Julius Fischer bei „Olaf macht Mut“

Unser lieber Stammautor Julius Fischer wird in Zukunft noch öfter im Fernsehen zu bestaunen sein. In der neuen Show von Olaf Schubert mit dem Mut machenden Titel Olaf macht Mut wird er als Redaktionsleiter und Blitzableiter auf der Bühne fungieren. Die beiden machen nicht nur zu zweit Spaß, sondern begrüßen auch musikalische und humoristische Gäste. Die erste Folge läuft am 27. April 2017 um 23:30 Uhr in der ARD.

Wie man nicht über die Sache streitet

Oft kommt man, im Internet oder im noch wirklicheren Leben, in die Verlegenheit, mit einem Andersdenkenden sprechen zu müssen. Solche Diskussionen bergen Gefahren. Man kann sich blamieren, weil man im Streit nicht recht behält. Oder man wird am Ende gar von den Argumenten des Gegners überzeugt. Um dies zu verhindern, haben sich eine Reihe von Kunstmitteln bewährt. Die zehn besten seien hier zum allgemeinen Nutzen vorgestellt:

Erklären Sie gleich vorneweg, die ganze Sache sei ohnehin unwichtig und nicht der Rede wert. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, aus dem Gespräch auszusteigen, sobald es irgendwie brenzlig wird.

Behaupten Sie, es seien beide Meinungen gleich berechtigt, weshalb es gar keinen Zweck habe, über die eine oder über die andere zu diskutieren. Es habe eben jeder seinen Standpunkt und damit gut. So ein Unentschieden ist auf jeden Fall immer noch besser als eine Niederlage.

Versichern Sie Ihrem Gegenüber, es sei gar nicht fähig und würdig, über ein so wichtiges und komplexes Problem mitzureden. Es fehle doch erkennbar an Lebenserfahrung, an einem Abitur oder an einem Penis.

Reden Sie nicht über die Meinung Ihres Gegners, sondern über die Gefühle, die dessen Haltung bei Ihnen auslöst. Insbesondere schmerzliche Empfindungen geben Ihnen zweifellos das Recht, die Sache nicht weiter zu besprechen und als Sieger der Herzen das Schlachtfeld zu verlassen. Tränen lügen nicht.

Kritisieren Sie nicht die Argumente Ihres Feindes, unterstellen Sie ihm besser üble Motive. Weisen Sie ihm nach, dass er nur vom Neid angetrieben wird oder als bezahlter Agent finsterer Mächte agiert.

Wechseln Sie im passenden Moment das Thema, vorzugsweise zu einem, das dem Gegner unangenehm ist. Versucht dieser, Sie zurück zur Sache zu rufen, dann werfen Sie ihm vor, er habe wohl etwas zu verbergen und wolle im passenden Moment das Thema wechseln.

Reden Sie ausschließlich in unverständlichen Andeutungen, raunen Sie möglichst vieldeutig, sodass es Ihrem Kontrahenten unmöglich wird, Sie bei irgendeiner konkreten Aussage zu fassen. Werden Sie zum Mäuslein, das dem Jäger stets entkommt, weil es immer ein Schlupfloch in der Nähe findet.

Äußern Sie die Behauptung, auch Hitler, Stalin und Dieter Nuhr hätten in dieser Sache nachgewiesenermaßen die gegnerische Position vertreten, was deren Falschheit, ja Bösartigkeit schon zur Genüge beweise und jede weitere Diskussion überflüssig und sogar gefährlich mache.

Brüllen Sie so laut und ausdauernd Beleidigungen, dass die Stimme des Feindes nie zu hören ist. Halten Sie sich, wenn nötig, außerdem auch noch die Ohren zu. Der Feind wird nach einer Weile entnervt abwinken und verschwinden.

Hauen Sie Ihrem Gegner tüchtig auf’s Maul und laufen Sie dann ganz schnell davon.

Michael Bittner

Julius & Micha bei radio eins

Jede Woche produziert seit einigen Monaten unser Julius Fischer gemeinsam mit dem Kollegen Sebastian Lehmann den Podcast „Zwei zu viel“ für radioeins. Gast der jüngsten Ausgabe vom 26.1.2017 war Michael Bittner. Er las seinen Text Das Lachen der Schweine, führte mit Julius ein Live-Hörspiel auf und plauschte mit beiden Gastgebern über die Weltlage. Wer die Sendung nachhören möchte, klicke einfach hier.

Max Rademann: „Der barbarische Kalender“

Barbarischer KalenderEs gibt nur ein Wort im Deutschen, das in der Lage ist, beinahe jede Lebenssituation treffend auf den Punkt zu bringen: „Barbarisch!“ Jeden Tag beobachten wir Szenen, die man als barbarisch bezeichnen muss. Dieses wunderbare Wort beschreibt dabei jedoch nicht ausschließlich unangenehme Erlebnisse, nein, es kann ebenso als Ausdruck inniger Begeisterung verwendet werden. Es ist ein Wort von universeller Bedeutung, kraftvoll, schön und immer zutreffend. Der barbarische Kalender von Max Rademann beweist dies an 365 Tagen im Jahr eindrucksvoll. Als Abreißkalender bietet er jeden Tag Erbauung durch neue heitere Zeichnungen. Da er zudem nur Daten, aber keine Wochentage kennt, handelt es sich um einen immerwährenden Kalender.

