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	<title>sax royal &#187; Medien</title>
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		<title>Die politisch Inkorrekten</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 15:44:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es wirklich noch Menschen, die auf die mittlerweile &#252;ber alle Ma&#223;en &#246;de Masche der politisch Inkorrekten hereinfallen? Auf Leute wie Walser oder Sarrazin, die von allen Titelseiten und auf allen Kan&#228;len posaunen, man verbiete ihnen den Mund, weil sie so provokante Wahrheiten ausspr&#228;chen? Es sieht so aus. Wie w&#228;re es sonst zu erkl&#228;ren, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gibt es wirklich noch Menschen, die auf die mittlerweile &#252;ber alle Ma&#223;en &#246;de Masche der politisch Inkorrekten hereinfallen? Auf Leute wie Walser oder Sarrazin, die von allen Titelseiten und auf allen Kan&#228;len posaunen, man verbiete ihnen den Mund, weil sie so provokante Wahrheiten ausspr&#228;chen? Es sieht so aus. Wie w&#228;re es sonst zu erkl&#228;ren, dass ein so mediokres Exemplar wie der Journalist Jan Fleischhauer, den sich der Spiegel als konservativen Redaktionsnarren h&#228;lt, Aufmerksamkeit auf sich zieht? Fleischhauer hat gewiss einen Riecher f&#252;r die Schw&#228;chen seiner Gegner, aber die snobistische H&#228;me, die seine Texte durchzieht, macht sie f&#252;r Menschen mit gesundem Geschmack auf Dauer ungenie&#223;bar. In seiner <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,810744,00.html" target="_blank">neuesten Kolumne</a> hat er sich noch einmal selbst unterboten:</p>
<blockquote><p>Hand aufs Herz: Hat es irgendjemanden &#252;berrascht, dass der Ungl&#252;ckskapit&#228;n der &#8220;Costa Concordia&#8221; Italiener ist? Kann man sich vorstellen, dass ein solches Man&#246;ver inklusive sich anschlie&#223;ender Fahrerflucht auch einem deutschen oder, sagen wir lieber, britischen Schiffsf&#252;hrer unterlaufen w&#228;re?</p>
<p>Man kennt diesen Typus aus dem Strandurlaub: ein Mann der gro&#223;en Geste und sprechenden Finger. Im Prinzip harmlos, man sollte ihn nur nicht zu nahe an schweres Ger&#228;t lassen, wie sich zeigt. &#8220;Bella figura&#8221; machen, hei&#223;t der italienische Volkssport, bei dem es darum geht, andere zu beeindrucken. Auch Francesco Schettino wollte eine gute Figur machen, leider war ihm ein Felsen im Weg.</p></blockquote>
<p>Das ist so doof, dass man eigentlich nur den Kopf sch&#252;tteln und umbl&#228;ttern sollte. Leider wird dummes Zeug wie dieses inzwischen ernsthaft diskutiert, wenn es sich als mutige These ins Gewand des politisch Inkorrekten wirft. Als Entgegnung hier nur so viel: Immerhin waren die Italiener im Gegensatz zu den mutigen Deutschen so klug, sich ihres Diktators selber zu entledigen und ihn an der n&#228;chstbesten Laterne aufzuh&#228;ngen.</p>
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		<title>Dresdner Literaturzeitschriften im Test: trieb Nr. 8 vs. Der Maulkorb Nr. 8</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 07:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Krise und Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben den renommierten Literaturzeitschriften Ostragehege und Signum existieren in der Literaturlandschaft Dresdens noch einige eher untergr&#252;ndige Magazine, die sich ebenfalls der Poesie verschrieben haben. Zwei von ihnen, n&#228;mlich das Feingeistmagazin vom Bischofsweg namens trieb sowie Der Maulkorb haben gerade ihre jeweils achte Ausgabe auf den Markt geworfen. Beiden Heften seien zahlreiche K&#228;ufer gew&#252;nscht! Literaturzeitschriften werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben