Am Donnerstag (19. Januar) lesen Udo Tiffert, Max Rademann und Michael Bittner wieder gemeinsam als Lesebühne GRubenhund in Görlitz. Die erste Veranstaltung des neuen Jahres bringt wieder brandneue Geschichten der drei Recken, die sich mit den Finessen des Alltags auskennen, aber auch den Blick aufs große Ganze der Weltpolitik wagen. Los gehts wie immer um 20 Uhr im Kino Camillo (Handwerk 13). Der Eintritt kostet 5 Euro.
Am Donnerstag (15. Dezember) machen sich Udo Tiffert, Max Rademann und Michael Bittner zum letzten Mal in diesem Jahr auf den Weg nach Görlitz, um dort als Lesebühne GRubenhund dem Publikum wieder brandneue Texte zu Gemüte zu führen. Aktuell, böse, liebevoll – so lautet wie immer das Motto für unsere Geschichten. Nachdem es bei den ersten beiden Auftritten im neuen Veranstaltungsort, dem Kino Camillo, so wunderbar gelaufen ist, sind wir sicher, dass es wieder ein ausgesprochen schöner Abend wird. Los gehts um 20 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro.
Am Donnerstag (20. Oktober) startet die Görlitzer Lesebühne GRubenhund in ihre zweite Saison – und das runderneuert: Nach dem Abschied von Andreas Vent-Schmidt nach Leipzig freuen sich die Stammautoren Udo Tiffert und Michael Bittner über einen großartigen Neuzugang: ab sofort wird Max Rademann, bestens bekannt als Autor der Lesebühne Sax Royal, Musiker und Filmemacher, jeden Monat mit dabei sein. Aktuell, böse und liebevoll – unter diesem Motto gibt’s ab Oktober stets neue Geschichten für das geneigte Publikum. Die Lesebühne findet ab sofort immer am dritten Donnerstag des Monats im Kino Camillo um 20 Uhr statt. Der Eintritt kostet 5 Euro.
Nach zwei Jahren in der Kamenzer Straße kam ich nun auch endlich einmal der moralischen Verpflichtung nach, Kamenz zu besuchen. Die Stadt, völlig unbekannt unter dem Namen “Perle der Westlausitz”, überraschte uns als schnuckeliges kleines Städtchen, dass sich an die hügeligen Ausläufer des Oberlausitzer Berglandes schmiegt. Einwohner sah man allerdings auf den Straßen so wenige wie nach dem Abwurf einer Neutronenbombe. Essen kann man gut im Ratskeller, der zum Hotel Goldner Hirsch gehört. Eine großartige Aussicht hat man von einem Turm auf dem Hutberg, fünfzehn Minuten vom Zentrum entfernt.
Hauptanziehungspunkt ist für Freunde der Poesie das Lessing-Museum Kamenz, das sich die Stadt für ihren größten Sohn geleistet hat. Die Aufmachung des kleinen Museums ist modern und erfreulich wenig heimattümlich: Zu sehen gibt es nicht Pfeifenköpfe und Unterhosen, sondern – wie es sich für einen Dichter gehört – vor allem Bücher und Texte. Entdeckungen können sowohl Anfänger als auch Fortgeschritte machen. Ich gehöre zu letzteren und habe meine ersten Zeilen Lessing schon in früher Jugend gelesen, weil ein Auswahlband namens Die Aber kosten Überlegung im elterlichen Bücherregal stand. Man muss diesen Aufklärer jedenfalls mögen: Patriotismus ging ihm am Arsch vorbei, religiöse Engstirnigkeit war ihm zuwider. Heute würde er Polemiken gegen Islamisten wie Islamophobe aus der Hüfte schießen. Seine größte literarische Leistung dürfte, neben der Erfindung des modernen deutschsprachigen Dramas, vor allem eine sein: Er führte den Witz in die Kritik und Gelehrsamkeit ein. Nicht umsonst war er auch der liebste Schriftsteller Heinrich Heines. Neben historischen, antiquarischen, ästhetischen, theologischen, philosophischen, kritischen, literarischen und dramatischen Texten schrieb er auch kleine Gedichte wie dieses:
Ob ich morgen leben werde,
weiß ich freilich nicht;
aber wenn ich morgen lebe,
daß ich morgen trinken werde,
weiß ich ganz gewiß!
