Aus meiner Fanpost (8): Im Gespräch mit PEGIDA (2)

Hallo Michael, ich beziehe mich auf deine Tatjana F.-Eloge auf facebook und wollte nur mal bekräftigen, dass ich spontan auch diese Sympathie für die Hooligans empfand, als sie in Köln loslegten. Warum soll denn eigentlich das Beilegen interner Streitigkeiten nur dann eine gute integrative Leistung darstellen, wenn es z.B. durch Ahmad Schah Massoud geschah, der mehrere Stämme dazu brachte, sich nicht gegenseitig zu massakrieren, sondern gemeinsam gegen den Feind vorzugehen ? Nun gut, die Hools lesen nichts Schöngeistiges wie ich gerade ( Horaz, Kalidasa, jeweils im Original), aber müssen sie auch nicht. Bei der Bundeswehr verpflichten sich ja auch nicht Leute, die Rilke lesen. Insofern liegen die Hools richtig. Wie soll man sonst den islamischen Bodensatz loswerden? Vorurteil von mir ? Nein, ich bin studierter Religionswissenschaftler und kenne den Koran besser als die Wuppertaler Scharia-Polizei. Am liebsten lese ich die Original-Dokumente und ich meine es absolut ernst, wenn ich vorschlage, diesen Dialog auf Lateinisch oder Sanskrit weiterführen zu dürfen.Ich liebe alte Religionen, aber nur grundgesetzkonforme ! Namaste,

Hallo R***,

danke für Ihre Zuschrift! Ich bin ein Freund des Dialogs, allerdings muss ich sagen: Mit jemandem, der Gewalt für ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung hält, weiß ich nichts zu reden. Dass Sie ein gebildeter Mensch sind, freut mich. Ich vermute aber, es würde auch Ihnen schwer fallen, mir eine “grundgesetzkonforme” alte Religion zu nennen, da alle religiösen Schriften jede Menge Unsinn und Bosheit enthalten. Das verwundert nicht, entstanden sie doch in barbarischen Zeiten. Als Wissenschaftler lege ich Ihnen die Lektüre von George L. Mosse: “Die Geschichte des Rassismus in Europa” ans Herz. Dort können Sie nachlesen, wie der moderne Antisemitismus entstand, weil Rassisten die Juden pauschal zu einem Kollektiv des Bösen erklärten. Sie benutzten dabei das Alte Testament und den Talmud als Beleg für die bösartige Natur der Juden insgesamt – genauso, wie Sie jetzt die bösartigen Passagen des Koran als Waffe gegen den “islamischen Bodensatz” instrumentalisieren.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Bittner

Hallo Michael,
für das was in Talmud oder Altem T. steht kann ich nichts. Mit wem soll ich die Schriften denn sonst in Verbindung bringen, wenn nicht mit den Juden ? Ich halte Juden, Muslime, Christen und alle anderen für Menschen mit denselben Rechten. Deren Schriften sagen allerdings das Gegenteil, und das weißt du nicht, weil du wie 90% aller Deutschen die Bibel nie liest. Lies sie bitte, damit dir das große Kotzen kommt. Man muss die Leute vor den heiligen Schriften schützen.
“Barbarisch” waren die alten Zeiten ? “Aurea prima sata est…..heißt es bei Ovid, das waren eben die Goldenen Zeiten, wo  “sine lege fidem rectumque colebat”, wo man ohne Gesetze spontan alles richtig machte. Sicher eine realitätsferne Illusion, aber unsere muslimischen Mitbürger sehen als “Goldene Zeit” das  7. Jhdt., die Zeit des Propheten, sie tun dies durchaus pauschal und sie wollen es real durchsetzen. Das möchte ich verhindern, zur Not mit Gewalt.

Gruß aus D***, R*** !