Erhältlich überall, wo es Bücher gibt!

Lesetipp: Stadtluft Dresden

Cover Stadtluft DresdenIn die Läden kommt dieser Tage die erste Ausgabe von Stadtluft Dresden, einer Mischung aus Buch und Magazin mit ungewöhnlichen Geschichten aus und über Dresden. Macher sind der Journalist Peter Ufer, der Fotograf Amac Garbe und der Grafiker Thomas Walther. Texte beigesteuert haben u.a. Thomas Rosenlöcher, Durs Grünbein, Peter Richter, Thomas Brussig und Annamateur. Auch von Michael Bittner ist eine Geschichte mit dem Titel „Meine Dresdner Jahre“ enthalten.

Micha wird auch mit dabei sein, wenn das neue „Bookzin“ mit einer Lesung am 2. Dezember um 15 Uhr in der Hookie – Manufaktur für Motorräder (Großenhainer Str. 137) der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Die Sprachpolizei informiert (2): Gegen den Rant

Es ist dumm, Neuerungen abzulehnen, nur weil sie aus den USA stammen. Aber nicht jede Neuerung, die aus Amerika zu uns kommt, ist begrüßenswert. Seit einer Weile begeistert eine neue Textsorte namens „Rant“ das Internet. Benötigen wir dieses neue Genre? Kamen wir bislang nicht auch ganz gut mit Pamphlet, Polemik und Pasquill aus? Das Oxford Dictionary verrät, das Wort „rant“ bezeichne eine Tätigkeit folgender Art: „speak or shout at length in a wild, impassioned way“. Wer einen „Rant“ von sich gibt, der will also offenbar wüten und schimpfen. Mein altes Schulwörterbuch bietet eine Übersetzung an, die vielen Beiträgen im Netz sogar noch besser gerecht wird: „Phrasen dreschen“. Denn einige Autorinnen und Autoren nehmen das Wort wörtlich und verschriftlichen bloße Motzerei. Regelmäßig entspricht die Sorglosigkeit im Umgang mit Rechtschreibung und Grammatik dabei der Schlampigkeit des Denkens. Solche Texte beweisen einmal mehr, dass es eben keine gute Idee ist, das Internet als Medium virtueller Mündlichkeit zu verstehen und im Netz so zu schreiben, wie man auf der Straße spricht.

Viele Beispiele könnte man zitieren. Ich wähle in unfairer Weise nur eines aus: Sebastian Bartoschek hat im Blog Ruhrbarone jüngst einen Beitrag mit dem Titel Wir sind die Irrelevanten! publiziert. Er beginnt so:

Ich halte es nicht mehr aus: die Rechtsradikalen sind europaweit auf dem Vormarsch. In Österreich die FPÖ, in die Deutschland die AfD, in Ungarn regiert bereits ein Viktor Orban und in Polen das PiS-Pack. Und was tun wir? Wir diskutieren über Gendersternchen, die vermeintlichen Gefahren von Freihandel und Veganismus. Es ekelt mich an – ich muss ranten. Oder damit die FAZ-Leser es auch verstehen: das hier wird ein übellauniger Kommentar.

Wer könnte diese Verzweiflung nicht nachfühlen? Aber zu welchen Schlüssen führt uns der Autor?

Die Dreckssäcke vom „Islamischen Staat“ ermorden Hunderte bei Terroranschlägen in Europa. Die Menschen haben Angst. Und wir diskutieren über den Islam. In Talkrunden, Kommentarspalten und Sozialen Medien. Analysieren, wägen ab, zeigen uns empört, sind überrascht, dass wir Muslime im Land haben, und stellen fest, dass Muslime Muslime töten. Statt ernsthaft etwas zu tun. Wir sind immer noch zu feige, gegen den Islamischen Staat vorzugehen. Weil der menschenverachtende Pazifismus der Wohlfühlboheme lieber tote Araberkinder in Kauf nimmt, statt selbst in einen schmutzigen Krieg einzusteigen.

Wie soll man diese Worte deuten? Sollen wir aufhören, differenziert über den Islam zu diskutieren? Und stattdessen endlich militärisch in den schmutzigen Krieg gegen den IS einsteigen? Weil, wer gegen einen solchen Krieg stimmte, für den Tod von Araberkindern verantwortlich wäre? Wird Sebastian Bartoschek sich bald freiwillig bei der Bundeswehr zum Auslandseinsatz melden? Nein? So waren die Worte gar nicht gemeint? Sie sollten überhaupt nichts Konkretes bedeuten, der Autor wollte nur ein bisschen „ranten“? Genau das hatte ich befürchtet.

