Wer einmal eine schaurig-schöne Viertelstunde verbringen möchte …

… der sollte sich mal die Kommentare der Leser des Hochqualitätsmediums Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu einem Artikel, sagen wir mal: zur Einwanderung von Roma aus Osteuropa, durchlesen:

Offenbar verstehen es die wandernden Herrschaften, genau dort hinzuziehen, wo es Sozialleistung gibt oder wo sich das Betteln noch lohnt. Überall, wo Roma in größeren Gruppen leben, steigen Diebstahlraten an und die Gegend verrottet. Rom, Neapel, Paris oder Berlin könenn ein Lied davon singen. Aber darf man das sagen? Natürlich nicht. Die Erzieher aus Brüssel verbieten es und kassieren bei den eben noch verdammten potentiellen Rassisten für Programme, die allesamt nichts fruchten. Die Frage ist doch, ob es nicht besser wäre, den Roma würde deutlich gemacht, dass Bettler und Diebe nicht willkommen sind.

Es kann einfach so nicht weitergehen. Das Asylgesetz wird seit Jahren mißbraucht, kein Politiker hat den Mut dies klar auszusprechen, weil der dann als Auslädnerfeind u.ä. beschimpft wird.

Man muss wirlich kein rechtsradikales Gedankengut pflegen, um bei der von den teuren Schreibtischtätern in Brüssel – aber mit Unterstützung der EU-Staaten – d urchgeführten EU-Erweiterung “auf Teufel komm raus” nur noch mit dem Kopf schütteln zu können. Abgesehen von den finanziellen Folgekosten der Kommunen können einem die Mitarbeiter bei diesen Städten nur leid tun, die sich mit diesen – von o.g. Schreibtischtätern verursachten – Problemen vor Ort herumschlagen müssen.

Ich kann dem Autor nur zustimmen. Warum schreibt er dann – im besten politisch korrekten Neusprech – von “Roma” und nicht von Zigeunern? Nicht nur, dass das Wort Zigeuner in unserer Sprache historisch gewachsen ist, nein, Sinti und Roma sind nur zwei Stämme des Volkes der Zigeuner. Die Armutszuwanderung – die Normalität in den letzten Jahrzhenten der deuschen Zuwanderungspolitik – war mit den Grenzöffnungen nach Südosteuropa erwartbar. Warum tut man jetzt also so überrascht? Umso mehr, als dass das Bundesverfgassungsgericht die (Geld)Zahlungen an Asylanten im vergangenen Jahr drastisch angehoben hat. Geringere Hürden und mehr Geld, was dann passiert, das wirkt doch wie ein Magnet.

ein Austritt aus dem Schengener Abkommen und ein paar wirksame Gesetzesänderungen würden ausreichen.
Doch die sind gegen rot/grün nicht machbar. Und die feige CDU wagt nicht einmal den Kampf aufzunehmen und Widerstand zu leisten und sehen lieber zu, wie Deutschland zur Beute fremder Staatsvölker wird. Die feige CDU wagt es nicht, sich mit den links beherrschten Medien anzulegen, wo unsere Luxus-Linken sitzen, in deren kranken Köpfen die Zerstörung Deutschlands etwas Gutes ist. Solch hilflose Vorschläge, wie man müsse erst die Probleme Rumäniens und der ganzen Welt lösen, damit keiner unser Freibier Total Angebot annimmt, zeugt von einer völligen geistigen Unzurechnungsfähigkeit einer ängstlichen und total verunsicherten politischen Klasse.

Den Plan, das mit EU-Geldern zu regeln zahlen auch Sie und ich. Den Roma ist das egal, die gab es schon immer und die wird es auch immer geben. Sie sind gewissermaßen bewundernswert frei, so wie keiner von uns anderen und sie werden sich krank darüber lachen, wenn sich jetzt alle überschlagen, um sie zu fördern.

