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	<title>sax royal &#187; Dresden ist schön</title>
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		<title>Neue Beitr&#228;ge zur Kritik der politischen Sprache (1)</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2012/01/17/neue-beitraege-zur-kritik-der-politischen-sprache-1/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 11:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufs Maul (geschaut)]]></category>
		<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Krise und Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte nicht gewusst, dass es eine Sektion der Piratenpartei in Dresden gibt, bis mir eben unaufgefordert folgende Pressemitteilung in den elektronischen Postkasten flatterte: Die Piratenpartei Dresden kritisiert die Pl&#228;ne der Schl&#246;sser- und G&#228;rtenverwaltung des Freistaates scharf, Sie kritisiert nicht nur, sondern tut dies auch noch scharf. Den Verantwortlichen wird die Muffe sausen. ab April [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte nicht gewusst, dass es eine Sektion der Piratenpartei in Dresden gibt, bis mir eben unaufgefordert folgende Pressemitteilung in den elektronischen Postkasten flatterte:</p>
<blockquote><p>Die Piratenpartei Dresden kritisiert die Pl&#228;ne der Schl&#246;sser- und G&#228;rtenverwaltung des Freistaates scharf,</p></blockquote>
<p>Sie kritisiert nicht nur, sondern tut dies auch noch scharf. Den Verantwortlichen wird die Muffe sausen.</p>
<blockquote><p>ab April Eintritt f&#252;r den Schlosspark Pillnitz zu erheben. Die dem Freistaat zugeh&#246;rigen Parkanlagen sind staatliche Kultureinrichtungen und damit Bestandteil der &#246;ffentlichen Daseinsvorsorge.</p></blockquote>
<p>Ob&#8217;s auch eine Nummer kleiner ginge? Als Daseinsvorsorge dienen Parks doch wohl nur den Eichh&#246;rnchen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Piraten lehnen es ab, dass &#246;ffentliche Aufgaben immer h&#228;ufiger privat abgew&#228;lzt werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8220;Privat abw&#228;lzen&#8221; &#8211; wieder ein sch&#246;nes neues Synonym f&#252;r das Liebesspiel.</p>
<blockquote><p>so der Kreisvorsitzende Alexander Brateanu. In Analogie zu einem fahrscheinlosen &#214;PNV fordern sie &#8220;fahrscheinlose Parkspazierg&#228;nge&#8221;.</p></blockquote>
<p>In Analogie zu etwas, das es noch nicht gibt, fordern die Piraten, etwas nicht einzuf&#252;hren, das es auch noch nicht gibt. Man muss gleich um zwei Ecken denken.</p>
<blockquote><p>Anstatt zus&#228;tzliche Kosten f&#252;r Kassenh&#228;uschen aufzuwenden,</p></blockquote>
<p>Kann man Kosten aufwenden?</p>
<blockquote><p>sollte man neue Wege pr&#252;fen, den Finanzierungsbedarf gemeinschaftlich zu l&#246;sen.</p></blockquote>
<p>Oder einen Bedarf l&#246;sen? Ich glaube nicht.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Eintrittsgeb&#252;hr f&#252;r Pillnitz w&#228;re ein Dammbruch.&#8221;, mahnt Brateanu weiter,</p></blockquote>
<p>Nein, ich bin mir sicher, dass eine Geb&#252;hr kein Dammbruch ist.</p>
<blockquote><p>&#8220;Sobald es einen Eintrittspreis gibt, kommen auch Preissteigerungen. Sobald der erste Park betroffen ist, folgt der n&#228;chste. F&#252;r Staat und Stadt ist dies ein bequemer Weg, sich aus der Verantwortung zu stehlen.&#8221; Die Piratenpartei Dresden fordert daher die unverz&#252;gliche R&#252;cknahme der Kostenpflicht f&#252;r den Schlosspark Pillnitz.</p></blockquote>
<p>Warum klammert sich eine junge Partei, die doch eigentlich alles anders machen m&#246;chte, gleich zu Beginn so verkrampft an die ekelhafte Phraseologie der g&#228;ngigen Politik?</p>
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		<title>Lesetipp: Neue deutsche Aphorismen</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 14:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Kollegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den leider nicht allzu vielen unabh&#228;ngigen Verlagen in Dresden mit literarischem Anspruch und &#252;berregionaler Bedeutung geh&#246;rt die edition AZUR. Im Jahr 2010 erschien dort die Anthologie Neue deutsche Aphorismen, die ich allen Freunden dieser Gattung der nicht-fiktionalen K&#252;rzestprosa ans Herz legen m&#246;chte. Das Buch ist sachlich und gleichzeitig schick gestaltet, die Herausgeber Tobias Gr&#252;terich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2012/01/Aphorismen-Cover.