Neulich im Hebeda’s (1)

“Ich habe mich intensiv mit Okkultismus und Satanismus beschäftigt. Ich halte nämlich nichts von organisierten Religionssystemen. Wollt ihr mehr darüber hören?”

“Na klar.”

“Entschuldige bitte, aber ich habe von einigen Gästen Beschwerden bekommen, die sich von dir belästigt fühlen.”

“Von uns nicht!”

“Ach, so ist das hier! Na dann! Sagt das doch gleich, dann gehe ich eben!”

Frohe Weihnacht – wünschen Peschi und Poschi

Kinder in Gefahr!

Auf eine Kampagne, die unsere ganze Aufmerksamkeit und Sympathie verlangt, möchte ich an dieser Stelle nachdrücklich hinweisen: “Kinder in Gefahr!” ist der Name der Aktion, die von den frommen Seelen der Deutschen Vereinigung für eine christliche Kultur (DVCK) e.V. ins Leben gerufen wurde. Diese braven Christen haben entdeckt, was die Kinder unseres Landes wirklich bedroht: die “sexuelle Unterwanderung der Gesellschaft” durch eine militante “Homo-Lobby” und “Linksradikale Chaoten”. Zur Zeit läuft eine Unterschriftensammlung für einen Appell an Angela Merkel und Horst Köhler, in dem die Stimme des Protestes erhoben werden soll gegen “eine Welt von Unmoral”, gegen den “Feind Nr. 1 der Kinder”, gegen “erotische Blätter” – kurz: gegen die BRAVO. Ich kann allen braven Bürgern, die noch nicht sexuell unterwandert sind, nur empfehlen sich mit ihrer Stimme zu beteiligen. Dann wird diese Petition so erfolgreich wie jene, bei der schon über 8000 Leute gegen die “Homo-Adoption” unterschrieben haben:

Zitat des Monats April

“Jesus war wie Che Guevara, nur noch cooler.”

(ein angehender Student der Theologie)

Zu Luthers 525. Geburtstag: Die coolsten Sprüche des frechen Reformators

„Ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes, durchteufeltes Ding ist’s um diese Juden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.”

„Wenn ich könnte, wo würde ich ihn [den Juden] niederstrecken und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren.“

„Jawohl, sie halten uns [Christen] in unserem eigenen Land gefangen, sie lassen uns arbeiten in Nasenschweiß, Geld und Gut gewinnen, sitzen sie dieweil hinter dem Ofen, faulenzen, pompen und braten Birnen, fressen, sauffen, leben sanft und wohl von unserm erarbeiteten Gut, haben uns und unsere Güter gefangen durch ihren verfluchten Wucher, spotten dazu und speien uns an, das wir arbeiten und sie faule Juncker lassen sein … sind also unsere Herren, wir ihre Knechte.“

„Erstlich, das man jre Synagoga oder Schule mit feur anstecke und, was nicht verbrennen will, mit erden überheufe und beschütte, das kein Mensch ein stein oder schlacke davon sehe ewiglich Und solches sol man thun, unserm Herrn und der Christenheit zu ehren damit Gott sehe, das wir Christen seien. – Zum anderen, das man auch jre Heuser des gleichen zerbreche und zerstöre, Denn sie treiben eben dasselbige drinnen, das sie in jren Schülen treiben Dafur mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall thun, wie die Zigeuner, auff das sie wissen, sie seien nicht Herren in unserem Lande. – Zum dritten, das man jnen nehme all jre Betbüchlein und Thalmudisten, darin solche Abgötterey, lügen, fluch und lesterung geleret wird. – Zum vierten, das man jren Rabinen bey leib und leben verbiete, hinfurt zu leren. – Zum fünften, das man die Jüden das Geleid und Straße gantz und gar auffhebe. – Zum sechsten, das man jnen den Wucher verbiete und neme jnen alle barschafft und kleinot an Silber und Gold, und lege es beiseit zu verwaren. – Zum siebenden, das man den jungen, starcken Jüden und Jüdin in die Hand gebe flegel, axt, karst, spaten, rocken, spindel und lasse sie jr brot verdienen im schweis der nasen.“