Den argumentativen Zusammenhang von Sebastian Bartoscheks Beitrag zu rekonstruieren, erweist sich als schwierig. Womöglich hat er einen solchen Zusammenhang gar nicht erst konstruiert. So viel versteht man: Eine intellektuelle „Pseudoelite“ diskutiert über nebensächlichen Firlefanz wie Veganismus, Diskriminierung oder geschlechtergerechte Sprache, statt sich um die wirklich „großen Themen“ zu kümmern und auch „die Mehrheit der Deutschen“ und den „kleinen Mann“ anzusprechen. Wer nun aber nach handfesten, materiellen Ursachen für die beklagte „Spaltung“ der Gesellschaft sucht, der irrt. Die „soziale Gerechtigkeit“ ist nach Meinung des Autors nämlich nur ein „leerer Begriff“. Nein, das Problem ist das Sprechen, spricht Sebastian Bartoschek. Die Leute müssten einander endlich wieder zuhören und verstehen! Ob ihnen das früher je schon einmal gelungen ist, im Zweiten Weltkrieg, im Mittelalter oder im Paradies, bleibt leider ungeklärt. Ein Umbau der Gesellschaft ist jedenfalls nicht nötig. Die „radikale Linke“ weiß ja auch nur, wie man „Autos abfackelt oder Menschen bedroht“. Wir müssen aber versuchen, „die Herzen der Menschen zu gewinnen“. So sind wir am Ende glücklich bei der politischen Romantik angelangt. Sie wird in Deutschland seit Jahrhunderten von Autoren produziert, die nach unpolitischen Lösungen für politische Probleme suchen. Wenn sich doch die Menschen nur alle wieder lieb hätten! Die Welt wäre geheilt!

Da das Ergebnis auch den Autor unbefriedigt lässt, immunisiert er sich noch durch Selbstironie gegen Kritik: „Ich bin nicht besser.“ „Und noch eins: dieser Text bringt wahrscheinlich auch nichts. Ausser, dass ihr mir ein paar Minuten beim Schimpfen zuhören musstet.“ Nicht einmal hier können wir Sebastian Bartoschek ganz zustimmen: Wir mussten nicht zuhören, sondern lesen – das schmerzt noch mehr.

Der „Rant“ verführt viele Autorinnen und Autoren zu hysterischem Gezeter, Wutgeschnaube und Betroffenheitsgeheule. Von alldem haben wir aber schon genug. Eine gute Polemik erfordert genau das Gegenteil: gelassene Heiterkeit und Sorgfalt. Aufregung hilft nicht beim Schreiben, künstliche Aufregung erst recht nicht. Polemik erfordert außerdem Haltung. Wer nur verzweifelt und ratlos ist, der schweige besser. Und ein literarischer Angriff sollte sich immer auf ein konkretes Ziel richten. Wer alle anklagt, trifft keinen.

Aus den genannten Gründen plädiere ich dafür, die Textsorte „Rant“ wieder abzuschaffen.

Michael Bittner

Wie schreibe ich einen Hassbrief? Eine Anleitung

Sie wollen einen Autor wissen lassen, dass Sie ihn und seine Auffassungen hassen und verachten? Sie planen, dem Autor zu diesem Zweck einen Brief zu schicken oder eine Botschaft auf seiner Seite im Internet zu hinterlassen? Sie möchten aber keinesfalls in ein konstruktives Gespräch mit dem Feind eintreten, sondern ihm einfach nur Ihre Meinung geigen? Es ihm mal so richtig zeigen, ihm vielleicht sogar etwas Angst einjagen – natürlich ohne Konsequenzen für Sie selbst? Hier die passenden Tipps für den gekonnten Hassbrief:

1. Schreiben Sie anonym! Wer sich persönlich vorstellt, erweckt gleich zu Beginn einen falschen Anschein von Mitmenschlichkeit. Es fällt ohne Maske auch viel schwerer, zünftig verbal gegen den Feind zu keilen. Noch dazu könnte man Sie für Beleidigungen zur Rechenschaft ziehen – das wäre unangenehm. Verzichten Sie also darauf, Ihren Brief zu unterzeichnen. Legen Sie sich im Netz gegebenenfalls eine falsche Identität zu, Pseudonyme wie Ein normaler Bürger, Volkszorn 88 oder auch Dein Alptraum bieten sich an. Sie lehren den Gegner vielleicht sogar ein bisschen das Gruseln!

2. Verzichten Sie auf jede Form von Höflichkeit! Die üblichen Floskeln des Anstands gaukeln dem feindlichen Autor nur vor, Sie wollten ihm mit Respekt begegnen. Die Benimmregeln, die Ihnen vielleicht von Ihren Eltern beigebracht wurden, müssen Sie vergessen. Im Hassbrief wird natürlich immer geduzt, das “Sie” allenfalls ironisch verwendet, um die Verachtung noch sichtbarer zu machen. Eröffnen Sie Ihren Brief also keinesfalls mit “Sehr geehrte/r Frau/Herr XYZ”, sondern knackig mit einem: “Hallo, Sie Arschloch!” Oder gehen Sie gleich in die Vollen: “Du bist ja wohl bescheuert, oder was?!” Es versteht sich von selbst, dass auch beim Abschied keine “freundlichen Grüße” gefragt sind.

3. Gestehen Sie Ihrem Gegner keine Individualität zu! Das ist zugegebenermaßen eine schwer zu befolgende Regel. Aber auch wenn Sie einen ganz bestimmten Autor aus einem ganz bestimmten Grund hassen, sollten Sie immer versuchen, ihn als bedeutungslosen Teil einer verachtenswerten Gruppe anzusprechen. Die Formel “Leute wie Sie” tut hier Wunder. Ihr Gegner muss als kleines Rädchen im Getriebe des Schweinesystems, als beliebiger Parteigänger, als ahnungsloser Teil einer großen Verschwörung erscheinen. Gehen Sie ruhig immer davon aus, dass Ihr Gegner nicht aus eigenem Antrieb handelt, sondern als “bezahlter Schreiberling” feindlicher Mächte, die ihn kontrollieren.