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3679" title="Neue Deutsche Aphorismen" src="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2012/01/Aphorismen-Cover.jpg" alt="Neue Deutsche Aphorismen" width="200" height="300" /></a>Zu den leider nicht allzu vielen unabh&#228;ngigen Verlagen in Dresden mit literarischem Anspruch und &#252;berregionaler Bedeutung geh&#246;rt die <a href="http://www.edition-azur.de/" target="_blank">edition AZUR</a>. Im Jahr 2010 erschien dort die Anthologie <a href="http://www.edition-azur.de/de/59/content/1071_index.html" target="_blank"><strong><em>Neue deutsche Aphorismen</em></strong></a>, die ich allen Freunden dieser Gattung der nicht-fiktionalen K&#252;rzestprosa ans Herz legen m&#246;chte. Das Buch ist sachlich und gleichzeitig schick gestaltet, die Herausgeber Tobias Gr&#252;terich, Alexander Eilers und Eva Annabelle Blume haben in zweij&#228;hriger Kleinarbeit eine Auswahl der besten Aphorismen der letzten 25 Jahre zusammengestellt. 160000 Aphorismen haben diese Enthusiasten gelesen, um daraus 1308 St&#252;cke auszuw&#228;hlen. Allein schon diese Quantit&#228;t best&#228;tigt die Ansicht der Herausgeber, dass der Aphorismus keineswegs als tote Gattung der deutschen Literatur zu betrachten sei.</p>
<p>Allerdings fragte ich mich bei der Lekt&#252;re, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, nicht weniger als 91 (!) Autoren in die Sammlung einzubeziehen &#8211; zumal nicht wirklich alle ber&#252;cksichtigten Aphoristiker mir &#8220;ma&#223;geblich&#8221; erschienen, wie es der Klappentext verspricht. Vielleicht w&#228;re es sinnvoller gewesen, halb so vielen Autoren doppelt so viel Raum zur Verf&#252;gung zu stellen. Auf diese Weise w&#228;re der individuelle Charakter der einzelnen Protagonisten sicher sichtbarer geworden, als es jetzt vielfach der Fall ist. Und man h&#228;tte auch l&#228;ngere Aphorismen ber&#252;cksichtigen k&#246;nnen, w&#228;hrend jetzt fast ausschlie&#223;lich Ein-Satz-Aphorismen abgedruckt sind, was die Lekt&#252;re wenig abwechslungsreich macht.</p>
<p>Was den Inhalt angeht, so sind die Geschm&#228;cker sicher verschieden &#8211; f&#252;r meinen enth&#228;lt die Anthologie speziell bei den &#228;lteren Jahrg&#228;ngen zuviel Geistesaristokratismus, Kulturkritik und deutschen Tiefsinn &#252;ber &#8220;das Leben&#8221; und &#8220;die Wahrheit&#8221;. An lebendiger Erfahrung und originellem Witz mangelt es manchen Beitr&#228;gern hingegen leider offenkundig. Ein wenig scheinen auch die Herausgeber vom Pessimismus infiziert, klagen sie doch im Nachwort &#252;ber das Verschwinden der Aphorismen aus der Presse, ohne im Gegenzug die neuen M&#246;glichkeiten zu erw&#228;hnen, die das Internet bietet. (Ich denke hier zum Beispiel an die zahlreichen jungen Twitter-Aphoristiker wie den wunderbaren Kollegen <a href="http://www.facebook.com/pages/Andr%C3%A9-Herrmann/295626297130846" target="_blank">André Herrmann</a>.) Dass jeder Leser jeder Anthologie immer Namen vermissen wird, liegt in der Natur der Sache. Ich suchte zum Beispiel vergebens nach Ludger L&#252;tkehaus, Thomas Kapielski und Max Goldt.</p>
<p>Trotz all dieser kleinen Einw&#228;nde sei zum Schluss noch mal ausdr&#252;cklich versichert: Die Sammlung <em>Neue Deutsche Aphorismen</em> ist durchweg lesenswert und erschlie&#223;t in beeindruckender Pionierarbeit ein literarisches Feld, das hoffentlich noch viele Fr&#252;chte tragen wird.</p>
<p>Neue deutsche Aphorismen. Eine Anthologie. Hg. von Tobias Gr&#252;terich, Alexander Eilers und Eva Annabelle Blume. Dresden: edition AZUR, 2010. 288 Seiten. 20 Euro.</p>
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		<title>Rede zur Feierlichen Immatrikulation der TU Dresden 2011</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2011/11/20/rede-zur-feierlichen-immatrikulation-der-tu-dresden-2011/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 09:29:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 6. Oktober 2011 hatte ich die Ehre, die Festrede zur Feierlichen Immatrikulation der Studenten an der TU Dresden zu halten. Mir hat die Sache gro&#223;en Spa&#223; gemacht, schlie&#223;lich habe ich ja selbst dorten studiert. Wer wissen will, was dabei herausgekommen ist, und was ich den Studienanf&#228;ngern mit auf den Lebensweg gab, der kann sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 6. Oktober 2011 hatte ich die Ehre, die Festrede zur Feierlichen Immatrikulation der Studenten an