Importchristen

Wolfgang Schäuble (CDU) möchte Irakern, die in ihrem sogenannten Staat durch den herrschenden Bürgerkrieg bedroht werden, in Europa und in Deutschland Zuflucht gewähren – aber nicht allen Irakern. Der Mann, der ansonsten alles tut, um Flüchtlinge aller Art schon an den Grenzen der Festung Europa abzuwehren, hat sein Herz nur für irakische Christen entdeckt. Mit ihnen scheint er sich weit eher anfreunden zu können. Denkt er vielleicht darüber nach, heidnische Zonen in seinem eigenen Heimatland mit importierten Christen zu bevölkern? Werden die Neuankömmlinge vielleicht sogar deutsche Pässe bekommen, wenn sie nur versichern, die richtige Partei zu wählen? Das Boot mag voll sein, aber das Schiff, das sich Gemeinde nennt, kann noch ein paar Leute in der Kombüse gebrauchen.

Aufruf:

Rettet das kleine Ferkel!

Zitat des Monats Januar

“Wir glauben mit den Knien, oder wir glauben überhaupt nicht.”

(Martin Mosebach, deutscher Büchnerpreisträger)

“Der wahre Gläubige findet erst Ruhe, wenn die ganze Welt das Knie gebeugt hat.”

(Christopher Hitchens, englischer Religionskritiker)

Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung

Vor kurzem machte eine Studie zur Religiosität der Weltbevölkerung einige Schlagzeilen, weil sie zu Tage förderte, dass auch in Deutschland 70% der Menschen “religiös” seien. Das Projekt “Religionsmonitor” wurde von der Bertelsmann-Stiftung initiiert. Kritiker halten diese für eine neoliberale Denkfabrik. Vertreter aller Kirchen und sonstiger interessierter Kreise beeilten sich, die Ergebnisse als Bestätigung für eine Renaissance des Glaubens zu feiern…

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Die große Weihnachtsaktion – Gülz gibt guten Rat

Hallo, hier meldet sich seit langem der Gülz mal wieder zu Wort und das diesmal nicht aus Eigennutz. Denn es wird bald Weihnachten und Gülz will als frommer Christ anderen Menschen helfen.
Also zur Sache! Vor kurzem erreichte mich per Post der Hilfeschrei einer Frau: „Lieber Gülz, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Mein Mann hat unser ganzes Vermögen in einem Spielsalon verbrasst, bitte hilf mir!“ Da die gute Frau leider keine Adresse angegeben hat, dachte ich mir, verbreitest du die frohe Botschaft über die Sax-Royal-Webseite.
Und hier mein Rat an die Frau: Ihr Mann ist spielsüchtig und Sie können absolut nichts dagegen tun! Am besten Sie konzentrieren sich jetzt darauf, an ihm blutige Rache zu nehmen. Raffen Sie dazu alles, was Sie an Wertsachen im Haushalt noch finden können, zusammen und bringen Sie das Zeug in eine Pfandleihe. Mit dem so erwirtschafteten Geld wird es einfacher für Sie, ihrem Mann ein Schnippchen zu schlagen. Versuchen Sie nun ebenfalls große Mengen an Geld zu verspielen. Je mehr Geld weg ist, desto besser für Sie und Ihren Mann, denn verlassen Sie sich darauf: der wird sich jetzt schwarz ärgern. Wenn Sie nicht wissen, wo die nächste Spielbank ist, fragen Sie einfach in Ihrer Nachbarschaft nach. Irgendjemand wird Ihnen sicher zeigen können, wie man sein Geld am schnellsten los wird. Also: verplempern Sie keine Zeit! Schreiten Sie zur Tat und zweifeln Sie vor allem nicht an meinem Rat, denn mit etwas Glück gewinnen Sie ja sogar noch ein paar Groschen hinzu.

Frohes Fest!
Ihr Freund und Helfer:
Gülz

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