Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Liebe Freunde von Sax Royal! Wir danken euch für euren Besuch bei unseren Shows im Jahr 2018! Es hat, obwohl wir den Weggang unseres Weggefährten Julius Fischer verkraften mussten, großen Spaß gemacht, für euch zu lesen. Herzlich danken wir auch den umwerfenden Gästen dieses Jahres, Christian Kreis, Anselm Neft, Aidin Halimi, Tilman Birr, Franziska Wilhelm, Falk Töpfer, Ahne, Masha Potempa, Paul Bokowski und Udo Tiffert, sowie Axel Spickenheuer und dem ganzen Team der Scheune! Wir wünschen euch allen gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Kommt am 10. Januar vorbei, um mit uns unseren 14. Geburtstag zu feiern! Und bringt eure Omas, Onkel, Enkel, Nachbarn, Liebhaber und Paketboten mit! Es gibt nicht nur wie immer neue Geschichten, Gedichte und Lieder, sondern auch ein paar Klassiker und diverse Überraschungen sowie den Stargast André Herrmann aus Leipzig. Tickets gibt’s schon im Vorverkauf.

Zitat des Monats Dezember

Die ganze Geschichte des gesellschaftlichen Fortschritts war eine Folge von Übergängen, durch die eine Sitte oder Institution nach der anderen, die man für unverzichtbare Bedingungen des Zusammenlebens gehalten hatte, in den Rang von allgemein geächteter Ungerechtigkeit und Unterdrückung sanken. So geschah es mit den Unterscheidungen von Sklaven und Freien, Adligen und Leibeigenen, Patriziern und Plebejern; und so wird es, und ist es teilweise schon, geschehen mit den Aristokratien von Farbe, Rasse und Geschlecht.

ein alter, weißer Mann im Jahr 1861

Donnerstag, 13. Dezember: Lesebühne Sax Royal in der Scheune mit den Gästen Masha Potempa und Paul Bokowski

Während sich in Dresden die Massen beim Striezelmarkt ins Glühweindelirium schießen oder zuhause unterm Tannenbaum bis zur Besinnungslosigkeit besinnlich sind, heizen die Jungs von der Lesebühne Sax Royal in der Scheune am 13. Dezember ihrem Publikum wieder mit neuen Geschichten, Gedichten und Liedern ein. Heitere Anekdoten aus dem Chaos des Alltags werden den Weg ins Mikrofon ebenso finden wie satirische Abrechnungen mit dem globalen Gesamtunsinn. Mit dabei sind drei der Stammautoren: Michael Bittner, der wie immer philosophisch gewitzte Weltbetrachtungen mitbringt, Roman Israel, der Meister der grotesken Geschichten aus der Provinz, sowie Stefan Seyfarth, der seine Heimatstadt Dresden gerne lyrisch feiert und züchtigt. Max Rademann, der im Dezember als Heinzelmännchen im Erzgebirge schuftet, wird traditionsgemäß fernmündlich zugeschaltet. Zum Ausgleich gibt’s diesmal gleich zwei formidable Gäste aus Berlin: die Liedermacherin Masha Potempa und der Schriftsteller Paul Bokowski.

Masha Potempa stammt aus dem Ruhrpott, bummelte durch die Welt und lebt heute in Berlin. Als Songwriterin macht sie MusikPoesie: Ihre warme Stimme singt von den Kleinigkeiten, in denen sich das Große widerspiegelt, von Heimweh, Fernweh und all den bunten Zwischentönen. Liedermacherei vermischt mit Chanson, Poetry Slam und einer Prise Weltmusik. Ihr aktuelles Album heißt „Rauchschwalben am Horizont“.

 

 

 

 

Paul Bokowski, geboren 1982 in Mainz am Rhein, gehört zur Speerspitze der Berliner Lesebühnenszene. Der Autor, Vorleser und Geschichtenerzähler lebt seit fünfzehn Jahren im Wedding, einem der unbeirrbarsten Problembezirke der bundesdeutschen Hauptstadt. Zehn Jahre lang war er jüngstes Mitglied der Lesebühne „Brauseboys“. 2014 gründete er seine eigene Lesebühne mit dem Namen „Fuchs & Söhne“. Sein Buch „Hauptsache nichts mit Menschen“ (2013) wurde zum Bestseller, sein zweiter Kurzgeschichtenband „Alleine ist man weniger zusammen“ erschien im Jahr 2015. (Foto: Jan Kopetzky)

 

 

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne | 13. Dezember | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune (Alaunstraße 36-40) | Tickets im Vorverkauf: 5 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 5/7 Euro

Zitat des Monats November

Ein Volk, das von seiner Regierung nichts fordert als das Wahren der Ordnung, ist in seinem Innersten bereits Sklave; es ist Sklave seines Wohlergehens, und der Mann, der es in Ketten legen soll, kann auftreten.