Man muß nicht den deutschen Städten helfen, immer mehr Roma immer komfortabler zu versorgen und womöglich noch dauerhaft aufzunehmen, damit dann immer mehr kommen. Das ist ein Irrweg. Die Visafreiheit mit Serbien und Montenegro muß sofort beendet werden. Ebenso notfalls die Freizügigkeit mit Rumänien und Bulgarien. Straftäter und Möchtegern-Zuwanderer ins Sozialsystem müssen korrekt, konsequent und vor allem sehr zügig ausgewiesen werden. Durch eine SELEKTIVE Reform der Visavergabe läßt sich durchaus eine gute und bezahlbare Erreichbarkeit Deutschlands durch die große Mehrheit der ehrlichen und oft gut ausgebildeten Rumänen und Bulgaren erreichen. Dafür muß man etwas Geld in ausreichende Visavergabe-Kapazitäten investieren. Die gegenwärtige Armuts- und Kriminalitätsmigration jedoch gehört sofort gestoppt.

Es ist für den politisch correcten Gutmenschen sicherlich schockierend, wie abfällig sich die Rumänen über die “Zigeuner” äußern (ein Wort, dass ich persönlich ich schön und nicht diskriminierend empfinde).

Bei uns in Baden-Württemberg werden die größten Städte von Grünen regiert (Stuttgart, Tübingen, Freiburg…). Die nehmen doch diese Leute gerne auf. Schließlich bereichern sie mit ihrer Kultur unsere Gesellschaft. Wir haben sogar einen äußerst populären grünen Ministerpräsidenten. Also nicht wie rein mit denen und aufs ganze Land verteilt. Die Wähler wollen es so…

Integriert waren diese Voelker nie, in der kommunistischen Diktatur waren sie allenfalls domestiziert … und beliebt sind sie auch nicht; da ist man in der Regel froh, wenn diese Volksgruppen in den deutschen Sozialstaat entschwinden und dort ungestoert ihre Ghettos bilden, mit europaeischen Programmen bewirken sie da Nichts; der Wille sich einer nicht integrierten Volksgruppe zu entledigen, der wird zur selbsterfuellenden Prophezeiung in vielen Laendern.

Jeder der Leser hat seiner Meinung seinen Namen beigefügt – ist es nicht schön, dass die Zeiten der Political Correctness vorbei sind und man in Deutschland wieder alles sagen darf?

Separate but equal

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat der Klage einer Elterninitiative, hinter der die katholische Sekte Opus Dei steht, stattgegeben: Ihr Antrag auf Errichtung einer reinen Jungenschule, gegen den sich das Land Brandenburg juristisch gewehrt hatte, sei grundsätzlich zulässig. Getrenntgeschlechtliche Privatschulen sind also in Deutschland nun offiziell höchstrichterlich erlaubt. Nur müsse eine solche Schule auch das “Lernziel” der Gleichberechtigung der Geschlechter verfolgen. Die Leipziger Richter haben da einen schönen alten juristischen Leitsatz aus den USA wiederentdeckt, der seit einem halben Jahrhundert vergessen schien: “Separate but equal”. Demnächst darf dann vermutlich die Elterninitiative besorgter Arier auch rein deutsche Schulen errichten, in denen aber der Wert der Völkerverständigung gelehrt werden muss.

Dresdner Justizverhältnisse

Das Amtsgericht Dresden verurteilte “ein[en] 36-Jährige[n] am Mittwoch wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung zu 22 Monaten Haft ohne Bewährung [...] Der Angeklagte Tim H. aus Berlin demonstrierte am 19. Februar 2011 gegen einen Naziaufmarsch und soll Störer aufgewiegelt haben, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Weil dabei vier Beamte von Chaoten verletzt wurden, seien diese Taten auch Tim H. zuzurechnen, so der Amtsrichter. H. selbst hatte keine Angaben gemacht.” (Sächsische Zeitung, 19. Januar 2013)

“Das Landgericht Dresden hat fünf Anführer der verbotenen Neonazi-Gruppe “Sturm 34″ verurteilt. Vier der Angeklagten erhielten Bewährungsstrafen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren, einer bekam eine Geldstrafe. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Männer 2006 eine kriminelle Vereinigung gegründet hatten. Außerdem hätten sie sich der schweren Körperverletzung und Sachbeschädigung schuldig gemacht. Der Staatsanwalt hatte zuletzt Bewährungs- und Geldstrafen gefordert, unter anderem weil die Taten schon so lange zurückliegen. Einer der Angeklagten, ein Informant der Polizei, sollte straffrei ausgehen.” (MDR, Juni 2012)