den renommierten Literaturzeitschriften <a href="http://www.ostra-gehege.de" target="_blank"><em>Ostragehege</em></a> und <em><a href="http://www.zeitschrift-signum.de" target="_blank">Signum</a> </em>existieren in der Literaturlandschaft Dresdens noch einige eher untergr&#252;ndige Magazine, die sich ebenfalls der Poesie verschrieben haben. Zwei von ihnen, n&#228;mlich das <em>Feingeistmagazin vom Bischofsweg</em> namens <a href="http://www.triebmagazin.de" target="_blank"><strong><em>trieb</em></strong></a><strong><em> </em></strong>sowie <a href="http://www.dermaulkorb.de" target="_blank"><em><strong>Der Maulkorb</strong></em></a> haben gerade ihre jeweils achte Ausgabe auf den Markt geworfen. Beiden Heften seien zahlreiche K&#228;ufer gew&#252;nscht! Literaturzeitschriften werden zwar grunds&#228;tzlich nie von normalen Menschen erworben, sondern immer nur von Leuten, die &#8220;auch schreiben&#8221;, aber deren Zahl ist ja immer noch gro&#223; genug. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier einige pers&#246;nliche Bemerkungen zu den beiden Magazinen von mir.</p>
<p>Eins vorab: Man nenne mich einen spie&#223;b&#252;rgerlichen Kulturpedanten, aber ich sehe nicht ein, wieso es Personen, die sich selbst als Literaten bezeichnen, unm&#246;glich sein sollte, sich der deutschen Sprache zu bem&#228;chtigen oder wenigstens einen Duden zu kaufen. Einige der Autoren schaffen es, auf einer Seite ein Dutzend und mehr Fehler in Rechtschreibung und Grammatik unterzubringen. Ich weigere mich, so etwas ernst zu nehmen. Notfalls wende man sich bitte an das <a href="http://www.siegel-lektorat.de" target="_blank">Lektorat Siegel</a>. Der Betreiber macht sehr faire Preise &#8211; ich erinnere mich noch, wie er mich einmal hartn&#228;ckig herunterhandelte, als ich ihm zu viel Geld bezahlen wollte.</p>
<p><strong><em>Der Maulkorb</em></strong> (hg. von Silvio Colditz) widmet sich in seiner neuen Ausgabe ganz der Stadt Dresden. Im Anhang findet sich ein n&#252;tzlicher, wenn auch nicht vollst&#228;ndiger &#220;berblick &#252;ber die Literaturlandschaft Dresdens, der erfreulicherweise besonders die junge Szene ber&#252;cksichtigt. Und der Inhalt des Heftes wird diesmal allein von Dresdner Autorinnen und Autoren bestritten. Hier habe ich tats&#228;chlich einige Entdeckungen gemacht und Schriftsteller kennen gelernt, die mir bisher unbekannt waren &#8211; was wieder einmal zeigt, dass die Dresdner Literaturszene klein, aber dennoch nicht &#252;berschaubar, weil weitgehend zersplittert ist. Gro&#223;artig fand ich zwei Gedichte von Kerstin Becker (*1969, u.a. Mitglied im Literaturforum Dresden). Komplexe Lyrik, die sich aber aus konkreten Anschauungen statt aus metaphysischen Phrasen speist und sogar wieder so etwas wie ein poetisches Ich erkennen l&#228;sst. Von Sabine Dre&#223;ler (*1979, Lektorin, Autorin und Soziologin), entdeckte ich einen sehr sch&#246;nen, unaufgeregt und witzig erz&#228;hlten Ausschnitt aus einem l&#228;ngeren Reisebericht &#252;ber Erlebnisse in Neuseeland. Falk Enderleins Grosteske <em>Kafka auf Prozac</em> liest sich sch&#246;n &#252;berdreht. Und Steffen Roye hat mit <em>Die letzte Runde geht aufs Haus</em> eine klassische und gelungene Kurzgeschichte beigesteuert.</p>
