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		<title>Zitat des Monats Mai</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 09:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufs Maul (geschaut)]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat des Monats]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Melancholiker und der Sanguiniker sp&#228;t nachts am Tresen im Gespr&#228;ch. Der Melancholiker: &#8220;Hast du nicht auch manchmal das Gef&#252;hl, dass du dein Leben verschwendest?&#8221; Der Sanguiniker: &#8220;Nein, nie.&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Melancholiker und der Sanguiniker sp&#228;t nachts am Tresen im Gespr&#228;ch.</p>
<p>Der Melancholiker: &#8220;Hast du nicht auch manchmal das Gef&#252;hl, dass du dein Leben verschwendest?&#8221;</p>
<p>Der Sanguiniker: &#8220;Nein, nie.&#8221;</p>
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		<title>Literaturtipp: Till Reiners am Mittwoch in der Groovestation</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 11:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kollegen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturempfehlungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Till Reiners, Jahrgang 1985, tritt seit drei Jahren bei Poetry Slams auf. Umwege &#252;ber Geldern, Trier und Studium lie&#223;en Till Reiners in Berlin finden, was er wirklich mag: die B&#252;hne. Und die B&#252;hne mag ihn: 2010 war er Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam und darf sich Berliner Stadtmeister 2011 schimpfen. Im Jahr 2011 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img title="Till Reiners" src="http://www.livelyrix.de/wp-content/uploads/2012/04/800px-057.jpg" alt="Till Reiners" width="300" height="199" align="left" /></p>
<p><strong><a href="http://www.tillreiners.de/" target="_blank">Till Reiners</a></strong>, Jahrgang 1985, tritt seit drei Jahren bei Poetry Slams auf. Umwege &#252;ber Geldern, Trier und Studium lie&#223;en Till Reiners in Berlin finden, was er wirklich mag: die B&#252;hne. Und die B&#252;hne mag ihn: 2010 war er Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam und darf sich Berliner Stadtmeister 2011 schimpfen. Im Jahr 2011 gewann er auch den “Grand Slam of Saxony” in Dresden. Und wer ihn schon einmal auf der B&#252;hne gesehen hat, wei&#223;: Schimpfen kann er. Er bezieht Position zu Dingen, &#252;ber die sich andere keine Gedanken machen. Wenn er wortgewaltig gegen Kinderriegel, Zukunftsverweigerer und Opportunisten wettert, wei&#223; man manchmal nicht, ob das noch Satire oder schon bitterer Ernst ist – oder einfach nur totaler Bl&#246;dsinn. Dabei zeigt er auch immer wieder Herz und Gef&#252;hl f&#252;r die Schwachen unserer Gesellschaft – zum Beispiel Schweinehack.</p>
<p>In der Groovestation pr&#228;sentiert er sein brandneues Programm <strong>„Da bleibt uns nur die Wut“</strong>: „Die Welt wird immer komplexer“, „Manchmal hat man einfach Kopfkino“, „Manche von denen k&#246;nnen ja wirklich ganz gut singen“ – es funktioniert ja. Diese S&#228;tze, mit denen man sich so durchschl&#228;gt. Till Reiners zerst&#246;rt diese S&#228;tze und macht aus vermeintlichen Gewissheiten wieder Fragen. Dazu schl&#252;pft er in verschiedene Rollen und entlarvt so die Boshaftigkeit von Banalit&#228;ten. Wie ist das eigentlich, wenn man einen Bionade-Nazi mit sich und seinen Gewissheiten alleine l&#228;sst? Und wenn er das Publikum gegen sich aufbringt? Till Reiners probiert es aus und spielt abwechselnd den Bionade-Nazi, den Rentner, den Streber, den Paranoid gewordenen Islam-Hasser und l&#228;dt das Ganze mit Wut auf. Es geht um Politik und was das eigentlich ist und nicht um Guido Westerwelle. Es geht darum, anzustacheln, selbst denken zu wollen.</p>
<p><strong>LivelyriX Poetry unlimited: <a href="http://www.tillreiners.de/" target="_blank">Till Reiners</a></strong> | 16. Mai | Mittwoch | 20 Uhr | <a href="http://www.groovestation.de" target="_blank"><em>Groovestation</em></a> | VVK 5 Euro AK 7 Euro</p>
</div>