“Der Sturm 34 wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. März 2006 von ca. 30-40 Männern und Frauen gegründet. Anlässlich eines Festes im rechtsextremen Milieu stieg einer der Teilnehmer auf den Tisch und rief den Sturm 34 aus. Der Name war von einer SA-Brigade übernommen, die während der Zeit des Nationalsozialismus in der Region Mittweida stationiert war. [...] Ziel der Gruppe war es, die Region durch Gewalt und martialisches Auftreten zu terrorisieren und einzuschüchtern. Sie richtete sich vornehmlich gegen Ausländer und Vertreter der Linken. Beispielsweise überfiel sie das Büro der Ortsgruppe der Linkspartei, Döner-Imbissstände, Afrodeutsche und Punks. Die Angriffe erfolgten meist aus einer zahlenmäßig überlegenen Gruppe heraus. So standen sich an einer Torfgrube in Mittweida 15 bis 20 Mitglieder des Sturms 34 und acht Jugendliche gegenüber. Während eines Dorffestes in Rochlitz fielen bis zu 25 Mitglieder ein. Dabei trugen sie schwarze Kleidung, hatten die Köpfe kahl geschoren und trugen mit Sand gefüllte Handschuhe. Im Mai 2006 schlugen 15 Mitglieder an einer Tankstelle in Stollberg ohne erkennbaren Anlass auf einige junge Männer ein. Auch nachdem eines der Opfer am Boden lag, traten sie weiter auf dieses ein. Eine Zeugin beschrieb dies später so, dass der am Boden liegende wie ein Fußball für die Täter gewesen sei. Am 26. April 2007 führte die Polizei mit 200 Einsatzkräften Hausdurchsuchungen durch und fand dabei unter anderem Schreckschusswaffen, Sturmhauben und rechtsextremes Propagandamaterial. [...]” (Quelle: Wikipedia)

Peer Steinbrück spricht Klartext

Der Kanzlerkandidat der SPD steht seit Wochen in der Kritik. Immer wieder bringt er sich mit ungeschickten Äußerungen in Schwierigkeiten. Nicht wenige sehen die Chancen auf einen Sieg gegen Angela Merkel im Herbst bereits schwinden. Es gelang mir, Peer Steinbrück zu einem Interview zu bewegen, in dem er seine provokanten Ansichten wie gewohnt nicht versteckte.

“Herr Steinbrück, glauben Sie, dass Sie die Bundestagswahl noch gewinnen und Bundeskanzler werden können?”

“Ich werde, denn ich will. Ich kann, denn ich soll.”

“An Ihrer Entschlossenheit besteht kein Zweifel, das ist deutlich. Aber kann es sein, dass Sie durch Ihre verbalen … sagen wir einmal: Ungeschicklichkeiten Ihre Lage nicht sehr verbessert haben?”

“Was ist das für eine argumentative Affenscheiße schon wieder?! Ich sage, was ich denke, und ich tue, was ich sage. Ich lasse mir den Mund nicht verbieten – nicht von der Journalistenmeute, nicht vom Lynchmob auf der Straße!”

“Aber war Ihre Forderung nach einem höheren Gehalt für Bundeskanzler nicht doch etwas blauäugig? Hätten Sie nicht damit rechnen müssen, dass der politische Gegner so einen Satz für eigene Zwecke benutzt?”

“Es ist mir doch völlig egal, was diese Mistkrüppel quatschen! Ich werde jetzt nicht zum Kuschel-Peer. Klare Kante, das ist meine Devise! Ich musste mich doch schon genug verbiegen, um Kanzlerkandidat dieser Loserpartei zu werden. Soziale Gerechtigkeit, Mindestlohn, Altersarmut – Gott, wie mir dieser ganze Stuß am Arsch vorbeigeht! Aber klar, die Linken wollen dies, die Gewerkschaften wollen das. Und hab ich mich nicht zusammengerissen? Hab ich nicht so getan, als wäre ich ein Sozialdemokrat? Und jetzt kommt mir dieser Pöbel mit solchem Undank!”

