Eben kehre ich zurück von der Bautzner Straße, wo ich mit wenigen Getreuen Christian Meyer beim Umzug half. Zu schleppen waren hauptsächlich Marienbilder, obskure Instrumente und bunte Hemden. Leider wird Christian nach nicht einmal zwei Jahren die sächsische Landeshauptstadt wieder verlassen und kehrt nach Leipzig zurück. Als Booker der Scheune hat er in der kurzen Zeit das musikalische Leben in Dresden nicht wenig belebt und auch viele fetzige Tanzveranstaltungen organisiert. Davon, dass er gleichzeitig zusammen mit Julius Fischer als Band The Fuck Hornisschen Orchestra riesige Erfolge feierte und sogar gemeinsam mit Karl Dall im Fernsehen auftrat, brauchen wir nicht zu reden. Vielleicht lags an der häufigen Abwesenheit, dass Christian in Dresden nie so ganz heimisch wurde. Vielleicht lags aber einfach auch an Dresden, einer Stadt, so klebrig und übersüß wie alter Sirup. Leipzig passt ganz gewiss besser zu ihm. Im Namen aller Autoren von Sax Royal wünsche ich: Alles Gute, Christian!
Vom 01. bis zum 03. Juli findet in Leipzig das LivelyriX Sommerfestival statt. Ein tolles literarisch-musikalisches Programm erwartet die Besucher. Mit dabei sind so interessante Autoren wie Tino Hanekamp, Frank Klötgen und Volker Strübing. Auch Royalist Julius Fischer ist am Start: Am 01. Juli tritt er gemeinsam mit André Herrmann als “Team Totale Zerstörung” beim Team Poetry Slam auf. Solo nimmt er außerdem noch einmal am 03. Juli bei der Poetry-Slam-Revue teil. Alle Veranstaltungen gehen im Garten der Distillery über die Bühne.
Der helle Wahnsinn: 200 Leute besuchten unsere gestrige Geburstagslesebühne in der Scheune. Danke an alle Zuschauer für einen neuen Allzeitrekord! Beschwerden wegen der geplatzten Bockwürste sind bitte bei der Sächsischen Fleischerinnung einzureichen. Wenn wir jetzt noch öfter ein paar Texte gegen genetisch degenerierte Kanaken und Proleten einstreuen, erreichen wir vielleicht irgendwann den Erfolg von Thilo Sarrazin, der gestern vor 2500 Menschen Dresdnern in der Messehalle 1 auftrat.
Am heutigen Freitag (14.01) gastiert unsere Lesebühne Sax Royal jedenfalls erst einmal in Leipzig. Beim Voland & Quist Literatursalon im Horns Erben lesen Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth ab 20 Uhr eine Auswahl ihrer schönsten Texte des letzten Jahres. Los gehts um 20 Uhr.
Wer am Wochenende in Leipzig weilt, wofür es ja immer gute Gründe gibt, oder gar in selbiger Stadt wohnt, dem sei die Eröffnung der neuen Poetry-Slam-Saison am Freitag empfohlen. Er kann dort auch die Royalisten Michael Bittner (musste leider absagen) und Max Rademann beim livelyriX Poetry Slam erleben. Mit dabei sind auch viele weitere liebenswerte Autoren wie André Herrmann oder Micha Ebeling. Der Dichterwettstreit beginnt um 21 Uhr in der Distillery.
Wer an diesem Wochenende den Weg nach Leipzig findet, der kann die Gelegenheit nutzen, um das livelyriX-Sommerfestival zu erleben. An drei Tagen (Fr-So) veranstaltet der livelyriX e.V. im Garten der Distillery ein buntes Programm: Am Freitag geht ein hochkarätig besetzter Poetry Slam und am Sonnabend ein Song Slam über die Bühne, während der Sonntag den Autorinnen und Rap-Poeten gehört. An allen Tagen gibt es außerdem Poetry Clips und hoffentlich rauschende After-Show-Partys. Auch Royalisten sind vertreten: Mit dabei als Autor und Musiker ist Max Rademann, als Moderator kommt Julius Fischer zum Einsatz.
Das livelyriX-Festival wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Stadt Leipzig gefördert.
Der Verlag unserer Herzen (und sicher noch vieler anderer) erhält, wie ich gerade im Blog von Voland & Quist lese, den renommierten Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung. Hier die Begründung:
Der im Oktober 2004 von Sebastian Wolter und Leif Greinus gegründete Verlag Voland & Quist überzeugt durch sein Konzept einer Verbindung von geschriebener und gesprochener Literatur. Nahezu allen individuell gestalteten Büchern liegt eine CD oder DVD bei: Die junge Literatur, die der Verlag hauptsächlich publiziert, wird in zahlreichen Lesungen als “Live-Literatur” vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Literatur junger osteuropäischer Autoren wie Edo Popovic oder Kriszta Bódis. Und mit dem erfolgreichen Band “Schmidt liest Proust” von Jochen Schmidt gelang es dem Verlag, jüngere Leser für Marcel Proust zu begeistern.