4. Vermeiden Sie sachliche Argumente! Der Einsatz von Fakten, Quellen und Schlüssen ist außerordentlich gefährlich, denn leicht könnten Sie widerlegt werden. Oft überschätzt man hier seine eigene Stärke. Besser ist es, den Feind ausschließlich persönlich zu attackieren. Hier einige der vielfältigen Möglichkeiten: Hat er sich über einen Prominenten lustig gemacht? Die Antwort ist klar: “Du bist ja bloß neidisch!” Schreibt er ein lesbares Deutsch, benutzt korrekte Zitate oder verweist auf glaubwürdige Quellen? Dann ist er reif für: “Du willst wohl was Besseres sein, du intellektueller Klugscheißer in deinem Elfenbeinturm! Geh erst mal arbeiten!” Hat der feindliche Autor vielleicht durch irgendeinen dummen Zufall viele Leser gefunden? Holen Sie ihn von der Wolke wieder herunter: “Dich liest sowieso kein Schwein! Versteht doch keiner, dein Gelaber!” Eine sehr einfache und doch effektive Form des Streitens ohne Argumente kennen wir zudem schon aus dem Kindergarten. Hat der Feind eine Ihnen liebe Person, Partei oder Weltanschauung angegriffen? Dann plärren Sie ihm einfach ein “Sälba!!!” ins Gesicht. Schrieb er zum Beispiel etwas gegen Intoleranz, dann werfen Sie ihm einfach vor, er sei ja selber intolerant – gegen die Intoleranz!

5. Machen Sie eine Antwort Ihres Gegners unmöglich! Eine kontroverse, sogar eine polemische Diskussion kann trotz aller Widersprüche Spannungen abbauen, Missverständnisse auflösen und die Einsicht auf beiden Seiten vergrößern. Das gilt es zu verhindern! Ihr Hassbrief darf keinesfalls wie eine Einladung zum Gespräch wirken. Machen Sie zunächst Ihr Schreiben durch mangelhafte Rechtschreibung, wüste Grammatik und schlechten Stil nahezu unlesbar. Auf diese Weise zeigen Sie Ihrem Gegner, dass Sie nicht die geringste Mühe auf Ihren Text verschwendet haben. Warum auch? Damit Ihr Gegner Sie verstehen kann? Lächerlich. Auch wenn es schwer fällt: Auf Humor müssen Sie ebenfalls ganz verzichten. Gerade wenn Sie es mit einem witzigen Gegner zu tun haben, ist bitterster Ernst angebracht. Sie wollen sich doch nicht auf das Niveau Ihres Feindes herablassen, oder? Weiterhin ist es wichtig, nicht auf die Argumente der Gegenseite einzugehen. Schütten Sie einfach aus, was Sie schon immer einmal loswerden wollten, zu allen denkbaren Themen, am besten seitenlang, Fakten, Vermutungen und Fantasien bunt durcheinander gemischt. Wenn Ihr Feind auf einen solchen Wust blickt, dann wird ihm mit Sicherheit jede Lust vergehen, etwas zu erwidern. Sollte er sich aber doch erdreisten, Ihnen zu antworten, dann lassen Sie sich auf keinen Dialog ein. Hat er eine Ihrer Behauptungen widerlegt? Ignorieren Sie das einfach, reden Sie weiter, aber über etwas ganz Anderes. Hat er ein Ihnen unangenehmes Zitat präsentiert? Behaupten Sie einfach, es wäre “aus dem Zusammenhang gerissen”. Im allergrößten Notfall gibt es noch eine Geheimwaffe: Werfen Sie dem Feind vor, dass er ja sowieso immer lüge! Mit einem, der im Irrtum ist, kann man sich noch streiten. Mit einem Lügner ist aber jedes Gespräch sinnlos.

6. Die Krönung eines Hassbriefes ist selbstverständlich der Schluss. Hier zeigen echte Meisterhasser ihre Könnerschaft. Alle bisher genannten Maßregeln sollten noch einmal zusammen angewandt werden. Das Ende des Hassbriefes muss unpersönlich, unhöflich, unsachlich und dazu auch noch abschreckend sein. Nichts passt hier besser als eine schön bösartige Drohung. Nicht zu konkret natürlich, sonst gibt es am Ende noch Ärger mit der Polizei! Bewährt haben sich Formeln wie “Eines Tages werden wir Leute wie dich zur Verantwortung ziehen!” Das lässt noch Spielraum für die Fantasie und ist doch deutlich genug.

7. Ein Brief ist kein Brief! Auch der beste Hassbrief gerät schnell in Vergessenheit. Soll aber der Feind zur Ruhe kommen, um sein schändliches Treiben ungehemmt fortzusetzen? Gewiss nicht. Darum bleiben Sie am Ball, auch und gerade, wenn Sie – wie erhofft – keine Antwort erhalten haben! Sie können gewiss sein: Jeder Autor ist eitel und liest alle Briefe, die ihn erreichen, auch wenn er vielleicht das Gegenteil behauptet. Sorgen Sie also mindestens wöchentlich für Nachschub! Der Feind muss Angst davor bekommen, sein Postfach zu öffnen! Besonders wirksam ist es, einmal ein Dutzend Mails im Laufe einer einzigen Nacht zu schicken, jede Nachricht wütender als die vorherige. Und zum Schluss vielleicht dann nur noch ein Satz: “Ich bin auf dem Weg!”