der TU Dresden zu halten. Mir hat die Sache gro&#223;en Spa&#223; gemacht, schlie&#223;lich habe ich ja selbst dorten studiert. Wer wissen will, was dabei herausgekommen ist, und was ich den Studienanf&#228;ngern mit auf den Lebensweg gab, der kann sich das <a href="http://tu-dresden.de/service/multimedia/news/filme/imma2012/newsarticle_view" target="_blank">hier auf einem Video-Mitschnitt (auf der Seite der unterste) anschauen</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Beim Karikaturenpreis 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 17:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturempfehlungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum zweiten Mal hatte ich heute die Gelegenheit, die allj&#228;hrliche Verleihung des Deutschen Karikaturenpreises im Dresdner Staatsschauspiel zu besuchen. Auch auf die Gefahr hin, mich dem Verdacht der Voreingenommenheit auszusetzen, muss ich die S&#228;chsische Zeitung loben, die diesen Preis seit inzwischen elf Jahren mit stetig wachsendem Erfolg organisiert und publikumswirksam pr&#228;sentiert. Die besten und wichtigsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum zweiten Mal hatte ich heute die Gelegenheit, die allj&#228;hrliche Verleihung des <strong><a href="http://www.deutscherkarikaturenpreis.de/" target="_blank">Deutschen Karikaturenpreises</a></strong> im Dresdner Staatsschauspiel zu besuchen. Auch auf die Gefahr hin, mich dem Verdacht der Voreingenommenheit auszusetzen, muss ich die <em>S&#228;chsische Zeitung</em> loben, die diesen Preis seit inzwischen elf Jahren mit stetig wachsendem Erfolg organisiert und publikumswirksam pr&#228;sentiert. Die besten und wichtigsten Cartoonisten und Karikaturisten haben sich am Wettbewerb beteiligt und sind in Massen in das f&#252;r &#252;berregionale Kulturereignisse nicht eben bekannte Dresden gekommen. Eine Jury w&#228;hlte schlie&#223;lich wieder drei Preistr&#228;ger. So einer Auswahl muss Zuf&#228;lligkeit anhaften, letztlich h&#228;tte man die Sache auch zwischen zwei oder drei Dutzend gleich guten Zeichnern ausw&#252;rfeln k&#246;nnen. Aber immerhin wurden so viele Leute einschlie&#223;lich meiner auf einen tollen K&#252;nstler, n&#228;mlich den Sieger namens <a href="http://www.nelcartoons.de" target="_blank"><strong>Nel</strong></a>, aufmerksam. Der in Rum&#228;nien geborene, in Erfurt lebende Ioan Cozacu zeichnet sich durch einen luftigen Strich und einen subtilen, philosophischen Humor aus. Hier kann man sich <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/fotos.asp?artikel=2904867" target="_blank">den sehr sch&#246;nen Siegercartoon anschauen</a>. Den Ehrenpreis f&#252;rs Lebenswerk erhielt dann schlie&#223;lich zum kr&#246;nenden Finale F.W. Bernstein.</p>
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		<title>&#8220;Literatur Jetzt!&#8221; &#8211; 3. Festival zeitgen&#246;ssischer Literatur in Dresden vom 5. bis 7. Oktober</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2011/10/04/literatur-jetzt-3-festival-zeitgenoessischer-literatur-in-dresden-vom-5-bis-7-oktober/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 07:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 5. bis zum 7. Oktober findet zum dritten Mal “Literatur Jetzt!“, das Festival zeitgen&#246;ssischer Literatur, in Dresden statt. Sechs Veranstaltungen mit &#252;ber 20 Autoren und anderen K&#252;nstlern garantieren ein abwechslungsreiches Fest der Poesie. Beim “LivelyriX Poetry Slam – Dead or Alive” messen sich am Donnerstag vier der besten Slam-Poeten Deutschlands (Theresa Hahl, Temye Tesfu, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Vom<strong> 5. bis zum 7. Oktober</strong> findet zum dritten Mal <strong>“<a href="http://www.literatur-jetzt.de/" target="_blank">Literatur Jetzt!</a></strong>“, das <strong>Festival zeitgen&#246;ssischer Literatur</strong>,  in Dresden statt. Sechs Veranstaltungen mit &#252;ber 20 Autoren und anderen  K&#252;nstlern garantieren ein abwechslungsreiches Fest der Poesie.</p>