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		<title>Momente, in denen man t&#246;ten m&#246;chte (1)</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2012/05/12/momente-in-denen-man-toten-mochte-1/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 13:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dresden ist schön]]></category>
		<category><![CDATA[Exotik des Alltags]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Frau mit einem Kinderwagen, in dem ein S&#228;ugling schl&#228;ft, steigt in die Stra&#223;enbahn. Ein fetter, rotgesichtiger Sachse sitzt auf einem Klappsitz im Weg. &#8220;W&#228;ren Sie so nett und w&#252;rden mir Platz machen?&#8221; &#8220;Das is keen Kinderplatz hier, Kinderplatz is dort hinten bei der andern T&#252;r!&#8221; &#8220;Aber w&#228;ren Sie so lieb und w&#252;rden trotzdem aufstehen?&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau mit einem Kinderwagen, in dem ein S&#228;ugling schl&#228;ft, steigt in die Stra&#223;enbahn. Ein fetter, rotgesichtiger Sachse sitzt auf einem Klappsitz im Weg.</p>
<p>&#8220;W&#228;ren Sie so nett und w&#252;rden mir Platz machen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Das is keen Kinderplatz hier, Kinderplatz is dort hinten bei der andern T&#252;r!&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber w&#228;ren Sie so lieb und w&#252;rden trotzdem aufstehen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Aber hier is keen Kinderplatz! Kinderplatz is hinten!&#8221;</p>
<p>Der fette, rotgesichtige Sachse erhebt sich schnaufend und setzt sich fluchend zwei Sitzreihen weiter nach hinten. Ich lasse die Faust in der Tasche.</p>
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		<title>Donnerstag: Die Leseb&#252;hne Sax Royal in der Scheune mit Gast Thomas Lautenknecht</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 08:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch im Wonnemonat Mai pr&#228;sentiert die Dresdner Leseb&#252;hne Sax Royal wieder neue Geschichten, Gedichte und Lieder. Wie immer findet ganz Pers&#246;nliches Platz neben Politischem, der Humor kommt nicht zu kurz, aber geht gelegentlich Hand in Hand mit dem bittersten Ernst. Es lesen in fliegendem Wechsel die Stammautoren Julius Fischer, Max Rademann, Stefan Seyfarth und Michael Bittner. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2009/10/sax-royal-klein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1771" title="Sax Royal" src="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2009/10/sax-royal-klein-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auch im Wonnemonat Mai pr&#228;sentiert die Dresdner <a href="http://www.facebook.com/events/153170184811652" target="_blank">Leseb&#252;hne <strong>Sax Royal</strong></a> wieder neue Geschichten, Gedichte und Lieder. Wie immer findet ganz Pers&#246;nliches Platz neben Politischem, der Humor kommt nicht zu kurz, aber geht gelegentlich Hand in Hand mit dem bittersten Ernst. <a href="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2012/05/Thomas-Lautenknecht.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3849" title="Thomas Lautenknecht" src="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2012/05/Thomas-Lautenknecht-150x150.jpg" alt="Thomas Lautenknecht" width="150" height="150" /></a>Es lesen in fliegendem Wechsel die Stammautoren Julius Fischer, Max Rademann, Stefan Seyfarth und Michael Bittner. Anstelle des abwesenden Roman Israel wird als besonderer musikalischer Gast <a href="http://www.myspace.com/lautenknecht" target="_blank">Thomas Lautenknecht</a> erwartet, der Dresdner Gitarrist und S&#228;nger der Band “Oh alter Knaben Herrlichkeit”, der nicht zuletzt f&#252;r zauberhafte Vertonungen von Gedichten bekannt ist.</p>
<p><strong><a href="../" target="_blank">Sax Royal</a> – die Dresdner Leseb&#252;hne</strong> | 10. Mai | Donnerstag | 20 Uhr | <a href="http://www.scheune.org/" target="_blank"><em>Scheune</em></a><em></em> | VVK 5 Euro AK 5 Euro erm. / 7 Euro</p>