“Herr Steinbrück, ich muss sagen, Sie klingen jetzt doch etwas verbittert. Ist die Politik vielleicht doch nicht Ihr Feld? Sind Sie etwa doch ein bisschen überfordert von den Ränken und Rankünen? Wäre ein Posten als Sparkassendirektor möglicherweise die bessere Alternative?”

“Ach was, dummes Gesülze! Wem es zu heiß ist in der Küche, sollte gar nicht erst reingehen. Daran, dass ich der beste Mann für den Job bin, habe ich nicht den geringsten Zweifel. Niemand kann klarer aussprechen, was ich denke, als ich. Aber ich will einräumen, dass mein knorriger wie kristalliner Charakter so manches Backpfeifengesicht überfordert.”

“Also werden Sie in den kommenden Monaten doch etwas leiser treten? Sich an die Spielregeln des Geschäfts anpassen? Vorsichtiger reden?”

“Das könnte diesen Schweinefickern so passen! Draufgeschissen! Ich kann auch noch ganz anders! Was wollen Sie hören? Los! Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich Tiere hasse? Besonders junge Katzen! Dieser pelzige Biomüll sollte planmäßig entsorgt werden. Und Ossis! Wie ich dieses Pack verabscheue! Wenn wir denen nicht immer Geld hätten schicken müssen, hätte ich in Nordrhein-Westfalen auch mal eine Wahl gewonnen! Unproduktive Minderleister, die leider stimmberechtigt sind. Ohne die Ossis hätte doch die Merkel keine Chance gegen mich. Und ohne die Frauen erst recht! Die Merkel sähe doch ohne ihren Frauenbonus überhaupt keinen Stich! Und dann sind da noch …”

“Herr Steinbrück, sollen wir das wirklich veröffentlichen? Ich könnte mir vorstellen, dass einige Wähler von Ihrer Direktheit und Offenheit wieder verschreckt sein werden.”

“Gerade deswegen! Alles raus! Was schert mich das Pack! Solange einer mich versteht, einer mich liebt, nämlich ich selber! Und vielleicht noch Helmut Schmidt!”

“Herr Steinbrück, ich bedanke mich für das Gespräch, möchte aber jetzt doch lieber gehen. Und legen Sie bitte den Hammer wieder weg.”

“Arschlecken!”

Die ägyptische Verfassung

Eine breite Koalition aus Islamisten, Radikalislamisten und Fundamentalradikalislamisten hat – gegen die Stimmen weniger demokratischer Abweichler – eine neue Verfassung für Ägypten beschlossen. Sie orientiert sich überraschend stark am deutschen Grundgesetz. Hier die wichtigsten Bestimmungen des Entwurfs im Überblick:

§ 1 Die Würde des Menschen und Frauen unter sechs Jahren sind unantastbar.

§ 2 Jede Gläubige hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, auch unter Zuhilfenahme von Explosivstoffen.

§ 3 Alle Männer sind vor dem Gesetz gleich. Alle Männer sind gleich berechtigt, ihre Frauen zum Gehorsam anzuhalten. Die Frau ist der Acker des Mannes. Das Nähere regelt das Landwirtschaftsgesetz.

§ 4 Die Freiheit des Glaubens ist unverletzlich, sofern es sich um den richtigen Glauben handelt. Die Ausübung der Religion darf nicht behindert werden, insbesondere durch Zweifel, Widerworte oder Abwesenheit.

§ 5 Jeder hat das Recht, Gott und seinen Propheten in Wort, Schrift und Bild zu loben, zu preisen oder auch zu lobpreisen. Wer den Propheten beleidigt, der soll seiner Zunge, im Wiederholungsfalle seines Kopfes verlustig gehen.

§ 6 Die Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates. Der Mann mit vielen Familien steht unter dem vielfachen Schutz des Staates.

§ 7 Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates. Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach. Der Religionsunterricht wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt.

§ 8 Alle Gläubigen haben die Pflicht, sich bewaffnet unter freiem Himmel zu versammeln, sobald der Zustand der Beleidigung ausgerufen wird.