<p>Beim “<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=286202848056703&amp;ref=ts" target="_blank"><strong>LivelyriX Poetry Slam – Dead or Alive</strong></a>”  messen sich am Donnerstag vier der besten Slam-Poeten Deutschlands  (Theresa Hahl, Temye Tesfu, Clara Nielsen und Daniel Hoth) mit vier  verstorbenen Dichtern, die von Dresdner Schauspielern (Utz Pannike,  Bianka Heuser, Martin Gu&#223;, Florian Glei&#223;ner) verk&#246;rpert werden.  Au&#223;erhalb des Wettbewerbs wird au&#223;erdem Patrick Salmen, der  deutschsprachige Poetry-Slam-Meister des Jahres 2010, seinen Auftritt  haben. Am Freitag treffen sich bei der “<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=216975641697067" target="_blank"><strong>Nacht der Leseb&#252;hnen</strong></a>”  vier Autoren von vier Leseb&#252;hnen aus vier St&#228;dten: Andreas “Spider”  Krenzke (Berlin, LSD), Michael Sailer (M&#252;nchen, Schwabinger  Schaumschl&#228;ger), Franziska Wilhelm (Leipzig, Schkeuditzer Kreuz) und  Michael Bittner (Dresden, Sax Royal). Das Festival beginnt am Mittwoch,  wenn die Herausgeberin <strong>Anne Hahn</strong> im Gespr&#228;ch mit dem Schriftsteller Lutz Rathenow ihr packendes Sachbuch “<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=236118306441069" target="_blank"><strong>Der wei&#223;e Strich</strong></a>” &#252;ber den Kampf junger Menschen gegen die Mauer vorstellt. Am Freitag wird es einen Abend zur <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=235431523171154" target="_blank"><strong>Lyrik der Gegenwart</strong></a> unter dem Motto “Die Poesie hat kein Alter!” geben, bei dem <strong>Daniela Seel</strong> (Lyrikerin und Verlegerin) und <strong>Joachim Sartorius</strong> (Lyriker, Herausgeber und Intendant der Berliner Festspiele) aus ihren  neuen B&#252;chern lesen werden. H&#246;hepunkt des Festivals wird am Donnerstag  die Lesung des B&#252;chner-Preistr&#228;gers <strong>Wilhelm Genazino</strong> sein, der erstmals in Dresden seinen neuen Roman <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=249502548427071" target="_blank"><strong>“Wenn wir Tiere w&#228;ren”</strong></a> vorstellt.</p>
<p>Hier eine &#220;bersicht der Veranstaltungen:</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=236118306441069" target="_blank"><strong>Lesung und Gespr&#228;ch “Der wei&#223;e Strich” mit Anne Hahn und Lutz Rathenow</strong></a> | 05. Oktober | Mittwoch | 20 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=286202848056703&amp;ref=ts" target="_blank"><strong>LivelyriX Poetry Slam: Dead or Alive</strong></a> | 06. Oktober | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=204825516250064" target="_blank"><strong>Lichtr&#228;ume – Light-Art-Performance von Claudia Reh und Simone Wei&#223;enfels</strong></a> | 06. Oktober | Donnerstag | 19:30 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=249502548427071" target="_blank"><strong>Wilhelm Genazino: “Wenn wir Tiere w&#228;ren”</strong></a> | 06. Oktober | Donnerstag | 20 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=235431523171154" target="_blank"><strong>Lyrik der Gegenwart: Joachim Sartorius und Daniela Seel</strong></a> | 07. Oktober | Freitag | 19:30 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=216975641697067" target="_blank"><strong>Nacht der Leseb&#252;hnen: Andreas “Spider” Krenzke, Michael Sailer, Franziska Wilhelm, Michael Bittner</strong></a> | 07. Oktober | Freitag | 21 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse</p>
<p>Alle Veranstaltungen bis auf den Poetry Slam (wie gewohnt in der  Scheune) finden in der Hochschule f&#252;r bildende K&#252;nste (Br&#252;hlsche  Terrasse) statt. Karten f&#252;r die Veranstaltungen zum g&#252;nstigeren  Vorverkaufspreis sind an den bekannten Vorverkaufsstellen (z.B.  Sax-Ticket in der Schauburg, Konzertkasse Dresden, SZ-Ticketservice)  erh&#228;ltlich. Restkarten gibts an der Abendkasse.</p>
<p>Wir freuen uns auf Euren Besuch!</p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorschau: &#8220;Literatur Jetzt!&#8221; &#8211; Festival zeitgen&#246;ssischer Literatur im Oktober</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2011/09/26/vorschau-literatur-jetzt-festival-zeitgenoessischer-literatur-im-oktober/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 15:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 5. bis zum 7. Oktober findet nach zweij&#228;hriger Unterbrechung &#8220;Literatur Jetzt!&#8221;, das „Festival zeitgen&#246;ssischer Literatur“ in Dresden, seine Fortsetzung. Das Literaturfest wird vom LivelyriX e.V. veranstaltet und vom Verleger Leif Greinus (Voland &#38; Quist) gemeinsam mit den Dresdner Autoren Volker Sielaff und Michael Bittner organisiert. Unterst&#252;tzende Partner des Festivals sind die Hochschule f&#252;r bildende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom <strong>5. bis zum 7. Oktober</strong> findet nach zweij&#228;hriger Unterbrechung <a href="http://www.literatur-jetzt.de" target="_blank"><strong>&#8220;Literatur Jetzt!