Michael Bittner

Frau Schwarzer erklärt sich

Es gibt viele Menschen, die halten Alice Schwarzer für eine wichtige Stimme des Feminismus. Es gibt andere, die halten sie für eine unerträglich eitle und egoistische Selbstvermarkterin, für eine intellektuelle Dünnbrettbohrerin und schlechte Schriftstellerin, für eine Frau, die sich für persönliche Hetzkampagnen der Bild-Zeitung bedient und sich zu Werbezwecken von der Bild-Zeitung benutzen lässt. Für eine Person mit krimineller Energie hielt sie bislang aber niemand – offenbar zu Unrecht. Ihren Steuerbetrug mag man Alice Schwarzer aber noch verzeihen, unverzeihlich hingegen ist ihre Erklärung:

In eigener Sache

Diese Überschrift könnten eigentlich alle Artikel und Bücher von Alice Schwarzer tragen, auch ihre Autobiografie wäre mit diesem Titel ehrlich getauft gewesen. In ihrem ganzen Leben ging es ihr vor allem um eines: sich selbst.

Ja, ich hatte ein Konto in der Schweiz. Seit Jahrzehnten, genauer: seit den 1980er Jahren. Und erst im vergangenen Jahr habe ich es bei meinem Finanzamt angezeigt. Ich habe die Steuer für die Zinsen nachgezahlt und das Konto aufgelöst. Das Konto war ein Fehler. Den bedauere ich von ganzem Herzen.

Man glaubt doch wirklich, Uli Hoeneß reden zu hören. Immer machen die Steuerbetrüger nur “Fehler”, nie begehen sie Straftaten. Sie möchten bedauert, nicht verurteilt werden. Und bedauern selbst am meisten, erwischt worden zu sein.

Inzwischen ist alles legal. Ich gehöre nicht zu den tausenden, die Schwarzgeld in der Schweiz haben, das bis heute nicht versteuert ist. Meine Steuern sind gezahlt.

Ja, seit einem Jahr!

Also gilt für mich das Recht auf Privatsphäre und das Steuergeheimnis. Das schützt zehntausende von Deutschen, die, wie ich, unaufgefordert die Initiative ergriffen haben, ihr Konto in der Schweiz zu legalisieren. Und es schützt auch die “Dutzenden von Prominenten”, von denen Experten zu berichten wissen. Über keinen von ihnen ist bisher geschrieben worden, obwohl “spektakuläre Namen” dabei sein sollen. Aber das gilt anscheinend nicht für mich.

So kämpft die Frau, die einstmals als Ikone der Linken galt, nicht etwa gegen das skandalöse Privileg von wohlhabenden Steuerhinterziehern, sich bei drohender Entdeckung freizukaufen – und dabei auch noch anonym zu bleiben. Nein, sie beansprucht dieses Privileg auch für sich als gutes Recht!

Ja, ich habe einen Fehler gemacht, ich war nachlässig. Aber ich habe den Fehler wieder gutgemacht. Ich habe für die letzten zehn Jahre gesamt rund 200.000 € Steuern nachgezahlt, plus Säumniszinsen. Der Fall ist damit auch aus Sicht der Steuerbehörde bereinigt. Mit welchem Recht also jetzt diese Denunzierung?

Mit dem Recht, mit dem die Gerechtigkeit sich ab und zu über falsche Gesetze hinwegsetzen darf. Ein Hoch auf den tapferen Finanzbeamten, der sich den Spaß erlaubte, uns über den Charakter von Alice Schwarzer weiter aufzuklären!

In meinem Fall wurde die Information von einem Informanten aus der Schweiz, wie es heißt, gleich mehreren Redaktionen gesteckt, nacheinander – damit es einer sicher bringt. Mehrere Medien hatten sich entschlossen, aus rechtlichen wie ethischen Bedenken, von einer Veröffentlichung Abstand zu nehmen. Der Spiegel allerdings mochte der Versuchung nicht widerstehen. Er pfeift darauf, dass er damit illegal handelt. Darum werde ich jetzt selber etwas dazu sagen.

Illegal handelt also nicht die, die illegal handelt, sondern der, der uns über das illegale Handeln aufklärt. Ganz klar: Frau Schwarzer ist weiblich und Der Spiegel ist männlich. Damit ergibt sich ja von selbst, wer hier Opfer und wer Täter ist.

Rufschädigung? Klar. Zu viele haben in meinem Fall ein Interesse daran. Ein politisches Interesse. Und ich frage mich, ob es ein Zufall ist, dass manche bei ihrer Berichterstattung über mich gerade jetzt auf Recht und Gesetz pfeifen? Jetzt mitten in der von EMMA angezettelten Kampagne gegen Prostitution, wo es um Milliarden-Profite geht. Bei der Jahrzehnte währenden Kritik von EMMA am Ehegattensplitting, mit dem Vater Staat die Hausfrauenehe mit Milliarden subventioniert. Oder auch nach so scharfen öffentlichen Kontroversen, wie im Fall Kachelmann.