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		<title>Literaturtipp: LivelyriX Poetry Slam am Donnerstag in der Scheune</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 07:24:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder am ersten Donnerstag des Monats geht der LivelyriX Poetry Slam &#252;ber die B&#252;hne der Scheune. F&#252;nf einheimische Poeten messen ihre dichterischen Kr&#228;fte mit f&#252;nf handverlesenen Gastautoren aus dem deutschsprachigen Raum. Mit dabei sind unter anderen der Gewinner des “Grand Slam of Saxony” 2011 Till Reiners aus Berlin, die wunderbare Leipziger Erz&#228;hlerin Franziska Wilhelm von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img title="Volker Str&#252;bing" src="http://www.livelyrix.de/wp-content/uploads/2012/04/volker-str%C3%BCbing.jpg" alt="Volker Str&#252;bing" width="200" height="109" align="left" /></p>
<p>Wieder am ersten Donnerstag des Monats geht der <a href="http://www.facebook.com/events/274662859290727" target="_blank"><strong>LivelyriX Poetry Slam</strong></a> &#252;ber die B&#252;hne der Scheune. F&#252;nf einheimische Poeten messen ihre dichterischen Kr&#228;fte mit f&#252;nf handverlesenen Gastautoren aus dem deutschsprachigen Raum. Mit dabei sind unter anderen der Gewinner des “Grand Slam of Saxony” 2011 <a href="http://www.tillreiners.de/" target="_blank"><strong>Till Reiners</strong></a> aus Berlin, die wunderbare Leipziger Erz&#228;hlerin <strong><a href="http://franziska-wilhelm.de/" target="_blank">Franziska Wilhelm</a></strong> von der Leseb&#252;hne “Schkeuditzer Kreuz”, der Erfolgsautor, Filmemacher und Poetry-Slam-Champion des Jahres 2005 <a href="http://www.volkerstruebing.de/" target="_blank"><strong>Volker Str&#252;bing</strong></a> (Foto) aus Berlin, der Lausitzer Poet und Erz&#228;hler <a href="http://www.udotiffert.de/" target="_blank"><strong>Udo Tiffert</strong></a> von der G&#246;rlitzer Leseb&#252;hne &#8220;Grubenhund&#8221; und der Wortakrobat <strong><a href="http://www.dominik-bartels.com/" target="_blank">Dominik Bartels</a></strong> aus Helmstedt. Am Ende klatschen wie immer die Zuschauer einen Poeten auf den Thron. Es moderieren Michael Bittner und Stefan Seyfarth.</p>
<p><strong>LivelyriX Poetry Slam</strong> | 3. Mai | Donnerstag | 20 Uhr | <a href="http://www.scheune.org/" target="_blank"><em>Scheune</em></a><em></em> | VVK 6 Euro AK 8 Euro</p>
<p>Karten im Vorverkauf gibts bei den bekannten Vorverkaufsstellen, an den Bars der Scheune und auf dem Campus beim Copy-Shop “Die Kopie 24″.</p>
</div>
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		</item>
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		<title>Lesetipp: Hitch-22 von Christopher Hitchens</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2012/04/28/lesetipp-hitch-22-von-christopher-hitchens/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 09:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturempfehlungen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;berraschend starb j&#252;ngst Christopher Hitchens, einer der renommiertesten Journalisten des englischen Sprachraums. W&#228;hrend er, ohne es zu ahnen, bereits unheilbar an Krebs erkrankt war, schrieb er seine Memoiren, die inzwischen unter dem Titel Hitch-22 (deutsch als: The Hitch) erschienen sind. In Gro&#223;britannien und den USA war Hitchens eine Ber&#252;hmtheit. Das verdankte er nicht zuletzt seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;berraschend starb j&#252;ngst Christopher Hitchens, einer der renommiertesten Journalisten des englischen Sprachraums. W&#228;hrend er, ohne es zu ahnen, bereits unheilbar an Krebs erkrankt war, schrieb er seine Memoiren, die inzwischen unter dem Titel <em>Hitch-22</em> (deutsch als: <em>The Hitch</em>) erschienen sind. In Gro&#223;britannien und den USA war Hitchens eine Ber&#252;hmtheit. Das verdankte er nicht zuletzt seinen Fernsehauftritten. In Diskussionen gelang es Hitchens mit rhetorischer Brillanz, politische Gegner auf dem&#252;tigende Weise buchst&#228;blich zu zerlegen. Wer sich Ausschnitte solcher Sendungen im Netz anschaut, wird die Selbstverliebtheit des geb&#252;rtigen Briten, der sp&#228;ter die amerikanische Staatsb&#252;rgerschaft annahm, wohl zun&#228;chst eher unsympathisch finden. Doch seine au&#223;ergew&#246;hnliche Intelligenz, Welterfahrung und literarische Bildung gaben ihm allen Grund zur Eitelkeit, die zudem durch eine andere Eigenschaft ausgeglichen wurde, die wenigstens in Deutschland &#246;ffentlichen Personen meist abgeht: die F&#228;higkeit zur Selbstironie.</p>