&#8221;</strong></a>,  das „Festival zeitgen&#246;ssischer Literatur“ in Dresden, seine  Fortsetzung. Das Literaturfest wird vom <a href="http://www.livelyrix.de" target="_blank">LivelyriX e.V.</a> veranstaltet und  vom Verleger Leif Greinus (Voland &amp; Quist) gemeinsam mit den  Dresdner Autoren Volker Sielaff und Michael Bittner organisiert.  Unterst&#252;tzende Partner des Festivals sind die Hochschule f&#252;r bildende  K&#252;nste und die scheune. Gef&#246;rdert wird „Literatur Jetzt!“ durch die  Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden.  Das Festival „Literatur Jetzt!“ setzt es sich zum Ziel, zeitgen&#246;ssische  Literatur in ihren verschiedenen Formen publikumswirksam zu  pr&#228;sentieren und dabei insbesondere die Grenzen zwischen literarischer  Hoch- und Subkultur zu &#252;berwinden.</p>
<p>Hier eine &#220;bersicht der Veranstaltungen:</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=236118306441069" target="_blank"><strong>Lesung und Gespr&#228;ch “Der wei&#223;e Strich” mit Anne Hahn und Lutz Rathenow</strong></a> | 05. Oktober | Mittwoch | 20 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=286202848056703&amp;ref=ts" target="_blank"><strong>LivelyriX Poetry Slam: Dead or Alive</strong></a> | 06. Oktober | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=204825516250064" target="_blank"><strong>Lichtr&#228;ume – Light-Art-Performance von Claudia Reh und Simone Wei&#223;enfels</strong></a> | 06. Oktober | Donnerstag | 19:30 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=249502548427071" target="_blank"><strong>Wilhelm Genazino: “Wenn wir Tiere w&#228;ren”</strong></a> | 06. Oktober | Donnerstag | 20 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=235431523171154" target="_blank"><strong>Lyrik der Gegenwart: Joachim Sartorius und Daniela Seel</strong></a> | 07. Oktober | Freitag | 19:30 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse<br />
<a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=216975641697067" target="_blank"><strong>Nacht der Leseb&#252;hnen: Andreas “Spider” Krenzke, Michael Sailer, Franziska Wilhelm, Michael Bittner</strong></a> | 07. Oktober | Freitag | 21 Uhr | HfbK, Br&#252;hlsche Terrasse</p>
<p>Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Autoren findet Ihr auf der Homepage <a href="http://www.literatur-jetzt.de/" target="_blank"><strong>&#8220;Literatur Jetzt!&#8221;</strong></a>. Karten zum g&#252;nstigeren Vorverkaufspreis sind bei den bekannten Vorverkaufstellen erh&#228;ltlich. Wir freuen uns auf Euren Besuch!</p>
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		<title>Kulturtipp: &#8220;Dresden plakativ!&#8221; im Stadtmuseum</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 15:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf die Kunst!]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Ausstellung unter dem Titel &#8220;Dresden plakativ!&#8221; kann man noch bis zum 3. Oktober im Stadtmuseum am Pirnaischen Platz besuchen &#8211; und sollte dies bei ausreichender Mu&#223;e meiner Meinung nach auch tun. Die sehenswerte Schau zeigt Plakate aus der Zeit vom Kaiserreich bis zum Jahr 1990. Einbezogen sind sowohl Reklame als auch politisches Plakat. Drollige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Ausstellung unter dem Titel <a href="http://www.museen-dresden.de/index.php?lang=de&amp;node=termine&amp;resartium=exhibitions&amp;tempus=week&amp;locus=stadtmuseum&amp;event=502" target="_blank"><strong>&#8220;Dresden plakativ!&#8221;</strong></a> kann man noch bis zum 3. Oktober im <a href="http://www.museen-dresden.de/index.php?lang=de&amp;node=termine&amp;resartium=all&amp;tempus=week&amp;locus=stadtmuseum" target="_blank"><em><strong>Stadtmuseum</strong></em></a> am Pirnaischen Platz besuchen &#8211; und sollte dies bei ausreichender Mu&#223;e meiner Meinung nach auch tun. Die sehenswerte Schau zeigt Plakate aus der Zeit vom Kaiserreich bis zum Jahr 1990. Einbezogen sind sowohl Reklame als auch politisches Plakat. Drollige kulturhistorische Relikte (&#8220;Der B&#228;r auf dem Pferde!&#8221; im Zirkus Sarrasani) erlauben einen nostalgischen Blick zur&#252;ck. Material aus dem Meinungsschlachten der Weimarer Republik wie Propagandaplakate aus zwei Weltkriegen bieten Anschauungsmaterial f&#252;r politisch Interessierte. Erstaunlich zum Beispiel folgender Slogan: &#8220;Dresden ruft: Nie wieder Ami-Bomben auf unsere St&#228;dte!&#8221; Er stammt nicht, wie man denken k&#246;nnte, von der NPD, sondern aus Zeiten der Sozialistischen Einheitspartei. Den Abschluss bilden selbstgemachte Amateur-Plakate und Spruchb&#228;nder aus der Zeit der Revolution von 1989/90. Der Besuch lohnt sich in jedem Fall &#8211; ganz besonders &#252;brigens vielleicht f&#252;r Grafiker, die sich hier bestimmt die eine oder andere gestalterische Idee ausleihen k&#246;nnten.</p>
