Videos der letzten Lesebühne

Unser sehnendes Flehen danach, irgendjemand möge doch bitte mal Video-Mitschnitte unserer Lesebühne anfertigen und ins Netz stellen, ward im Februar prompt erfüllt, wenn auch nur teilweise. Wir danken dem Blogger Martin Nowotnick, in dessen auch sonst lesenswertem Blog Ruhestoerung ihr einige der Texte unserer Februar-Lesebühne via YouTube in diesem Beitrag nachhören und -sehen könnt.

Ein Beispiel von einem Autor, der mir als “iche” bekannt ist, sei aber gleich hier mal präsentiert – Dank nochmals an Martin.

Unsere Geburtstagsfatsche zum Nachhören auf MySpace

Stefan fordert Ruhe beim Stillen, Julius gewöhnt sich das Rauchen ab, Max besucht Provinzdiskos und Micha versucht wie Uwe Tellkamp zu schreiben. Wer den 5. Geburtstag unserer Lesebühne verpasst haben sollte, weil schlechtes Wetter, Stank mit der Begleitung oder weil Türe zu, da ausverkauft, der kann versuchen, auf unserer MySpace-Seite noch einmal nachzufühlen, was unmöglich nachzufühlen ist.
Dank an Axel! Viel Spaß!

Danke!

Noch immer berauscht und bezaubert sind wir von der gestrigen Geburtstagsfeier unserer Lesebühne. Wir bedanken uns noch einmal bei allen Zuschauern für ihr Vertrauen. Die Leute vom Einlass behaupteten, es seien 170 Leute dagewesen, aber vielleicht wollten sie nur angeben. Von all den vielen Menschen, denen wir Dank schulden, seien an dieser Stelle nur die wichtigsten genannt: Wir danken unseren Förderern (und baldigen Verlegern) Leif Greinus und Sebastian Wolter, dem ganzen Team der Scheune (nunmehr von der eisernen Hand Christian Meyers regiert), dem immer gut aufgelegten Axel Spickenheuer, unserem grafischen Künstler Tim Jockel, unserem Blog-Konstrukteur Florian Heidenreich, unserer Lichtbildnerin Christiane Michel und last but not least unseren Gastautoren André Herrmann und Udo Tiffert. Wir freuen uns auf ein neues Jahr und hoffen, zur nächsten Lesebühne am 11. Februar wieder alle in der Scheune begrüßen zu dürfen.

P.S.: Unterhalten sich zwei Rosinen. Fragt die eine: “Wieso trägst Du denn einen Helm?” Antwortet die andere: “Muss gleich in’ Stollen!”

Rückblick: Sax Royal 2009 zum Nachhören

Für alle Fans unserer Lesebühne gibt es die Höhepunkte des Jahres 2009 noch einmal bei MySpace zum Nachhören.

Sax Royal

Spitzt die Löffel, wenn Stefan Seyfarth seine grandiose Geschichte übers Schweineschlachten vorträgt oder zückt das Feuerzeug bei Julius Fischers Wochenrückrap. Folgt Michael Bittner ins witzige Weimar, Max Rademann rund um den Zoo, unserem Gastautor André Herrmann in den besten Supermarkt der Welt oder lauscht unserem vielgeschätzten Kollegen, Udo Tiffert, was er von einer neu gebauten Asphaltpiste hält. Auch in unseren berühmt-berüchtigten Bonusrunden gab es diesmal allerlei Schmankerl zu erleben. Zu Beginn des Jahres gastierte bei uns das legendäre The Fuck Hornisschen Orchestra aka Julius Fischer und Christian Meyer; im April brachten Michael Bittner und ich in Vorfreude auf die Urlaubssaison ein deftiges Feature übers Campen und im November präsentierten euch Julius, Micha und Max ein delikates Hörspiel über eine neue Generation von Liedermachern.

Wir danken DJ Axel, der alle Aufnahmen ermöglicht hat, und natürlich Euch, dem liebsten Publikum der Welt, das uns durch zahlreiches Erscheinen und Anfeuern immer wieder zu Tränen rührte!

Und jetzt viel Spaß beim Reinhören!

Jahresabschluss

Von einem Blog wird ja doch gemeinhin erwartet, dass der Autor laufend einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht und den neugierigen Leser in den Backstageraum seines Lebens bittet. Ich scheue mich davor immer ein bisschen, will aber zum besinnlichen Jahresausklang mal eine Ausnahme machen. Schließlich gibt’s ja doch ein bisschen was zu berichten.

Einige werden mitbekommen haben, dass ich seit Januar 2009 eine Kolumne für die Sächsische Zeitung schreibe, genauer gesagt für das Wochenend-Magazin in der Rubrik “Unterhaltung”, im Volksmund auch “Witzseite” genannt. Jede Woche ohne Pause und Ausrede einen 4000-zeichigen Text über irgendetwas zu verfassen, hat sich als unbedingt bewusstseinserweiternde Aufgabe herausgestellt – und das nicht nur, weil die Zahl der Irgendetwasse naturgemäß begrenzt ist. 54 Texte! Ich weiß selber nicht mehr, wo die hergekommen sein sollen. Schwieriger noch aber war es, sich auf ein Publikum einzustellen, das man nicht kennt und auch nie zu Gesicht bekommt. Wenn man sonst beinahe jeden Text, den man schreibt, gleich ein paar Tage drauf vorliest, ist das schon eine gewisse Umstellung. Immerhin: Obgleich ich vorher gewarnt ward, dass nie, wirklich nie jemand schreibt, weil es ihm gefallen hat, habe ich doch ein paar positive E-Mails bekommen. Noch mehr freut sich der Autor natürlich über das persönliche Feedback, das er von vielen verschiedenen Leuten erhielt, die zum Teil sogar nicht bestochen waren. Dass bei einem Text pro Woche nicht alles gelungen sein konnte, versteht sich bei meinen beschränkten Mitteln von selbst. Mein besonderer Dank sei an dieser Stelle für die sehr nette Zusammenarbeit ausgesprochen an den Redakteur Marcus Krämer und die Illustratorin Dorina Tessmann.