<p>Das Magazin <em><strong>trieb</strong> </em>ist dicker als die Konkurrenz, kostet daf&#252;r aber auch zwei Euros mehr. Herausgegeben wird es von gleich zwei Geistesgr&#246;&#223;en, die auch selbst einen nicht unerheblichen Teil des Inhalts lieferten. Michel Philip Nierste (*1974) ver&#228;ppelt in seiner medienkritischen Sektion <em>Schrottpresse </em>diesmal unter anderem auf am&#252;sante Weise die <em>S&#228;chsische Zeitung</em>. Und der zweite Herausgeber Torsten Israel, bekannt als Neust&#228;dter Sp&#228;tshopbesitzer und Womanizer, hat zahlreiche Gedichte aus seiner Feder einger&#252;ckt, die durchaus lesenswert sind, aber unter einem gewissen Mangel an Selbstironie leiden. Gerade durch ihre unbequeme Unzeitgem&#228;&#223;heit interessant sind die Gedichte von Andreas Paul (*1964), der diesmal Christiane Michel und Rosa Luxemburg besingt &#8211; was niemand verwundern wird, handelt es sich doch in beiden F&#228;llen um bezaubernde Frauen. Dass ich die enthaltenen Gedichte von Stefan Seyfarth (*1977) und Roman Israel (*1979) &#8211; beide Autoren unserer Leseb&#252;hne Sax Royal &#8211; gut finde, wird niemanden &#252;berraschen. Sch&#246;n au&#223;erdem, dass ein literarisches Dresdner Urgestein wie Bernhard Theilmann (*1949, Mitbegr&#252;nder von Obergrabenpresse, SAX und ASSO) sich bereit gefunden hat, ebenfalls Texte zu schicken. Insgesamt w&#228;re es aber doch w&#252;nschenswert, der <em>trieb </em>w&#252;rde f&#252;r die n&#228;chste Ausgabe ein paar neue Autoren gewinnen, denn die Nummer 8 war in dieser Hinsicht doch etwas &#252;berraschungsarm.</p>
<p><em>Der Maulkorb</em>. Herausgeber: Silvio Colditz. Nr. 8 (Juni 2011). Sonderausgabe Dresden. 74 Seiten. 3 Euro. Erh&#228;ltlich in Neust&#228;dter Buchhandlungen oder &#252;ber maulkorb@gmx.de</p>
<p><em>trieb. Das Feingeistmagazin vom Bischofsweg</em>. Herausgeber: Michel Philip Nierste und Torsten Israel. Nr. 8 (April 2011). 176 Seiten. 5 Euro. Erh&#228;ltlich im Shop &#8220;Sp&#228;tschicht&#8221; (Bischofsweg 18).</p>
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		<title>Wahlaufruf</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 08:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konserve]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Royalist Julius Fischer und Christian Meyer, die die legend&#228;re Band The Fuck Hornisschen Orchestra bilden, sind f&#252;r den Publikumspreis des renommierten Prix Pantheon nominiert. Wenn ihr den beiden den Sieg g&#246;nnt, dann solltet ihr ihnen schleunigst hier im Internet eure Stimme schenken. Ob sie dessen auch w&#252;rdig sind, k&#246;nnt ihr beim Anschauen dieses Mitschnitts eruieren:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Royalist <strong>Julius Fischer</strong> und Christian Meyer, die die legend&#228;re Band <a href="http://www.myspace.com/fuckhornisschenorchestra" target="_blank"><strong>The Fuck Hornisschen Orchestra</strong></a> bilden, sind f&#252;r den Publikumspreis des renommierten Prix Pantheon nominiert. Wenn ihr den beiden den Sieg g&#246;nnt, dann solltet ihr <a href="http://www.wdr.de/tv/comedy/sendungen/fernsehen/prix_pantheon_2011/kuenstler.jsp" target="_blank">ihnen schleunigst hier im Internet eure Stimme schenken</a>. Ob sie dessen auch w&#252;rdig sind, k&#246;nnt ihr beim Anschauen dieses Mitschnitts eruieren:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="474" height="296" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/rAywyuyFZUs?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="474" height="296" src="http://www.youtube.com/v/rAywyuyFZUs?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Wohlwollendes in der DNN</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 17:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf die Kunst!]