Max Rademann: „Der barbarische Kalender“

Barbarischer KalenderEs gibt nur ein Wort im Deutschen, das in der Lage ist, beinahe jede Lebenssituation treffend auf den Punkt zu bringen: „Barbarisch!“ Jeden Tag beobachten wir Szenen, die man als barbarisch bezeichnen muss. Dieses wunderbare Wort beschreibt dabei jedoch nicht ausschließlich unangenehme Erlebnisse, nein, es kann ebenso als Ausdruck inniger Begeisterung verwendet werden. Es ist ein Wort von universeller Bedeutung, kraftvoll, schön und immer zutreffend. Der barbarische Kalender von Max Rademann beweist dies an 365 Tagen im Jahr eindrucksvoll. Als Abreißkalender bietet er jeden Tag Erbauung durch neue heitere Zeichnungen. Da er zudem nur Daten, aber keine Wochentage kennt, handelt es sich um einen immerwährenden Kalender.

Erhältlich überall, wo es Bücher gibt!

Lesetipp: Stadtluft Dresden

Cover Stadtluft DresdenIn die Läden kommt dieser Tage die erste Ausgabe von Stadtluft Dresden, einer Mischung aus Buch und Magazin mit ungewöhnlichen Geschichten aus und über Dresden. Macher sind der Journalist Peter Ufer, der Fotograf Amac Garbe und der Grafiker Thomas Walther. Texte beigesteuert haben u.a. Thomas Rosenlöcher, Durs Grünbein, Peter Richter, Thomas Brussig und Annamateur. Auch von Michael Bittner ist eine Geschichte mit dem Titel „Meine Dresdner Jahre“ enthalten.

Micha wird auch mit dabei sein, wenn das neue „Bookzin“ mit einer Lesung am 2. Dezember um 15 Uhr in der Hookie – Manufaktur für Motorräder (Großenhainer Str. 137) der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

„Sackgang Kid“ – der Comic von Max Rademann und Michael Bittner

Sackgang Kid TeaserSoeben erschienen ist „Sackgang Kid“, der erste gemeinsame Comic von Max Rademann und Michael Bittner. Das „heitere Album für Eltern und Kinderhasser“ präsentiert einige Szenen aus dem Leben eines Jungen, der nicht eben Werbung für die Fortpflanzung der menschlichen Art macht. Die Zeichnungen des Heftes stammen von Max, die Texte von Micha, das Layout übernahm Ringo Jarke. Erwerben kann man den Comic zum Preis von 6 Euro bei allen Auftritten der beiden Macher, in Dresden auch im Buchladen Büchers Best und im Plattenladen Fat Fenders. Interessenten in der Ferne bestellen das Heft einfach per Mail an: kontakt@saxroyal.de.

The Fuck Hornisschen Orchestra: Das neue Album „Palmen“ ist da!

TFHO PALMEN CD COVER RGB_thumb_150Die wunderbare Band The Fuck Hornisschen Orchestra, bestehend aus unserem Mitglied Julius Fischer und Christian Meyer, hat endlich ihr drittes Album herausgebracht. Es trägt den vielversprechenden Namen Palmen, beschränkt sich aber keineswegs auf tropische Stimmungsmusik. Nein, nach Angaben der zwei Musikanten handelt es sich sogar um ihr bislang politischstes Album! Es geht mit Hilfe des Rap gegen den Kapitalismus, mit Techno gegen die inhaltsleere Informationsflut und a cappella gegen die ständige Überforderung. Ein flammendes Statement zum Flüchtlingsdrama fand ebenfalls seinen Weg auf das vielschichtige Album. Musikalisch dürfen sich die Fans der Band wieder auf eine Mischung aus Liedermaching mit der Akustikgitarre und Rummeltechno mit Spielzeuginstrumenten freuen. Wir empfehlen das Werk uneingeschränkt zum Kauf.