Hallo R***,

danke für die Antwort! Ich werde immer ein bisschen misstrauisch, wenn Leute mit ihrer Bildung protzen. Nicht selten wollen sie dann nämlich ihren unvernünftigen, hasserfüllten Vorurteilen nur eine respektable Einkleidung verschaffen. “Die Juden”, auch noch die von heute, wären also kollektiv verantwortlich für die fiktiven Verbrechen und die teilweise abscheulichen Sittenvorschriften des Alten Testaments? Und Millionen Muslime, die in weit überwiegender Zahl friedlich in Europa leben, arbeiten Ihrer Meinung nach also insgeheim gemeinsam daran, die Macht zu erobern und einen neuen Gottesstaat zu errichten? Es tut mit leid, aber für mich klingt das wie eine neue Version der Verschwörungstheorie, die vor hundert Jahren behauptete, die Juden strebten unterirdisch nach der Weltherrschaft. Die islamistischen Gotteskrieger, die selbst der absurden Ideologie der Welteroberung anhängen, verkenne ich dabei nicht. Ich hoffe, dass weder die Islamisten noch ihre geistigen Zwillingsbrüder, die militanten Muslimhasser, in Deutschland zu politischer Macht gelangen. Um das zu verhindern, sind meiner Ansicht nach alle friedlichen Mittel und – sollte irgendwann einmal “andere Abhilfe nicht möglich” (§ 20 (4) GG) sein – auch Mittel gewaltsamen Widerstandes legitim.

Ich denke, damit haben wir unsere gegensätzlichen Positionen im Dialog ausreichend deutlich gemacht, wenn auch leider nicht völlig ausgleichen können.

Mit freundlichen Grüßen, Michael Bittner.

Lobrede für Julius Fischer

Julius Fischer wurde am 17. Januar 2015 in Kamenz mit dem Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen ausgezeichnet. Michael Bittner hatte die Ehre, ihn mit folgender Rede würdigen zu dürfen:

Meine verehrten Damen und Herren! Ich freue mich außerordentlich, heute meinen Freund und Kollegen Julius Fischer an dieser Stelle loben zu dürfen. Aber nicht nur ihn möchte ich beglückwünschen. Ich beglückwünsche auch alle Mitglieder des Kuratoriums, die für die gute und mutige Entscheidung verantwortlich sind, Julius Fischer in diesem Jahr den Förderpreis zum Lessing-Preis zu verleihen.

Mutig ist die Entscheidung aus zwei Gründen. Zum einen wird die Auszeichnung einem Schriftsteller und Musiker verliehen, dessen ganzes Schaffen dem Humor gewidmet ist. Die Komik stand in Deutschland stets unter dem Verdacht der Trivialität, erbitterte Humorlosigkeit gilt vielen noch immer als sicherstes Kennzeichen dichterischer Größe. Der Mann, in dessen Namen heute ein Förderpreis an Julius Fischer verliehen wird, machte da allerdings eine Ausnahme. Lessing war nicht nur selbst ein ausgesprochen komischer Autor, wie besonders seine polemischen Schriften gegen verschiedene Goeze und Klötze beweisen. Er verteidigte auch das Komische in der Literatur und im Theater als Mittel der künstlerischen Darstellung wie der Erkenntnis. Den Versuch des Professors Gottsched, den Hanswurst feierlich von der deutschen Bühne zu verbannen, nannte er sehr passend „die größte Harlekinade, die jemals gespielt worden“. Es ist nur eine kleine Übertreibung, wenn ich Julius Fischer hiermit zu einem Hanswurst des 21. Jahrhunderts ausrufe. Auch Julius Fischers Texte und Lieder zeichnen sich vor allem durch ihren Witz aus, und zwar ganz in dem leider heute verloren gegangenen Sinne, den das Wort im Jahrhundert Lessings noch hatte: Witz als überraschende und erhellende Verknüpfung von scheinbar entferntesten Gedanken.