<p>&#220;ber Jahrzehnte f&#252;hrte Christopher Hitchens ein Doppelleben: Zum einen reiste er als Reporter um die Welt und schrieb als Essayist auch &#252;ber kulturelle Themen. Andererseits engagierte er sich seit seiner Jugend in diversen sozialistischen Gruppierungen. In der Tradition von Trotzki und Rosa Luxemburg sah er sich selbst als Teil jener „Revolution in der Revolution“, die nicht nur den Kapitalismus, sondern auch autorit&#228;re und nationalistische Tendenzen innerhalb der kommunistischen Bewegung bek&#228;mpfte. Gr&#246;&#223;ere politische Bedeutung erlangte er jedoch erst durch seinen Bruch mit der traditionellen Linken, den er selbst freilich als Konsequenz verstand. Anlass waren die Terroranschl&#228;ge von 2001 und der anschlie&#223;ende Krieg gegen den Irak, den Hitchens – wie damals auch ein kleiner Teil der deutschen Linken – als Kampf gegen einen faschistischen Diktator begr&#252;&#223;te. Den weltweiten militanten Islamismus entschuldigte er nicht wie viele seiner fr&#252;heren Weggef&#228;hrten als Hilferuf einer angeblich durch amerikanisch-israelischen Imperialismus unterjochten arabischen Welt. Er nannte ihn vielmehr „Faschismus mit islamischem Antlitz“. Seine alten Freunde und neuen Feinde z&#228;hlten ihn daher bald mit fragw&#252;rdigem Recht zu den „Neokonservativen“. Tats&#228;chlich verwandelte sich Hitchens aber vom H&#228;retiker der Linken keineswegs zum rechten Konvertiten. Seinen pers&#246;nlichen Eigensinn stellte er immer wieder durch &#252;berraschende polemische Angriffe in alle Richtungen unter Beweis, so etwa gegen Henry Kissinger, Mutter Teresa (!) und Bill Clinton.</p>
<p>In Deutschland bekannt wurde Hitchens erst vor einigen Jahren durch die &#220;bersetzung seines Buches <em>god is not Great</em>, in dem er weniger aus wissenschaftlicher als politischer und &#228;sthetischer Perspektive mit der Religion abrechnete. Nicht zuletzt seinetwegen sprach Der Spiegel damals von einem vermeintlichen „Kreuzzug der neuen Atheisten“. Hitchens selbst bezeichnete sich selbst gerne als „Anti-Theist“, um klarzustellen, dass er nicht nur an keinen Gott glauben k&#246;nne, sondern auch nicht wolle. Die ununterbrochene Beaufsichtigung durch ein allwissendes und allm&#228;chtiges Wesen erschien ihm als totalit&#228;re Zumutung, als „himmlisches Nordkorea“. Bisweilen musste man den Eindruck gewinnen, mit der Aggressivit&#228;t seiner Religionskritik kompensiere er politische Entt&#228;uschungen. Sah Marx in der Kritik der Religion nur den Anfang aller Kritik, so kehrte Hitchens am Ende der sozialistischen Hoffnungen zu ihr zur&#252;ck und b&#252;rdete dem Glauben wohl allzu viel Schuld am &#220;bel der Welt auf.</p>
<p>Der deutsche Leser, der Autobiografien im Stil von Bildungsromanen gewohnt ist, wird sich bei der Lekt&#252;re umstellen m&#252;ssen: Hitchens‘ Memoiren erz&#228;hlen vom seinem Leben und den Begegnungen mit prominenten Zeitgenossen nur exemplarisch und bruchst&#252;ckhaft. Das kommt der literarischen St&#228;rke des Autors entgegen, die in der pointierten Kurzform der Anekdote liegt. Gelegentliche L&#228;ngen und &#252;berfl&#252;ssiges Namedropping gibt es allerdings auch. Doch dann ebenso wieder ber&#252;hrende und beinahe poetische Kapitel, so &#252;ber die Geschichte seiner Eltern oder die sp&#228;te Entdeckung der eigenen j&#252;dischen Herkunft. Unterhaltsam ist das Buch jedenfalls so wie Hitchens Leben ereignisreich und abenteuerlich war: Wer sonst k&#246;nnte zum Beispiel von sich behaupten, von Margaret Thatcher den Hintern versohlt bekommen zu haben oder dabei gewesen zu sein, als Bill Clinton einen Joint rauchte (aber nicht inhalierte)?</p>
<p>Noch ein Hinweis zum Schluss: Die Lekt&#252;re der englischen Fassung empfiehlt sich nur f&#252;r Menschen, die im Besitz des <em>Concise Oxford Dictionary</em> sind.</p>
<p>Christopher Hitchens: Hitch-22. A memoir. Atlantic, Paperback Edition [mit neuem Vorwort] 2011.<br />