<p><a href="http://www.museen-dresden.de/index.php?lang=de&amp;node=termine&amp;resartium=exhibitions&amp;tempus=week&amp;locus=stadtmuseum&amp;event=502" target="_blank"><strong>&#8220;Dresden plakativ!&#8221;</strong></a> | <em><strong><a href="http://www.museen-dresden.de/index.php?lang=de&amp;node=termine&amp;resartium=all&amp;tempus=week&amp;locus=stadtmuseum" target="_blank"><em><strong>Stadtmuseum</strong></em></a></strong></em> (Wilsdruffer Stra&#223;e 2) | Di bis So 10-18 Uhr Fr 10-19 Uhr | Eintritt 4 Euro / erm. 3 Euro</p>
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		<title>Gedenkausstellung f&#252;r Alice</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 07:55:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf die Kunst!]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturempfehlungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war, wenn ich mich recht entsinne, im Jahr 2009, als ich in der Galerie Treibhaus eines Abends Reisegeschichten las. Die Reihen waren schon ganz gut gef&#252;llt, aber meine Stimmung hellte sich endg&#252;ltig auf, als eine &#228;ltere Frau den Raum mit schweren Schritten betrat: &#8220;Alice&#8221;. Der Besuch dieser stadtbekannten kulturaffinen Oma galt schlie&#223;lich als Auszeichnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war, wenn ich mich recht entsinne, im Jahr 2009, als ich in der <em>Galerie Treibhaus</em> eines Abends Reisegeschichten las. Die Reihen waren schon ganz gut gef&#252;llt, aber meine Stimmung hellte sich endg&#252;ltig auf, als eine &#228;ltere Frau den Raum mit schweren Schritten betrat: &#8220;Alice&#8221;. Der Besuch dieser stadtbekannten kulturaffinen Oma galt schlie&#223;lich als Auszeichnung f&#252;r jede Veranstaltung. Obwohl sie sich damals schon nur noch mit M&#252;he fortbewegen konnte und beinahe f&#252;r jeden Schritt Hilfe zu brauchen schien, lie&#223; sie es sich noch immer nicht nehmen, beinahe t&#228;glich bei einer Kulturveranstaltung aufzutauchen, sich freien Eintritt zu verschaffen und anschlie&#223;end konzentriert bis zum Ende zu lauschen. Ich begann zu lesen. Als ich einen englischen Satz aussprach, rief sie aus der ersten Reihe: &#8220;Und was hei&#223;t das jetzt?&#8221; Ich hatte in einer Geschichte einen D&#228;nen originalgetreu die ganze Zeit Englisch reden lassen, um mich &#8211; Geck, der ich bin &#8211; als literarischen Kosmopoliten auszuweisen. Nun musste ich beim Vorlesen synchron den halben Text zur&#252;ck ins Deutsche &#252;bersetzen, was mich ganz sch&#246;n ins Schwitzen brachte. Nach der Lesung stellte Alice freundlich einige Fragen und erz&#228;hlte dann selbst davon, wie entt&#228;uscht sie dar&#252;ber gewesen sei, dass trotz ihrer vielen Bekanntschaften j&#252;ngst beinahe niemand sich bei ihr gemeldet oder sie besucht hatte. (War es ihr Geburtstag? Oder Weihnachten? Ich wei&#223; es nicht mehr.) Es mag sein, dass dies das Los von sogenannten &#8220;Originalen&#8221; ist, von vielen l&#228;chelnd auf der Stra&#223;e erkannt zu werden, aber wenige wirkliche Freunde zu haben.</p>
<p>Wie erst nach geraumer Zeit bekannt wurde, ist Alice inzwischen gestorben. Der Dresdner K&#252;nstler Lutz Fleischer hat eine liebevolle Gedenkausstellung mit Fotos, Videos, Erinnerungen und Installation organisiert, die ich zum Besuch empfehlen m&#246;chte. Die Ausstellung befindet sich in den sch&#246;nen R&#228;umen der <em><a href="http://adamziege.artmovement.org" target="_blank">Galerie Adam Ziege</a></em> (Louisenstra&#223;e 87). Sie ist <strong>nur noch bis zum 10. September</strong> immer zwischen 16-20 Uhr zu sehen.</p>
<p>Mehr zu Alice von Leuten, die sie wirklich kannten, findet man <a href="http://www.feuerwache-loschwitz.de/verein_alice.html" target="_blank">auf dieser Seite</a>.</p>