§ 9 Alle Gläubigen haben das Recht, Vereine zu bilden, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten. Oder gegen die Juden.

§ 10 Das Postgeheimnis ist unverletzlich. Briefbomben müssen grundsätzlich ausreichend frankiert werden.

§ 11 Alle Ägypter genießen volle Freizügigkeit im gesamten Staatsgebiet. Alle Ägypterinnen genießen volle Freizügigkeit im weiblichen Teil der Wohnung (Küche, Bad, Keller).

§ 12 Alle Ägypter dürfen ihren Arbeitsplatz frei wählen. Ägypterinnen dürfen mit Erlaubnis ihres Mannes in der Küche im Sitzen arbeiten.

§ 13 Die Wohnung ist unverletzlich. Frauen, die durch unerlaubten Ausgang die Wohnung verletzen, sollen von ihrem Manne mit Hilfe eines Sackes oder Netzes wieder eingefangen werden.

§ 14 Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Niemand darf seinem Bruder mehr als vier Frauen vererben.

§ 20 Ägypten ist eine islamische Demokratie. Das ägyptische Volk wählt das Parlament. Das Parlament muss vom Priesterrat bestätigt werden. Das Parlament beschließt die Gesetze. Die Gesetze müssen vom Priesterrat bestätigt werden. Das ägyptische Volk wählt den Präsidenten. Der Präsident muss vom Priesterrat bestätigt werden. Der Priesterrat wird von Gott bestätigt. Entscheidungen Gottes gibt der Priesterrat bekannt.

Besuch vom Brüderle

Manchmal macht man Bekanntschaften und weiß nicht, wie man zu seinem Glück gekommen ist. Fremde Menschen tauchen plötzlich auf und gestehen einem ihre Bewunderung, reichen die Hand zur Freundschaft. So erzählten mir jüngst viele Freunde, sie hätten ganz unerwartet Post von einem Mann bekommen, der sich ihnen bisher noch nie persönlich genähert hatte: von Rainer Brüderle, dem Chef der FDP-Fraktion im deutschen Bundestag. Ich hörte neidisch zu, wie Leute allerorten von ihren liberalen Liebesbriefen erzählten, und schaute Tag für Tag wieder in meinen Briefkasten – aber vergebens. Schon wollte ich alle Hoffnung fahren lassen, als es eines Mittags an der Tür klingelte. Ich öffnete.

„Du lieber Himmel!“, rief ich. „Herr Brüderle! Hätte ich das geahnt, hätte ich doch eine Hose angezogen!“

Ich führte ihn ins Wohnzimmer und setzte ihm schnell eine Tasse von dem Kaffee hin, der noch in der Kanne war. Brüderle nahm einen Schluck und verzog sein Gesicht, riss sich dann aber zusammen und lächelte wieder.

„Ich weiß schon Bescheid“, platzte es aus mir heraus. „Alle meine Freunde haben einen Brief von Ihnen bekommen. Aber nur bei mir kommen Sie sogar persönlich vorbei! Ich bin wirklich sprachlos!“

„Deutschland wird oft bewundert“, begann Brüderle¹ unvermittelt. „Wir stehen wirtschaftlich besser da als viele andere Länder. Das ist aber kein Wunder, sondern Ergebnis harter Arbeit. Vor allem auch Ihrer Arbeit. Dafür danke ich Ihnen.“

„Da bin ich glatt etwas beschämt, Herr Brüderle. Ehrlich gesagt: Ich arbeite schon hart, aber an Deutschland habe ich dabei bisher noch nie gedacht.“

Brüderle schien etwas geistesabwesend, denn er achtete gar nicht darauf, was ich ihm sagte, sondern redete einfach weiter.

„Deutschland geht es gut, wenn die Wirtschaft läuft. Aber es gibt auch eine Verantwortung für die Gesellschaft. Es muss Regeln geben. Leistung und Einsatz müssen sich lohnen. Deshalb haben wir in Deutschland keinen Raubtierkapitalismus, sondern die Soziale Marktwirtschaft, die wir im Bundestag aktiv gestalten.“

„Raubtierkapitalismus?! Herr Brüderle, was ist denn das für eine Vokabel? Sie sind doch nicht etwa auch so ein verkappter Kommunist?“

„Wir stehen für Wachstum.“

„Dass Sie für Wachstum stehen, Herr Brüderle, glaube ich Ihnen. Vor allem in die Breite, was?“ Ich lachte und klopfte Brüderle auf die Schulter, aber der schien gar nicht erheitert.