Christopher Hitchens: The Hitch. Gest&#228;ndnisse eines Unbeugsamen. Blessing, 2011.</p>
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		<title>Zitat des Monats April</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2012/04/26/zitat-des-monats-april-6/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 14:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufs Maul (geschaut)]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat des Monats]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Echt schei&#223;e finde ich, dass es keine unendlichen B&#252;cher gibt.&#8221; ein Kind am benachbarten Kneipentisch in Berlin-Friedrichshain]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Echt schei&#223;e finde ich, dass es keine unendlichen B&#252;cher gibt.&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">ein Kind am benachbarten Kneipentisch in Berlin-Friedrichshain</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Literaturtipp: Tilman Birr am Mittwoch in der Groovestation</title>
		<link>http://www.saxroyal.de/2012/04/16/literaturtipp-tilman-birr-am-mittwoch-in-der-groovestation/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 10:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kollegen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturempfehlungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Tilman Birr ist Poetry Slammer, Leseb&#252;hnenmensch, Liedchensinger und hat ein Buch geschrieben. Es hei&#223;t “On se left you see se Siegess&#228;ule” und behandelt seinen liebsten Nebenjob: Tilman war mal Stadtf&#252;hrer in Berlin. Einen Sommer lang hat er auf einem Ausflugsschiff auf der Spree gesessen und hat den Touristen erkl&#228;rt, was sie am Ufer sehen. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img title="Tilman Birr (Foto: Sarah Bosetti)" src="http://www.livelyrix.de/wp-content/uploads/2012/04/Tilman-Birr-neu.jpg" alt="Tilman Birr (Foto: Sarah Bosetti)" width="300" height="200" align="left" /></p>
<p><strong><strong><a href="http://www.tilmanbirr.de/" target="_blank">Tilman Birr</a></strong></strong> ist Poetry Slammer, Leseb&#252;hnenmensch, Liedchensinger und hat ein Buch geschrieben. Es hei&#223;t <strong>“On se left you see se Siegess&#228;ule”</strong> und behandelt seinen liebsten Nebenjob: Tilman war mal Stadtf&#252;hrer in Berlin. Einen Sommer lang hat er auf einem Ausflugsschiff auf der Spree gesessen und hat den Touristen erkl&#228;rt, was sie am Ufer sehen. Da war alles bei: Bayern, die nicht deutsch sprechen, Berliner Stadtf&#252;hrer, die Touristen nicht m&#246;gen, und Touristen, die seltsame Fragen stellen: Warum hat Hitler die Mauer gebaut? War Berlin wirklich die Hauptstadt Russlands? Wieso wurde eine Br&#252;cke nach Martin Semmelrogge benannt? Aber Tilman l&#246;ste auch das gro&#223;e R&#228;tsel der touristischen Binnenschifffahrt: Warum winken die Touristen vom Schiff? Tilman Birr liest aus dem Buch und hat seine Gitarre dabei, mit der er neue Lieder spielt.</p>
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		<title>Aus meiner Fanpost (3)</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 07:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu Herrn Bittners K&#252;bel Unflat, den er &#252;ber diesen Schriftsteller ausgoss, dessen wortgewaltiges Werk er nach eigenen Worten nicht gelesen hat. Doppelpunkt. Da r&#252;ttelt eine kleine Maus, ein bezahlter Schreiberling, in Geschichte unerfahren und fremdbestimmt, 32 Jahre alt, am Stuhlbein des Thrones eines gekr&#246;nten Dichterf&#252;rsten und glaubt, seine drei bezahlten Kotmurmeln daran zu befestigen. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Herrn Bittners K&#252;bel Unflat, den er &#252;ber diesen Schriftsteller ausgoss, dessen wortgewaltiges Werk er nach eigenen Worten nicht gelesen hat. Doppelpunkt.</p>
<p>Da r&#252;ttelt eine kleine Maus, ein bezahlter Schreiberling, in Geschichte unerfahren und fremdbestimmt, 32 Jahre alt, am Stuhlbein des Thrones eines gekr&#246;nten Dichterf&#252;rsten und glaubt, seine drei bezahlten Kotmurmeln daran zu befestigen.</p>
