Zitat des Monats Juli

Und [der Prophet Elisa] ging hinauf nach Bethel. Und als er den Weg hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf! Und er wandte sich um, und als er sie sah, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern. Von da ging er auf den Berg Karmel und kehrte von da nach Samaria zurück.

2. Könige 2,23-25

Zitat des Monats Juni

Wenn Jeremy Corbyn zum Parteichef gewählt wird, dann werden wir bei der nächsten Wahl keine Schlappe wie 1983 oder 2015 erleben, sondern eine vernichtende Niederlage, möglicherweise die Auslöschung.
Tony Blair über die Zukunft der Labour Party, 13. August 2015, The Guardian

Zitat des Monats Mai

In der ganzen übrigen Bildungswelt gilt der Grundsatz höchster Klarheit; in Deutschland verlangen manche Leser geradezu, durch tiefsinnig scheinende Unverständlichkeit beschwindelt zu werden.

Denn wo man keinen Sinn findet, vermutet man Geist (aber nur in Deutschland).

Eduard Engel: Deutsche Stilkunst

Zitat des Monats April

Aber, was vielleicht noch bedeutsamer ist, auch innerhalb der marxistischen Arbeiterschicht sind seit einiger Zeit Arbeiterführer aufgetaucht, die an den nationalistischen Fragestellungen Geschmack gewonnen haben, und deren Sprache schon jetzt oft kaum noch von der der Nationalisten in den Bünden zu unterscheiden ist. Hier sind die gegebenen Einfallspforten in die Arbeiterschaft.

Ernst Jünger, Rede zur Reichsgründungsfeier des Tannenbergbundes, wiedergegeben im Völkischen Beobachter vom 23./24. Januar 1927

Zitat des Monats März

Zum würdigen Leben gehört mehr als nur soziale Gerechtigkeit. Eine andere Bedingung ist die Identität. Die soziale Gerechtigkeit muss gegen Kapital und Konzerne errungen werden – aber die Identität gegen die Migration. Das Thema ist für die Linken gefährlich: In der Theorie soll doch der Ausländer ein Freund sein. Aber in der Wirklichkeit ist die Einwanderung ein Quell der Sorge. Wenn die Aufgabe einer linken Regierung die Solidarität mit der arbeitenden Bevölkerung ist, dann gehört dazu auch der Schutz der Heimat.

Jakob Augstein

Zitat des Monats Februar

Sehr geehrter Herr „Schriftsteller“
Sie gehören wegen Beleidigung, Volksverhetzung und der Verwendung von Parolen grundgesetzfeindlicher Systeme endlich vor Gericht gestellt und weggespererrt , wenigstens 5 Jahre !
Ich hoffe auf baldige Realisierung

Manfred S***, per E-Mail an Michael Bittner

Zitat des Monats Januar

Die Männer aus den Gesellschaftsklubs und die Arbeiter-Gruppe weichen in den mittleren F[aschismus]-Punktwerten nicht wesentlich voneinander ab. Das wird nur den überraschen, der alle wichtigen Unterschiede in den sozialen Verhaltensweisen aus der sozio-ökonomischen Gruppenzugehörigkeit zu erklären gewohnt ist, und der die Arbeiter als Hauptträger liberaler Ideen sieht. Natürlich wird ihnen auf Grund der gegebenen ökonomischen und sozialen Tatsachen die entscheidende Rolle im Kampf gegen die wachsende Konzentration wirtschaftlicher Macht zufallen, wenn sie im eigenen Interesse handeln, doch wäre es leichtsinnig, die Empfänglichkeit für faschistische Propaganda in diesen Massen zu unterschätzen. Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund für die Annahme, die autoritären Strukturen, mit denen wir uns hier beschäftigen, seien innerhalb der Arbeiterklasse weniger stark entwickelt als in anderen Bevölkerungsschichten.

Erwähnenswert ist, als weiterer Aspekt des „funktionalen“ Charakters des Antisemitismus, daß wir häufig Angehörigen anderer Minderheiten mit stark „konformistischen“ Tendenzen begegneten, die ausgesprochen antisemitisch reagierten. Unter den verschiedenen Fremdgruppen war kaum eine Spur von Solidarität zu finden; vielmehr ist es die Regel, die „Last abzuschieben“, andere Gruppen zu diffamieren, um den eigenen sozialen Status in ein besseres Licht zu rücken.

Schon der beiläufige Blick in das Material genügte, um die Vermutung zu bestärken, daß die sozial Unterdrückten häufig eher dazu neigen, den Druck an andere weiterzugeben, als sich mit ihren Leidensgenossen zu verbünden.

Theodor W. Adorno in: ders., Else Frenkel-Brunswik, Daniel J. Levinson und R. Nevitt Sanford: Studien zum autoritären Charakter (1950)

Zitat des Monats Dezember

Diese verdammten Könige sind hier auf Erden doch nur Schafsköpfe, die zu nichts weiter taugen, als ihre Untertanen zu quälen und die Welt durch ihre abscheulichen Kriege, die ihr einziges Vergnügen sind, in Verwirrung zu bringen.

Rabelais: Pantagruel (1532)

Zitat des Monats November

Hallo Herr Bittner, mit Freuden habe ich gelesen, dass Sie Dresden verlassen. Hoffentlich machen Sie Ihren Vorsatz auch wahr und es bleibt nicht nur bei einem leeren Versprechen. Wäre schrecklich, wenn wir Sie hier noch länger ertragen müssten!

S. Fritsche

Zitat des Monats Oktober

Uns liegt nicht viel daran, daß Ihr unseren Vorsatz versteht. Wozu sich erklären? Wozu sich auf ein Gespräch einlassen, auf eine Beteiligung an einer Debatte? Weil Ihr Angst vor der Abrechnung habt, bittet Ihr uns nun an einen Eurer runden Tische? Nein, diese Mittel sind aufgebraucht, und von der Ernsthaftigkeit unseres Tuns wird Euch kein Wort überzeugen, sondern bloß ein Schlag ins Gesicht.

Götz Kubitschek, PEGIDA-Redner zum Tag der deutschen Einheit 2016, in: Provokation (2007), wieder abgedruckt in: Die Spurbreite des schmalen Grats. 2000-2016. Schnellroda: Antaios, 2016, Zitat S. 77f.

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