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		<title>Kulturtipp: Krautwaldfabrik</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 08:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf die Kunst!]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>

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		<description><![CDATA[Meiner ehemaligen Heimat Pieschen wird ja schon seit zwei Jahrzehnten vergeblich eine gro&#223;e Zukunft als Szeneviertel prophezeit. Doch obwohl schon eine ganze Menge Studenten, K&#252;nstler und sonstige Frontk&#228;mpfer der Gentrifizierung ins sanierte Arbeiterviertel gezogen sind, bleibt der ganz gro&#223;e Durchbruch bisher aus. Annehmbare Lokale beispielsweise sucht man immer noch fast vergebens. Aber immerhin ist in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meiner ehemaligen Heimat <strong>Pieschen </strong>wird ja schon seit zwei Jahrzehnten vergeblich eine gro&#223;e Zukunft als Szeneviertel prophezeit. Doch obwohl schon eine ganze Menge Studenten, K&#252;nstler und sonstige Frontk&#228;mpfer der Gentrifizierung ins sanierte Arbeiterviertel gezogen sind, bleibt der ganz gro&#223;e Durchbruch bisher aus. Annehmbare Lokale beispielsweise sucht man immer noch fast vergebens. Aber immerhin ist in den letzten Jahren gerade auf dem Gebiet der Kunst doch einiges passiert. Der Kunstraum <a href="http://www.geh8.de" target="_blank">Geh8</a> beispielsweise hat sich ja inzwischen schon fest etabliert. Nun kommt mit der <a href="http://www.facebook.com/Krautwaldfabrik" target="_blank"><strong>Krautwaldfabrik</strong></a> ein weiterer, leider wohl nur tempor&#228;rer (1.6. bis 31.10.) Ort f&#252;r Ausstellungen hinzu. Die Initiative <a href="http://metropole-pieschen.org" target="_blank">Metropole Pieschen</a> hat die Zwischennutzung einer herrlichen Halle organisiert, in der bis Herbst Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Partys stattfinden sollen. Urspr&#252;nglich als Festsaal konstruiert, dann als Fabrik f&#252;r Verpackungen betrieben, strahlt das inzwischen leise verfallende Geb&#228;ude einen merkw&#252;rdig aus Prunk und Funktionalit&#228;t gemischten Charme aus. Zur Zeit l&#228;uft eine Ausstellung namens &#8220;BRO.T.&#8221;. Wie immer bei Konzeptausstellungen sollte man sich um die Erkl&#228;rung des Konzeptes m&#246;glichst wenig k&#252;mmern und sich lieber die Kunstwerke anschauen. Und da gibst viel Sch&#246;nes zu entdecken, zum Beispiel ein sonderbares Besteckkarussell von Wouter Mijland und noch viele Zeichungen, Gem&#228;lde und Objekte von anderen K&#252;nstlern mehr.</p>
<p>Um Eintritt zu erhalten, wird man f&#252;r 1 Euro Mitglied des Krautwald-Klubs und darf daf&#252;r s&#228;mtliche kommende Veranstaltungen besuchen. Adresse: Torgauer Stra&#223;e 38. Von der Neustadt aus einfach mit Linie 13 bis B&#252;rgerstra&#223;e oder Rathaus Pieschen.</p>
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		<title>Dresdner Literaturzeitschriften im Test: trieb Nr. 8 vs. Der Maulkorb Nr. 8</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 07:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Krise und Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben den renommierten Literaturzeitschriften Ostragehege und Signum existieren in der Literaturlandschaft Dresdens noch einige eher untergr&#252;ndige Magazine, die sich ebenfalls der Poesie verschrieben haben. Zwei von ihnen, n&#228;mlich das Feingeistmagazin vom Bischofsweg namens trieb sowie Der Maulkorb haben gerade ihre jeweils achte Ausgabe auf den Markt geworfen. Beiden Heften seien zahlreiche K&#228;ufer gew&#252;nscht! Literaturzeitschriften werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben den renommierten Literaturzeitschriften <a href="http://www.ostra-gehege.de" target="_blank"><em>Ostragehege</em></a> und <em><a href="http://www.zeitschrift-signum.de" target="_blank">Signum</a> </em>existieren in der Literaturlandschaft Dresdens noch einige eher untergr&#252;ndige Magazine, die sich ebenfalls der Poesie verschrieben haben. Zwei von ihnen, n&#228;mlich das <em>Feingeistmagazin vom Bischofsweg</em> namens <a href="http://www.triebmagazin.de" target="_blank"><strong><em>trieb</em></strong></a><strong><em> </em></strong>sowie <a href="http://www.dermaulkorb.de" target="_blank"><em><strong>Der Maulkorb</strong></em></a> haben gerade ihre jeweils achte Ausgabe auf den Markt geworfen. Beiden Heften seien zahlreiche K&#228;ufer gew&#252;nscht! Literaturzeitschriften werden zwar grunds&#228;tzlich nie von normalen Menschen erworben, sondern immer nur von Leuten, die &#8220;auch schreiben&#8221;, aber deren Zahl ist ja immer noch gro&#223; genug. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier einige pers&#246;nliche Bemerkungen zu den beiden Magazinen von mir.</p>