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder m&#252;sste ich schreiben &#8220;in den DNN&#8221;? Na ja, wee&#223;sch och ni. Auf jeden Fall durchdrang mich heute wirklich mal ein Wohlgef&#252;hl beim lesen dieses R&#252;ckblicks. Und ja, verdammt, es war eben wirklich ein wunderbarer Abend. Da steigert sich die eh schon vorhandene Lust, weiterhin kreative Energie in das Projekt *Dienstagssalon*zu pulvern. Wie gesagt, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2011/04/01.04.2011_DNN_Dienstagssalon_Auditivvokal-Wohlf&#252;hlabend-mit-Musik.jpg"><img src="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2011/04/01.04.2011_DNN_Dienstagssalon_Auditivvokal-Wohlf&#252;hlabend-mit-Musik-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-3120" /></a>Oder m&#252;sste ich schreiben &#8220;in den DNN&#8221;? Na ja, wee&#223;sch och ni. Auf jeden Fall durchdrang mich heute wirklich mal ein Wohlgef&#252;hl beim lesen dieses R&#252;ckblicks. Und ja, verdammt, es war eben wirklich ein wunderbarer Abend. Da steigert sich die eh schon vorhandene Lust, weiterhin kreative Energie in das Projekt <strong>*Dienstagssalon*</strong>zu pulvern.<br />
Wie gesagt, als n&#228;chstes kommt die Musikkapelle &#8220;Garda&#8221;, deren Protagonisten ihre Musik selber als Experimental / Folk und Happy Hardcore beschreiben.<br />
Auch f&#252;r diesen Abend wird ein Masterplan entwickelt, so dass mehr zu erwarten ist, als einfach nur ein Konzert. Vielleicht wird der eine oder andere Zuschauer pl&#246;tzlich aktiv ins Geschehen eingebunden!? Vielleicht wird neben dem Equipment von Garda noch eine Vermona-Orgel stehen? Wird auf der Couch Sekt getrunken, oder vielleicht heisse Milch?<br />
Eines ist sicher, auch das n&#228;chste Mal wird die Salonatmosph&#228;re alles, was da geschehen mag, angenehm durchdringen. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gleichgewicht der Gewalten</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2010/07/30/gleichgewicht-der-gewalten/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der politische Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r einige Verwunderung sorgte es vor einer Weile, dass Angela Merkels Regierungssprecher Ulrich Wilhelm (CSU) &#252;bergangslos den Posten als Intendant des Bayrischen Rundfunks &#252;bernehmen sollte. Kritiker mussten aber sogleich verstummen: Die Staatsferne werde von ihm &#8220;verk&#246;rpert, gesch&#252;tzt und bew&#228;ltigt&#8221;, versprach der neue Chef des viertgr&#246;&#223;ten ARD-Senders mit 3000 festen Mitarbeitern. Nun aber stellt sich heraus, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r einige Verwunderung sorgte es vor einer Weile, dass Angela Merkels Regierungssprecher Ulrich Wilhelm (CSU) &#252;bergangslos den Posten als Intendant des Bayrischen Rundfunks &#252;bernehmen sollte. Kritiker mussten aber sogleich verstummen:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.zeit.de/kultur/film/2010-05/wilhelm-br-intendant" target="_blank">Die Staatsferne werde von ihm &#8220;verk&#246;rpert, gesch&#252;tzt und bew&#228;ltigt&#8221;,  versprach der neue Chef des viertgr&#246;&#223;ten ARD-Senders mit 3000 festen  Mitarbeitern.</a></p></blockquote>
<p>Nun aber stellt sich heraus, dass das Gleichgewicht der Gewalten problemlos wiederhergestellt wird. Neuer Regierungssprecher wird n&#228;mlich der Fernsehjournalist Steffen Seibert (ZDF).</p>
<blockquote><p><a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,705773,00.html" target="_blank">Er zeigte sich &#252;berzeugt, dass die Bundesregierung unter F&#252;hrung von  Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die richtigen Schwerpunkte setze, um dem  Land in schwierigen Jahren eine gute Zukunft zu sichern. Merkel freue  sich auf die Zusammenarbeit.</a></p></blockquote>
<p>K&#246;nnen wir uns nicht gl&#252;cklich sch&#228;tzen, dass in unserem Land der politisch-journalistische Swinger-Club so reibungslos funktioniert?</p>