Alexis de Tocqueville: Über die Demokratie in Amerika

Buchtip: „Mit euch möchten wir alt werden. 30 Jahre Berliner Lesebühnen“

Ende der Achtziger entwickelte sich in Berlin eine neue Form der literarischen Subkultur. Bei den sogenannten Lesebühnen kamen regelmäßig feste Gruppen von Autorinnen und Autoren zusammen, nicht in Literaturhäusern und Buchhandlungen, sondern in Kneipen und Klubs, um dem Publikum in heiterer Atmosphäre Geschichten vorzulesen. Die Storys zeichneten sich durch Kürze, Witz und Nähe zum Alltag aus. Statt Wasser wurde Bier getrunken. Gelesen wurde nicht sitzend, verschanzt hinterm Tischchen, sondern im Stehen. Die Idee verbreitete sich: Nicht nur in Berlin entstanden bald Veranstaltungen, die wöchentlich manchmal hunderte Zuhörer anzogen, auch in anderen Städten wurden mit Erfolg Lesebühnen gegründet. So wie unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal, die seit dem Jahr 2005 in der Scheune auftritt. Viel gelernt haben wir von und viel gelacht mit den Kollegen von Berliner Lesebühnen wie der Chaussee der Enthusiasten, LSD – Liebe statt Drogen, der Reformbühne Heim & Welt, den Surfpoeten oder den Brauseboys. Großen Erfolg haben inzwischen auch jüngere Lesebühnen in Berlin wie die Lesedüne, die Couchpoetos und Fuchs & Söhne. Autorinnen und Autoren, die heute reich und berühmt sind, haben bei den Lesebühnen ihre Karriere begonnen und sind zum Teil immer noch Teil der Szene: Marc-Uwe Kling, Wiglaf Droste, Kirsten Fuchs, Wladimir Kaminer, Sarah Bosetti, Jochen Schmidt und viele andere mehr.

Zum dreißigjährigen Jubiläum der Berliner Lesebühnen hat der Satyr Verlag ein tolles Buch herausgebracht: Mit euch möchten wir alt werden, herausgegeben von Sarah Bosetti, Andreas Scheffler und Volker Surmann. Das Lesebuch versammelt Geschichten, Satiren, Glossen und Traktate von 75 Lesebühnenautorinnen und -autoren, welche die Szene über viele Jahre geprägt haben oder noch prägen werden: Ahne, Mareike Barmeyer, Martin Betz, Tilman Birr, Michael Bittner, Bov Bjerg, Thilo Bock, Daniela Böhle, Paul Bokowski, Sarah Bosetti, Wiglaf Droste, Hans Duschke, Micha Ebeling, Elis, Konrad Endler, Horst Evers, Kirsten Fuchs, Andreas Gläser, Martion „Gotti“ Gottschild, Aidin Halimi, Uli Hannemann, Jakob Hein, Nils Heinrich, Falko Hennig, André Herrmann, Ruth Herzberg, Daniel Hoth, Hinark Husen, Wladimir Kaminer, Andreas Kampa, Noah Klaus, Marc-Uwe Kling, Frank Klötgen, Insa Kohler, Sebastian Krämer, Johannes Krätschell, Andreas „Spider“ Krenzke, Karsten Lampe, Berhard Lassahn, Sebastian Lehmann, Clint Lukas, Thomas Manegold, Maik Martschinkowsky, Manfred Maurenbrecher, Eva Mirasol, Marion Alexa Müller, Jacinta Nandi, Robert Naumann, Meikel Neid, Klaus Nothnagel, Jochen Reinecke, Milena Reinecke, Robert Rescue, Dan Richter, Susanne Riedel, Christian Ritter, Andreas Scheffler, Sarah Schmidt, Jochen Schmidt, Chio Schuhmacher, Dr. Seltsam, Stephan Serin, Ivo Smolak, Frank Sorge, Michael Stein, Lea Streisand, Volker Strübing, Volker Surmann, Maschenka Tobe, Tube, Robert Weber, Piet Weber, Michael-André Werner, Heiko Werning, Jürgen Witte.