Die Entscheidung für Julius Fischer ist noch aus einem zweiten Grund mutig zu nennen. Julius gehört nicht zu den Autoren, die auf dem heute gängigen Karriereweg über Literaturschulen und Arbeitsstipendien zum Erfolg gelangt sind. Er entstammt vielmehr der literarischen Subkultur und hat sich sein Publikum in Jahren mühevoller Arbeit erobert. Er ist dieser Subkultur überdies auch heute noch verbunden, obwohl er es sich längst in höheren Sphären gemütlich machen könnte. Das Wort Subkultur ist übrigens ganz wörtlich zu nehmen, denn die ersten Jahre seiner künstlerischen Laufbahn verbrachte Julius Fischer in diversen Kulturkellern in Leipzig und Dresden. Ich kann dies bezeugen, denn ich war dabei. Seit zehn Jahren habe ich überdies die Freude, jeden Monat bei der Dresdner Lesebühne Sax Royal mit ihm gemeinsam auftreten zu dürfen. Ich kann versichern: Julius las und sang am Beginn seiner Karriere vor ein paar Dutzend Menschen mit genau derselben Leidenschaft, mit der er heute vor tausenden Fans auftritt und mit der er den Versuch unternimmt, mit einer eigenen Fernsehshow die Zuschauer des Mitteldeutschen Rundfunks aus dem Koma zu wecken.

Als ich Julius zum ersten Mal begegnete, es wird wohl im Keller des Dresdner Studentenklubs Bärenzwinger gewesen sein, da war ich überwältigt und auch ein wenig neidisch. Noch nie vorher hatte ich jemanden gesehen, der auf der Bühne so mühelos mit Worten das Publikum begeisterte. Und schnell bemerkte ich: Julius Fischer ist neben der Bühne ebenso schlagfertig, klug und sympathisch wie auf ihr. Das ist für Künstler keineswegs typisch. Eine Kleinigkeit, die mir schon damals auffiel, illustriert wohl am besten, was ich meine: Julius Fischer ist einer der wenigen Autoren, die über einen gelungenen Scherz eines Kollegen von Herzen lachen können. Viele Künstler raffen den Erfolg zusammen wie eine Beute und wachen eifersüchtig über ihren Schatz, den sie von Konkurrenten ständig bedroht wähnen. Julius Fischer dagegen bereitet es seit jeher Freude, seinen Erfolg zu teilen. Julius ist wohl darum nicht nur ein beim Publikum erfolgreicher, sondern auch ein bei Kollegen beliebter Künstler – eine recht seltene Kombination. Ich will es nun mit dem Lob für Julius auch nicht übertreiben, möchte aber doch noch erwähnen, dass er auch ein hervorragender Tischtennis- und Pokerspieler ist, gute Cocktails mixen kann und die hundert Meter in weniger als einer Minute läuft.

Viele Literaturfreunde werden Julius Fischer, obwohl er schon vor Jahren sein erstes Buch Ich will wie meine Katze riechen veröffentlicht hat, erst jüngst kennen gelernt haben, als er im Zentrum des sogenannten „Wanderhuren-Streits“ stand. Er hatte es gewagt, für sein zweites Buch Die schönsten Wanderwege der Wanderhure den Titel eines Bestsellers parodistisch abzuwandeln. Der Standhaftigkeit des Autors und seines Dresdner Verlags Voland & Quist, aber auch der ideellen und finanziellen Unterstützung durch zahlreiche Kollegen und Leser ist es zu verdanken, dass in der zweiten Instanz die Kunstfreiheit über das kommerzielle Verwertungsinteresse doch noch siegte. Die Verleihung des Förderpreises ist gewiss auch als Würdigung dieses Einsatzes gedacht und in dieser Hinsicht ebenfalls vollauf berechtigt.

Ein Skandal ist allerdings immer eine zweischneidige Sache: Einerseits kann er die Aufmerksamkeit auf ein Buch lenken, andererseits aber auch falsche Erwartungen wecken. Ohne sein Zutun wurde Julius Fischer in der Presse beständig als „Satiriker“ apostrophiert. Wer sein Buch aber mit der Erwartung liest, es handle sich politische Satire, der wird womöglich enttäuscht sein. Ein Satiriker attackiert Gegner in moralischer Absicht mit den Mitteln der Komik. Ein Satiriker muss vor allem eines können: Er muss hassen, ausdauernd und virtuos und produktiv. Und er muss es ertragen, ja vielleicht sogar ein bisschen genießen, selbst gehasst zu werden. Julius Fischer ist viel zu menschenfreundlich für den Beruf des Satirikers. Zwar gibt es in seinem Werk auch Texte unter der Rubrik Ich hasse Menschen, die so wunderbare Einsichten enthalten wie: „Junggesellenabschiede sind das Dritte Reich des kleinen Mannes.“ Doch können selbst diese Texte nicht verbergen, dass der Autor die Menschen im Herzensgrunde doch liebt. Er ist gelegentlich enttäuscht von ihnen, aber nie verachtet er sie. Wenn Julius in seinen Geschichten mit seinem proletarischen Freund Enrico plaudert, dann nicht um sich nach dem Muster schlechter Comedy lachend über den Proll zu erheben, sondern um gegensätzliche Weltsichten miteinander in einen komischen Kontrast zu setzen.