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		<title>SMS-Lyrik im Kunsthaus</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 09:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturempfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Kunsthaus Dresden, der St&#228;dtischen Galerie f&#252;r Gegenwartskunst, hat eine neue Ausstellung unter dem Titel &#8220;Welt in der Hand&#8221; begonnen, die sich mit der globalen Alltagskultur des Mobiltelefons besch&#228;ftigt. Nachdem man sich in einem Dokumentenraum mit einigen Informationen zur Technik- und Kulturgeschichte des Mobiltelefons versorgen kann, gibts in den eigentlichen Ausstellungsr&#228;umen wie gewohnt allerlei Konzeptkunst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://www.kunsthausdresden.de" target="_blank"><strong>Kunsthaus Dresden</strong></a>, der St&#228;dtischen Galerie f&#252;r Gegenwartskunst, hat eine neue Ausstellung unter dem Titel &#8220;<strong>Welt in der Hand</strong>&#8221; begonnen, die sich mit der globalen Alltagskultur des Mobiltelefons besch&#228;ftigt. Nachdem man sich in einem Dokumentenraum mit einigen Informationen zur Technik- und Kulturgeschichte des Mobiltelefons versorgen kann, gibts in den eigentlichen Ausstellungsr&#228;umen wie gewohnt allerlei Konzeptkunst, die sich mit den verschiedensten Aspekten des Themas befasst.</p>
<p>In Kooperation mit dem <a href="http://www.livelyrix.de" target="_blank">livelyriX e.V.</a> gibt es anl&#228;sslich der Ausstellung auch ein literarisches Projekt: <strong>SMS-Lyrik</strong>. Drei Dresdner Autoren, n&#228;mlich <strong>Stefan Seyfarth</strong> und <a href="http://www.myspace.com/romanisrael" target="_blank"><strong>Roman Israel</strong></a> von unserer Leseb&#252;hne Sax Royal sowie <strong>Moritz 7</strong>, haben Kurzgedichte verfasst, die ins Format der handels&#252;blichen Kurzmitteilung passen. Herausgekommen sind pr&#228;gnante und pointierte Gedichte und Aphorismen, die die besonderen Bedingungen des Mediums ausnutzen.</p>
<p>Der Clou: In der Ausstellung findet der geneigte Besucher eine Box, in die er seine Mobilnummer einwerfen kann. Sodann bekommt er regelm&#228;&#223;ig eins der SMS-Gedichte kostenlos zugeschickt. Wem das zu technisch ist, der kann auch am Donnerstag, den <strong>15. April</strong>, um <strong>19 Uhr</strong> ins Kunsthaus zur Lesung &#8220;<strong>SMS-Lyrik</strong>&#8221; kommen. Roman Israel, Stefan Seyfarth und Moritz 7 werden dann ihre Kurzgedichte und andere Texte analog, aber quicklebendig pr&#228;sentieren.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zeit-Zone</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2009/11/15/zeit-zone/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 16:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Neuigkeit gibt es vom s&#228;chsischen Pressemarkt zu vermelden: Die Wochenzeitung DIE ZEIT erscheint in Sachsen seit Neuestem mit einer zweiseitigen Regionalbeilage unter dem Titel &#8220;ZEIT f&#252;r Sachsen&#8221;. Chefredakteur Giovanni di Lorenzo versteht die Er&#246;ffnung eines Korresponadentenb&#252;ros als Start einer Ost-Offensive, die die Zone st&#228;rker in den Fokus der Berichterstattung r&#252;cken und so auch mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="http://www.presseclub-dresden.de/2009/11/06/zeit-fur-sachsen-erstmals-erschienen/" target="_blank">Neuigkeit</a> gibt es vom s&#228;chsischen Pressemarkt zu vermelden: Die Wochenzeitung <em><a href="http://www.zeit.de" target="_blank">DIE ZEIT</a></em> erscheint in Sachsen seit Neuestem mit einer zweiseitigen Regionalbeilage unter dem Titel &#8220;ZEIT f&#252;r Sachsen&#8221;. Chefredakteur Giovanni di Lorenzo versteht die Er&#246;ffnung eines Korresponadentenb&#252;ros als Start einer