Donnerstag, 9. November: Lesebühne Sax Royal mit Kunst-Spezial zum Festival „Literatur Jetzt!“

Zum Festival „Literatur Jetzt!“ 2017 präsentiert unsere Lesebühne Sax Royal mit ihren fünf Stammautoren Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth eine Spezial-Ausgabe ihrer Lesebühne mit Texten rund ums Thema Kunst. Da die fünf Schriftsteller teils selbst auch künstlerisch tätig sind wie der Cartoonist Max Rademann, teils immer wieder mit Künstlern zusammenarbeiten durften wie der multimedial interessierte Roman Israel, wird ihnen gewiss einiges zur Sache einfallen. Die Zuschauer dürfen sich auf heitere Geschichten aus der Welt der Bohème und erhellende Reflexionen über das prekäre Künstlerdasein freuen.

Wer sind die fünf Royalisten? Michael Bittner lebt als freier Autor in Berlin und schreibt Satiren und Kolumnen u.a. für die Sächsische Zeitung und die taz. Jüngst erschien sein neues Buch Der Bürger macht sich Sorgen in der edition AZUR. Julius Fischer ist nicht nur als Autor bekannt, sondern auch als Musiker bei der Band The Fuck Hornisschen Orchestra und als Moderator der MDR-Show Comedy mit Karsten. Er lebt in Leipzig. Immer unterwegs in der Welt, zurzeit aber in Görlitz zuhause, ist der Erzähler und Lyriker Roman Israel. Soeben erschienen ist sein zweiter Roman Flugobst im Luftschacht Verlag. Wie eh und je in Dresden wohnhaft, aber immer wieder auch in seiner alten Heimat, dem Erzgebirge zu Besuch ist Max Rademann. Er ist als Autor, Musiker, Cartoonist, Moderator und DJ das Multitalent der Lesebühne. Besonders für die Dichtkunst zuständig ist schließlich der Dresdner Dichter Stefan Seyfarth. Er kennt sich als Forstwissenschaftler mit der Natur und als Erzieher mit Kindern aus, beide bedichtet er ebenso gern wie das städtische Treiben.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne – Spezialausgabe „Kunst!“ | 9. November | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune | Vorverkauf 5 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 5/7 Euro

„Literatur Jetzt!“ – Dresdner Festival zeitgenössischer Literatur zum Thema „Kunst“ vom 4. bis zum 14. November 2017

Die Literatur erzählt uns Geschichten, die Bildende Kunst bedarf der Bilder. Oder ist es genau umgekehrt? Eine lange Geschichte und eine Verwandtschaft ersten Grades verbindet die beiden Schwesterkünste – und ihre Protagonisten. Besonders spannend wird es immer dann, wenn die Trennlinien zwischen den Genres verwischt oder gar nicht erst als solche empfunden werden. Genau solchen Grenzgängen zwischen Literatur und Kunst widmet sich in diesem Jahr „Literatur Jetzt!“, das 9. Dresdner Festival zeitgenössischen Literatur, das vom 4. bis zum 14. November 2017 in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden stattfinden wird.

Zahllose Schriftsteller und Schriftstellerinnen ließen sich vom reichen Fundus der klassischen und der modernen Malerei anregen, schätzten und erprobten eine Unmittelbarkeit des Ausdrucks, eine Bildhaftigkeit, die im Schreiben schwer zu erreichen ist. Einige malten sogar selbst – wie der 2013 verstorbene Wolfgang Herrndorf. Als Schriftsteller dank „Tschick“ inzwischen ein Klassiker, ist er als bildender Künstler noch zu entdecken. Dresden ist dank „Literatur Jetzt!“ nach Stationen in Berlin, München und Stade der vierte Ort, an dem eine Auswahl seiner Gemälde, satirischen Zeichnungen und Skizzen zu sehen ist – und zwar zum vorerst letzten Mal. Herrndorfs literarisches Werk feiern wir gemeinsam mit der Ausnahmeschauspielerin Sandra Hüller („Requiem“, „Finsterworld“, „Toni Erdmann“), die Herrndorfs Fragment gebliebenen Roman „Bilder deiner großen Liebe“ mit Band-Unterstützung als fulminanten Monolog im Großen Saal des Schauspielhauses darbieten wird.