Julius Fischer muss in einer anderen literarischen Tradition gesehen werden, nämlich der des Essays. Leider verbindet man diesen Begriff in Deutschland heute vor allem mit halbwissenschaftlichen, in jeder Hinsicht erschöpfenden Abhandlungen. Liest man hingegen die Essais von Michel Montaigne, die der Gattung den Namen gaben, dann entdeckt man ganz persönliche, humorvolle Betrachtungen voller Abschweifungen zu den großen und kleinen Fragen des Daseins. Diese Beschreibung passt bestens auch für die Essays von Julius Fischer. Auch Julius erforscht mit Skepsis und Einfühlungsvermögen die Schwächen der Menschen, nicht zuletzt seine eigenen. Und auch er deckt mit den Mitteln der Komik die Widersprüche und Albernheiten im Treiben der Leute auf.

Ich weiß nicht, welchen Weg Julius Fischer in den nächsten Jahren einschlagen wird. Vielleicht wendet er sich ganz dem Fernsehen zu, vielleicht konzentriert er sich auf seine musikalische Karriere mit der Band The Fuck Hornisschen Orchestra, vielleicht nimmt er sich auch eine Auszeit und tritt dann mit einem literarischen Großwerk an die Öffentlichkeit. Julius weiß vermutlich selbst noch nicht genau, was die Zukunft bringt. Ich bin mir aber völlig sicher: Von Julius Fischer dürfen wir noch viel Gutes erwarten.

Aus meiner Fanpost (6)

Da erlaubt man sich mal einen kleinen Spaß über die Alternative für Deutschland und schon riecht’s wieder komisch im Briefkasten:

Herr Bittner,

Michael Bittner wurde 1980 als Sohn der Arbeiterklasse in Görlitz geboren…

So, so…

Er studierte Germanistik und Philosophie an der TU Dresden…

So, so…

Und wählt bestimmt Die Linke (SED-Faschisten!) oder die Grünen (Kinderficker!)…

Den AfD Bashing kann er sich sparen!

Meine Empfehlung:

Lasse er sich doch von einer Harz IV Nutte einen blasen!

Das hilft immer gegen Hirnaussetzer!

So long…

M. Schwierz
(Schlesier Power!)

Aus meiner Fanpost (5)

Zu meiner Dokumentation Eine Alternative für Sachsen erreicht mich Post von den Alternativen selbst:

Dr. Hans Thomas Tillschneider: Schmähschriften sind ein riskantes Genre. Leicht sagen sie sehr viel mehr Nachteiliges über ihren Autor als über den, der getroffen werden soll. Diese unfreiwilligen Selbstbespiegelungen, diesen peinlichen Bumerangeffekt zu vermeiden gelingt nur echten Meistern. Michael Bittner gehört nicht dazu. Das zumindest hat er mit seinem neusten Text über unser Programm effektvoll unter Beweis gestellt. Wir erfahren dort, dass Bittner Kinderreichtum für eine „persönliche Macke“ hält (!), Feminismus und Genderideologie nicht auseinander halten kann und es für ihn der Gipfel der Komik ist, dass Pflanzen Kohlendioxid zum Wachsen brauchen. Ansonsten lässt er die Hosen an. Gott sei’s gedankt! Wenigstens hat er erkannt und stimmt uns darin zu, dass nationale Identität die Voraussetzung der Demokratie ist. Und damit ist alles gesagt.