Ost-Offensive, die die Zone st&#228;rker in den Fokus der Berichterstattung r&#252;cken und so auch mehr Leser im Osten gewinnen soll:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.zeit.de/2009/46/S-Editorial" target="_blank">&#8220;Die Presse der alten Bundesrepublik hat es in den neuen L&#228;ndern schwer. Das k&#246;nnte daran liegen, dass Zeitungen ein Teil der Geschichte ihrer Leser sein m&#252;ssen, um akzeptiert zu werden. Aber auch daran, dass sie nur gekauft werden, wenn sie das Leben der Menschen, die sie lesen sollen, abbilden. Genau das ist vielen Zeitungen, auch der <em>ZEIT,</em> bisher nur begrenzt gelungen.&#8221;</a></p></blockquote>
<p>Tats&#228;chlich haben es &#8211; abgesehen von Boulevardmedien &#8211; die &#252;berregionalen Tages- und Wochenzeitungen nicht geschafft, im Osten Fu&#223; zu fassen. Das gilt sicher besonders auch f&#252;r <em>DIE ZEIT</em>, deren gro&#223;b&#252;rgerlich-akademischer Ton im Osten eher fremd wirkt &#8211; mal ganz abgesehen davon, dass sich manche Beitr&#228;ge des Kulturteils lesen wie die Evangelische Kirchenzeitung.</p>
<p>Manch einer wird sagen: Was soll man auch anfangen mit Leuten, die freiwillig <em>SuperIllu</em> lesen und den <em>MDR</em> anschauen? Umgekehrt konnten Journalisten aus dem Westen selten der Versuchung widerstehen, ihre Berichte aus der Zone als satirische Dschungelreportagen &#252;ber halb komische, halb erschreckende Eingeborene abzufassen. Und selbst Schreiber aus dem Osten stehen vor einem Dilemma: Entweder sie verfallen in den popul&#228;ren &#8220;Wir hier bei uns&#8221;-Ton oder aber sie distanzieren sich halb-ironisch von ihren doch oft arg peinlichen Mitzonis, was man ihnen im Osten &#252;bel- und im Westen nicht abnimmt.</p>
<p><em>DIE ZEIT</em> d&#252;rfte hoffen, dass sich eine j&#252;ngere, akademisch gebildete Mittelschicht besonders in Dresden und Leipzig mit Hilfe der Regionalseiten an die Wochenzeitung binden l&#228;sst. Die j&#252;ngste Ausgabe vom 12. November berichtet wohl nicht zuf&#228;llig gerade dar&#252;ber, dass ostdeutsche Unis verzweifelt (und bisher wenig erfolgreich) versuchen, mehr West-Studenten in die Zone zu locken. Ansonsten sind die zwei Seiten thematisch doch arg CDU-lastig ausgefallen: Ein Bericht dar&#252;ber, was Georg Milbradt gerade macht (Polnisch lernen), dazu noch ein Artikel &#252;ber den ehemaligen CDU-B&#252;rgermeister von Pirna, der jetzt Innenminister geworden ist. Dazu eine mittelm&#228;&#223;ig inspirierte Kolumne unter dem Titel &#8220;Ostkurve&#8221; von Christoph Dieckmann. Alles interessant, aber nicht spektakul&#228;r. Ob sich durch zwei Seiten allein neue Leser gewinnen lassen, bleibt fraglich. Aber ein Angebot f&#252;r all jene, die ohnehin ab und zu die Wochenzeitung lesen, ist es sicher.</p>
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		<title>Sax Royal bei Facebook</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 19:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Hoch auf den Fortschritt! Unsere Lesb&#252;hne ist seit neuestem auch bei Facebook vertreten. Schaut mal rein und werdet ein Fan von uns!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hoch auf den Fortschritt! Unsere Lesb&#252;hne ist seit neuestem auch bei <a href="http://de-de.facebook.com/pages/Sax-Royal-Die-Dresdner-Lesebuhne/202136212672">Facebook </a>vertreten. Schaut mal rein und werdet ein Fan von uns! </p>