„Wachstum ist die Voraussetzung für unseren Wohlstand, den wir erhalten wollen.“

Ich bemühte mich, wieder ernst zu werden. Es war an der Zeit, ihm eine seriöse Frage zu stellen, um zu zeigen, dass ich seine Ausführungen auch tüchtig zu schätzen wusste.

„Herr Brüderle, ich verstehe Sie nicht ganz. Sie reden von dem Wohlstand, den wir erhalten wollen. Aber sagten Sie nicht vorhin, dass wir ihn schon haben, den Wohlstand? Und jetzt sollen wir ihn erst noch bekommen?“

Brüderle schien einen Augenblick verwirrt, aber fuhr dann doch mit ungebrochener Stimme fort: „Deswegen haben wir die Bürgerinnen und Bürger mit einem Volumen von 24 Milliarden Euro entlastet, unter anderem mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz.“

„Hä? Bürgerinnen mit einem Volumen von 24 Milliarden Euro? Was sind denn das für fette Trinen? Und misst man Volumina nicht in Kubikmetern? Ich weiß auch gar nicht, ob ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz überhaupt sein muss, Herr Brüderle! Schließlich klagen die Ärzte doch sowieso schon allerorten über die zunehmende Fettleibigkeit der Deutschen!“

„Wir stehen für neue Arbeitsplätze und Rekordbeschäftigung. Deutschland hat die höchste Beschäftigung seit zwanzig Jahren und die Reallöhne sind seit 2010 stetig gestiegen. Deswegen verbessern wir die Aufstiegschancen eines jeden durch gezielte Weiterbildung.“

„Herr Brüderle, ich bin nicht ganz zufrieden mit Ihnen. In der Presse hieß es immer, Sie seien ein Meister darin, Fragen auszuweichen. Ich wollte das immer nicht glauben, aber auch mir haben Sie bisher noch keine einzige Antwort gegeben. Jetzt sagen Sie doch bitte mal: Wieso sind denn die gestiegenen Reallöhne der Grund dafür, dass Sie Aufstiegschancen durch Weiterbildung verbessern wollen? Ich verstehe den Zusammenhang nicht, aber es muss ja einen geben, sonst hätten Sie doch das Wort ‚deswegen‘ nicht benutzt?“

Brüderle schwieg einige Augenblicke. Aber auch nur wenige, dann ergoss sich ein neuer Satz aus seinem Mund wie lauwarmes Wasser aus dem offenen Hahn: „Geldwertpolitik ist stille Sozialpolitik.“

„Ja, aber eine sehr stille“, sagte ich, inzwischen etwas gereizt. „Ungefähr so, wie es eine stille Mildtätigkeit ist, beim Anblick eines Obdachlosen das Portemonnaie in der Hosentasche festzuhalten. Wissen Sie was, Herr Brüderle, ich hole jetzt erst mal eine schöne Flasche Wein. Man erzählt sich doch, dass Sie nichts lieber tun, als Weinköniginnen zu knutschen. Es ist zwar erst Mittag, aber Sie müssen wirklich ein bisschen lockerer werden.“

Ich nahm eine Flasche Rotwein aus dem Schrank, zog den Korken heraus und stellte sie auf den Tisch. Während ich in der Küche zwei Gläser holte, hatte Brüderle sich die Flasche aber schon an den Hals gesetzt. Ich ließ es also gut sein und rief: „Trink, Brüderle, trink!“

„Wir wissen, was Inflation bedeutet“, fuhr Brüderle fort, nachdem er mit einem Zug die Flasche geleert hatte. „Rentner, Arbeitnehmer und Sparer können sich von ihrem Geld weniger kaufen, wenn es weniger wert ist. Inflation vernichtet Werte. Hier müssen wir einen Riegel vorschieben.“