PS (von Dr. Thomas Hartung): M. Bittner entpuppt sich als dumpfer Kleingeist, der alles, was über seinen konkreten Horizont hinausweist, weder wahrnehmen will noch verarbeiten kann. Wer nicht erkennt, dass bspw. der antithetische Präambel-Abschnitt zu Waschanlagen und Lehrern darauf zielt, die FDP-Politik als Scheinpolitik mit falschen Prioritäten zu entlarven, ist entweder selbst FDP-Mitglied/ Sympathisant oder in Molwanien zur Schule gegangen – über den Ort des Germanistikstudiums will ich gleich gar nicht mutmaßen.

Ach, schade: Die zwei Doktoren wollten Rache ist Blutwurst spielen, aber heraus kam nur beleidigte Leberwurst. Da will einer den Spieß herumdrehen, schneidet sich aber leider wieder ins eigene Fleisch, weil er es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Das nennt man Bumerangeffekt! Jeder Unbefangene kann deutlich lesen, dass ich nicht Kinderreichtum, sondern Bevölkerungspolitik für eine Macke halte. Jeder geistig nicht völlig Verbohrte weiß, dass Gender Studies keine Genderideologie sind, sondern ein Studienfach. Akademische Disziplinen aber schließen zu wollen, die einem nicht passen, da ist die AfD ganz auf der Linie der SED. Ein Ruhmesblatt für den Akademiker Dr. Tillschneider! Dass er Ironie weder versteht noch zu gebrauchen weiß, sei ihm gegönnt. Na, und Dr. Hartung, seien Sie mal bitte nicht so streng! Ich bedaure, dass ich über Ihre Provinzquerelen mit der FDP nicht genau informiert bin. Aber Sie schreiben doch selbst über Blogs: “Recherche darf in gewissem Maße substituiert werden durch Subjektivität.”

Aus meiner Fanpost (4)

Hallo Herr Bittner ,              (Willy übertreibt mal wieder ein bisschen)

auch ich finde Ihre Seitenfüllung im SZ-Magazin als “Geschreibsel”! Bin aber mit der Leserin, die Sie zu kritisieren wagte und dadurch so in Rage versetzte,

nicht verwandt oder verschwägert.

Ich wollte mit einigen SZ-Abonnenten über das Magazin sprechen, doch das hatte keinen Erfolg. Die meisten werfen es gleich in den Abfall, oder lösen nur das Kreuzworträtsel, was ich sehr schade finde.

Denn alle Beiträge in dem Magazin sind für mich interessanter als Ihre ,,Satire”, oder wie sie das bezeichnen.

Früher, als man die Zeitung noch als Toilettenpapier benutzte, würde ich die Seite mit “Ihrer Satire” als erstes benutzen, um … na Sie wissen schon.

Warum ausgerechnet Sie regelmäßig so ein “Geschreibsel” als Unterhaltungsbeitrag leisten dürfen ist mir nur so zu erklären, dass auch Zeitungen sparen müssen und Sie vielleicht die billigste Variante waren oder einen einflussreichen Mäzen haben.

– Das Sie auch noch Lesungen veranstalten ….. aber bestimmt nicht mit solchem Unsinn. –  Na die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

So ich denke nun habe ich Ihnen für die nächste “Satire” (das man das so bezeichnen kann?) genug Stoff geliefert und wenn ich Sie als Autor auch nicht schätze, grüße ich Sie in der Hoffnung bald einen anderen “Satire – Schreiber” in der SZ erleben zu dürfen.

W. S******* ******dorf

Aus meiner Fanpost (3)

Zu Herrn Bittners Kübel Unflat, den er über diesen Schriftsteller ausgoss, dessen wortgewaltiges Werk er nach eigenen Worten nicht gelesen hat. Doppelpunkt.

Da rüttelt eine kleine Maus, ein bezahlter Schreiberling, in Geschichte unerfahren und fremdbestimmt, 32 Jahre alt, am Stuhlbein des Thrones eines gekrönten Dichterfürsten und glaubt, seine drei bezahlten Kotmurmeln daran zu befestigen.

Da verunglimpft ein kleiner Literat einen alten Mann, der am Ende seines Lebensweges mit der Erfahrung aus drei deutschen Reichen, von denen das letzte im Begriff ist zu sterben, versucht ein Tabu der Öffentlichen Meinung zu brechen. Und steuert zur allgemeinen Kakophonie der Jasager und Abnicker der Political Correctness auch noch ein Tönlein bei. Wir aufmerksamen Leser brauchen das nicht! Wir brauchen auch keine geborgten Meinungen!