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		<title>Humortipp: Bill Maher</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 17:37:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturempfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Grenze zwischen Ernst und Spa&#223;, die in Deutschland von kulturkritischen Mauersch&#252;tzen strengstens bewacht wird, ist in den Vereinigten Staaten von Amerika &#252;berraschend durchl&#228;ssig. Erst letztens zog der Satiriker Al Franken als demokratischer Senator von Minnesota in den Kongress ein. Andere politische Komiker (&#8220;Kabarettisten&#8221; im klassisch deutschen Sinne hat Gott den USA nicht geschenkt) nehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grenze zwischen Ernst und Spa&#223;, die in Deutschland von kulturkritischen Mauersch&#252;tzen strengstens bewacht wird, ist in den Vereinigten Staaten von Amerika &#252;berraschend durchl&#228;ssig. Erst letztens zog der Satiriker Al Franken als demokratischer Senator von Minnesota in den Kongress ein. Andere politische Komiker (&#8220;Kabarettisten&#8221; im klassisch deutschen Sinne hat Gott den USA nicht geschenkt) nehmen ganz selbstverst&#228;ndlich an Diskussionen mit politischen Kommentatoren teil. Als Politiker geh&#246;rt es zum guten Ton, humorvoll zu sein und &#252;ber sich selbst lachen zu k&#246;nnen. Pr&#228;sidentschaftskandidaten stellen sich in Late Night Shows vor. In Sendungen wie der <em>Daily Show</em> folgen auf Stand-Up-Comedy umstandslos Diskussionen mit den Autoren aktueller politischer Sachb&#252;cher. So weit, so affirmativ, wird der geschulte Neomarxist jetzt sagen.</p>
<p>Die Einleitung sollte aber nur ein wenig Verst&#228;ndnis f&#252;r die au&#223;ergew&#246;hnliche Mischung von Polit-Talk und Comedy wecken, die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bill_Maher" target="_blank"><strong>Bill Maher</strong></a> in seiner Show <a href="http://www.hbo.com/billmaher" target="_blank"><em>Real Time</em></a> (HBO) pr&#228;sentiert. <span id="more-1854"></span>Maher begann seine Karriere als Stand-Up-Comedien, spielte dann in den Neunzigern in schlechten Filmen und Sitcoms mit, bevor er sein wirkliches Talent als Satiriker entdeckte. Bekannt wurde er durch die Show <em>Politically Incorrect</em>, eine halb politische, halb humoristische Talkshow. Da amerikanische K&#252;nstler, Schauspieler und Journalisten im Gegensatz zu deutschen keine Angst davor haben, politische Positionen zu vertreten, machte eine solche Mischung auch Sinn. Nach den Anschl&#228;gen vom 11. September verlor er seinen Job, weil er &#246;ffentlich diejenigen kritisierte, die die Terroristen feige nannten: &#8220;Staying in the airplane when it hits the building, say what you want about it, it&#8217;s not cowardly.&#8221; Bald jedoch hatte er mit der Sendung <em>Real Time</em> eine &#228;hnliche Sendung auf einem neuen Sender. Dort wiederum legte er sich nicht nur mit George W. Bush an, sondern auch handgreiflich mit Verschw&#246;rungstheoretikern, f&#252;r die George W. Bush hinter den Anschl&#228;gen des 11. September steckt. In Deutschland hat er erste Bekanntheit in letzter Zeit mit seinem religionskritischen Film <em>Religulous</em> erlangt. Was Maher so interessant macht, ist seine verquere politische Einstellung, die sich nicht ins &#252;bliche Schema  pressen l&#228;sst. Er vertritt eine Richtung, die man in den USA als &#8220;libertarian&#8221; bezeichnet: in gesellschaftlichen Fragen liberal, s&#228;kular, gegen kriegerische Interventionen im Ausland, aber auch gegen die Kontrolle des Staates in Kultur und Gesellschaft. Schlie&#223;lich und vor allem ist er aber au&#223;erdem noch witzig, wie man auf YouTube selbst erleben kann &#8211; z.B. in diesem St&#252;ck, dass sich mit der wohl auch in Deutschland nicht unbekannt gebliebenen rechtsradikalen Vizepr&#228;sidentschaftskandidatin besch&#228;ftigte:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="265" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/x2OUJ8ZUTiI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="265" src="http://www.youtube.com/v/x2OUJ8ZUTiI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Wird coloRadio abgeschaltet?