Der Künstlerroman zählt zu den traditionsreichsten Gattungen der Literatur. Viel zu selten jedoch wird er noch immer aus einer weiblichen Perspektive erzählt, wie in Theresia Enzensbergers Bauhaus-Roman „Blaupause“ – einem der meistdiskutierten Bücher des Herbstes. Die Frage, ob man Kunst und Leben in eins setzen kann, steht auch im Mittelpunkt von Jutta Voigts Buch „Stierblutjahre“ – einem zwischen Roman und Essay oszillierenden Porträt der Bohèmiens des Ostens, das von der Sehnsucht der (Lebens-)Künstlern in der DDR nach einem anderen Leben erzählt. Was Florian Illies als Essayist zu leisten vermag, wissen wir seit dem sensationellen Erfolg von „1913“. Sein neues Buch versammelt Texte zur Kunst und trägt den Titel „Gerade war der Himmel noch blau“. Den Hintergrund für die von Marcel Beyer moderierte Lesung wird eine Staffelei mit einem Original- Gemälde von Caspar David Friedrich bilden. Für unsere lyrische Reihe haben wir unter dem Titel „Bilder! Gedichte! Nacht der Poesie“ vier bildmächtige Dichterinnen und Dichter verschiedener Generationen eingeladen: Nancy Hünger, Anja Kampmann, Hans Thill und Klaus Merz. Und auch der historische Kunstort Dresden kommt zu seinem Recht: Ralf Günther liest aus seiner historischen Novelle „Die Badende von Moritzburg“, einer erzählerischen Auseinandersetzung mit der Geschichte der Dresdner Künstlergruppe „Die Brücke“.

Doch nicht nur die Literatur lässt sich immer wieder von der Kunst inspirieren, auch die Kunst entdeckt literarische Formen des Erzählens für sich – beispielsweise in Form des Comics. Mit Anna Haifisch haben wir eine der derzeit angesagtesten jungen Comickünstlerinnen zu Gast. „The Artist“ heißt ihre aktuelle Graphic Novel, die pointiert und witzig von den hochfliegenden Träumen und dem nagenden Selbstzweifel einer skurrilen Künstlerexistenz erzählt. Im besten Sinne „Old School“ sind dagegen die komischen Cartoonisten OL & Rattelschneck, die ihre Fans in Dresden erstmals mir einer Live-Dia-Show besuchen. Und die kleinen Fans des großen Kinderbuchs dürfen sich gemeinsam mit ihren Eltern auf den Besuch der Autorin und Illustratorin Nadia Budde freuen, die zu Lesung und Werkstatt einlädt.

Auch gesellschaftliche Fragen wie die oft prekären Lebensmodelle des Künstlers in der Gegenwart macht „Literatur Jetzt!“ zum Thema. So stellt der Kunstwissenschaftler und Publizist Wolfgang Ullrich in seiner Streitschrift „Siegerkunst“ die These zur Diskussion, die moderne Kunst diene vielfach wieder wie in feudalen Zeiten den Repräsentationsbedürfnissen der Reichen und Mächtigen. Über ihre ganz persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Kunst und Künstlern berichten die jungen Dichterinnen und Dichter Kaddi Cutz, Karsten Lampe, Christian Ritter, Malte Rosskopf und Leonie Warnke beim Poetry Slam sowie die fünf Stammautoren der alteingesessenen Dresdner Lesebühne Sax Royal, Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth, die bekannt dafür sind, auch ernste Themen mit Heiterkeit zu behandeln. Bei einer Ausgabe der multimedialen Performance-Reihe „Lyrik ist Happening“ der Musikerin Anne Munka verschmelzen Literatur und Kunst auch noch mit Musik.

Alle näheren Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt’s auf der Festival-Seite zum Programm.

Dienstag, 22. August: Unsere Lesebühne Sax Royal zu Gast im Deutschen Hygiene-Museum

Wie schon in den letzten Jahren gastiert unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal auch in diesem Sommer mit einem besonderen Auftritt im Deutschen Hygiene-Museum. Am Dienstag, den 22. August, präsentieren die fünf Stammautoren Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth ein literarisch-musikalisches Programm unter dem Titel „Gesichter“, passend zur laufenden Sonderausstellung „Das Gesicht. Eine Spurensuche“. In Geschichten, Gedichten und Liedern zwischen Tiefsinn und Hochkomik erzählen wir von Gesichtern, die unser Leben veränderten, den Unebenheiten unserer eigenen Visagen und dem Antlitz der Zeit.

Unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal begeistert seit mehr als 12 Jahren in der Scheune allmonatlich das Publikum. Heitere Texte über den Wahnsinn des Alltags gehören ebenso zu unserem Programm wie satirische Angriffe auf die Weltordnung und lyrische Eskapaden. Humoristischer Ausbruch und intellektueller Anspruch schließen sich dabei nicht aus, sondern finden zueinander wie die Faust und das Auge. Mit dabei sind der Kolumnist und Satiriker Michael Bittner, der Star der MDR-Show „Comedy mit Karsten“ Julius Fischer, der Romancier und Lyriker Roman Israel, der Erzgebirgschronist und Neustadtschwärmer Max Rademann und der dichtende Erzieher Stefan Seyfarth.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne – Gastspiel „Gesichter“ im Deutschen Hygiene-Museum | 22. August | Dienstag | 20 Uhr | Deutsches Hygiene-Museum | Karten gibt es am Einlass für 7 Euro, ermäßigt und für Jahreskarteninhaber nur 3 Euro

Politischer Buchtipp: „Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen“

Soeben erschienen im Ch. Links Verlag ist die von Heike Kleffner und Matthias Meisner herausgegebene Anthologie Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen. In den Beiträgen des Buches setzen sich Aktivisten, Politiker, Künstler, Schriftsteller, Journalisten und Bürger mit den ganz eigentümlichen sächsischen Verhältnissen auseinander. Unter den Autorinnen und Autoren sind Stefan Locke, Olaf Sundermeyer, Jaroslav Rudiš, Anna Kaleri u.v.m. Unser Michael Bittner durfte eine erweiterte Fassung seiner Abhandlung Die Rückkehr der Döner-Nazis beisteuern.

Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen. Hg. von Heike Kleffner und Matthias Meisner. Berlin: Ch. Links Verlag, 2017, 312 Seiten, 18 Euro

Donnerstag, 12. Januar: Die Dresdner Lesebühne Sax Royal feiert 12. Geburtstag!

Unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal feiert am 12. Januar ihren 12. Geburtstag! Kaum zu glauben, aber wahr: Seit nunmehr zwölf Jahren begeistern die Royalisten allmonatlich in der Scheune ihr Publikum mit Geschichten, Gedichten und Liedern zwischen Tiefsinn und Hochkomik. Humoristischer Ausbruch und literarischer Anspruch schließen sich dabei nicht aus, sondern finden zueinander wie Faust und Auge. Zur Feier des Tages präsentieren die Stammautoren nicht nur wie immer neue Texte, sondern auch einige ihrer größten Erfolge aus den vergangenen Jahren sowie diverse, voraussichtlich größtenteils positive Überraschungen.

Mit dabei ist Michael Bittner, der nach Berlin geflüchtete Kolumnist, Satiriker und politische Verzweiflungstäter. Nicht fehlen darf natürlich auch Julius Fischer, der aus Funk und Fernsehen bekannte komische Liedermacher und Hassyist aus Leipzig. Mitreißende Geschichten im Gepäck hat wie stets Roman Israel, der sich für seine Erzählungen immer öfter durch Reisen inspirieren lässt. Dafür, dass auch die Lyrik ihren gebührenden Platz erhält, sorgt der Dresdner Dichter Stefan Seyfarth.

Außerdem begrüßen die Stammautoren zum Jubiläum auch noch einen Stargast: Michael Schweßinger ist Schriftsteller und Bäcker. 1977 im fränkischen Waischenfeld geboren, lebt und arbeitet er momentan in Bukarest und Leipzig, wo er seit vielen Jahren in der Literaturszene als Autor und Verleger bekannt ist. Immer wieder treibt es ihn durch die Welt, so etwa nach Tansania, Irland und Rumänien. Immer unterwegs ist er auf der Suche nach den dunklen, geheimnisvollen, zerrissenen Helden und ihren verborgenen Geschichten.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne – 12. Geburtstag | 12. Januar | Donnerstag | Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr | Scheune | Vorverkauf: 5 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 5/7 Euro

Zitat des Monats November

Hallo Herr Bittner, mit Freuden habe ich gelesen, dass Sie Dresden verlassen. Hoffentlich machen Sie Ihren Vorsatz auch wahr und es bleibt nicht nur bei einem leeren Versprechen. Wäre schrecklich, wenn wir Sie hier noch länger ertragen müssten!