Den Verlegern Leif Greinus und Sebastian Wolter wird der Preis am 19. März 2010 um 13 Uhr während der Leipziger Buchmesse im Berliner Zimmer verliehen. Wir gratulieren!
Am Donnerstag, den 22. Oktober, lesen Julius Fischer und Michael Bittner bei einer neuartigen Veranstaltung mit dem Titel “Poetry Lounge” in Leipzig. Der Spaß soll ab 20:30 Uhr im Café der Leipziger Hugendubel-Filiale in der Petersstraße 12 über die Bühne gehen. Wir sind selbst gespannt, was uns dort erwartet – hoffentlich aber allerhand Zuschauer. Zu unserer Freude wissen wir aber schon, dass auch die bezaubernde Kollegin Franziska Wilhelm mit von der Partie sein wird. “Ohne Poesie keine Competition” lautet das Motto; das Publikum darf einen von uns zum Sieger küren. Ein Eintritt soll humane 3 Euro kosten. Leipziger, erscheint in Massen!
Immer wieder stelle ich die Behauptung in den Raum, Dresden sei aus literarischer Sicht ein verschnarchtes Nest. Als Gegenbeispiel führe ich dann meist Leipzig ins Feld, wo – meinem subjektiven Eindruck nach – eher der Bär steppt. Was auch nicht wundern sollte, schließlich gibt’s da das Deutsche Literaturinstitut und die Buchmesse mit dem zugehörigen Festival “Leipzig liest”. Um mein Vorurteil empirisch zu verifizieren, wählte ich den Weg einer quantifizierenden Analyse, will sagen einer statistischen Auswertung von Stadtmagazinen beider Städte. Und einen Sieger muss ich schon vorab verkünden. Ein Stadtmagazin wie den Leipziger kreuzer sucht man in Dresden leider vergebens – gleichermaßen, was den Umfang wie die Vielfalt des Inhalts betrifft. Nun aber zum Endstand meiner Auszählung literarischer Veranstaltungen im Oktober:
Dresden: 57 – Leipzig: 97
Natürlich müsste man hier eigentlich einen Zwölf-Monate-Vergleich zu Grunde legen, um den Zufall als verzerrenden Faktor auszuschalten. Aber es dürfte sich nichts groß ändern, eher im Gegenteil, denn der Buchmessen-Monat würde ordentlich zu Buche schlagen. Aber Vorsicht, Leipzig, wir arbeiten dran!
Meine Beine schlackern schon jetzt genüsslich, wenn ich an in zwei Monaten denke. Da ist wieder so richtig Slam, Slam2008, die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam, der National oder Näschi, wie ich mir kürzlich ausdachte. Der wird dieses Jahr in der Schweiz stattfinden, das ist gut, die Schweiz ist klein und deswegen sind die Leute da sehr nett. Gegenüber Gästen, schwieriger ist’s, wenn man da wohnen will, aber sei’s drum. Jedenfalls senden wir (livelyriX) insgesamt 6 Starter nach Zürich, als da wären: Udo Tiffert und Franziska Wilhelm für den Dresdner Slam, André Herrmann und mich selbst für Leipzig und Josef Maruan und Toni Grünheid für Jena. Außerdem treten André und ich als Team Totale Zerstörung im Teamwettbewerb an. Das könnte fette Beute geben. Continue reading Hola Schwiz!…
Welch güldene Woche! Es ist die 8.Filmkunstmesse in L.E., sicher ein gediegener Anlass, als Dresdner mal nach Leipzig zu kommen, bzw. als Leipziger die Stadt zu verlassen. Ich werde das nicht tun, ich fühle mich wohl hier, was aber auch daran liegt, dass ich sehr sehr beliebt bin und gestern beim Fußball im Park total guddi war. Mal was anderes:
Der Dokumentarfilm “Heimatkunde”, in dem ganz “viele kaputte Sachen aus der DDR” gezeigt werden, und zwar von niemand Geringerem als dem PARTEI-Vorsitzenden und ehem. Chefredakteur der Titanic Martin Sonneborn, hat heute eine von wenigen Vorpremieren im Leipziger Kino Cineding auf der Karl-Heine Straße. Besonderheit: Der Hauptdarsteller ist anwesend. Alle kommen. Jucheee. Das Spektakel beginnt um 20 Uhr.