Auch in diesem Jahr unternahm die Lesebühne Sax Royal wieder ihren traditionellen Betriebsausflug ins Zittauer Gebirge. André und Julius aka “Team Totale Zerstörung” haben einen kleinen, aber feinen Dokumentarfilm dazu gemacht, der den Spirit der Reise einfängt:
Am Donnerstag (27. Januar) lese ich wieder zusammen mit den Kollegen Andreas Vent-Schmidt und Udo Tiffert in Görlitz bei der noch jungen Lesebühne GRubenhund. Ort des Geschehens ist das kleine Theater Apollo, los gehts wie immer schon um 19:30 Uhr. Wer mag, kann sich hier mit Hilfe eines Mitschnitts einen kleinen Eindruck verschaffen – ich lese den etwas zu lang geratenen Essay Übers Fernsehen oder Der Tag, an dem Peter Kloeppel Scheiße sagte:
Am heutigen Donnerstag, den 16. Dezember, liest Michael Bittner – so Gott aka das Wetter beziehungsweise die Bahn es will – wieder bei der neuen Görlitzer Lesebühne GRubenhund. Los gehts um 19:30 Uhr im Theater Apollo. Mit dabei sind Udo Tiffert und als spezieller Gast Matthias Heine von der Lesebühne Cottbus.
Am Donnerstag (18.11.) geht die dritte Ausgabe der erfreulich erfolgreich gestarteten neuen Lesebühne GRubenhund in Görlitz über die Bühne. Gemeinsam mit Andreas Vent-Schmidt und Udo Tiffert liest diesmal Max Rademann, bestens bekannt als Autor von Sax Royal und E-Orgel-Rockstar und DJ und Cartoonist und Filmemacher. Ort des Geschehens ist wie immer das Theater Apollo, los gehts um 19:30 Uhr.
Liebe Dresdner Studenten! Solltet ihr es noch nicht mitbekommen haben: Seit Anfang Oktober dürft ihr mit eurem Semesterticket ganz Sachsen umsonst bereisen. Also auf, schwingt eure Hintern in den nächsten Regionalexpress und sucht das Abenteuer! Zum Beispiel in Zittau, jener sympathischen Metropole der Oberlausitz, die ich vor ein paar Tagen zum ersten Mal genauer in Augenschein nahm. Gewiss, wenn eine Stadt am Arsch Deutschlands liegt, dann Zittau. Aber wer den weiten Weg ins Nirgendwo auf sich nimmt, der findet eine recht hübsch herausgeputzte alte Kleinstadt mit schönen historischen Gebäuden.
Regelrecht begeistert aber war ich von der erst seit ein paar Jahren öffentlich ausgestellten, neuen touristischen Hauptattraktion der Stadt: den Zittauer Fastentüchern. Fastentuch, das klingt nun zugegebenermaßen wenig nach einem derbe krassen Mega-Flash. Ich kann die Besichtung des “kleinen” und des “großen” Zittauer Fastentuches jedoch allen Freunden der sakralen Kunst und der Malerei der frühen Neuzeit nur ans Herz legen. Mit Fastentüchern, also großen bemalten Leinbahnen, wird nach katholischem Brauch der Altar in der vorösterlichen Zeit verhüllt. In der Reformationszeit wurde dieses “Gaukelwerk” (Luther) im Norden abgeschafft – außer eben in Zittau, wo sich zwei herausragende Exemplare erhalten haben. Das “große” Zittauer Fastentuch (1472) wird in der größten Museumsvitrine der Welt in einer zum Museum umgewidmeten Kirche ausgestellt. Es zeigt in 90 Bildern Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie apokryphe Geschichten. Unter jedem Bild erklärt jeweils ein lustiger frühneuhochdeutscher Vers, was in dem heiligen Comic gerade zu sehen ist. Das “kleine” Zittauer Fastentuch (1573) zeigt eine Kreuzigungsszene, inspiriert von Dürer, Grünewald und Michelangelo. Am Rand sind um die Darstellung die verschiedenen Folterwerkzeuge abgebildet, mit denen Jesus traktiert wurde, nebst Judas’ Kopf in der Schlinge.
Der Besuch beider Tücher kostet ermäßigt 3 Euro. Die Führung ist empfehlenswert. Zu sehen täglich (ab November außer montags) 10 bis 17 Uhr.
Ihre Premiere erlebt am kommenden Donnerstag die neue Görlitzer Lesebühne GRubenhund um 19:30 Uhr im Theater Apollo. Monatlich wird sie dann immer am dritten Donnerstag des Monats stattfinden. Drei genetisch in der Lausitz vorbildlich verwurzelte Autoren bilden die Stammbesatzung: Der gebürtige Görlitzer Andreas Vent-Schmidt ist auch bei der Lesebühne Cottbus aktiv. Udo Tiffert aus Neusorge ist regelmäßiger Gast zahlreicher Lesebühnen und Poetry Slams. Michael Bittner ist Autor von Sax Royal und schreibt wöchentlich eine literarische Kolumne für das Magazin der Sächsischen Zeitung. Auch Gastpoeten werden die neue Lesebühne ab und an besuchen: Gleich beim ersten Mal wird das niemand geringeres sein als der Erzpoet Max Rademann. Görlitzer und Lausitzer Freunde der Literatur, erscheint in Massen!
Lesebühne GRubenhund | 16. September | Donnerstag | 19:30 Uhr | Theater Apollo | Görlitz, Hospitalstraße 2