Es ist ja ganz klar: Eine gewaltige Verschwörung ist da im Gange! Deutsche Puffbesitzer und deutsche Ehemänner, sie haben sich vereinigt, um eine tapfere Frau mundtot zu machen. Und wer hat diese Intrige eingefädelt? Na klar, der Kachelmann! Denn der ist: Schweizer! Na, klingelt’s?!

Doch so ein Schritt ist auch ein Dammbruch für die Medien. Mit einem Präzedenzfall Schwarzer wird in Sachen Persönlichkeitsschutz die eh schon tiefe Latte noch niedriger gehängt. Illegal? Persönlichkeitsverletzung? Na und!

Die tiefe Latte, Leute! Merkt ihr’s nicht: Hier ist die Phallokratie am Werke!

Ein Wort noch zu meinen Gründen für dieses Konto: Ich habe in Deutschland versteuerte Einnahmen darauf eingezahlt in einer Zeit, in der die Hatz gegen mich solche Ausmaße annahm, dass ich ernsthaft dachte: Vielleicht muss ich ins Ausland gehen.

Bin ich der Einzige, der hier die Hühner lachen hört und gleichzeitig weinen muss? Alice Schwarzer – verfolgt in der BRD der achtziger Jahre.

So denke ich schon länger nicht mehr. Mein Konto hat sich in diesen Jahrzehnten durch Zinsen und Zinseszinsen vervielfacht, denn in all der Zeit habe ich nie einen Cent von dem Konto abgehoben. Es war einfach da. Zu meiner Beruhigung.

Ja, Geld beruhigt ungemein. Es ist so schön, wenn es einfach da ist.

Selbstverständlich hätte ich das Schweizer Konto dennoch von Anfang an beim deutschen Finanzamt angeben müssen, um die Zinsen zu versteuern. Doch ganz ehrlich: Auch mein persönliches Unrechtsbewusstsein hat sich an dem Punkt erst in den letzten Jahren geschärft.

Ja, das Unrechtsbewusstsein von Kriminellen schärft sich immer dann, wenn die Gefahr wächst, geschnappt zu werden.

Es gibt Fehler, die kann man nicht wieder gutmachen. Zum Beispiel Rufmord. Steuerfehler aber, wie ich einen gemacht habe, kann man wieder gutmachen (Und das sieht auch das Gesetz ausdrücklich so vor). Und genau das habe ich getan.

In der Tat: Ein Rufmord wie jener, den Alice Schwarzer an Jörg Kachelmann verübte, lässt sich nicht wieder gutmachen. Dagegen lässt sich eine Steuerschuld tilgen. Der Rufselbstmord, den Frau Schwarzer mit dieser Erklärung verübte, wird hoffentlich nicht mehr zu tilgen sein.

Ein Brandbrief

Seit Émile Zola dem Präsidenten der französischen Republik eine feurige Anklage auf der Titelseite einer Zeitung sandte, haben sich immer wieder mutige Intellektuelle der Form des “Offenen Briefes” bedient, um Mächtigen die Wahrheit ins Gesicht zu schleudern. Nun hat sich die Hamburger Schriftstellerin Simone Buchholz, die normalerweise in Kiezkrimis die Staatsanwältin “Chastity Riley” ermitteln lässt, mit einem eindrucksvollen Schreiben an Olaf Scholz, den Bürgermeister der Hansestadt, in diese große Traditionslinie eingereiht.

Sehr geehrter Herr Scholz,

ich wohne in der Wohlwillstraße auf Sankt Pauli. Mit meinem Mann und unserem fünfjährigen Sohn. Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich

Wortwiederholung!

normalerweise buntes, manchmal wildes, aber immer liebenswertes Leben auf der Straße.

So ist der Alltag im Szeneviertel! Eine nette Wohngegend mit ein bisschen linker Folklore, bunt und wild. Nur zu bunt sollte es nicht getrieben werden, zu wild darf es nicht zugehen – sonst wär’s ja nicht mehr liebenswert!

Wenn ich zurzeit aus dem Fenster sehe, sehe ich,

Wortwiederholungswiederholung!

wie mein Viertel zu Klump gehauen wird. Wie unsere Straße jeden Abend von Leuten als Kulisse für ihre Katz-und-Maus-Spielchen missbraucht wird, sobald unsere Kinder im Bett liegen – falsch, manchmal warten sie nicht mal so lange: Ein Freund meines Sohnes bekam vor ein paar Tagen einen Böller vor die Füße geschmissen, einfach, weil er gerade da war. Der Junge ist fünf.

Was fünfjährige Jungs wissen, offensichtlich ganz im Gegensatz zu denen, die hier im Moment aufeinanderprallen: Wenn keiner nachgibt, hört der Streit nicht auf.

Das wissen fünfjährige Jungs? Glaub ich nicht.

Das ist eine essentielle Erkenntnis, daraus entsteht Zivilisation. Bei jungen Männern mit erhöhtem Testosteronstand kommt das aber oft schwer an.