Sarah Bosetti, Andreas Scheffler, Volker Surmann (Hrsg.): Mit euch möchten wir alt werden. 30 Jahre Berliner Lesebühnen. 326 Seiten, Hardcover mit Lesebändchen, ISBN: 978-3-947106-14-1, 20€

Roman Israel: YouTube-Vorstellung von „Minimal ist besser“

In einem kleinen Video auf seinem YouTube-Kanal erklärt euch unser Roman Israel, was es mit seinem neuen E-Book Minimal ist besser auf sich hat und warum ihr den Erwerb nicht scheuen solltet:

Mittwoch (!), 14. November: Unsere Lesebühne Sax Royal in der Scheune mit Gastautor Ahne

Ausnahmsweise eine Woche später als sonst und an einem Mittwoch beglückt unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal am 14. November das Publikum wieder mit neuen Geschichten, Gedichten und Liedern zwischen Tiefsinn und Hochkomik. Alle vier Stammautoren sind mit dabei: Stefan Seyfarth besingt in seinen Poemen seine hassgeliebte Dresdner Heimat. Max Rademann erzählt von seiner abenteuerlichen Expedition nach Amerika. Roman Israel bringt groteske Geschichten über das Leben in kleinen Dörfern und großen Städten mit. Und Michael Bittner kämpft mit den Mitteln der Satire um die Rettung der Menschheit und für die Senkung des Bierpreises.

Wie immer haben wir uns aber auch noch einen Stargast eingeladen: Mit uns liest, singt und trinkt diesmal Ahne aus Berlin. Ahne ist einer der Gründungsväter der Lesebühnenszene und beweist bis heute bei der Reformbühne Heim & Welt, dass er ein Meister des hintersinnigen Humors ist. Seit vielen Jahren führt er regelmäßig Zwiegespräche mit Gott, die er in mehreren Büchern der Mitwelt überliefert hat. Zusammen mit dem Songwriter Sedlmeir produzierte er gerade das Kriminal-Musical „Rache!“ Außerdem gilt sein leidenschaftlicher Kampf einer Welt ohne den Zwang zur Lohnarbeit. Ein ganz Großer!

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne | 14. November | Mittwoch (!) | 20 Uhr | Scheune (Alaunstraße 36-40) | Tickets im Vorverkauf: 5 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 5/7 Euro

Roman Israel mit neuem Buch: Minimal ist besser

Die Freude ist groß. Unser Roman Israel hat mal wieder ein neues Buch herausgebracht. Im E-Book „Minimal ist besser. Vom süßen Leben ohne Besitz“, das im Mikrotext-Verlag Berlin erschienen ist, berichtet Roman über seine Erfahrungen als bekennender Minimalist und Nomade. Einen kleinen Auszug aus dem Buch liest er in diesem kurzen Video auf seinem Youtube-Kanal. Im digitalen Klappentext des Buches ist folgendes zu lesen:

Der Schriftsteller Roman Israel lebt seit zwei Jahren als Nomade. Er hat alles aufgegeben und besitzt nur noch einen Koffer voll Klamotten und seinen Laptop. So zieht er von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort, von Erfahrung zu Erfahrung – ohne Bremsklotz am Bein. Klingt nach maximaler Freiheit. Oder doch eher nach einer Schnapsidee? Ein Erfahrungsbericht.

60 Seiten auf dem Smartphone
E-Book
Mikrotext Verlag Berlin
ISBN 978-3-944543-70-3
€ 3.99

Erhältlich in jeder Buchhandlung oder online.
Amazon
Buecher.de
Hugendubel
Google Playstore
genialokal
Thalia

www.mikrotext.de
www.romanisrael.de

„Nacht der Lesebühnen“ am 8. November in der Scheune mit André Herrmann, Ivo Lotion, Maik Martschinkowsky und Ella Carina Werner