„Ja, das stimmt!“, erwiderte ich. Es hatte mich nun doch etwas verstimmt, dass Brüderle nicht einmal einen Schluck für mich übrig gelassen hatte. „Aber wissen Sie, wer noch viel mehr als Rentner, Arbeitnehmer und Sparer unter einer Inflation leiden würde? Die Menschen mit einem riesigen Geldvermögen! Müsste es nicht auch für diese armen Leute eine Lobby geben? Könnte sich dieser Aufgabe nicht die FDP annehmen?“

Jetzt machte sich bei Brüderle doch der Wein bemerkbar, denn er begann zu faseln: „Durch die kontinuierliche Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion wollen wir weiterhin Wachstum, Arbeitsplätze, Wohlstand, stabiles Geld und solide Haushalte, also unsere Soziale Marktwirtschaft sichern!“

„Das glaube ich Ihnen, Brüderle, aber Sie müssen aufpassen: Die Kontinuität der Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion könnte darunter leiden, dass es nach der nächsten Wahl vielleicht gar keine Fraktion der FDP mehr gibt!“

„Deutschland steht gut da. Deutschland hat wichtige Hausaufgaben gemacht. Probleme müssen angepackt und dürfen nicht verschleppt werden.“

„Brüderle, Sie sind ja besoffen! Um ein Problem zu verschleppen, wird man es doch auch erst mal anpacken müssen, oder?“

„Es geht um die richtigen Entscheidungen.“

„Na, da bin ich ja froh, dass es diesmal nicht um die falschen geht.“

„Mit Überzeugung für eine Soziale Marktwirtschaft, mit Haltung, mit Mut und Freiheit zur Verantwortung.“

„Brüder, zur Sonne, zur Freiheit! haben Sie vergessen, Brüderle!“

„Denn Freiheit bewegt!“, brüllte Brüderle jetzt und sprang von seinem Stuhl auf. Er schwankte, stolperte und hielt sich mit Mühe am Tisch fest. Ich stand auf und führte Brüderle vorsichtig zur Tür.

„Meine Stimme haben Sie, Brüderle!“, redete ich ihm gut zu. „Meine Stimme haben Sie! Aber seien Sie doch so gut und gehen Sie jetzt nach Hause! Oder lassen Sie sich die Fahrbereitschaft kommen! Sie brauchen jetzt auf jeden Fall ein bisschen Schlaf!“

Als Brüderle im Flur stand und sich wieder einigermaßen aufrecht hielt, winkte ich zum Abschied und schloss die Tür. Ich hörte noch, wie es jetzt bei meinen Nachbarn klingelte. Ich hoffe wirklich, dass Familie Nikopolidis ihn freundlich empfangen hat.

***

¹ Alle Zitate originalgetreu aus einem Brief von Rainer Brüderle an diverse “Bewohner des Hauses” in verschiedensten Orten aus dem November 2012.

Ich bin auch beleidigt

Man weiß gar nicht, was einen mehr zum Kotzen bringt: Die beschränkten Islamhasser, die sich in den Kampf gegen einen Untergang des Abendlandes stürzen, der nur in ihrer Fantasie stattfindet? Oder doch die Islamofaschisten, die sich wieder einmal mit Freude beleidigen lassen, um in kalkulierter Wut den Mob gegen die Zivilisation zu mobilisieren? Gemeinsam arbeiten die beiden Erzfeinde daran, jenen Glaubenskrieg zu entfachen, für den sie schon so lange beten.

Wie soll man darauf reagieren? Sicher nicht so, wie es zum Beispiel der zweite Vorsitzende des türkisch-islamischen Kulturzentrums Ditib in Fürth tut:

“Die Religion ist die Passion der Menschen, in die sie sich zurückziehen können.

Dass die Religion das Leid der Menschen ist, finde ich auch. Nur bin ich dafür, dass der Leidensweg der Menscheit aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit herausführt, nicht noch tiefer hinein ins Rückzugsgebiet des Stumpfsinns.

Deshalb verstehe ich die Empörung und Wut der Muslime über so eine Verunglimpfung unseres Glaubens sehr wohl.

