November-Lesebühne zum Nachhören
Mit einiger Verspätung zwar, aber dafür in voller Länge, kann ab sofort die Lesebühne vom 11. November noch einmal nachgehört werden. Zur Erinnerung: einer der tollsten aller tollsten Gäste saß damals mit uns auf dem Sofa und las, sang und lachte mit uns. Natürlich kann nur AHNE gemeint sein, der für unseren vielreisenden Julius Fischer einsprang. Wir wünschen euch viel Spaß beim Reinhören!
http://www.myspace.com/saxroyal
Team Totale Zerstörung werden Vizemeister
Erfreuliche Nachrichten vom poetischen Schlachtfeld an der Ruhr: Bei den eben abgeschlossenen Meisterschaften des deutschsprachigen Poetry Slam kämpften sich Royalist Julius Fischer und André Herrmann als “Team Totale Zerstörung” ins Finale des Mannschaftswettbewerbes, wo sie nach hartem Kampf nur knapp dem Sieger “Team und Struppi” unterlagen. Hier ihr Auftritt:
Verspäteter Nachruf
Nicht nur weil ein guter Freund mir berichtete, dass er in Japan Dörrfleisch an Rehe verfüttert habe, oder dass im Land der aufgehenden Sonne Dildos, welche der Hand eines Rockstars nachempfunden sind, im Warenregal direkt neben dem Kinderspielzeug stehen, sondern auch weil die japanische Musiklandschaft vor herausragender Bands nur so strotzt, muss ich dies jetzt loswerden.
Es war bereits am Sonntag in der Groovestation, als ich die legendäre Noise-Rock Kapelle (so nennt man diese Musikrichtung wohl im Fachjargon) Melt Banana aus Tokyo erleben durfte. Ein Gedicht! Wenn auch ein lautes, gekreischtes. Und weil die Begeisterung über dieses grandiose Konzert in mir heute immer noch nicht verhallt ist, muss ich diesem Abend einfach an dieser Stelle ein paar Zeilen widmen.
Das man mit soviel Präzision und Leidenschaft drauflos prügeln kann,… mir fehlen die Worte. Zudem ist es immer wieder ein Erlebnis, wenn relativ zierliche Frauen den Bass schruppen. Oh Gott war das FETT, wie diese kleine Person ihre Riffs runterspielte. Mir war permanent wie kreischen. Völlig unaffektiert bearbeitete sie ihr Instrument mit absoluter Professionalität. Natürlich war dabei stets der Verzerrer an.
Ebenso faszinierend: das Heraustreten der Halsschlagader von Frontfrau YaKo, wenn sie ihre Vocals in den Äther schmetterte. Energie pur.
Auch die beiden Herren an Gitarre und Schlagzeug – absolute Souveränität. Rätselhaft, wie der Schlagzeuger einfach nicht ins Schwitzen kommen wollte. Die sind schon irgendwie anders als wir, die Japaner.
Leider stand ich, meines fortgeschrittenen Alters gemäß, seitlich zur Bühne, obgleich ich mir gerne im Inferno des nicht zu kurzkommenden Pogo fast gerne mal wieder eine blutende Nase geholt hätte. Wie früher (ach ja).
Ich bin jedenfalls gleichermaßen erstaunt und erfreut über die Tatsache, dass ich mich doch noch für musikalische Ausschweifungen jenseits von Funk und Soul begeistern kann. Endlich mal wieder ein Livekonzert bei dem es ordentlich geraucht hat. Ich werde noch eine ganze Weile in stiller Demut davon zehren. Danke Japan. Danke Melt Banana.
Sakralen Charakter …
… hatte ausschließlich wegen der Akustik unsere gestrige Lesebühne im Hygiene-Museum zum Thema Schönheit. Wir bedanken uns bei den vielen Zuhörern, die unseren profanen Predigten lauschten. Unsere nächste reguläre Lesebühne, die erste in der Scheune nach der Sommerpause, gibts dann am 09. September – wieder komplett mit Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann, Stefan Seyfarth und Michael Bittner. Zu hören gibt es dann wieder brandneue Texte, nicht zuletzt Geschichten nach dem Motto “Mein schönstes Ferienerlebnis”. Gestern gings nach langer Zeit im Anschluss mal wieder in Hebeda’s Familieneinkehr, aber das Bier blieb einem (fast) im Halse stecken beim Anblick der Atzen, die einen Großteil des Ladens okkupiert hatten und andere Gäste durch ihre Atzität behelligten. Ganz schlimm. Das kommt vermutlich davon, wenn man im Baedeker als Szenelokal geführt wird.