Gestern Abend habe ich versucht, mit ein paar von denen zu reden. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass das Gelächter groß war. Auf beiden Seiten. Ich glaube, sowohl die martialisch verpackten Polizisten auf unseren Straßen als auch manche der allabendlichen Demonstranten haben gerade – pardon – verdammt dicke Eier in der Hose. Da wird keiner freiwillig nachgeben.

Ging’s da nicht um irgendwas Politisches? Zwangsräumung? Gentrifizierung? Verdrängung oder so? Nee, klar, es ist alles viel einfacher: Männer sind Schweine.

Aber: Was soll das dann werden? Wo soll das hinführen? Soll das jetzt so weitergehen? Und wie lange noch?

Das fragt sich der Leser dieses Briefes auch.

Bis einer heult? Soll es das sein, wofür Hamburg steht: Wuchermieten, Helmpflicht für alle und enttäuschte Gesichter?

Diese Stadt hat eine Menge Probleme. Es ist kompliziert. Ich habe keine Lösungsvorschläge, es ist auch nicht mein Job, die zu haben (es ist Ihrer).

Das wäre ja noch schöner, wenn man von Schriftstellern Ideen verlangte! Von Intellektuellen Vorschläge! Nein, selbstverständlich ist es die Aufgabe von Autoren, Politiker um Hilfe anzuflehen!

Ich weiß nur: Gewalt ist ein ganz mieser Trick, der nicht funktioniert.

Gewalt ist gewiss kein Trick, denn Tricks erfordern Intelligenz. Dafür funktioniert Gewalt oft sehr gut – man mag das mies finden oder nicht. Aber ja, Gewalt ist böse, das lernten wir ja schon im Kindergarten.

Herr Scholz, Sie sind mein Bürgermeister. Sie sind der, dem ich glauben und vertrauen möchte.

Hier steigen der Autorin Tränen in die Augen, dem Leser auch, aber aus anderen Gründen. Komm, mein lieber Bürgermeister und mach mir die Welt wieder heile! Ich will dir doch so gern glauben und vertrauen! Verarsch mich! Bitte!

Sie sind der, der mir eine Stimme geben sollte.

Warum sollte Olaf Scholz das tun? Es reicht doch, meine Beste, wenn Sie ihm bei der Wahl eine Stimme gegeben haben.

Warum sind Sie so still? Warum ducken Sie sich auf so merkwürdige Art weg? Verstecken Sie sich etwa hinter Herrn Neumann?

Olaf Scholz duckt sich gewiss nicht. Das ist doch gar nicht nötig, er verschwindet ja schon hinter einem Hydranten!

Finden Sie, dass das ein gutes Versteck ist? Falls Sie nur nicht wissen, was Sie sagen sollen, kann ja mal passieren, habe ich einen heißen Tipp für Sie: Es ist gerade nicht die Zeit für Gesetze. Es ist Zeit für Größe.

Zu dumm: Es ist Zeit für Größe und Olaf Scholz ist schon ausgewachsen.

Für politisches Gefühl. Für drei bis fünf Fingerspitzen.

Soll er sich Finger amputieren?

Geschichtsbuch aufschlagen und mehr Willy wagen, Herr Scholz!

Was hat denn jetzt der Willy mit Sankt Pauli zu tun? Soll Olaf Scholz sich auf einen erotischen Wettkampf einlassen? Da würde er doch verlieren.

Bitte verzichten Sie darauf, meinen Brief von einem Ihrer Pressesprecher beantworten zu lassen. Ich brauche keine Antwort von Ihnen. Ich erwarte, dass Sie Format zeigen.

Mit verstörten Grüßen aus der Gefahreninsel
Simone Buchholz

Welch Trauer umfängt den Leser nach der Lektüre dieses Briefes! Dass man sich über Möchtegernrevolutionäre, die einen Stadtteil zerlegen, den sie zu schützen vorgeben, ärgern kann, versteht sich. Aber wenn einem nicht mehr als privates Gejammer dazu einfällt, muss man die Öffentlichkeit damit belästigen? Wenn man Olaf Scholz bloß seine enttäuschte Liebe offenbaren will, muss man den Brief gleich in der Zeitung abdrucken lassen? Wer nichts zu sagen hat, der schweige, auch wenn er “betroffen” ist. Wer einen Bittbrief schreibt, der werfe sich nicht in die Pose des Anklägers. Das hier ist nicht “J’accuse!”, sondern bloß “Je me lamente!”

Wer einmal eine schaurig-schöne Viertelstunde verbringen möchte …

… der sollte sich mal die Kommentare der Leser des Hochqualitätsmediums Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu einem Artikel, sagen wir mal: zur Einwanderung von Roma aus Osteuropa, durchlesen:

Offenbar verstehen es die wandernden Herrschaften, genau dort hinzuziehen, wo es Sozialleistung gibt oder wo sich das Betteln noch lohnt. Überall, wo Roma in größeren Gruppen leben, steigen Diebstahlraten an und die Gegend verrottet. Rom, Neapel, Paris oder Berlin könenn ein Lied davon singen. Aber darf man das sagen? Natürlich nicht. Die Erzieher aus Brüssel verbieten es und kassieren bei den eben noch verdammten potentiellen Rassisten für Programme, die allesamt nichts fruchten. Die Frage ist doch, ob es nicht besser wäre, den Roma würde deutlich gemacht, dass Bettler und Diebe nicht willkommen sind.