</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 08:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[In letzter Zeit h&#228;ufen sich Meldungen, dass der Dresdner freie Sender coloRadio demn&#228;chst zwangsweise eingestellt werden k&#246;nnte. Da die s&#228;chsischen Privat-&#8221;Radios&#8221; das Interesse am Abspielsender Apollo verloren haben, geht die Frequenz fl&#246;ten, wenn nicht der Staat einspringt und den s&#228;chsischen freien Radios die Sendegeb&#252;hren bezahlt. Man wird hier also eine interessante Entscheidung unserer neuen schwarz-gelben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit h&#228;ufen sich <a href="http://www.heiko-hilker.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=402:freie-radios-in-sachsen-vor-dem-ende&amp;catid=5:blog&amp;Itemid=4" target="_blank">Meldungen</a>, dass der Dresdner freie Sender <a href="http://coloradio.org" target="_blank">coloRadio</a> demn&#228;chst zwangsweise eingestellt werden k&#246;nnte. Da die s&#228;chsischen Privat-&#8221;Radios&#8221; das Interesse am Abspielsender <em>Apollo</em> verloren haben, geht die Frequenz fl&#246;ten, wenn nicht der Staat einspringt und den s&#228;chsischen freien Radios die Sendegeb&#252;hren bezahlt. Man wird hier also eine interessante Entscheidung unserer neuen schwarz-gelben Landesregierung beobachten k&#246;nnen. Angesichts der Tatsache, dass die freien Radiomacher sich traditionell vor allem aus den verschiedenen Gruppierungen des linken Spektrums rekrutieren, d&#252;rfte die Versuchung nicht gering sein, den Stecker zu ziehen.</p>
<p><span id="more-1834"></span></p>
<p>Anl&#228;sslich der Nachricht gab es aber auch <a href="http://www.neustadt-ticker.de/nachrichten/droht-coloradio-das-aus" target="_blank">Debatten</a> um den Sinn und Unsinn von coloRadio. Ich muss zugeben, dass ich nicht zu den regelm&#228;&#223;igen H&#246;rern des Senders geh&#246;re. Als Gast im Studio war ich schon mehrmals und traf dabei immer sympathische Enthusiasten. Ab und an wurden auch Mitschnitte unserer Leseb&#252;hne Sax Royal gesendet, was f&#252;r die Toleranz der Macher spricht, haben wir doch den freien Sender auch literarisch schon gelegentlich ver&#228;ppelt. Ein gewisser Hang der Programmgestalter zur s&#228;chsischen Mundart und zur politischen Gewissheit bot sich dazu an. Bei den Besuchen des Sender fiel mir nicht nur auf, dass es (nat&#252;rlich) keinen Chef und keine Hierarchie gibt, sondern auch, dass die Macher selbst gegenseitig ihre verschiedenen Sendungen nicht zu h&#246;ren scheinen. Sonst w&#228;re ich doch wohl nicht drei Mal zum selben Thema interviewt worden.</p>
<p>Die in der Debatte aufgeworfene Frage, ob es ein dezidiert &#8220;linkes&#8221; (was immer das sei) B&#252;rgerradio geben d&#252;rfe, m&#246;chte ich salomonisch beantworten: Nat&#252;rlich sollte ein freies Radio niemandem wegen abweichender politischer Meinungen das Senderecht verweigern. Aber die Gefahr, dass sich die Mitglieder der Jungen Union zu unbezahlter T&#228;tigkeit herablassen, scheint mir doch eher gering. (Sie haben ja ihren eigenen B&#252;rgersender mit s&#228;chsischer Mundart und politischer Gewissheit: MDR.) Und t&#228;ten sie es doch! Welch interessante Debatten k&#246;nnten daraus entstehen! Ich habe ja schon oft meine Ansicht ge&#228;u&#223;ert, dass es in Deutschland einen Mangel an wirklich grunds&#228;tzlichen Debatten in der &#214;ffentlichkeit gibt.</p>
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