Wenn es eine negative Folge meines Tuns gab, dann hat sie leider diesen Blog hier betroffen, den ich mangels Materialüberschuss seltener beliefern konnte. Und wenn, dann meist mit den langweiligen Sachen (Politik), die für die Kolumne nicht zu gebrauchen waren. Vielleicht sind daher einige Leser dieses Blogs zu dem Eindruck gelangt, ich würde mich nur noch für Politik und Hochkultur interessieren. Dem ist nicht so! Ich beschäftige mich nach wie vor auch mit anderen Fragen, zum Beispiel mit der, warum man beim Scheißen immer instinktiv die Brille absetzt.

Über unsere Lesebühne Sax Royal muss ich wohl keine weiteren Worte verlieren. Es macht jedes Jahr mehr Spaß mit Julius, Max, Roman und Stefan zu lesen, die ich daher an dieser ein wenig sentimentalen Stelle noch einmal verbal an meinen Busen drücken möchte. Mein Dank geht natürlich auch an Leif, Axel und das ganze Team der Scheune. Ich vibriere vor Vorfreude, wenn ich an unseren fünften Geburtstag am 14. Januar und an – tata – unser im Frühjahr bei Voland & Quist erscheinendes Buch “Sax Royal. Eine Lesebühne rechnet ab” denke.

Jetzt brauch ich mal Urlaub.

Einige Gedanken ohne besondere Ordnung

Meinen großen Dank an alle Menschen, die gestern Lust hatten, mir beim Vorlesen zuzuhören. Ein “kontinuierlich präsenter Vorleseautor” wie ich weiß das zu schätzen. *** Ein älterer Herr sucht im Zeitungsständer nach der F.A.Z.: “Ah! Ja, hier, ganz oben, wo sie hingehört!” *** Marc-Uwe Klings Abschiedstournee wird den Titel “Burn Out” tragen. *** Ich bin immer verspannt, aber vielleicht wird ein zweiter Frühling meine Glieder lösen. *** Wenn beim Italiener erzählt wird, dass die Türken in die Kräutersauce wichsen – ist das dann auch Rassismus? *** André Herrmann ist ein großer Mann. Ein ganz großer! *** In Brandenburg tobt, wie ich den Lokalzeitungen entnehmen konnte, gerade eine Riesendebatte: In der PDS-Fraktion im Landtag sitzen Stasi-Spitzel! Beschämend und empörend, wie wenig dieses dunkle Kapitel deutscher Diktaturgeschichte verarbeitet wurde. Wie kann es sein, dass solche Agenten eines Unrechtsstaates je wieder Macht in die Hände bekommen? Man sollte sich an der BRD orientieren, in der so etwas dank aufrechter Männer wie Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger (NSDAP, dann CDU) oder Bundespräsident Karl Carstens (NSDAP, dann CDU) unmöglich gewesen wäre.

Mitschnitt vom 12.11.09 bei MySpace

Wer unsere gestrige Lesebühne verpasst haben sollte oder einfach noch einmal reinhören möchte, kann dies ab sofort auf unserer MySpace-Seite tun. Dank an Axel! Viel Spaß!

Videos vom Grand Slam of Saxony

Wie ich gerade sehe, hat ein Enthusiast beim vergangenen Grand Slam of Saxony mitgefilmt. Das bietet natürlich Gelegenheit für alle, die diese Veranstaltung verpasst haben, sich einen Eindruck zu machen – für mich bietet es Gelegenheit, zu gratulieren und ein bisschen Werbung zu machen. Royalist Julius Fischer erreichte gemeinsam mit André Herrmann als “Team Totale Zerstörung” das Finale, wo sie sich folgendermaßen schlugen:

Wer Julius gerne möglichst schnell wieder erleben will, der merke sich den Auftritt unserer Lesebühne Sax Royal im Deutschen Hygiene-Museum am 13. August vor, wo wir ab 20 Uhr ein literarisches Programm zum Thema “Arbeit” vorstellen.

Geschlagen wurden die beiden Zerstörer im Finale aber von ihrem Lausitzer Kollegen Udo Tiffert, dem dieser Sieg nicht nur vom Publikum, sondern von der ganzen (gut gearteten) Menschheit von Herzen gegönnt ward. Hier sein Finaltext:

Wir freuen uns sehr, dass wir Udo bei unserer ersten regulären Lesebühne Sax Royal nach der Sommerpause am 10. September als Gast begrüßen dürfen – dann wieder ab 21 Uhr in der Scheune.

Schönes Kompliment nach der Lesung

“Bei deinem letzten Text hatte ich Probleme. Man wusste ja am Ende gar nicht: Bist du jetzt für den Kommunismus oder dagegen?”

Mittschnitt vom 11.06.09 bei MySpace

Wer unsere letzte Lesebühne verpasst haben sollte oder den einen oder anderen Liebling noch einmal tiefgründiger unter die Lupe nehmen möchte, es gibt einen Mitschnitt (Danke Axel!) – ab sofort auf unserer MySpace-Seite. Viel Spaß!

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