Wie ist es mit der Orientierungsfunktion von Herrn Bittner? Er spart nicht mit kleinlichen Beschimpfungen und Beleidigungen gegen Günter Grass wie „alter Zausel“, „notorischer Querulant“, „alter Knacker“, „Nervensäge“, „Maulheld“ und benennt seine Einlassung „fantasieloses Allerweltsgenöle“. Sein Versuch, das Pamphlet von Grass als Literatur zu kritisieren, scheitert kläglich, muss misslingen, weil alle wissen, dass dieses Gedicht keine Literatur sein soll, dass es weder auf die recht unglückliche Verpackung noch auf die fehlenden Reime darin ankommt, sondern einzig auf die Aussage, auf den Inhalt. Und diese Mahnung an den verbalen iranischen und den hochgerüsteten israelischen Aggressor steht im Raum wie eine Warnung vor unkalkulierbarem Krieg. Was meint denn Herr Bittner dazu? Oder hat er neben Literaturunkenntnis keine eigene Meinung oder darf sie nicht äußern und ist bloß wie ein abgerichteter Hofhund auf den deutsch-israelischen Seelenfrieden störenden Grass bellend losgelassen worden?

Das musste auch gesagt werden. Leider dürfen Sie das nicht veröffentlichen. Schade.

In großer Sorge um den Frieden im Nahen und Mittleren Osten

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Aus meiner Fanpost (2)

hallo. am vergangenen wochenende hab ich den „beitrag“ des michael bittner über den herrn guttenberg gelesen. nachdem ich mich maßlos darüber aufgeregt habe, was ihr mitarbeiter für einen niveaulosen artikel verfasst hat, wollte ich auf diesem wege mal meinem ärger über diesen schreiberling luft machen. wenn man das so liest, kann man nur vermuten, das der herr bittner wohl mit sich selbst nicht im reinen ist. solche sinnfreien beiträge schaden der sz mehr, als das sie etwas nutzen. meine meinung. vielen dank für ihre aufmerksamkeit 😉 gruß ******* *******

Lobend erwähnt

Max Rademann ist gemeinsam mit Jens Rosemann im Wettbewerb des Dresdner Filmfestes etwas gelungen, von dem wir alle träumen: Er wurde lobend erwähnt und zwar für ihren Animationsfilm „Peschi und Poschi – Glück auf, ihr Leit“. Hier die Begründung der Jury:

Entgegen dem Trend zur globalen Verständlichkeit und Verwertbarkeit ein Film, der sich gnadenlos konsequent, naiv und mit großem Herz zur Regionalkultur bekennt und gleichzeitig die große weite Welt in die Handlung einbezieht.

Als die lobende Erwähnung bei der Preisverleihung ausgesprochen wurde, waren Max und Jens übrigens gerade nicht im Saal, sondern leider draußen „eene raachen“. Zwei Granaten, diese Typen!

Zitat des Monats April

„Ey, komm zur Lesung!“

„Nee, ich will jetzt ne Wurst essen.“

Aus meiner Fanpost (1)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Empörung las ich den Artikel in der SZ vom 30./31.01.2010 über Michael Bittners „Erleuchtung“. Wer ist Michael Bittner? Noch nie gehört und wahrscheinlich auch nichts verpasst!

Wer ist der Dalai Lama? Das weiß jeder. Er setzt sich unermüdlich für den Frieden ein.

Warum macht sich Michael Bittner über ihn lustig? Wer ist er und was macht er besser, dass er sich das getrauen kann? Er ist nur so dreist, und nimmt sich dieses Recht einfach raus. Es war schon immer so, dass die dümmsten Menschen sich die größten Frechheiten trauen und keinen Mangel an Selbstwertgefühl haben.

Aber mal ehrlich – den Artikel in der SZ kann man sich sparen. Viel geschrieben und nichts gesagt. Michael Bittner live? Nein danke. Er kann meiner Ansicht nach maximal helfen, die Volksverdummung voranzutreiben.

E***** L******

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