Zum Tod von Wiglaf Droste

Es ist schon einige Jahre her, da suchten wir nach einer unserer Shows wie damals üblich das Lokal „Hebeda’s Familieneinkehr“ auf. An einem der Tische saß Wiglaf Droste, der am selben Abend eine Lesung in Dresden bestritten hatte. Wir kamen rasch mit ihm ins Gespräch, das Bier floss in Strömen. Droste, der um 1990 mit der „Höhnenden Wochenschau“ und dem „Benno Ohnesorg Theater“ zwei der ersten Lesebühnen mitbegründet hatte, gab uns für Sax Royal einige gute Ratschläge. Zur Krönung des Abends stieg er irgendwann auf den Kneipentisch, setzte sich seinen Hut auf und rezitierte laut das Gedicht Venus und Stalin von Peter Hacks. Wir werden den Abend nicht vergessen. Und Drostes großartige Texte bleiben ohnehin für immer lebendig.

Ein paar schöne Worte zum Tod von Wiglaf Droste hat im Schweizer Rundfunk Dr. Jürgen Roth gesprochen, der am 22. August als Gastautor mit uns beim Sommergastspiel „Das ist Natur, Kunde!“ unserer Lesebühne Sax Royal im Deutschen Hygiene-Museum lesen wird:

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