, dass er als Gegenleistung f&#252;r die staatliche Unterst&#252;tzung einer Besch&#228;ftigung nachgeht, auch niederwertige Arbeit, im Zweifel in einer &#246;ffentlichen Besch&#228;ftigung.&#8221; Ein funktionierendes System der Arbeitslosenhilfe m&#252;sse auch ein &#8220;Element von Abschreckung&#8221; enthalten. Mit anderen Worten: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.</p>
<p>Stellen wir uns die philosophische Frage: Darf eine Gesellschaft nicht legitimerweise f&#252;r ihre Leistungen Gegenleistungen vom Individuum verlangen? Antwort: Nein. Grund: Es steht niemandem frei, sich gegen die Gesellschaft und ihren Zwang zur Lohnarbeit zu entscheiden. Die Idee vom Gesellschaftsvertrag, nach der sich die B&#252;rger eines Staates freiwillig zur Gesellschaft zusammengeschlossen haben, ist ganz offenbar eine Fiktion. Tats&#228;chlich hat ja niemand die Chance, eine solche Wahl zu treffen. Da es also kein wirkliches Vertragsverh&#228;ltnis gibt, kann auch von Leistungen und Gegenleistungen, von Rechten und Pflichten nur im &#252;bertragenen Sinne die Rede sein. Weil kein Individuum heute mehr au&#223;erhalb der Gesellschaft existieren kann, selbst wenn es wollte, lassen sich aus der sozialen Existenz keine Verpflichtungen ableiten. Die Forderung nach Gegenleistungen l&#228;uft damit auf die schlichte Todesdrohung hinaus: Arbeite mit oder wir lassen dich verrecken. Jede Gesellschaft, auch die demokratische, beruht in letzter Instanz auf Zwang, der notfalls mit Gewalt durchgesetzt wird. Der Schleier von Zivilisation und Demokratie verdeckt diese nackte Tatsache normalerweise. Nur sehr dumme Politiker k&#246;nnen ab und zu der Versuchung nicht widerstehen, ihn zu l&#252;ften.</p>
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		<title>K&#228;lte</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 10:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen & Reflektionen]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Winter konnte ich mich noch nie anfreunden. Leute, die von Winterfreuden reden, sind mir unheimlich. All das fr&#246;hliche Treiben bei Schneeballschlachten, Rodelturnieren oder Gl&#252;hweinverkostungen kann f&#252;r mich einen wesentlichen Nachteil des Winters keinesfalls aufwiegen: die K&#228;lte. Bin ich wechselwarm? Ich reagiere jedenfalls ausgesprochen empfindlich auf extrem niedrige Temperaturen, also alle unter 20 Grad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Winter konnte ich mich noch nie anfreunden. Leute, die von Winterfreuden reden, sind mir unheimlich. All das fr&#246;hliche Treiben bei Schneeballschlachten, Rodelturnieren oder Gl&#252;hweinverkostungen kann f&#252;r mich einen wesentlichen Nachteil des Winters keinesfalls aufwiegen: die K&#228;lte. Bin ich wechselwarm? Ich reagiere jedenfalls ausgesprochen empfindlich auf extrem niedrige Temperaturen, also alle unter 20 Grad Celsius. Ich bekomme schlechte Laune.</p>
<p>Dies passiert aber auch, wenn ich frostigen Menschen begegne. Ich meine damit keine Eskimos, sondern Mitb&#252;rger, die sich mit einer Atmosph&#228;re der F&#252;hllosigkeit umgeben. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen besonders krassen Fall, den ich angesichts einer Talkshow zum Thema Rauchverbot erleben musste. In der Runde sa&#223; eine ehemalige Bundestagsabgeordnete der <em>Gr&#252;nen</em>, die nun aber &#252;berraschenderweise als Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin den Verband der Zigarettenindustrie vertrat. Der Name der Frau ist mir leider entfallen, was aber nicht so schlimm ist, denn der Geschichte wird es genauso gehen. Mit eisigem L&#228;cheln lie&#223; sie alle Vorw&#252;rfe, sie habe ihre Gesinnung verkauft, an sich abgleiten und gab tapfer einstudierte S&#228;tze von sich. Offenbar hatte sie also gar keine Gesinnung zu verkaufen, nur einen Mund zu vermieten. Jeder k&#246;nne sich ja selbst entscheiden, ob er rauchen wolle. Und die Zigarettenindustrie tue alles, um Kinder und Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Nee, is klar.</p>
<p>„Nur wer sich &#228;ndert, bleibt sich treu“, meint Wolf Biermann. Und gerade die <em>Gr&#252;nen</em> sind in dieser Hinsicht ja f&#252;r sehr gro&#223;e Treue bekannt. Aber war das nicht doch ein bisschen &#252;bertrieben? Der Papst marschiert doch auch nicht in der Parade am Christopher Street Day. Hoffte die gute Frau darauf, die Karriereleiter noch h&#246;her zu steigen und irgendwann einen Posten in der Atomwirtschaft oder der Waffenindustrie zu ergattern? Aber mein innerer Zensor macht mir Vorw&#252;rfe: Ist es nicht sexistisch, Frauen der K&#228;lte zu bezichtigen, so als seien sie dazu verpflichtet, immer warmherzige M&#252;tterchen zu sein? D&#252;rfen Frauen nicht genauso gerissen und r&#252;cksichtslos sein wie M&#228;nner? Ja, vielleicht. Aber hei&#223;t das dann, dass die Gleichberechtigung nicht vollendet ist, bevor die erste Diktatorin ihre Herrschaft antritt?</p>
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