Michas neue Homepage

Liebe Freunde der Lesebühne Sax Royal! Dem Lauf der Dinge folgend hat der Autor Michael Bittner aka ich sich eine Homepage zugelegt, auf der man alles findet, was man auf einer Homepage gewöhnlich so sucht. Außerdem gibts dort auch ein Journal mit Neuigkeiten und literarischen Texten. Natürlich werde ich dabei auch weiterhin dem hiesigen Blog von Sax Royal erhalten bleiben. Ich freue mich auf Euren Besuch!

Offener Brief der Initiative „Ein Literaturhaus für Dresden“

Sehr geehrter Herr Dr. Lunau, sehr geehrter Herr Wiemer, sehr geehrter Herr Mähnert, sehr geehrte Damen und Herren des Kulturausschusses!

Es ist weder für Außenstehende noch für Kenner der Dresdner Kulturszene ein Geheimnis, dass das literarische Leben in der sächsischen Landeshauptstadt weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Unter dem Namen „Ein Literaturhaus für Dresden“ hat sich eine Initiative gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das literarische Leben in Dresden zu beleben, und die der Überzeugung ist, dass die Einrichtung eines Literaturhauses der beste Weg dazu ist.

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Braucht Dresden ein Literaturhaus?

Am letzten Freitag fand im Societätstheater, öffentlich, aber doch im kleinen Kreis, eine Diskussion zur Lage der Literatur in Dresden statt. Anlass war die Vorstellung einer Studie zur Literaturvermittlung in den fünf neuen Bundesländern zu Beginn des 21. Jahrhunderts, die vom Netzwerk der Literaturhäuser in Auftrag gegeben worden war. Die Autoren der Studie sind Prof. Stephan Porombka und Kai Splittgerber von der für ihren Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus bekannten Uni Hildesheim. Einige Thesen ihres Vortrags:

  • Die Literatur habe – verglichen mit anderen Sparten wie Theater, Musik und bildende Kunst – für die öffentliche Kulturförderung traditionell nur marginale Bedeutung. Ihr Anteil an den Kulturbudgets liege im Promillebereich. Dies gelte für Ost- wie für Westdeutschland.
  • Da der Osten aber kaum über eine Verlags-, Sponsoren- oder Mäzenatenkultur verfüge, wirke sich diese chronische Unterfinanzierung in den neuen Bundesländern stärker aus.
  • Angesichts rückläufiger oder bestenfalls stagnierender finanzieller Ausstattung herrsche in den – an sich durchaus vielfältigen – Institutionen der Literaturvermittlung trotz aller individuellen Anstrengungen generell eine Mentalität der Besitzstandswahrung. Dies führt nach Ansicht der Autoren oft auch zu einer inhaltlichen und formalen Stagnation. Neue Projekte würden von den alt eingessenen Institutionen meist mit Argwohn betrachtet und zumeist nur als Konkurrenten um Geld und Zuschauer wahrgenommen.

Der letzte Teil der Präsentation widmete sich dann speziell der literarischen Landschaft in Sachsen und besonders in Dresden. Hervorgehoben wurde der Sächsische Literaturrat als koordinierende Institution, die außergewöhnliche und erfolgreiche Privatinitiative des Kulturhauses Loschwitz und das Dresdner Literaturbüro, das öffentlich zwar vergleichsweise umfangreich gefördert werde, aber unter einem Mangel an geeigneten Räumlichkeiten und überregionaler Ausstrahlung leide. Insgesamt bleibe Dresden literarisch unter seinen Möglichkeiten.

Der Moderator der Diskussion, Dr. Reinhard G. Wittmann, Chef des Literaturhauses München, machte kein Hehl aus seiner Sympathie für die Idee eines Dresdner Literaturhauses. Bekanntlich sind derartige Initiativen in Dresden bislang am Widerstand der bestehenden Institutionen und mangelnder politischer Unterstützung gescheitert. Dr. Florian Höllerer, der Leiter des Literaturhauses Stuttgart, trat mit Hinweis auf eigene Erfahrungen einer in solchen Fällen immer wieder auftretenden Befürchtung entgegen: Das Torten-Modell von Literatur, nach dem nur eine bestimmte Menge an Geld und Zuschauern verteilt werden könne, sei falsch. Vielmehr habe die Geschichte des Literaturhauses Stuttgart gezeigt, dass alle Institutionen, auch die schon bestehenden und anfangs skeptischen, von einer Aufwertung der Literatur insgesamt profitiert hätten.