S. Fritsche

Lesetipp: Stadtluft Dresden

Cover Stadtluft DresdenIn die Läden kommt dieser Tage die erste Ausgabe von Stadtluft Dresden, einer Mischung aus Buch und Magazin mit ungewöhnlichen Geschichten aus und über Dresden. Macher sind der Journalist Peter Ufer, der Fotograf Amac Garbe und der Grafiker Thomas Walther. Texte beigesteuert haben u.a. Thomas Rosenlöcher, Durs Grünbein, Peter Richter, Thomas Brussig und Annamateur. Auch von Michael Bittner ist eine Geschichte mit dem Titel „Meine Dresdner Jahre“ enthalten.

Micha wird auch mit dabei sein, wenn das neue „Bookzin“ mit einer Lesung am 2. Dezember um 15 Uhr in der Hookie – Manufaktur für Motorräder (Großenhainer Str. 137) der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Festival „Literatur Jetzt!“ 2016 in dieser Woche

Literatur Jetzt 2016 Header

Sollte der Weltuntergang wider Erwarten ausbleiben, findet vom 6. bis zum 13. November wieder Literatur Jetzt! statt, das Dresdner Festival zeitgenössischer Literatur. Es wird in diesem Jahr nicht von unserem Livelyrix e.V. allein, sondern gemeinsam mit dem Deutschen Hygiene-Museum organisiert. Das Motto dieses Jahres lautet „Wir müssen reden“ und das Festival beschäftigt sich dementsprechend mit allen Aspekten der Sprache und Verständigung. Zu Gast sind namhafte Autoren wie Herta Müller, Lukas Bärfuss, Bov Berg u.v.m. Auf der Homepage des Festivals gibt es das komplette Programm. Besonders auf zwei Veranstaltungen sei an dieser Stelle hingewiesen:

Zum einen die traditionelle Nacht der Lesebühnen mit Autoren aus dem Feld der satirischen und komischen Literatur. Sie findet mit den wunderbaren Kollegen Christian Bartel, Elis, Jacinta Nandi und Anselm Neft am Donnerstag (10. November) um 20 Uhr in der scheune statt. Hier gibt’s Tickets im Vorverkauf.

Zum anderen den Poetry Slam am Freitag (11. November) um 21 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum. Mit dabei sind tolle Poetinnen und Poeten: der Poetry-Slam-Pionier Bas Böttcher, die außerordentlich talentierte junge Berliner Autorin Zoe Hagen, der politisch versierte Kaleb Erdmann aus Frankfurt am Main und die zurzeit in Wien beheimatete, bayrische Poetin Franziska Holzheimer. Hier gibt’s Tickets im Vorverkauf.

Literaturtipp: Poetry Slam „Literaturen am Fluss“ am Freitag, 23. September

Temye Tesfu 2Am Freitag (23. September) findet in Dresden ein Poetry Slam unter dem Titel „Literaturen am Fluss“ im Rahmen der Aktion „FreiRaum – Brücken bauen für Demokratie und Dialog“ statt. Die Reihe wird von der Stiftung Friedliche Revolution organisiert.

Vier junge Poetinnen und Poeten setzen sich literarisch mit Migration und kulturellem Wandel in Europa auseinander. Michael Bittner wird den Abend moderieren und freut sich auf die Leipziger Autorin und Bloggerin Nhi Le, den Berliner Poeten Temye Tesfu (Foto), die Dichterin Tanasgol Sabbagh aus Friedberg in Hessen und Noah Klaus, den Berliner von der Lesebühne Zentralkomitee Deluxe. Der Spaß findet auf der FreiRaum-Bühne auf dem Theaterplatz statt – bei gutem Wetter draußen, bei schlechtem drinnen. Der Eintritt ist frei!

Zitat des Monats Juni

Das war wohl nichts, Herr Bachmann !! Entweder hat dieser Typ keine Ahnung, wie globale Politik funktioniert oder er ist halt gekauft, eins von beiden, sucht es Euch aus. Ich selbst gehe davon aus, dass Bachmann gekauft ist und für den Verfassungsschutz arbeitet, um die patriotische Bewegung im Zaum zu halten. Jeden Montag in Dresden im Kreis zu marschieren ist nämlich total harmlos und absolut impotent, aber das gefällt Herrn Bachmann.

Vergesst Pegida !! Und vergesst Bachmann !! Das ist ein Anti-Patriot !!

Carsten Schulz, „Wahrheitsforscher und Anarchist“

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