Videos der letzten Lesebühne
Unser sehnendes Flehen danach, irgendjemand möge doch bitte mal Video-Mitschnitte unserer Lesebühne anfertigen und ins Netz stellen, ward im Februar prompt erfüllt. Via YouTube könnt Ihr einige der Texte unserer Februar-Lesebühne anschauen.
Ein Beispiel von einem Autor, der mir als “iche” bekannt ist, sei aber gleich hier mal präsentiert.
Unsere Geburtstagsfatsche zum Nachhören auf MySpace
Stefan fordert Ruhe beim Stillen, Julius gewöhnt sich das Rauchen ab, Max besucht Provinzdiskos und Micha versucht wie Uwe Tellkamp zu schreiben. Wer den 5. Geburtstag unserer Lesebühne verpasst haben sollte, weil schlechtes Wetter, Stank mit der Begleitung oder weil Türe zu, da ausverkauft, der kann versuchen, auf unserer MySpace-Seite noch einmal nachzufühlen, was unmöglich nachzufühlen ist.
Dank an Axel! Viel Spaß!
Danke!
Noch immer berauscht und bezaubert sind wir von der gestrigen Geburtstagsfeier unserer Lesebühne. Wir bedanken uns noch einmal bei allen Zuschauern für ihr Vertrauen. Die Leute vom Einlass behaupteten, es seien 170 Leute dagewesen, aber vielleicht wollten sie nur angeben. Von all den vielen Menschen, denen wir Dank schulden, seien an dieser Stelle nur die wichtigsten genannt: Wir danken unseren Förderern (und baldigen Verlegern) Leif Greinus und Sebastian Wolter, dem ganzen Team der Scheune (nunmehr von der eisernen Hand Christian Meyers regiert), dem immer gut aufgelegten Axel Spickenheuer, unserem grafischen Künstler Tim Jockel, unserem Blog-Konstrukteur Florian Heidenreich, unserer Lichtbildnerin Christiane Michel und last but not least unseren Gastautoren André Herrmann und Udo Tiffert. Wir freuen uns auf ein neues Jahr und hoffen, zur nächsten Lesebühne am 11. Februar wieder alle in der Scheune begrüßen zu dürfen.
P.S.: Unterhalten sich zwei Rosinen. Fragt die eine: “Wieso trägst Du denn einen Helm?” Antwortet die andere: “Muss gleich in’ Stollen!”
Rückblick: Sax Royal 2009 zum Nachhören
Für alle Fans unserer Lesebühne gibt es die Höhepunkte des Jahres 2009 noch einmal bei MySpace zum Nachhören.
Spitzt die Löffel, wenn Stefan Seyfarth seine grandiose Geschichte übers Schweineschlachten vorträgt oder zückt das Feuerzeug bei Julius Fischers Wochenrückrap. Folgt Michael Bittner ins witzige Weimar, Max Rademann rund um den Zoo, unserem Gastautor André Herrmann in den besten Supermarkt der Welt oder lauscht unserem vielgeschätzten Kollegen, Udo Tiffert, was er von einer neu gebauten Asphaltpiste hält. Auch in unseren berühmt-berüchtigten Bonusrunden gab es diesmal allerlei Schmankerl zu erleben. Zu Beginn des Jahres gastierte bei uns das legendäre The Fuck Hornisschen Orchestra aka Julius Fischer und Christian Meyer; im April brachten Michael Bittner und ich in Vorfreude auf die Urlaubssaison ein deftiges Feature übers Campen und im November präsentierten euch Julius, Micha und Max ein delikates Hörspiel über eine neue Generation von Liedermachern.
Wir danken DJ Axel, der alle Aufnahmen ermöglicht hat, und natürlich Euch, dem liebsten Publikum der Welt, das uns durch zahlreiches Erscheinen und Anfeuern immer wieder zu Tränen rührte!
Und jetzt viel Spaß beim Reinhören!