Zitat des Monats Oktober

Eine Begabung für niederträchtige Intrigen und die kleinen Tricks, mit denen man Popularität gewinnt, mag genügen, um einen Mann in einem Einzelstaat zu höchsten Ehren zu bringen. Es erfordert jedoch andere Talente und eine andere Art von Verdiensten, um ihm die Achtung und das Vertrauen der gesamten Union zu verschaffen oder zumindest eines so beträchtlichen Teils von ihr, wie erforderlich wäre, um ihn zu einem erfolgreichen Kandidaten für das hohe Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu machen. Es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, daß diese Position wahrscheinlich immer mit Persönlichkeiten besetzt werden wird, die an Befähigung und Tugend herausragen.

The Federalist. A Collection of Essays, Written in Favour of the New Constitution, as Agreed upon by the Federal Convention, September 17, 1787. New York, 1799 [Dt. Ed. Barbara Zehnpfennig]

Zitat des Monats September

Von Lessing hab ich nur Bahnwärter Thiel gelesen.

Piet Weber

Zitat des Monats August

Demokratie verlangt auch, dass wir fähig sind, uns in die Wirklichkeit von Menschen zu versetzen, die anders sind als wir, damit wir ihren Standpunkt verstehen. Vielleicht können wir ihre Meinung ändern, vielleicht ändern sie aber auch unsere. Das aber kannst du nicht schaffen, wenn du von Vornherein alles, was deine Gegner zu sagen haben, als falsch abtust. Du schaffst es auch nicht, wenn du darauf bestehst, dass alle, die nicht sind wie du, weil sie weiß sind oder männlich, unmöglich verstehen können, was du fühlst, und dass sie nicht das Recht haben, über bestimmte Themen zu reden.

Barack Obama bei der Gedenkfeier zum 100. Geburtstag von Nelson Mandela in Johannesburg (Südafrika)

Zitat des Monats Juli

Lasst uns ein bisschen lieb zueinander sein, bald sind wir alle tot.

Anselm Neft

Zitat des Monats Juni

Der eigenen Überzeugung folgen ist allerdings mehr, als sich der Autorität ergeben; aber durch die Verkehrung des Dafürhaltens aus Autorität in Dafürhalten aus eigener Überzeugung ist nicht notwendig der Inhalt desselben geändert und an die Stelle des Irrtums Wahrheit getreten. Auf die Autorität anderer oder aus eigener Überzeugung im Systeme des Meinens und des Vorurteils zu stecken, unterscheidet sich voneinander allein durch die Eitelkeit, welche der letzteren Weise beiwohnt.

Hegel

Zitat des Monats Mai

Man kann auch so fragen: Wozu braucht es noch die SPD, wenn es die Linkspartei gibt?

Soll das etwa eine ernsthafte Frage sein?

In Frankreich ist Ihre Schwesterpartei gerade bei unter zehn Prozent gelandet.

Und in Großbritannien bei 40 Prozent. Die Situationen sind nicht vergleichbar. Machen Sie sich keine Sorgen um die SPD!

Andrea Nahles im Interview mit der Berliner Zeitung, 17. Juni 2017

Zitat des Monats April

Ich habe darüber meine eignen Gedanken.

Georg Büchner

Zitat des Monats März

Wo ist Weh? Wo ist Leid? Wo ist Zank? Wo ist Klagen? Wo sind Wunden ohne jeden Grund? Wo sind trübe Augen? Wo man lange beim Wein sitzt und kommt, auszusaufen, was eingeschenkt ist. Sieh den Wein nicht an, wie er so rot ist und im Glase so schön steht: Er geht glatt ein, aber danach beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter. Da werden deine Augen seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird Verkehrtes reden, und du wirst sein wie einer, der auf hoher See sich schlafen legt, und wie einer, der oben im Mastkorb liegt. „Sie schlugen mich, aber es tat mir nicht weh; sie prügelten mich, aber ich fühlte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Dann will ich’s wieder so treiben.“

Sprüche 23, 29-35

Zitat des Monats Februar

Je dunkler das Haar, desto blonder die Gedanken.

Kassiererin im Lidl

Zitat des Monats Januar

Integral nationalism is hostile to the internationalism preached by humanitarians and liberals. It makes the nation, not a means to humanity, not a stepping-stone to a new world order, but an end in itself. It puts national interests alike above those of the individual and above those of humanity. It refuses coöperation with other nations except as such coöperation may serve its own interests real or fancied. It is jingoistic, distrusts other nations, labors to exalt one nation at the expense of others, and relies on physical force. It is militarist and tends to be imperialist. In the face of it, a league of nations or any international sense of peace and security is threatened with sterility and destruction. Besides, in domestic affairs, integral nationalism is highly illiberal and tyrannical. It would oblige all citizens to conform to a common standard of manners and morals and to share the same unreasoning enthusiasm for it. It would subordinate all personal liberties to its own purpose, and if the common people should murmur it would abridge democracy and gag it. All these things it would do ‘in the national interest’.

Carlton J. H. Hayes: The Historical Evolution of Modern Nationalism (1931)

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