In der abschließenden Diskussion dominierten bei den Einheimischen dann aber doch eher die Bedenken. Die Gründung eines Literaturhauses bleibe mangels einer Aussicht auf zusätzliche öffentliche Geldmittel und ohne einheimische Sponsoren aussichtslos. Stattdessen solle die bestehende Breitenförderung literarischer Kleinprojekte fortgeführt und gesichert werden. Immerhin sprach sich niemand prinzipiell gegen die Idee eines Literaturhauses Dresden aus. Und einige der Anwesenden sparten nicht mit Sympathiebekundungen.

Was der Initiative zweifellos noch fehlt, sind öffentliche Personen, die kulturelles Prestige, politische Macht oder schlicht und einfach Geld einbringen könnten. Mir scheint die Idee eines Literaturhauses, das als Zentrum literarischen Lebens in Dresden eine Heimat für schon bestehende Institutionen, für Verbände und Autoren, aber besonders für die nicht gerade literarisch überversorgten Dresdner sein könnte, jedenfalls sehr reizvoll und aller Unterstützung wert.

Vorschau: Unser Buch im Frühjahr

Im Blog des Verlages Voland & Quist kann man in der Vorschau fürs Frühjahrsprogramm schon mal anschauen, in welch illustrer Umgebung unser kommendes Buch „Sax Royal. Eine Lesebühne rechnet ab“ erscheinen wird:

In eigener Sache

Ein erfolgreiches Jahr 2009 wünsche ich an dieser Stelle noch nachträglich allen Lesern dieser Seite und allen Freunden der Lesebühne Sax Royal.

Nicht nur das neue Jahr beginnt dieser Tage, sondern auch eine Kolumne, die ich ab sofort wöchentlich immer am Sonnabend für das Magazin der Sächischen Zeitung schreiben werde. Heute, am 3. Januar erscheint zum Auftakt der Text „Überholen ohne einzuholen“, den Stammzuschauer unserer Lesebühne vielleicht wiedererkennen werden. Die Kolumne hat keinen Titel, weil mir kein guter eingefallen ist, wird aber trotzdem ganz schön und handelt von diesem, mehr noch aber von jenem. Ich bin selbst gespannt, 1. wie mir jede Woche etwas Lesenswertes einfallen wird und 2. ob das jemanden interessiert. Über Feedback würde ich mich jedenfalls wie immer freuen.

Der einzige Nachteil der Sache ist, dass mir keine Zeit bleibt, um weiterhin regelmäßig beim Kulturmagazin DRESDNER zu schreiben. Die ausgesprochen netten Kollegen seien nochmals bedankt und gegrüßt.

Weihnachtsgeschenke – Zwei Tipps

Für alle, die drei Wochen vor dem Fest immer noch keine Weihnachtsgeschenke haben und genau so faul sind wie ich, stundenlang nach welchen zu suchen. Hier die Rettung in letzter Minute:

Tipp Nr. 1: „Rote Giraffe“ – Postkarten mit drolligen Motiven von INKOgraphix kombiniert mit krassen und pseudokrassen Klassikern von Roman Israel, z.B. Fettsack, Marx, Eichhorn, Giraffe.
Erhältlich im Kunstwarenautomat des Hebedas, Auf der Pirsch (Görlitzer Str.), DaWanda oder bei der nächsten Lesebühne am 11.12.
Einzel: zw. 1,50 und 2,50 Eur. Fünfer: 5,- Eur.

Tipp Nr. 2: „Fotoepigramme“ – Lyrik von Roman Israel und Fotos von Christiane Michel, auf Biegen und Brechen zusammengepfiffen in ein 48 Seiten starkes Buch.
Erhältlich bei Büchers Best (Louisenstraße), im Kunstwarenautomat des Hebedas oder bei der nächsten Lesebühne am 11.12.
Kostenpunkt: 5,- Eur.

Dresche für die Krise! Pumpe Geld in den Markt!

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