Im November räumt unsere Lesebühne Sax Royal ausnahmsweise den angestammten Platz auf dem zweiten Donnerstag des Monats, stattdessen gibt es unsere nächste Show am Mittwoch (!), den 14. November. Der Grund dafür ist aber erfreulich: Am 8. November lädt das Festival „Literatur Jetzt!“ zur traditionsreichen „Nacht der Lesebühnen“ ein. Es erwartet die Zuschauer ein Abend voller Heiterkeit ohne Reue. Denn wie immer lesen und singen in der Scheune vier der besten Autorinnen und Autoren aus dem Feld der komischen und satirischen Literatur, die witzig und dabei zugleich smart sind. Auch in diesem Jahr dürfen sich die Fans auf vier ganz famose Spaßvögel freuen: André Herrmann (Leipzig), Ella Carina Werner (Hamburg), Maik Martschinkowsky (Berlin) und Ivo Lotion (Berlin).

André Herrmann ist in Leipzig Stammautor der Lesebühne „Schkeuditzer Kreuz“ und liest in Berlin bei der Lesebühne „Fuchs & Söhne“. Mit dem Team Totale Zerstörung hat er zweimal die Deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam gewonnen. Er schreibt Komisches auch fürs Fernsehen, so fürs „Neo Magazin Royal“ (ZDF), „Olaf macht Mut“ (ARD) und „Comedy mit Karsten“ (MDR). Seinem Erfolgsroman „Klassenkampf“ hat er inzwischen einen zweiten Teil folgen lassen.

Ella Carina Werner (Foto: Vera Tammen) ist Mitglied der Hamburger Lesebühne „Liebe für alle“ sowie Redakteurin des Satiremagazins „Titanic“. Sie veröffentlicht humorvolle Texte u.a. in der taz und dem Missy Magazine und schreibt Kolumnen für die Frankfurter Rundschau. Sie veröffentlichte zwei Romane, „Die mit dem Bauch tanzt“ (Ullstein 2012) und „Rastavati“ (Rowohlt 2017, gemeinsam mit Jutta Weber). Außerdem ist sie Mitbegründerin und Organisatorin des DIARY SLAM, bei dem Erwachsene aus ihren Jugend-Tagebüchern lesen.

 

Maik Martschinkowsky (Foto: Hendrik Schneller) ist in Berlin Stammautor bei der „Lesedüne“, der wohl erfolgreichsten Lesebühne des Landes. Mit seinen Kollegen hat er das Buch „Über Wachen und Schlafen“ herausgebracht. Außerdem liest er auch bei der „PotShow“ in Potsdam und ist seit Jahren Moderator beim „Saalslam“ in Berlin-Neukölln. Seine besondere Neigung gilt der satirischen Gesellschaftskritik, die daraus entstehenden Geschichten hat er in dem Buch „Von nichts kommt was“ gesammelt.

Ivo Lotion ist Mitglied bei „LSD – Liebe statt Drogen“, einer der traditionsreichsten Lesebühnen Berlins. Mit der „Lokalrunde“ moderiert er zudem seine ganz eigene Unterhaltungsshow. Er produziert Filme, am bekanntesten aber ist er als Liedermacher, solo und mit seiner Band „Die Mariachis“. Bei der Nacht der Lesebühnen übernimmt Ivo Lotion den musikalischen Part und singt einige seiner schönsten Lieder.

 

 

 

 

 

Nacht der Lesebühnen. Abend der satirischen Literatur mit André Herrmann, Ivo Lotion, Maik Martschinkowsky und Ella Carina Werner | Scheune | 20 Uhr | Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro | Karten im Vorverkauf

Zitat des Monats Oktober

Eine Begabung für niederträchtige Intrigen und die kleinen Tricks, mit denen man Popularität gewinnt, mag genügen, um einen Mann in einem Einzelstaat zu höchsten Ehren zu bringen. Es erfordert jedoch andere Talente und eine andere Art von Verdiensten, um ihm die Achtung und das Vertrauen der gesamten Union zu verschaffen oder zumindest eines so beträchtlichen Teils von ihr, wie erforderlich wäre, um ihn zu einem erfolgreichen Kandidaten für das hohe Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu machen. Es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, daß diese Position wahrscheinlich immer mit Persönlichkeiten besetzt werden wird, die an Befähigung und Tugend herausragen.

The Federalist. A Collection of Essays, Written in Favour of the New Constitution, as Agreed upon by the Federal Convention, September 17, 1787. New York, 1799 [Dt. Ed. Barbara Zehnpfennig]

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