<p>Da verunglimpft ein kleiner Literat einen alten Mann, der am Ende seines Lebensweges mit der Erfahrung aus drei deutschen Reichen, von denen das letzte im Begriff ist zu sterben, versucht ein Tabu der &#214;ffentlichen Meinung zu brechen. Und steuert zur allgemeinen Kakophonie der Jasager und Abnicker der Political Correctness auch noch ein T&#246;nlein bei. Wir aufmerksamen Leser brauchen das nicht! Wir brauchen auch keine geborgten Meinungen!</p>
<p>Wie ist es mit der Orientierungsfunktion von Herrn Bittner? Er spart nicht mit kleinlichen Beschimpfungen und Beleidigungen gegen G&#252;nter Grass wie „alter Zausel“, „notorischer Querulant“, „alter Knacker“, „Nervens&#228;ge“, „Maulheld“ und benennt seine Einlassung „fantasieloses Allerweltsgen&#246;le“. Sein Versuch, das Pamphlet von Grass als Literatur zu kritisieren, scheitert kl&#228;glich, muss misslingen, weil alle wissen, dass dieses Gedicht keine Literatur sein soll, dass es weder auf die recht ungl&#252;ckliche Verpackung noch auf die fehlenden Reime darin ankommt, sondern einzig auf die Aussage, auf den Inhalt. Und diese Mahnung an den verbalen iranischen und den hochger&#252;steten israelischen Aggressor steht im Raum wie eine Warnung vor unkalkulierbarem Krieg. Was meint denn Herr Bittner dazu? Oder hat er neben Literaturunkenntnis keine eigene Meinung oder darf sie nicht &#228;u&#223;ern und ist blo&#223; wie ein abgerichteter Hofhund auf den deutsch-israelischen Seelenfrieden st&#246;renden Grass bellend losgelassen worden?</p>
<p>Das musste auch gesagt werden. Leider d&#252;rfen Sie das nicht ver&#246;ffentlichen. Schade.</p>
<p>In gro&#223;er Sorge um den Frieden im Nahen und Mittleren Osten</p>
<p>**** *******</p>
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		<title>Donnerstag: Leseb&#252;hne Sax Royal in der Scheune mit Gastautorin Franziska Wilhelm</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 10:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Micha</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Autoren der Dresdner Leseb&#252;hne Sax Royal haben wieder einen Monat lang nach den komischen Momenten des Alltags gejagt, nach philosophischen Weisheiten gefischt und prominente Opfer erlegt. Ihre Ausbeute pr&#228;sentieren sie dem geneigten Publikum wie immer am zweiten Donnerstag des Monats in der Scheune in Form eines literarischen Reigens. Diesmal auf der Couch und am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><a href="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2007/01/Sax-Royal-2009-3.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1947" title="Sax Royal" src="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2007/01/Sax-Royal-2009-3-300x200.jpg" alt="" width="275" height="182" /></a>Die Autoren der Dresdner Leseb&#252;hne <strong><a href="../" target="_blank">Sax Royal</a></strong> haben wieder einen Monat lang nach den komischen Momenten des Alltags gejagt, nach philosophischen Weisheiten gefischt und prominente Opfer erlegt. Ihre Ausbeute pr&#228;sentieren sie dem geneigten Publikum wie immer am zweiten Donnerstag des Monats in der Scheune in Form eines literarischen Reigens. Diesmal auf der Couch und am Mikrofon sind die Stammautoren Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann, Stefan<a href="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2011/10/Franziska_Wilhelm.jpg"><img class="alignright  wp-image-3464" title="Franziska_Wilhelm" src="http://www.saxroyal.de/wp-content/uploads/2011/10/Franziska_Wilhelm-247x300.jpg" alt="Franziska Wilhelm" width="156" height="191" /></a> Seyfarth und ein ganz besonderer literarischer Gast: Die junge Autorin <a href="http://franziska-wilhelm.de/" target="_blank">Franziska Wilhelm</a> aus Leipzig, Mitglied der dortigen Leseb&#252;hne “Schkeuditzer Kreuz”, wird nach Dresden kommen und hat garantiert einige ihrer grostesken Geschichten mit im Gep&#228;ck.</p>
<p><strong><a href="../" target="_blank">Sax Royal</a> – die Dresdner Leseb&#252;hne</strong> | 12. April | Donnerstag | 20 Uhr | <a href="http://www.scheune.org/" target="_blank"><em>Scheune</em></a><em></em> | VVK 5 Euro AK 5 Euro erm. / 7 Euro</p>
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