Zitat des Monats Januar

Integral nationalism is hostile to the internationalism preached by humanitarians and liberals. It makes the nation, not a means to humanity, not a stepping-stone to a new world order, but an end in itself. It puts national interests alike above those of the individual and above those of humanity. It refuses coöperation with other nations except as such coöperation may serve its own interests real or fancied. It is jingoistic, distrusts other nations, labors to exalt one nation at the expense of others, and relies on physical force. It is militarist and tends to be imperialist. In the face of it, a league of nations or any international sense of peace and security is threatened with sterility and destruction. Besides, in domestic affairs, integral nationalism is highly illiberal and tyrannical. It would oblige all citizens to conform to a common standard of manners and morals and to share the same unreasoning enthusiasm for it. It would subordinate all personal liberties to its own purpose, and if the common people should murmur it would abridge democracy and gag it. All these things it would do ‘in the national interest’.

Carlton J. H. Hayes: The Historical Evolution of Modern Nationalism (1931)

Zitat des Monats Dezember

„Du müsstest dich eigentlich bei der Linkspartei engagieren!“ – „Bei welcher von beiden?“

Gespräch in Berlin

Zitat des Monats November

Du, meine Mutter ist jetzt total anders drauf! Die ist jetzt superlocker! Das ist echt ein ganz anderes Verhältnis jetzt als früher. Zwei Jahre nicht mit ihr reden hat echt was gebracht.

junge Frau auf Berliner Weihnachtsmarkt zu ihren Freundinnen

Zitat des Monats Oktober

Die Botschafterin der evangelischen Kirche für das Reformationsjubiläum, Margot Käßmann, hat schwere Vorbehalte gegen Halloween-Feiern am Reformationstag. „Das ist ein reines Kommerzfest“, sagte Käßmann der Rhein-Neckar-Zeitung vom Montag. Das Merchandising um die 500-Jahr-Feier der Reformation verteidigte Käßmann jedoch. „Wir hatten Luther-Bier, Luther-Brote und Luther-Playmobil“, sagte Käßmann. Man solle es mit Luther halten: „Der hat gesagt: Das Evangelium kann nur mit Humor gepredigt werden. Und Humor tut der Evangelischen Kirche gut.“

Zitat des Monats August

„Wer mit Dreck balgt, geht besudelt davon, mag er nun gewinnen oder nicht.“ (Luther) – Der Feind kreist verkrallt mit seinem Feinde um ein Schwerkraftloch: Der Pazifist wird militant, die Feministin sittenstreng, der Tierschützer fletscht die Zähne. Der Antichrist fängt an zu eifern, der Atheist zu bekehren. Die Multikulturisten feinden die Touristen an. Der Antirassist sieht nur noch Rassen. Der Deutschlandniewieder bleibt ewig deutsch. Der Aussteiger steigt auf die Scholle. Der Freischärler wird Blockwart. Die Rechte färbt die Linke. – Und alles auch umgekehrt.

Thomas Kapielski: Leuchten. A- und So-phorismen

Zitat des Monats Juli

Und [der Prophet Elisa] ging hinauf nach Bethel. Und als er den Weg hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf! Und er wandte sich um, und als er sie sah, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern. Von da ging er auf den Berg Karmel und kehrte von da nach Samaria zurück.

2. Könige 2,23-25

Zitat des Monats Juni

Wenn Jeremy Corbyn zum Parteichef gewählt wird, dann werden wir bei der nächsten Wahl keine Schlappe wie 1983 oder 2015 erleben, sondern eine vernichtende Niederlage, möglicherweise die Auslöschung.
Tony Blair über die Zukunft der Labour Party, 13. August 2015, The Guardian

Zitat des Monats Mai

In der ganzen übrigen Bildungswelt gilt der Grundsatz höchster Klarheit; in Deutschland verlangen manche Leser geradezu, durch tiefsinnig scheinende Unverständlichkeit beschwindelt zu werden.

Denn wo man keinen Sinn findet, vermutet man Geist (aber nur in Deutschland).

Eduard Engel: Deutsche Stilkunst

Zitat des Monats April

Aber, was vielleicht noch bedeutsamer ist, auch innerhalb der marxistischen Arbeiterschicht sind seit einiger Zeit Arbeiterführer aufgetaucht, die an den nationalistischen Fragestellungen Geschmack gewonnen haben, und deren Sprache schon jetzt oft kaum noch von der der Nationalisten in den Bünden zu unterscheiden ist. Hier sind die gegebenen Einfallspforten in die Arbeiterschaft.

Ernst Jünger, Rede zur Reichsgründungsfeier des Tannenbergbundes, wiedergegeben im Völkischen Beobachter vom 23./24. Januar 1927

Zitat des Monats März

Zum würdigen Leben gehört mehr als nur soziale Gerechtigkeit. Eine andere Bedingung ist die Identität. Die soziale Gerechtigkeit muss gegen Kapital und Konzerne errungen werden – aber die Identität gegen die Migration. Das Thema ist für die Linken gefährlich: In der Theorie soll doch der Ausländer ein Freund sein. Aber in der Wirklichkeit ist die Einwanderung ein Quell der Sorge. Wenn die Aufgabe einer linken Regierung die Solidarität mit der arbeitenden Bevölkerung ist, dann gehört dazu auch der Schutz der Heimat.

Jakob Augstein

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