Welch eine Herablassung steckt doch hinter dieser erbärmlichen Empörungsversteherei! Ist denn “der” Muslim an Verstand so schwach, dass er ihn bei jeder “Beleidigung” aufs Neue verlieren muss? Wer diese inszenierte Empörung für spontanen Volkszorn hält, der schießt sicher auch im Kino auf den Bösewicht auf der Leinwand.

Die Menschen, die das veröffentlicht haben, gehören bestraft. Aber das liegt nicht in unserer Hand, sondern in der des Staates.

Natürlich! Der Staat wird zur vollziehenden Gewalt des Lynchmobs, der das Urteil schon gesprochen und ersatzweise bereits an den nächsten greifbaren Objekten vollzogen hat.

Fest steht, der Tod des US-Botschafters Christopher Stevens im Nahen Osten war keine Lösung …

Schade! Wenn er doch nur eine Lösung gewesen wäre!

… sondern stellt die Menschen, die dafür verantwortlich sind, nur auf dieselbe Stufe mit den Machern des Films.

Mörder stehen auf einer Stufe mit Leuten, die einen miesen Propagandafilm drehen? An den Filmhochschulen der Welt wird das für Irritationen sorgen.

So eine Einstellung ist unvertretbar.

Welche Einstellung denn nun? Die im Film? Oder die im Kopf?

Warum nur? Warum?

“Wieso haben Sie bloß diese ganzen unschuldigen Menschen getötet?”

“Komm ick jetz in Fernsehn?”

“Ja.”

Alle Jahre wieder

Der kommende Montag heißt 13. Februar. Zu diesem Unglückstag habe ich in den letzten Jahren schon mehr als genug gesagt. Daher hier nur der Hinweis: Wer sich informieren will, was so geht und was man machen kann, der schaue doch mal auf die Seiten des Bündnisses “Dresden Nazifrei” oder auch bei den “Alternative Dresden News” oder bei der offiziellen Seite der Stadt.

Die politisch Inkorrekten

Gibt es wirklich noch Menschen, die auf die mittlerweile über alle Maßen öde Masche der politisch Inkorrekten hereinfallen? Auf Leute wie Walser oder Sarrazin, die von allen Titelseiten und auf allen Kanälen posaunen, man verbiete ihnen den Mund, weil sie so provokante Wahrheiten aussprächen? Es sieht so aus. Wie wäre es sonst zu erklären, dass ein so mediokres Exemplar wie der Journalist Jan Fleischhauer, den sich der Spiegel als konservativen Redaktionsnarren hält, Aufmerksamkeit auf sich zieht? Fleischhauer hat gewiss einen Riecher für die Schwächen seiner Gegner, aber die snobistische Häme, die seine Texte durchzieht, macht sie für Menschen mit gesundem Geschmack auf Dauer ungenießbar. In seiner neuesten Kolumne hat er sich noch einmal selbst unterboten:

Hand aufs Herz: Hat es irgendjemanden überrascht, dass der Unglückskapitän der “Costa Concordia” Italiener ist? Kann man sich vorstellen, dass ein solches Manöver inklusive sich anschließender Fahrerflucht auch einem deutschen oder, sagen wir lieber, britischen Schiffsführer unterlaufen wäre?

Man kennt diesen Typus aus dem Strandurlaub: ein Mann der großen Geste und sprechenden Finger. Im Prinzip harmlos, man sollte ihn nur nicht zu nahe an schweres Gerät lassen, wie sich zeigt. “Bella figura” machen, heißt der italienische Volkssport, bei dem es darum geht, andere zu beeindrucken. Auch Francesco Schettino wollte eine gute Figur machen, leider war ihm ein Felsen im Weg.

Das ist so doof, dass man eigentlich nur den Kopf schütteln und umblättern sollte. Leider wird dummes Zeug wie dieses inzwischen ernsthaft diskutiert, wenn es sich als mutige These ins Gewand des politisch Inkorrekten wirft. Als Entgegnung hier nur so viel: Immerhin waren die Italiener im Gegensatz zu den mutigen Deutschen so klug, sich ihres Diktators selber zu entledigen und ihn an der nächstbesten Laterne aufzuhängen.

Powered by WordPress. Feeds für Beiträge und Kommentare.