<p>Eins vorab: Man nenne mich einen spie&#223;b&#252;rgerlichen Kulturpedanten, aber ich sehe nicht ein, wieso es Personen, die sich selbst als Literaten bezeichnen, unm&#246;glich sein sollte, sich der deutschen Sprache zu bem&#228;chtigen oder wenigstens einen Duden zu kaufen. Einige der Autoren schaffen es, auf einer Seite ein Dutzend und mehr Fehler in Rechtschreibung und Grammatik unterzubringen. Ich weigere mich, so etwas ernst zu nehmen. Notfalls wende man sich bitte an das <a href="http://www.siegel-lektorat.de" target="_blank">Lektorat Siegel</a>. Der Betreiber macht sehr faire Preise &#8211; ich erinnere mich noch, wie er mich einmal hartn&#228;ckig herunterhandelte, als ich ihm zu viel Geld bezahlen wollte.</p>
<p><strong><em>Der Maulkorb</em></strong> (hg. von Silvio Colditz) widmet sich in seiner neuen Ausgabe ganz der Stadt Dresden. Im Anhang findet sich ein n&#252;tzlicher, wenn auch nicht vollst&#228;ndiger &#220;berblick &#252;ber die Literaturlandschaft Dresdens, der erfreulicherweise besonders die junge Szene ber&#252;cksichtigt. Und der Inhalt des Heftes wird diesmal allein von Dresdner Autorinnen und Autoren bestritten. Hier habe ich tats&#228;chlich einige Entdeckungen gemacht und Schriftsteller kennen gelernt, die mir bisher unbekannt waren &#8211; was wieder einmal zeigt, dass die Dresdner Literaturszene klein, aber dennoch nicht &#252;berschaubar, weil weitgehend zersplittert ist. Gro&#223;artig fand ich zwei Gedichte von Kerstin Becker (*1969, u.a. Mitglied im Literaturforum Dresden). Komplexe Lyrik, die sich aber aus konkreten Anschauungen statt aus metaphysischen Phrasen speist und sogar wieder so etwas wie ein poetisches Ich erkennen l&#228;sst. Von Sabine Dre&#223;ler (*1979, Lektorin, Autorin und Soziologin), entdeckte ich einen sehr sch&#246;nen, unaufgeregt und witzig erz&#228;hlten Ausschnitt aus einem l&#228;ngeren Reisebericht &#252;ber Erlebnisse in Neuseeland. Falk Enderleins Grosteske <em>Kafka auf Prozac</em> liest sich sch&#246;n &#252;berdreht. Und Steffen Roye hat mit <em>Die letzte Runde geht aufs Haus</em> eine klassische und gelungene Kurzgeschichte beigesteuert.</p>
<p>Das Magazin <em><strong>trieb</strong> </em>ist dicker als die Konkurrenz, kostet daf&#252;r aber auch zwei Euros mehr. Herausgegeben wird es von gleich zwei Geistesgr&#246;&#223;en, die auch selbst einen nicht unerheblichen Teil des Inhalts lieferten. Michel Philip Nierste (*1974) ver&#228;ppelt in seiner medienkritischen Sektion <em>Schrottpresse </em>diesmal unter anderem auf am&#252;sante Weise die <em>S&#228;chsische Zeitung</em>. Und der zweite Herausgeber Torsten Israel, bekannt als Neust&#228;dter Sp&#228;tshopbesitzer und Womanizer, hat zahlreiche Gedichte aus seiner Feder einger&#252;ckt, die durchaus lesenswert sind, aber unter einem gewissen Mangel an Selbstironie leiden. Gerade durch ihre unbequeme Unzeitgem&#228;&#223;heit interessant sind die Gedichte von Andreas Paul (*1964), der diesmal Christiane Michel und Rosa Luxemburg besingt &#8211; was niemand verwundern wird, handelt es sich doch in beiden F&#228;llen um bezaubernde Frauen. Dass ich die enthaltenen Gedichte von Stefan Seyfarth (*1977) und Roman Israel (*1979) &#8211; beide Autoren unserer Leseb&#252;hne Sax Royal &#8211; gut finde, wird niemanden &#252;berraschen. Sch&#246;n au&#223;erdem, dass ein literarisches Dresdner Urgestein wie Bernhard Theilmann (*1949, Mitbegr&#252;nder von Obergrabenpresse, SAX und ASSO) sich bereit gefunden hat, ebenfalls Texte zu schicken. Insgesamt w&#228;re es aber doch w&#252;nschenswert, der <em>trieb </em>w&#252;rde f&#252;r die n&#228;chste Ausgabe ein paar neue Autoren gewinnen, denn die Nummer 8 war in dieser Hinsicht doch etwas &#252;berraschungsarm.</p>
<p><em>Der Maulkorb</em>. Herausgeber: Silvio Colditz. Nr. 8 (Juni 2011). Sonderausgabe Dresden. 74 Seiten. 3 Euro. Erh&#228;ltlich in Neust&#228;dter Buchhandlungen oder &#252;ber maulkorb@gmx.de</p>
<p><em>trieb. Das Feingeistmagazin vom Bischofsweg</em>. Herausgeber: Michel Philip Nierste und Torsten Israel. Nr. 8 (April 2011). 176 Seiten. 5 Euro. Erh&#228;ltlich im Shop &#8220;Sp&#228;tschicht&#8221; (Bischofsweg 18).</p>
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