Eine lustige Sache, finde ich, ist der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier kann man überprüfen, welcher Partei man eigentlich wirklich nahe steht. Man beantwortet eine ganze Reihe sachlicher politischer Fragen, der Computer vergleicht diese Antworten mit den Programmen der Parteien und ermittelt, wo die meisten Gemeinsamkeiten liegen. So mancher Wähler der GRÜNEN wird erschrocken feststellen, dass er ja eigentlich FDP-Sympathisant ist. Natürlich muss man sich an das Ergebnis nicht halten, schließlich spielen auch Affekte eine Rolle: Ich werd zum Beispiel trotzdem nicht die GRÜNEN wählen. Außerdem gibt’s natürlich nur eine begrenzte Anzahl von Parteien zur Auswahl. Und bekanntermaßen müsste eigentlich jeder Bürger seine eigene Partei gründen, wollte er alle eigenen Vorstellungen unterbringen. (Vermutlich gäbe es sogar dann noch internen Streit und er wäre gezwungen, sich selber aus der eigenen Partei auszuschließen. Die Menschen sind widersprüchliche Geschöpfe.)
Nach Roman Israel, Julius Fischer, Michael Bittner und unserer Dresdner Lesebühne Sax Royal selbst hat nun endlich auch Max Rademann ein Profil bei MySpace. Da gibt’s nicht nur alle Termine, sondern auch tolle Lieder von Marcos Pachaly zu hören und schöne Animationsfilme von Max und Jens Rosemann zu sehen. Natürlich kann man sich auch schnell anfreunden. Schaut mal rein!
Nachdem schon Roman Israel, Julius Fischer und Michael Bittner sich vor einer Weile Seiten eingerichtet haben, folgt nun endlich auch die ganze Dresdner Lesebühne Sax Royal. Auf unserer neuen MySpace-Seite gibt’s Informationen, die aktuellen Termine, dazu schöne Fotos, Live-Mitschnitte von unseren Texten und bestimmt bald noch allerlei anderes. Wir freuen uns, wenn ihr uns besucht und nehmen Freundschaftsangebote natürlich dankend entgegen!
Ich suche ja immer nach interessanten Blogs, die in Dresden beheimatet sind. Fündig wird man leider nur selten, auch in Sachen Netzkultur scheint die Elbmetropole noch Entwicklungsland. Jetzt bin ich aber auf den Blog MuGo gestoßen bzw. gestoßen worden. In einem interessanten Artikel namens “Dresden” beschäftigt sich der Autor mit den Stärken und Schwächen unserer schönen Heimatstadt. Erhellend ist es, wie er als Zugezogener die Stadt wahrnimmt. Lesenswert auch für gebürtige Dresdner, die meinen, alles sowieso besser zu wissen. (Nicht vom Foto abschrecken lassen!)
Vor zwei Tagen wurde der CDU-Politiker Stanislaw Tillich zum neuen sächsischen Ministerpräsidenten gewählt und erhielt – bis auf eine – alle Stimmen der Koalitionsfraktionen von CDU und SPD.
Durch die Online-Medien der ganzen Republik aber jagte die Meldung eines neuen “Skandals” im sächsischen Landtag: Nachdem der NPD-Kandidat Johannes Müller drei Stimmen mehr bekommen hatte als die NPD-Fraktion Mitglieder zählt, fühlte sich zuerst SPIEGEL ONLINE an die letzte Ministerpräsidenten-Wahl in Dresden erinnert, bei der NPD-Kandidat Uwe Leichsenring (inzwischen wohnhaft in Walhalla) zwei Stimmen aus anderen Fraktionen erhalten hatte. Wie Stefan Niggemeier zuerst bemerkt und dokumentiert hat, verbreitete sich nun ausgehend von diesem “Leitmedium” des Qualitätsjournalismus eine Epidemie immer gleicher Meldungen über einen angeblichen “Eklat” im sächsischen Landtag, die fast alle Online-Medien infizierte. Am schönsten mal wieder die großartige “taz” mit ihrer Schlagzeile “Pseudo-Demokraten stimmen für NPD”. Es ist doch immer schön, wenn man seine Vorurteile bestätigt bekommt.
Dabei ist die Erklärung für die drei zusätzlichen Stimmen recht nahe liegend – sitzen doch immer noch vier ehemalige NPD-Fraktionsmitglieder im Landtag. Dass sich die NPD selbst damit brüstet, angeblich “etablierte” Stimmen erhalten zu haben, versteht sich wohl von selbst.
Was lange währt, wird endlich gut: Unser Heimatverein LIVELYRIX, der Poetry Slams und andere Literaturveranstaltungen in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Jena organisiert, hat seine Homepage einer Generalüberholung unterzogen und präsentiert sich in nicht nur grafisch frischem Gewand. Auf der Seite finden sich ab sofort die literarischen Veranstaltungen in den genannten vier Städten – jeder kann sich leicht die passenden Informationen zu seiner Heimatstadt heraussuchen. Natürlich wird wie bisher auch Sax Royal rechtzeitig annonciert.

Mit der neuen Homepage werden ab sofort die Rückblicke auf die Dresdner LIVELYRIX Poetry Slams nicht mehr hier auf dieser Seite stehen, sondern dort, wo sie hingehören: Auf der LIVELYRIX-Seite in der Rubrik “Was schon lief” für Dresden. Wendet Euch auch für Anfragen oder Voranmeldungen zum Slam bitte an die dort angegebenen Kontaktadressen.
Einer unser Lieblingskollegen, der Berliner Meister der Groteske und Netzpoet Frank Klötgen, hat in seinem “Stadtkind Blog” beim Tagesspiegel einen neuen Beitrag seiner Reihe “Berliner Randbezirke” veröffentlicht, diesmal zu: Dresden. Frank besucht in dieser Rubrik fremde Städte und sucht jeweils die “Berliner Straße” auf.

Bei Freunden der bildenden Kunst wird es nun sogleich im Köpfchen klingeln, denn die Berliner Straße in Dresden ist für die Geschichte der modernen Malerei bekanntlich nicht ohne Bedeutung. Aber lest einfach selbst Franks eigenen Erlebnisbericht, der auch Aufschlüsse über die Dresdner Mentalität zulässt …
Zu einer interessanten Entdeckungsreise nach Berlin aufgebrochen ist der Münchner Literaturveranstalter Ko Bylanzky: Er besucht, vielleicht auf der Suche nach Gästen für seine eigene Lesebühne Westend ist Kiez, Tag für Tag die verschiedensten Berliner Lesebühnen und berichtet darüber im Poetry Blog auf Claudio.de. Lesenswerte Berichte in Text und Bild, die auch kritische Worte nicht scheuen, gibt es über Die Dienstagspropheten, Die Surfpoeten, Die Brauseboys, das Kantinenlesen, die Reformbühne Heim & Welt und LSD – Liebe statt Drogen. Mittlerweile gibt es auch noch ein abschließendes Fazit.
Die Vielfalt der Berliner Szene kann einen schon ein wenig neidisch stimmen. Auf der anderen Seite lassen die Berichte aber auch erkennen, wie schwer es mittlerweile ist, in der Hauptstadt mit neuen Bühnen noch Aufmerksamkeit und Publikum zu erringen. Es steht mithin nicht zu befürchten, dass die Dresdner Lesebühne sax royal es der Brücke nachtut und geschlossen nach Berlin zieht – auch wenn man manchmal nicht übel Lust dazu hätte.