Gelahrte Scherze (3)

“Nach dem schweren Erdbeben haben Hunderte Häftlinge das Chaos in Chile zur Flucht genutzt.”

In Chile lesen die Gefängnisinsassen anscheinend Kleist!

Aufschlussreiche Einordnung

In der Bibliothek Reichenbach steht der Roman Der Eisvogel des Autors Uwe Tellkamp im Regal unter dem Schlagwort Gewalt.

Micha’s Lebenshilfe (10)

Wenn man sich dafür entscheidet, an einem Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn mit Hilfe einer sogenannten EC-Karte den Fahrpreis zu entrichten, sollte man nicht vergessen, nach Abschluss des Zahlungsvorgangs die Karte wieder zu entnehmen (und nicht etwa stecken zu lassen), denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Karte am nächsten Tag nach der Rückkehr von der Reise als Fundsache im Informationsbüro des Bahnhofes noch aufzufinden sein könnte, ist äußerst gering (“Die Dinger werden alle sofort zerschnitten.”).

Micha’s Lebenshilfe (9)

Wenn man Papiermüll neben einem Wertstoffcontainer abstellt, weil selbiger (wie immer) schon seit Tagen überfüllt ist, sollte man darauf achten, keine Schriftstücke mit dem eigenen Namen zu hinterlassen, da ansonsten möglicherweise eine “Zeugin Frau Schmieder” eine Anzeige beim Ordnungsamt erwirken kann, die zu einem Verwarnungsgeld von 20,00 Euro wegen Verstoßes gegen § 12 Abs. 2 der Abfallwirtschaftssatzung führt.

Neulich im Hebeda’s (1)

“Ich habe mich intensiv mit Okkultismus und Satanismus beschäftigt. Ich halte nämlich nichts von organisierten Religionssystemen. Wollt ihr mehr darüber hören?”

“Na klar.”

“Entschuldige bitte, aber ich habe von einigen Gästen Beschwerden bekommen, die sich von dir belästigt fühlen.”

“Von uns nicht!”

“Ach, so ist das hier! Na dann! Sagt das doch gleich, dann gehe ich eben!”

Micha’s Lebenshilfe (8)

Wenn man vom Postboten oder einem jener neumodischen Lieferdienstmitarbeiter eilig ein Päckchen in die Hand gedrückt bekommt, sollte man ggf. prüfen, ob es wirklich an einen selbst adressiert ist, um nicht nach der vorschnellen Öffnung (Hä, was sind das für DVDs?) festzustellen, dass es in Wahrheit einen ganz anderen Empfänger zum Ziele hatte. (Sorry, Nachbar!)

Mensch, “Doris Bistro” (Berlin)!

Da wäre einmal, ein einziges Mal ein Apostroph angebracht, ja geradezu nötig gewesen! Und ausgerechnet dann fehlt er natürlich!! Es ist schier zum Verzweifeln!!! (Aber auch vielleicht doch wieder nicht gar so schlimm.)

Micha’s Lebenshilfe (7)

Wenn man nachts am Imbissstand (drei S!) Pommes Frites kauft und Temperaturen um -15°C herrschen, sollte man ggf. nicht erwarten, dass die Pommes nach dreihundert Metern Weges zu Hause noch “bissel warm” sein werden.

(Demnächst ist das geschilderte Problem gegenstandslos, weil es (dank Gott [bzw. CO²]) keine Minustemperaturen mehr geben wird.)

Aufruf zum Odenwald-Krimiwettbewerb

Gestern Nacht erreichte mich folgender Aufruf. Den vielen Jungautoren unserer stolzen Nation, besonders den 11-jährigen, lege ich dringend ans Herz, diesem Folge zu leisten:

Odenwald-Krimiwettbewerb
Kurzkrimi zum Thema “Totholz“ (für Erwachsene und Jugendliche); bis zum 1. März 2010 einzureichen. Dotation: Jugendliche (11-17 J.) können auf Bücher und Überraschungsgutscheine (kein Shit) hoffen!!! Erwachsenen winken als 1. Preis: 2.000 Euro; als 2.: ein Wochenendausflug für zwei Personen ins Hotel Zentlinde in Mossautal-Güttersbach. Der 3. bekommt immerhin noch ein Candlelight-Dinner für 2 Personen spendiert. Außerdem gibt es viele attraktive Sachpreise zu gewinnen, u.a. Motorsägenkurse, Stirnlampen etc.!!!

P1120721_klein

(Da auch ich seit längerem auf eine ordentlich funktionierende Stirnlampe spekuliere, machte ich mich selbstverständlich sofort an die Arbeit. Dringend erforderlich erschien mir allerdings ein Motorsägenkurs zu sein, den es eigentlich erst zu gewinnen galt, denn wie sollte ich sonst die vielen kleinen Details meiner spontan ausgedachten Geschichte realistisch beschreiben können. Zum einen wusste ich nicht, ob es theoretisch möglich war, mehrere übereinandergestapelte Leichen mit einem einzigen Motorsägenhieb in mundgerechte Stücke zu teilen zum anderen kannte ich mich wenig damit aus, wie man mit kleiner Motorsägeleistung möglichst wenig Lärm und Dreck verursachte, ohne gleich sämtliche Mieterparteien aufzuwecken. Eine durch und durch vertrackte Situation. Wäre ich in der Lage, sie in den Griff zu bekommen? Nur die Menschen der Zukunft wissen schon jetzt, ob alles gutgegangen ist. Ich bin untröstlich.)

Einige Gedanken ohne besondere Ordnung

Meinen großen Dank an alle Menschen, die gestern Lust hatten, mir beim Vorlesen zuzuhören. Ein “kontinuierlich präsenter Vorleseautor” wie ich weiß das zu schätzen. *** Ein älterer Herr sucht im Zeitungsständer nach der F.A.Z.: “Ah! Ja, hier, ganz oben, wo sie hingehört!” *** Marc-Uwe Klings Abschiedstournee wird den Titel “Burn Out” tragen. *** Ich bin immer verspannt, aber vielleicht wird ein zweiter Frühling meine Glieder lösen. *** Wenn beim Italiener erzählt wird, dass die Türken in die Kräutersauce wichsen – ist das dann auch Rassismus? *** André Herrmann ist ein großer Mann. Ein ganz großer! *** In Brandenburg tobt, wie ich den Lokalzeitungen entnehmen konnte, gerade eine Riesendebatte: In der PDS-Fraktion im Landtag sitzen Stasi-Spitzel! Beschämend und empörend, wie wenig dieses dunkle Kapitel deutscher Diktaturgeschichte verarbeitet wurde. Wie kann es sein, dass solche Agenten eines Unrechtsstaates je wieder Macht in die Hände bekommen? Man sollte sich an der BRD orientieren, in der so etwas dank aufrechter Männer wie Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger (NSDAP, dann CDU) oder Bundespräsident Karl Carstens (NSDAP, dann CDU) unmöglich gewesen wäre.

Powered by WordPress. Feeds für Beiträge und Kommentare.