Es kann einfach so nicht weitergehen. Das Asylgesetz wird seit Jahren mißbraucht, kein Politiker hat den Mut dies klar auszusprechen, weil der dann als Auslädnerfeind u.ä. beschimpft wird.

Man muss wirlich kein rechtsradikales Gedankengut pflegen, um bei der von den teuren Schreibtischtätern in Brüssel – aber mit Unterstützung der EU-Staaten – d urchgeführten EU-Erweiterung „auf Teufel komm raus“ nur noch mit dem Kopf schütteln zu können. Abgesehen von den finanziellen Folgekosten der Kommunen können einem die Mitarbeiter bei diesen Städten nur leid tun, die sich mit diesen – von o.g. Schreibtischtätern verursachten – Problemen vor Ort herumschlagen müssen.

Ich kann dem Autor nur zustimmen. Warum schreibt er dann – im besten politisch korrekten Neusprech – von „Roma“ und nicht von Zigeunern? Nicht nur, dass das Wort Zigeuner in unserer Sprache historisch gewachsen ist, nein, Sinti und Roma sind nur zwei Stämme des Volkes der Zigeuner. Die Armutszuwanderung – die Normalität in den letzten Jahrzhenten der deuschen Zuwanderungspolitik – war mit den Grenzöffnungen nach Südosteuropa erwartbar. Warum tut man jetzt also so überrascht? Umso mehr, als dass das Bundesverfgassungsgericht die (Geld)Zahlungen an Asylanten im vergangenen Jahr drastisch angehoben hat. Geringere Hürden und mehr Geld, was dann passiert, das wirkt doch wie ein Magnet.

ein Austritt aus dem Schengener Abkommen und ein paar wirksame Gesetzesänderungen würden ausreichen.
Doch die sind gegen rot/grün nicht machbar. Und die feige CDU wagt nicht einmal den Kampf aufzunehmen und Widerstand zu leisten und sehen lieber zu, wie Deutschland zur Beute fremder Staatsvölker wird. Die feige CDU wagt es nicht, sich mit den links beherrschten Medien anzulegen, wo unsere Luxus-Linken sitzen, in deren kranken Köpfen die Zerstörung Deutschlands etwas Gutes ist. Solch hilflose Vorschläge, wie man müsse erst die Probleme Rumäniens und der ganzen Welt lösen, damit keiner unser Freibier Total Angebot annimmt, zeugt von einer völligen geistigen Unzurechnungsfähigkeit einer ängstlichen und total verunsicherten politischen Klasse.

Den Plan, das mit EU-Geldern zu regeln zahlen auch Sie und ich. Den Roma ist das egal, die gab es schon immer und die wird es auch immer geben. Sie sind gewissermaßen bewundernswert frei, so wie keiner von uns anderen und sie werden sich krank darüber lachen, wenn sich jetzt alle überschlagen, um sie zu fördern.

Man muß nicht den deutschen Städten helfen, immer mehr Roma immer komfortabler zu versorgen und womöglich noch dauerhaft aufzunehmen, damit dann immer mehr kommen. Das ist ein Irrweg. Die Visafreiheit mit Serbien und Montenegro muß sofort beendet werden. Ebenso notfalls die Freizügigkeit mit Rumänien und Bulgarien. Straftäter und Möchtegern-Zuwanderer ins Sozialsystem müssen korrekt, konsequent und vor allem sehr zügig ausgewiesen werden. Durch eine SELEKTIVE Reform der Visavergabe läßt sich durchaus eine gute und bezahlbare Erreichbarkeit Deutschlands durch die große Mehrheit der ehrlichen und oft gut ausgebildeten Rumänen und Bulgaren erreichen. Dafür muß man etwas Geld in ausreichende Visavergabe-Kapazitäten investieren. Die gegenwärtige Armuts- und Kriminalitätsmigration jedoch gehört sofort gestoppt.

Es ist für den politisch correcten Gutmenschen sicherlich schockierend, wie abfällig sich die Rumänen über die „Zigeuner“ äußern (ein Wort, dass ich persönlich ich schön und nicht diskriminierend empfinde).

Bei uns in Baden-Württemberg werden die größten Städte von Grünen regiert (Stuttgart, Tübingen, Freiburg…). Die nehmen doch diese Leute gerne auf. Schließlich bereichern sie mit ihrer Kultur unsere Gesellschaft. Wir haben sogar einen äußerst populären grünen Ministerpräsidenten. Also nicht wie rein mit denen und aufs ganze Land verteilt. Die Wähler wollen es so…

Integriert waren diese Voelker nie, in der kommunistischen Diktatur waren sie allenfalls domestiziert … und beliebt sind sie auch nicht; da ist man in der Regel froh, wenn diese Volksgruppen in den deutschen Sozialstaat entschwinden und dort ungestoert ihre Ghettos bilden, mit europaeischen Programmen bewirken sie da Nichts; der Wille sich einer nicht integrierten Volksgruppe zu entledigen, der wird zur selbsterfuellenden Prophezeiung in vielen Laendern.

Jeder der Leser hat seiner Meinung seinen Namen beigefügt – ist es nicht schön, dass die Zeiten der Political Correctness vorbei sind und man in Deutschland wieder alles sagen darf?

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